Neu mit Elvanse 30mg

Moin Moin.

Ich bin Keno, 37Jahre und bei mir wurde als Kind schon ADHS diagnostiziert.

Damals hab ich Ritalin bekomm und dann Strattera, welches ich iwie nicht vertragen habe, danach dann Concerta.

Mit meinem 18ten Lebensjahr hab ichs dann abgesetzt, was heute, 20Jahre später sicherlich ein grosser Fehler war.

Ich hab mich im Dez24 neu diagnostizieren lassen und seit letzten Donnerstag mit Elvanse30mg angefangen.

Ich weiß noch nicht richtig was ich davon halten soll… Erster Tag war direkt als einzig merkbar dass Kopf klarer ist, mehr aber auch nicht.

Hab nicht richtig gemerkt wann die Wirkung beginnt oder gar endet… Tag 2 hatte ich ein wenig mit Durchfall und leichten Kopfschmerzen zu tun.Ansonsten kaum merksam.

Jetzt Sam/So war ich relatov antriebslos und hab relativ viel geschlafen und eig den Tag über gar nichts gemacht.

Dazu find ich dass ich iwie emotional “strenger” bin.Musik die ich vor der Diagnose gerne laut gehört habe, macht mir keine Freude mehr. Ist das normal ??

Arzt sagte ich soll 30Tage die 30mg probieren, ich glaub aber ich bräuchte wohl doch eher mehr ?

Dazu nehm ich aber auch ein Schilddrüsenmedikament (novothyral) und ich habe auch eher ein erhöhten BMI.

Jetzt überlege ich ob ich dem Doc mitteile dass ich eig nicht ganz soviel von merke oder bin ich einfach zu ungeduldig und muss mich nach 20Jahren einfach wieder dran gewöhnen ?

Liebe Grüsse aus Lüneburg

Keno

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Elvanse ist kein Methylfinidat und auch in der Wirkung nicht so deutlich und klar. Viel subtieler, viel mehr an rückblickenden erreichten Dingen etc. zu bewerten

Vielleicht irritiert dich das?

Hmm ja kann sein.

Meinst du ich soll vllt auf Concerta wechseln ?

Gegenfrage: was würdest Du erwarten bzw. was hättest Du gerne?

Bin nach 3 Monaten ebenfalls von MPH zu Elvanse gewechselt, jetzt im 3 Monat, und finde es, nach anfänglicher Irritation wegen eigentlich genau den von Dir genannten Gründen, mittlerweile echt besser.

Die Symptome die MPH bei mir „ausgeschaltet“ hat, schaltet Elvanse ebenfalls aus. Einzig und allein der Fokus war mit MPH nochmal stärker. Der hat sich aber irgendwie schon etwas „supernatural“ und nach „Leistungssteigerung“ angefühlt. Auch wenn man sich dazu hinreißen lassen kann, auf Dauer weiß ich, zahle ich mit irgendwas anderem dafür.

Elvanse ist - zumindest bei mir - viel subtiler. Ich fühle mich als „Original“ und nicht vom Medikament korrigiert oder geschoben. Irgendwie fühlt es sich nach einem kleinen Schutzschild an, das weiß, was es wann machen muss….Stumm, leiser, langsamer, Pause und „Erst denken, dann handeln“….MPH war hingegen eher so ein großer AN/AUS Knopf. Hoffe man versteht was ich damit sagen will :rofl:

Zu Deinem „Strenger“ - Kenne ich. Ich war mein Leben lang immer Extrem. In Allem. Sport, Freundschaften, Musik, Arbeit, Interessen… Thema gefunden, voll reingehängt. Interesse verloren, nie wieder angefasst. Seit der Medikation - egal ob MPH oder Elvanse - ist das komplett weg. Als ob ich plötzlich eine Mitte gefunden hätte, die vorher nicht da war. Ich schieb das jetzt einfach mal auf „Kompensation“ die jetzt nicht mehr nötig ist.

So wirklich bemerkt habe ich das aber auch erst in den letzten 2 Wochen, in denen ich nach der Anfangseuphorie mal nicht auf jedes Zeichen gehört habe und ich tagsüber nur noch selten an den „Stoff und Wirkung“ denke.

Bisschen länger dürfte es wirken, ansonsten bin ich momentan echt happy damit.

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domdi hat es wirklich schon sehr, sehr gut beschrieben. Ich möchte aber ein paar Ergänzungen teilen, weil ich selbst als Jugendliche Ritalin bekommen habe und damit überhaupt nicht glücklich war. Unter MPH fühlte ich mich „roboterhaft“, von meinen Gefühlen getrennt und irgendwie gar nicht mehr wie ich selbst.

Kürzlich habe ich dem Ganzen in Form von Elvanse noch einmal eine Chance gegeben. Zuerst 20 mg, inzwischen 30 mg. Für mich ist Elvanse deutlich subtiler, was ich als großen Vorteil gegenüber MPH empfinde. Während ich unter Ritalin emotional eher „abgetrennt“ war, nehme ich unter Elvanse erst meine Gefühle wahr und kann dann bewusst entscheiden, ob ich diese Gefühle jetzt will oder auch nicht.
Und ganz ohne Medikation war es eher so, dass ich nicht ein Gefühl hatte, sondern voll und ganz das Gefühl war ohne etwas dagegen tun zu können.
Das führt auch dazu, dass ich mit Elvanse viel weniger in Gedankenspiralen und Overthinking festhänge.

Durch die Subtilität von Elvanse ist es zum einen auch wichtiger das man mehr auf sein Innenleben fokussiert ist (tatsächlich nicht einfach als ADHS Person :grin: ) um die Effekte wirklich wahrzunehmen. Es ist eher so das man plötzlich funktioniert ohne es wirklich zu merken.
Auch, das ist meine Erfahrung, ist es mit Elvanse wichtiger auch auf sich selbst und seinen Körper zu achten in der Form das man genug Schlaf bekommt, genug trinkt und ausreichend und gesund isst (Proteine zum Frühstück waren für mich der Game-Changer)..

Zum Thema „strenger“ sein: Vielleicht ist es so das du dich an die andere Wirkung von Elvanse hier noch gewöhnen musst. Ich merke zum Beispiel, dass ich mit Elvanse viel besser Nein sagen kann und weniger zu People-Pleasing neige.

Zur lauten Musik davor: Das könnte eine Form von Selbstregulation gewesen sein. Ich habe bei mir festgestellt, dass ich seit Elvanse kein Verlangen mehr nach Nikotin, Alkohol oder Koffein habe. Viele alte „Ventile“ zur Selbstregulation fielen bei mir da weg. Aber bei Concerta hattest du die Musik auch zur Hauptwirkzeit so laut gehört? Elvanse kann hier, je nach Person, auch länger wirken. Ganz, ganz subtil auch in den Abend hinein.

Zu den anderen Symptomen: Das könnte, wie du vermutet hast, auch auf eine Unterdosierung hindeuten. Welche Menge Concerta hattest du vorher?
Vielleicht hilft dir auch die hier verlinkte Umrechnungstabelle weiter:

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Moin.
Danke für den ausführlichen Beitrag @domdi und @Kiki86

Ich glaub ich muss mich hier verbessern:
Damals als Kind (etwa 10-18Jahre) habe ich kurz Ritalin bekommen und dann Concerta, welche Dosis weiß ich nicht mehr.
Ich kann mich auch kaum noch daran erinnern, ich weiß nur, dass ich ruhiger war und in der Schule besser klar kam (Am Ende auch erweiterte Realschule mit 1,9 beendet)
Mit erreichen der Volljährigkeit hab ich es dann abgesetzt. Was heute wohl denk ich ein Fehler war und ich sicher die letzten 20 Jahre anders gelebt hätte.

Und jetzt mit 37 möchte ich wieder damit angefangen, da ich denke es könnte mir helfen mein Kopf wieder besser zu strukturieren und vor allem in meinem Umfeld nicht mehr “anzuecken”
(Meine Mom meinte mal, da wo ich bin sind auch Probleme, weil ich halt einfach “anders” bin als andere :smiley:

Zur Musik selbst, ich höre seit 20 Jahren überwiegend Trance, Hardstyle etc.
Schon immer hab ich sie gern gehört, grade im Auto auf der Heimfahrt hört man ja gern mal lauter und “feiert” ein wenig mit. (gute Anlage dazu ist natürlich vorhanden) Dies hatte ich jetzt in den letzten 5 Tagen gar nicht mehr und iwie irritiert mich das.

Thema strenger sein, find ich schon stärker im Fokus, irgendwie ist mir mehr “egal" als vorher, auch das irritiert mich ein wenig.

Ich hab meinem Doc jetzt auch mal ne Mail geschrieben und ihm auch diese Dinge hier erzählt.
Mal sehen was er dazu sagt.

Wie gesagt, alles noch etwas neu hier für mich daher freue ich mich erstmal um jede Nachricht hier :heart:

Wow. Ja, das ist echt eine gute Beschreibung!

@Keno88

Ich würde der ganzen Sache tatsächlich noch etwas Zeit geben, bevor Du Deinen jetzigen Fahrplan über Bord wirfst. Gib Dir und auch deinem Doc etwas Zeit. Seit letzten Donnerstag ist ja noch nicht wirklich lange. Aber ja, vielleicht ist Deine Dosis noch zu niedrig, war bei mir mit 30mg am Anfang genauso. 40mg sind nun schon viel viel besser. Aber sammel doch erstmal etwas Erfahrung, es läuft ja nichts weg und 4 Wochen mehr oder weniger sind bei 38 Jahren (bei mir 42) Nebel und dicken Fragezeichen doch noch ausszuhalten.

Wie auch Kathy schon geschrieben hat. Ich finde es viel wichtiger, nach ein paar Wochen rückblickend reflektieren zu können, wie man in bestimmten Situationen reagiert hat und ggf. ohne Medikament reagiert hätte, als aus dem Moment heraus zu sagen, „hätte besser sein können“…

Und nochmal - Gerade weil ich Elvanse nicht so stark wahrnehme wie bspw. Concerta, fühlt es sich deutlich besser an. „Drauf sein“ sollte ja nicht der Zielzustand sein.

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Klar, 5 Tage sind jetzt nicht viel, völlig klar.
Aber ich finde es sind genug um schon sagen zu können ob es mir etwas bringt oder zuwenig/zuviel ist.

Für mein Empfinden ist es zuwenig, ich versuch es mal mit 40mg, denke 50 könnte bei der Eindosierung doch schon zu dolle sein.

Ich lasse euch hier mal Up-to-date, wenn ich ein anderes Medi verschrieben bekommen habe und es dass erste mal nehme.
Grade für Freitag wäre das ein richtig guter Test, da ich dann mit der Firma 8h lang auf Tagung bin und da eig vollen Fokus benötige weil das 8h lang straffes Programm sein wird.

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Ich werfe mich hier einfach mal rein. Mein Bruder und ich haben beide ADHS, er wurde als Kind (6 bis 10 Jahre alt) mit sämtlichen Medikamenten “ruhiggestellt” und ich bekam meine Diagnose mit 17 und nehme seit ich 19 bin Medikamente, erst Ritalin und jetzt Elvanse, da ich ebenfalls nicht sonderlich zufrieden mit Ritalin war. Zum Thema Musik und Selbstregulation: das habe ich sehr gut bei meinem Bruder beobachtet als er in die Drogenszene abgerutscht ist und ja die Art von Musik spiegelt oft das Chaos und die Lautstärke im Kopf wieder. Mein Psychiater hat mir für Elvanse gesagt, das auch unsere Emotionen verändert werden, da wir durch die Medikamente unser Umfeld anders fühlen/wahrnehmen. Ich habe es erst nicht wirklich verstanden, mit der Zeit habe ich aber gemerkt, dass mein Impulsives Verhalten/Fühlen runtergeschraubt wurde und ich wesentlich mehr Mitgefühl gezeigt habe. Die Medikamente sollte man im übrigen auch nicht ein Leben lang nehmen, aber auch nicht sofort absetzen sondern eher nach Bedarf. Leider habe ich es schon öfter gesehen/gehört das gerade Männer die in jungen Jahren eine Diagnose bekamen schwere Alkoholiker oder Drogenabhängig werden. Also bis jetzt richtige Entscheidung getroffen und gut auf den Körper gehört, aber Medikamente sind nicht alles auch Therapie und Alltagsstruktur gehören dazu :).

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Absolut ja.

Ich war in den “20igern” sehr sehr viel Feiern und auf den großen Hardstylefestivals unterwegs (Defqon, Airbeat, Qlimax etc etc) manchmal ist da auch die eine oder andere MDMA oder Line geflossen, aber nie übertrieben oder so zum Spaß genommen.
Eher um über den Abend zu kommen. :rofl:

Alkohol hab ich früher auch recht viel (aber nur zum Feiern) getrunken, meist Vodka-Energy.
Heute schmeckt mir das nicht mehr und wenn ich mal was trinke, dann beläuft sich das auf ein Radler im Sommer beim Grillen oder mal im Restaurant oder zu Silvester/Geburtstag nen leckeren Baileys)

Auf Redbull und Co bin ich dann mit mitte 25 hängen geblieben. (Also nicht das Jahr 2025, sondern wo ich dann 25 Jahre alt war)
Mein Doc sagte heute am Telefon, dass meine Kopfschmerzen, die ich seit Freitag mit Elvanse habe wegen meinem übermäßig vielen Energy Konsum kommen kann und ich grade hier entziehe, da ich seit Do. keinen mehr getrunken habe

Da sehe ich mich und meinen Bruder leider sehr stark XD. Ich trinke täglich mindestens ein Red Bull und mein Bruder (mittlerweile fast 29 und ebenfalls in seinen frühen 20ern ein Partylöwe mit verschiedensten Drogen gewesen) ist von Alkohol und Cannabis auf 3-4 Monster Energy täglich umgestiegen (ob das so gut ist eher fraglich, aber besser als das vorherige :)). Ich denke da werden wir alle nicht drum herum kommen, wir funktionieren leider (oder glücklicherweise) anders und ich denke du bist auf einem guten Weg, gerade weil du wieder auf deinen Kopf und Körper hörst.

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Wie hat mein Doc hier gesagt,
DOPAMIN, selbstbeleohnung.
Er meinte das 80% aller ADHS´ler eine Energysucht haben :smiley:

Yes, genau das war der Sinn nach 20 Jahren “vorsichhinleben”

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Ich finde es immer traurig das zu lesen . Denn genau so sollte es nicht sein. Im besten Fall spürt man eine Wirkung und fühlt sich unterstützt aber ansonsten wie immer und sich selbst.

Ärzte nehmen sich manchmal keine Zeit für das letzte Finetuning. Manchmal reicht schon ein Präperatwechsel damit es sich stimmiger anfühlt .

Oft wird auch eine Anpassung in der Pubertät vergessen.

Genau dieser Scheiß führt dazu, das jugendliche oder junge Erwachsene die Medis absetzen und ihr Vertrauen darin verlieren .

Das finde ich fast schon eine Verbrechen vor allem wird damit auch die natürliche Lebendigkeit unterdrückt. „Ritalin Maschinen“ bringen doch keinem was.

Die Medikamente führen ja in dem Sinne nicht zur Abhängigkeit und ADHS bleibt nunmal vorhanden aber Lebensumstände und der Körper ändert sich über die Jahre und auch neue Medikamente kommen dazu. Eigentlich müsste jeder eine kontinuierliche Begleitung haben die ggf. nachjustiert und auch begleitet wenn jemand es ohne Medis oder auf Bedarf versuchen möchte.

Genau da soll eigentlich eine rechtzeitige Diagnose ansetzen zumal eine gute Medikamentöse Behandlung dass auch verhindern könnte .

Grundlegend an alle die in jungen Jahren schlechte Erfahrungen mit den Medis gemacht haben und es nach langer Pause noch mal versuchen möchten .

Gebt euch etwas Zeit, auch wenn es zu Beginn sich nicht gut anfühlt, die richtige Medikation zu finden.

Ihr kennt euch besser , könnt es anders einschätzen und habt jetzt wirklich Mitspracherecht. Wenn euch der Arzt nicht passt könnt ihr weggehen. Ihr habt jetzt viel mehr in der Hand und es ist eine ganz andere Situation als damals .

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Guten morgen zusammen:

Update:
Woche2 mit 30mg Elvanse. (bez. Ratiopharm Lisdexamfetamin)

Ich nehme das nun seit fast genau 2 Wochen.
Immer um dieselbe Zeit. Allerdings nüchtern (vllt is das ja ein Fehler? )

Ich kann euch nicht sagen, WANN es anfängt zu wirken geschweige denn wann es aufhört zu wirken.
Ich habe fast jeden Tag Kopfschmerzen, das kann aber auch vom Energy-Entzug kommen, am Wochenende habe ich dann mal wieder eine 0,5er Dose getrunken, schmeckt mir halt :slight_smile:

An “Nebenwirkungen” merke ich eigentlich nur ein leicht erhöhten Puls und feuchte Fingerkuppen und halt die leichten Kopfschmerzen

Am ersten Tag hatte ich ein einziges Mal das Gefühl, dass die dauerhafte Musik im Kopf weniger geworden ist, dieses Gefühl war seit Tag 2 aber auch schon wieder vorbei.

Ich habe nächsten Montag einen erneuten Arzt-Termin und werde dem Doc auch genau all das hier schildern, ich denke und habe die Vermutung dass die Dosierung viel zu wenig ist.

Ich halte euch mal hier auf dem laufenen :innocent:

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Um zu wissen, ob ein Medikament für einen richtig ist oder nicht, muss man es erst einmal in der richtigen Dosis nehmen. 30 Tage bei derselben Dosis zu bleiben, ist irgendwie Zeitverschwendung.

Und was soll die Bemerkung des Arztes, man solle die Medikamente nicht ein Leben lang nehmen? Nicht alle müssen es, aber Manche sollten es, und woher weiß der Arzt denn, zu welcher Gruppe du gehörst?

Jedenfalls dass du es mit 18 abgesetzt hast, tat dir nicht gut, wie du ja selbst schreibst. Und Energy-Drink ist ein schlechter Ersatz, Alkohol und Cannabis ein noch schlechterer. Dann doch lieber ein Leben lang ADHS-Medikamente!

Hallo @Kiki86 ,

wenn du dich als Kind roboterhaft gefühlt hast, liegt das aber nicht am Methylphenidat, sondern an zu hoher Dosis!

Nicht dass ich dir das Elvanse ausreden will, es ist ja super, wenn du damit gut zurecht kommst.

@Falschparker , genau das habe ich dann auch mit meiner aktuellen Psychaterin besprochen :slightly_smiling_face: . Leider ist es zu lange her als das noch die damalige Ritalin-Dosis herausfindbar wäre, aber auch Sie hat auf eine Überdosierung getippt.

Und insbesondere da ich aktuell mit 30mg Elvanse gut klarkomme und 20mg ebenfalls schon recht gut waren, spricht dafür dass ich eher geringere Dosierungen benötige. Hinzukommt das ich neben ADHS eine Hochsensibiltät habe und hier wohl (ähnlich wie bei AuDHD) generell eine höhere Sensibilität für Wirkstoffe vorhanden ist.

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Hallo Keno,

Danke fürs Teilen deiner Erfahrung! Ich bin 25 und wurde vor 4 Wochen endlich auch mit ADHS diagnostiziert. Ich kämpfe seit langer Zeit mit Depressionen und Angstörungen, was jetzt in den letzten Jahren aber durch kognitive Verhaltenstherapie, Schematherapie und Traumatherapie bei meiner Therapeutin besser geworden ist. Bei meiner Diagnose bei einer anderen Therapeutin stellte sich für mich heraus, dass die Symptome vermutlich sekundär, durch das ADHS kommen können, weil auch Antidepressiva bei mir keine Wirkung hatte. Ansonsten habe ich die typische Schwierigkeiten einen Strukturierten Alltag zu schaffen, besonders im Uni leben, was man ja doch recht eigenständig strukturieren muss.

Meine Hoffnung fiel jetzt auf die Medikation und mir wurde von meinem Psychiater Elvanse 30 mg vor 4 Tagen (Montag) verschrieben. Leider habe ich sehr ähnlich Beschwerden wie du um merke kaum direkte positive Wirkungen. Ich fühle mich die ganze Zeit innerlich unruhig aber anders als es ohne die Medis war, eher so zittrig. Mein Puls ist leicht erhöht aber teilweise pocht er mir bis in meinen Hals. Ich fühle mich teilweise mental etwas fern, meine Sicht ist manchmal etwas schwummerig und es fühlt sich einiges etwas seltsam an. Zum Zug rennen war die Hölle, weil ich kaum Luft bekommen habe danach.

Ich bin sehr frustriert und merke wie ungeduldig ich bin, vielleicht weil meine Hoffnung auch sehr groß war. In einer Woche habe ich den nächsten Termin und hoffe irgendwie dass es bis dahin besser wird. Aber du hast ja gesagt, dass sich wenig bei dir geändert hat. Berichte gern mal wie es dir jetzt geht!

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Hey @AaronHeynlein ,

Das was du beschreibst könnte verschiedene Ursachen haben, Dosis zu hoch, zu niedrig, oder dein Körper muss sich noch daran gewöhnen.

Du bist direkt mit 30mg gestartet, richtig? Für manche is das zu viel, und starten deshalb mit 20mg oder noch weniger.

Nimmst du zusätzlich medikamente?

Normalerweise sagt man, wenn die Nebenwirkungen noch auszuhalten sind wartet man aufjedenfall die 7 Tage bei einer Dosis ab. Da du aber Kreislauf Themen beschreibst wäre es sinnvoll deinen Arzt zu kontaktieren (in aller Regel ist das nix schlimmes, kommt oft vor bei Elvanse grade am Anfang :)).

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Danke für deine Tipps!

Genau ich bin direkt mit 30 mg gestartet am Montag und nein ich nehme keine anderen Medikamente und verzichte Seit Montag auch komplett auf Koffein, obwohl ich vorher doch recht regelmäßig ein bis 3 Tassen Schwarztee getrunken habe oder auch Kaffee und Club Mate.

Also es ist irgendwie auszuhalten aber schon ein bisschen nervig. Ich hab tatsächlich den Kontakt gerade versucht und die haben zu. Ich fahre jetzt halt übers Wochenende nach Berlin und wir gehen auch feiern (keine Sorgen ich lebe seit 5 Jahren komplett nüchtern) und da mache ich mir schon ein wenig Sorgen, ob mir da die Medis das Wochenende versauen könnten. Vorallem weil ich, wenn ich sie gegen 8 Uhr morgens nehme immer Nachmittags nen richtigen crash habe.