Ich bin seit 5 Monaten Arbeitsunfähig aufgrund von starker Erschöpfung und massiven Schlafstörungen. Seitens meiner Hausärztin besteht der Verdacht von ADHS. Ich habe hier den großen Test gemacht und zeige eine ziemlich hohe Symptomatik und finde mich in so manchen wieder. Meine HA besorgte mir den Termin bei der Psychiaterin.
Die Psychiaterin stellte schon am Anfang sofort klar, dass Sie gegen eine ADHS Diagnosestellung ist, denn das würde nichts mehr bringen. Vielmehr fragte sie mich ständig: „Ja und wenn Sie ADHS haben, was dann? Was soll die Diagnose bringen? Was erwarten Sie sich davon?“ So ging es in einer Tour, ich wusste nichts mehr zu antworten. Sie verwies auch sofort darauf, dass Sie keinen Sinn in Stimulanzien bei mir sehen würde (ich sagte offen, dass ich trockene Alkoholikerin bin). Sie würde mir die deswegen eh nicht verschreiben. Nahtlos diagnostizierte sie aber Depression nach 30 Minuten bei mir und wollte sofort Antidepressiva verschreiben. Sie bot eine Verhaltenstherapie an, die ich überrumpelt wie ich war annahm.
Jetzt sitze ich zu hause und bin total fertig. Man kommt ja bekanntermaßen an keine Termine bei Psychiatern ohne Vitamin B, und diese Psychiaterin lehnt eine Diagnostik ja ab. Ich bin völlig am Boden zerstört. Hat das jemand schonmal so erlebt und was habt ihr gemacht?