Nun ja hat ja keiner gesagt das das mit Neurofeedback alles geht
Es sind Teilaspekte von ADHS wo man viellicht was machen kann und das Training wird individuell abgestimmt, je nach dem welche Wellen irgendwie nicht in Rahmen sind. Ich glaube bei mir war es Theta und Beta und mit dem Training versucht man das etwa runterzuregulieren und das man dies dann in der Alltag übertragen kann.
Also ich war oft nach den Einheiten ziemlich platt, also muss da ja was dran sein.
Jo, Theta inhibit/Beta(1) reward ist ein beliebtes Protokoll bei ADHS… Kann man nicht viel falsch machen mit - ist aber auch nur halb innovativ, fehlt mir die Plastizität dazwischen (Alpha <->Beta), das war bestimmt klassische Ergo
Wie schon geschrieben, es gibt verschiedene Philosophien, und das Frequenzbandtraining ist nur eine davon…
Die hat nach ihrer Fortbildung dann irgendwas anders gemacht , dass war dann noch anstrengender , aber weiß nicht mehr was.
Sie sagte auf jeden Fall das die erste Phase nicht ganz optimal war, weil sie da bestimmte Sachen noch nicht so genau wusste.
War auch ihre erste mit Adultem ADHS
Aber irgendwie hat das doch nichts mit Philosophie zu tun ???
Doch, wie gesagt, es gibt verschiedene Philosophien, Frequebzbandtraining (wie du es erlebt hast), Z-Score (mit EEG Normdatenbank und qEEG) und SCP sind die prominentesten.
Zum Thema „üben auf Kosten der Krankenkasse“ sage ich besser nichts… Oder wie hättest du die Aussage gefunden wenn du in dieser ersten Phase 100€ / Sitzung selbst gezahlt hättest
Aber bei mir war meine EEG unauffällig. Kann das sein trotz Adhs, weiß jemand?
Und genau das meinte ich @Thorsten , warum soll ich um die 2000 bis 3000 Euro zahlen, wenn die Wirkung am Ende weniger ist als mit Medikamenten und ich trotzdem diese weiter nehmen muss? Gut, wenn die Krankenkasse zahlt, ist ok, trotzdem ist da auch viel Zeit, die man investieren muss.
Na in den Sitzungen konnte ich ja trotzdem was mitnehmen also , für die Katz waren die bestimmt nicht, nur nicht optimal.
Auch für die Krankenkasse war das kein rausgeschmissenes Geld, da hat die schon Sachen für mich bezahlt , die mehr für die Katz waren.
Zumal die ERgo ja auch so ehrlich war und mir da nix vorgespielt hat.
War letztendlich bei mir in der Nähe auch die einzige Möglichkeit um überhaupt Neurofeedback zu machen.
Ich würde aber wenn ich es nochmal mache mich umschauen was es da nun noch für Optionen hier in der Nähe gibt .
Worauf muss man denn genau achten, was muss ich denn abfragen, nach welcher Philosophie die arbeiten ???
ich empfehle eine Kombination von 20 - 30 Stunden Frequenzbandtraining (leichter, erste Erfolge schon nach wenigen Sitzungen messbar) und 30-40 Stunden SCP (schwerer, erste Erfolge können 6-10 Sitzungen brauchen, Ergebnis dafür hilfreicher).
Die Kombi ist nach den bisherigen Untersuchungen deutlich hilfreicher als eines davon alleine.
Es gibt (sehr selten) Fälle, bei denen Neurofeedback so gut anschlägt, dass es die Symptome so sehr reduziert, dass Medikamente danach abgesetzt werden können. in der Regel dürfte es eher einen hilfreichen Beitrag darstellen, die Symptome zu reduzieren.
Es gibt etliche Berichte, wonach die Wirkung dauerhaft war. Ob das bei allen so ist, ist nicht sicher, aber bei vielen oder zumindest etlichen scheint das so zu sein, weshalb es meines Erachtens einen Versuch wert sein sollte.
Ergotherapie zahlen die meisten Krankenkassen.
Der Ergotherapeut kann frei entscheiden, in welcher Form er die Ergotherapie anwendet . das kann eben auch Neurofeedback sein.
Also zuerst einen Neurofeedbacktherapeuten suchen, der auch Ergotherapie macht, mit dem das Vorgehen abstimmen (insbesondere, dass der Therapeut auch AD(H)S behandelt und die Subtypen unterscheiden kann) und dann vom Arzt verschreiben lassen.
Manche Ärzte sind mit den Verschreibungen von Ergotherapie bei AD(H)S zurückhaltend, was wohl eine Budgetfrage ist. Im Zweifel weitere Ärzte ansprechen.
Ich habe bisher 6 Neurofeedbacksitzungen abgeschlossen und wollte mich diesbezüglich mit einer kurzen Zusammenfassung zu Wort melden.
In den ersten 4 Sitzungen wurde das Augenmerk seitens der Therapeutin auf die Absenkung der Theta und High Beta -Gehirnfrequenzen gesetzt.
Die 5.te und 6.te Sitzung standen dann Theta und vorallem SMR im Vordergrund. Es soll dazu dienen die Reize besser wahrzunehmen und entsprechend zu filtern.
Gelernt habe ich auch, dass man im Bewusstsein nicht ständig hinterfragen sollte, warum was funktioniert oder halt nicht. Im Nachgang kann man es mal analysieren aber nicht bei dem „Training.“
Das SMR soll gesteigert werden, weshalb in den nächsten Sitzungen nur dafür trainiert wird.
Langfristig gesehen, soll die Impulsivität sinken, welches aber Zeit in Anspruch nimmt. (d.h. wie es nach dem SMR-Training weitergeht, weiß ich nocht nicht.)
Übrigens ich mache Frequenzbandtraining.
Gibt es jemanden, der damit Erfahrung gemacht hat?
Sind die Reizfilterverarbeitung und die Impulsivität merklich nach unten gegangen?
High Beta runter, also jenseits von 18Hz (oder noch höher, jenachdem wie man die Unterteilung des Beta Bereichs vornimmt), das kann Sinn machen. Macht Sinn, aber man müsste es genau ansehen, wenn der ganze Alpha2, SMR, Beta1 Bereich niedrig ist, würde ich versuchen ihn en-block zu heben statt nur in SMR zu stochern…
Theta hoch, Beta runter ist speziell, würde eher versuchen Alpha (und vor allem SMR) zu heben statt Theta, aber ist immer individuell. (Low/Mid)Beta senken sollte imo selten nötig sein