Neu hier! Hallo 🙋

Hallo ihr Lieben,

ich bin neu hier und keine Ahnung, ob ich gerade das Thema im richtigen Bereich erstellt habe :see_no_evil:.

Vor zwei Wochen wurde bei mir eine Diagnose (ADHS) gestellt, und in den letzten Tagen habe ich wirklich viel hier gelesen - und mit „viel“ meine ich VIEL :-D. Aktuell warte ich noch auf einen Termin beim Psychiater bezĂŒglich einer Medikation. Nachdem ich viel gelesen und aufgesaugt habe - und das ohne jemals etwas genommen zu haben - glaube ich fĂŒr mich und meine Symptome sowie Lebensstil, dass Elvanse sich zunĂ€chst am besten anfĂŒhlt.

Nun habe ich hier viele BeitrĂ€ge ĂŒber Elvanse mit vielen Problemen gelesen, und mich wĂŒrden Erfahrungen interessieren, ob es auch positive Erfahrungen gibt, auch wenn es zunĂ€chst einen nicht so einfachen Weg bei der Eindosierung gab. Was hat sich in eurem Leben geĂ€ndert? Könnt ihr mit den Medikamenten euer Leben so fĂŒhren, wie ihr es gerne tun wĂŒrdet, oder mĂŒsst ihr euch in Bereichen einschrĂ€nken? Sport, soziale AktivitĂ€ten? Oder was einem halt so wichtig ist im Alltag. Ich bin ein echter Genussmensch und liebe gutes Essen, Kaffee und alles, was dazu gehört. Ist es auch irgendwann möglich, wieder Kaffee zu trinken und vielleicht 2-3 GlĂ€ser Wein zu genießen? Ich frage das alles, damit ich mir so gut wie möglich ein realistisches Bild machen kann, auch wenn ich weiß, dass es sehr individuell ist. Denn ich habe hier schon so viele (fĂŒr mich) Horror-Geschichten und VerlĂ€ufe gelesen, und nur 1-2 wirklich tolle Erfahrungen. Ich freue mich darauf, von euch zu lesen, auf eure Tipps und Erfahrungsberichte.

Zu mir:

  • MĂ€nnlich
  • 36 Jahre
  • 78 kg
  • Nehme keine weiteren Medikamente
  • Bin in einer Therapie
  • Keine Drogen-Erfahrungen außer Alkohol im normalen Rahmen (kein Problem)
  • Sportlich, fahre Rennrad und gehe ins Fitnessstudio

Beispiel-Symptome, die mir Probleme machen:

  • Überdenker
  • TagtrĂ€umer
  • Innere Unruhe
  • Konzentrationsschwierigkeiten
  • MĂŒhe, mich zu Aufgaben zu motivieren
  • Stimmungsschwankungen
  • Desorganisation
  • Schwierigkeiten beim Entspannen
2 „GefĂ€llt mir“

Hallo und :sparkling_heart:lich Willkommen hier ! :slightly_smiling_face:

Du liest hier deswegen so viel von den Problemen mit Elvanse, weil genau die Leute sich hier Hilfe mit ihren Fragen erhoffen.

Die, die keine Probleme mit Elvanse haben, melden sich gar nicht erst an oder aber sind hier und haben bezĂŒglich positiver Erfahrungen kein SchreibbedĂŒrfniss.

Wie du was vertrÀgst merkst du erst wenn du es nimmst , da kann keiner eine Prognose stellen.

Kaffee zur Eindosierung sein lassen und spĂ€ter wenn dir ĂŒberhaupt noch danach ist einfach vorsichtig versuchen, dann bekommst du deine Antwort.

Was Alkohol betrifft ? Eigentlich wenn man es ganz ernst und genau nimmt , dĂŒrfte man nie Alkohol befĂŒrworten , egal ob mit oder ohne Medikation.
Das ist jetzt aber keine Belehrung, weil dann wÀre es auch eine Selbstbelehrung , es schoss mir nur als Gedanke so in den Kopf .

3 „GefĂ€llt mir“

Hallo und herzlich willkommen :adxs_winy:

Ich denke, es wird von deinem Psychiater abhÀngen, mit welchem Medikament du beginnst und ob du da eine Wahl hast.

Ich hatte keine, und habe mit Ritalin adult bzw. einem Generikum angefangen. Ich fahre gut damit, es wirkt im Hintergrund.
EinschrĂ€nkungen habe ich fast keine. Kaffee nehme ich erst ab Mittag, und ein guter Wein am Wochenende geht auch. Dann gibt es fĂŒr das Wochenende eben eine Medikamentenpause.

Wenn das Medikament eindosiert ist, und du dich daran gewöhnt hast, kannst du zum Beispiel Kaffee wieder dazunehmen. Du merkst dann, ob das geht, oder das wieder Nebenwirkungen hat.

Hast du das schon gefunden?

Gerade Abschnitt 4 und 5 sind da wichtig.

Und lass dich nicht von den vielen Threads mit Problemen und Fragen zur Eindosierung verunsichern. Meine war völlig unkompliziert und ich hatte kaum Nebenwirkungen. Deshalb gibt es hier auch keinen Thread dazu, so wie @Nelumba_Nucifera das geschrieben hatte.

Mach dir nicht zuviele Sorgen, das wird.

1 „GefĂ€llt mir“

Klar, mache ich gern und regelmÀssig (also Kaffee, wein nicht)

Mein Leben wurde erst besser, dann hat die Kurve einen Knick nach unten gemacht (Honeymoon ade) und stagniert nun auf einem guten höheren Niveau.

Ich kĂ€mpfe hĂ€ufiger mit Elvanse, möchte aber ehrlicherweise zugeben, dass es mich wieder authentischer gemacht hat, mutiger, direkter, es hilft mir nicht mehr everybody’s darling zu sein und auf den Putz zu hauen wenn mich etwas stört.

Elvanse hat mir eine BrĂŒcke zu meinem frĂŒheren, unbeschwerten Ich geschlagen. Ich war als Teenie und Kind immer positiv, lebendig, wild, rotzfrech
 und dann kamen - tadaaa - die sozialen Probleme aufgrund meiner Adhs Symptome. Das hat mich traurig gemacht, gebremst. Masking kam auf.

Seid Elvanse fĂ€llt diese Maske StĂŒck fĂŒr StĂŒck und es ist mir mittlerweile oft pieps egal was die Leute denken (klar, gibt aber auch mal RĂŒckschlĂ€ge, die ich aber stets besser verkrafte)

Insoweit, ja, hier im Forum schĂŒtten wir unserer Herz aus, diskutieren das FĂŒr und Wider von Medikamentenwirkungen. Der Eindruck, dass es nur Negatives gibt, tĂ€uscht natĂŒrlich, weil die Adhsler, die perfekt klar kommen, selten hier unterwegs sind.

Also, ja, es gibt verdammt viel Positives was dir Adhs Medikamente schenken. Im idealfall den Zugang zu einem glĂŒcklichen selbstbestimmten Leben :blush:

Frohe Ostern wĂŒnsche ich dir
und herzlich willkommen hier :hatching_chick: :rabbit:

2 „GefĂ€llt mir“

Du sprichst mir aus dem Herzen :heart: gerade die sozialen Probleme werden gefĂŒhlt immer weniger und parallel dazu verĂ€ndert auch mein Selbstbild und das ist ein schönes GefĂŒhl.

1 „GefĂ€llt mir“

Danke fĂŒr die Nachricht :slight_smile: @ Nelumba_Nucifera
Schade eigentlich, dass es wenig positive berichte gibt, aber auch logisch. Ist ja meistens so wenn alles gut ist, beschwert sich auch keiner. Ich habe mich auch nur angemeldet, weil ich mich informieren wollte. Ist ja nicht mal ebenso wie eine Aspirin nehmen, obwohl das auch vermutlich zu leichtfertig gemacht wird.

1 „GefĂ€llt mir“

Danke @ nick das beruhigt mich schon etwas und am Ende ist es mir egal, was ich nehme, Hauptsache es gibt keine oder wenig Nebenwirkungen und passt zu meinem Leben mit den Einnahme den Medikamenten. Und da ich nicht frĂŒhstĂŒcke und manchmal beruflich bedingt keine Mittagspausen oder Ă€hnliches habe, wĂŒrde sich halt Elvansis am besten eignen.

@ Lea
Danke fĂŒr deine ausfĂŒhrliche Nachrticht!

Ich hoffe auch sehr, dass es mir mein Leben einfach vereinfacht! Ich komme ganz okay so klar nur merke ich aber auch das ich an meinem Limit öfters bin mit den ganzen Sachen. Vor allem dieses overthinking und nicht zu Ruhe kommen können und und und


Das ist mit Ritaln adult und den direkten Generikas auch kein Problem. Soweit ich weiß, ist das nur bei Medikinet so, dass man dazu essen muss. Ich habe auch nicht immer geregelte Mittagspause wegen Terminen, da nehme ich das mittags mit GetrĂ€nke und esse frĂŒher oder spĂ€ter. Ich gehe dann halt mal kurz aus der Besprechung :slightly_smiling_face: .

1 „GefĂ€llt mir“

@ ick
das hört sich gut an :slight_smile: hast du denn einen Rebound? Und bis wie viel Uhr hĂ€lt bei dir die Wirkung an? Was bei Elvanse fĂŒr mich auch interessant ist das es auch bei leicht depressive Verstimmung helfen soll.

Rebound habe ich nicht wirklich. An manchen Tagen merke ich den Übergang, ich werde dann halt matschiger, wenn der Tag anstrengend ist.
Normalerweise nehme ich morgens 40mg, nach 4,5h 20 mg, das reicht mir fĂŒr normale Tage. Wenn die Tage lang sind, nehme ich nach weiteren 4h nochmal 10mg, dann kann ich auch abends noch konzentriert was machen, Hobby, FamilienbĂŒro, 
 Schlafen tue ich trotzdem gut.

Es ging bei mir auf Burnout und Depression zu. Durch das Ritalin hat sich das schnell aufgelöst. Zum einen kriege ich wieder auf Arbeit Dinge einfach weggeschafft und kann zuhause nach dem Arbeitstag noch was machen. Zum anderen ist das frĂŒhere Vertrauen in mich selbst wieder da, ich spĂŒre, dass ich den Anforderungen gewachsen bin und mache mir deutlich weniger Sorgen.

Vielleicht reicht so ein Effekt ja gegen deine depressiven Verstimmungen?

Hallo Klaus und herzlich willkommen bei uns,

hier liest du von denen, bei denen die Eindosierung schwierig war, ĂŒberreprĂ€sentativ. Die, bei denen es einfach ist, problematisieren das eher nicht in einem Forum.

Aber auch wenn: Die Betroffenen erleben ihr Medikament offensichtlich als so hilfreich, dass sie die Schwierigkeiten bei der Eindosierung in Kauf nehmen.

Nein, ich erlebe keine EinschrÀnkung durch die Behandlung. Im Gegenteil, ADHS schrÀnkt ein, und das Medikament (bei mir Methylphenidat) hilft mir.

Vorher fragen, könnte ich irgendwann Kaffee oder Alkohol trinken, hilft dir nicht viel, denn erstens, du weißt es nicht. Bei mir gehen Alkohol oder Koffein nicht zusammen mit Medikamenten, bei manchen Anderen mit EinschrĂ€nkungen durchaus. Aber zweitens, dein Leben mit Medikament ist ein anderes als das ohne.

Ich nehme seit 2003 ADHS-Medikamente und habe viel weniger Streit mit meiner Frau, mehr Geduld fĂŒr meine Kinder, mehr Überblick, ich fahre sicherer Fahrrad oder Auto und ich bin viel ausgeglichener.

Mein Leben ist also kontinuierlich angenehmer als vorher und ich kann auf die kurzen Annehmlichkeiten, die Koffein oder Alkohol frĂŒher bei mir auslösten, ohne Bedauern verzichten.

Und wie schon oben gesagt wird, FrĂŒhstĂŒcksunlust oder unregelmĂ€ĂŸige Mittagspause sind Argumente gegen Medikinet Adult, aber nicht gegen Methylphenidat insgesamt. Wobei ich dir Elvanse natĂŒrlich nicht ausreden will.

@ nick WOW! Danke fĂŒr deine Worte. Das hört sich echt gut an und es freut mich wirklich, dass es dir so gut hilft. Vllt ist das so ein ADHS Ding und ich habe wirklich Schwierigkeiten mich zu entscheiden und Wege alles 1000x mal ab. Aber hast du dich nie gefragt, ob ein anderes Medikament vllt. noch besser wĂ€re? Vllt ein dummer Gedanke und vermutlich ist es so, wenn es einem gut geht, dann geht es halt einem gut und man ist zufrieden und man möchte gar nichts mehr ausprobieren. Aber ich hoffe, du verstehst meinen Gedanken. Oder hast du auch anderes mal ausprobiert?
Und danke @ Falschparker schön zuhören, dass es doch auch gut funktionieren kann.

Ja, gibt es. DĂŒrfte deutlich die Mehrheit sein.
Melden tun sich vor allem die, die Probleme haben. Die anderen brauchen ja keinen Dialog um zu einer Lösung zu kommnn


1 „GefĂ€llt mir“

Oh, I didn’t read it all.
Falschparker sagte es schon :wink:

1 „GefĂ€llt mir“

Mir gehts jetzt recht gut, von daher habe ich keinen Optimierungsbedarf. Vielleicht langfristig ein Medikament, das lÀnger wirkt, wie Concerta, dann entfiele die zweite Dosis am Mittag. Aber das hat keine PrioritÀt.

1 „GefĂ€llt mir“

Ich trinke Kaffee und trinke ebenfalls gerne Wein.
Bei Kaffee vertrage ich den Filterkaffee nicht so gut, mit unserem Kaffeevollautonaten ist es kein Problem. Das war mir auch vorher schon aufgefallen: Bei Filterkaffee nach 15:00 Uhr lag ich nachts wach, mit unserem Kaffee kann ich sogar um 21:00 Uhr Kaffee trinken und nichts ist los.

Ich habe ehrlich gesagt, nichts geĂ€ndert und meine Gewohnheiten beibehalten, wenn ich deutliche Nebenwirkungen bekommen hĂ€tte, wĂŒrde ich Ă€ndern
wink

1 „GefĂ€llt mir“

Etwa die HĂ€lfte scheint bei Stimulanzien weder bei der Eindosierung noch danach Probleme mit Koffein zu bekommen.
Nur weiss man nicht, welche HĂ€lfte.

Daher die dringende Empfehlung, Koffein bei der Eindosierung wegzulassen. Wenn man mal weiss, ob Stimulanzien fĂŒr einen passen und wie sie sich anfĂŒhlen, kann man gerne probieren, ob Koffein dazu ok ist oder nicht.