Normale Nebenwirkung von Methylphenidat AL?

Hallöchen, das hier ist mein erster Post. Ich bin weiblich,37 und kürzlich mit ADHS, unaufmerksamer Typ, diagnostiziert worden. Ich habe seit Ende 2019 mit rezedivierender Depression zu kämpfen und einige Medikamente ausprobiert. Zuletzt habe ich Venlafaxin genommen, was ganz gut gegen meine Angststörung geholfen hat. Allerdings hatte ich in letzter Zeit nicht das Gefühl, dass es antidepressiv wirkt. Daraufhin habe ich Duloxetin bekommen, was ich gar nicht vertragen habe. Mir war schlecht, wahnsinnig schwindelig, irgendwie „high“, aber auf eine unangenehme Art. Dann sollte ich wegen der ADHS Diagnose, die zwischenzeitlich dazu kam, Bupropion ausprobieren. Soll wohl einigen helfen, die mit Depression und ADHS zu kämpfen haben. Aber wieder die gleiche Reaktion. Ich war länger krank geschrieben, weil ich im Alltag überhaupt nicht zurecht gekommen bin. Duloxetin habe 4 Wochen genommen, Bupropion 2 Wochen. Jetzt hat mir meine Psychiaterin Methylphenidat verschrieben. Ich weiß nicht genau welches Präparat sie aufgeschrieben hat (aus irgend einem Grund habe ich nicht auf das Rezept geschaut), in der Apotheke sagte man mir aber, dass vom Vertragspartner nichts lieferbar wäre und jetzt habe ich Methylphenidat AL bekommen (retardiert). Ich nehme jetzt seit einer Woche 10mg morgens und soll morgen auf 20mg morgens erhöhen. Und jetzt mein Problem: ich scheine recht sensibel auf Medikamente zu reagieren. Insgesamt habe ich bestimmt 10 Antidepressiva durch. Ich merke die Wirkung vom AL etwas nach einer Stunde. Ich werde etwas unruhig, kann mich aber auch etwas besser konzentrieren. Allerdings fallen mir körperliche Sachen, wie aufräumen, kochen leichter. Dinge, bei denen ich wirklich denken muss, fallen mir sehr schwer. Was mir am meisten zu schaffen macht, ist, dass mir schwindelig ist. Nach etwa 4 Stunden merke ich förmlich wie der Kreislauf absackt und ich echt kämpfen muss. Die Konzentration geht dann völlig flöten und ich habmmanchmal Mühe gerade Sätze zu formulieren. Manchmal kommt nachmittags nochmal ein Aufschwung und der Kreislauf stabilisiert sich etwas. Mir ist klar, dass die Medikamente bei jedem anders wirken. Und auch, dass Nebenwirkungen auftreten können. Meine Frage ist nun, ob jemand genau diese Nebenwirkungen so.kennt und ob es Hoffnung gibt, dass es besser wird? Ich.mache gerade eine Umschulung und es ist die absolute Hölle, weil ich im Unterricht kaum dabei bin, kaum was mitbekomme und ab mittags eh alles vorbei ist. Ich würde mich über Erfahrungsberichte freuen :slight_smile:

Hey,

ich kenne diese Art von Nebenwirkung tatsächlich auch und bei mir tritt das, soweit ich es zuordnen kann, vor allem bei Unterdosierung und bei Dosisveränderungen auf. Ich würde daher ruhig mal die 20 mg probieren und wenn möglich ein paar Tage auf der gleichen Dosis „durchziehen“. Bei mir legt es sich dann meist. Hängt aber (zumindest bei mir) auch manchmal von der Tagesform ab, aber grundsätzlich sollte es sich nach einigen Tagen möglichst „normal“ anfühlen :slight_smile:

Bin aber auch empfindlich und bekomme schnell Nebenwirkungen, daher verstehe ich dich total, dass das super unangenehm ist!

Und wenn es gar nicht besser wird, vielleicht doch mal das Original-Präparat probieren (sofern dann lieferbar). Das kann auch einen Unterschied machen.

Ich drücke dir die Daumen, dass es besser wird mit dem Medikament!

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Nach 1 Stunde müsste das Anfluten gut in gegang gekommen sein, hast du ein Gefühl wann die volle Wirkung eingetreten sein könnte?

Das nach 4std ist entweder das du ggf. nichts zwingendurch ißt und es im Zusammenhang mit Unterzuckerung stehen könnte, aber es könnte mit leichter Unterzuckerung und der zweiten Anflutung zu tun haben

Schwierig du bist erst bei 10 mg und da merkt man auch nicht unbedingt einen Rebound, das kann ein scvleuchender Übergang sein, du kannst zu wenig gegessen und viel zu wenig getrunken haben, das Wirkende kann nach 4std nicht erreicht sein weil die verzögerte Freisetzung beginngt erst nach 4 std plus minus halbe Stunde durch die Polymerummantellung der verzögert freisetzenden Kügelchen.

Gerade bei diesem heißen Wetter kann das Thema Essen und Trinken sehr deutlich zu zusätzlichen oder verstärkt unangenehmen Wirkungen führen, denn heute bei 38/40 Grad je nach Region hatte ich extremste Schwindelattacken weil 1 Liter Wasser meinem Körper in 2 std nicht reichte.

Jetzt bei der Hitze müsstest du das schon immer mit im Hinterkopf behalten weil ja der Stoffwechsel angeregt wird und du ggf. auch deutlich mehr schwitzen wirst als vor der Medikation oder?

Gibt es einen Fahrplan für eine zweite Einnahme am Mittag? sowas verlängert auch die Wirkung

Wieviel ißt du morgens vor der Einnahme oder 1 std nach der Einnahme?

Nicht essen ist keine Option und macht richtig unangenehme Nebenwirkungen!