Klingt für mich tatsächlich so als ob ich daran nicht denken würde, also eine Unterstellung. Ich bin aber auch ein wenig Empfindlich bei diesem Thema.
Wenn ich den Gedankensprung wage und mal die Summe der „Mein Kind ist Aggressiv Zuhause oder in der Schule“ Threads hier im Forum zusammen Zähle, darüber Nachdenke wie schwer es den Eltern gemacht wird, Hilfe zu bekommen für ihr Kind oder gar für sich selbst als Betroffene, komme ich krass ins Grübeln. Interessant ist bestimmt auch die Summe der Threads wo ADHS Betroffene sich Fragen ob sie ihrem Arbeitgeber oder sonst wem von der „Neuerworbenen“ ADHS Diagnose erzählen sollen, könnte ja Folgen für den Beruf haben.
Was mir noch mehr gruselt wäre natürlich, wenn Barkley recht haben sollte, sich irgendwann herausstellt das ADHS das Zentrum der Psychiatrie Bilden wird… Ich hoffe bis dahin führen wir keine Solche Register in Deutschland… denn wenn das der Fall sein wird… mir ist wirklich schlecht gerade und ich will das ganze nicht zu ende Denken.
Edit: Ich finde es leider gerade nicht mehr, der Winkler hatte glaube ich auch mal was zu der Thematik gehabt. Ging um Gefängnis ADHS und oder ASS sowie fehlende Prävention…
Denkt doch bitte auch mal daran!
Jeder Mensch der verletzt oder getötet wird ist einer zu viel und das ist schlimm.
Ich glaube man muss unterscheiden zwischen zentralem Melderegister für alle oder ob es irgendwie einen Vermerk gibt wo Gefährdung für jemanden selbst oder gegenüber Andere besteht .
Ich möchte nicht mit solchen Menschen über einen Kamm geschert werden nur , weil mir psychisch habe helfen lassen .
Im Sinne von Andromache möchte ich aber auch geschützt werden.
Ich finde es sehr sehr schwierig wo man wie einen Maßstab ansetzen kann.
Aber Melderegister hin und her oder elektronische Patientenakte…
Unsere Daten stehen bei Ärzten und der Krankenkassen in den Akten unsere Medikamente bei den Apotheken.
Auch der alte herkömmliche Weg ist doch keine 100%ige Garantie, dass keiner an die Daten kommt.
Versicherungen stellen die Gesundheitsfragen. Ich konnte schon in jungen Jahren bestimmte Vorsorgeverddicherungen nicht abschließen, nur weil ich mir als jugendliche hab helfen lassen .
Vor einige Jahren war ich im Rechtstreit mit der Berufsgenossenschaft und da gingen meine Gesundheitsdaten auch hin und her.
Letztendlich würde ein zentrales Melderegister eigentlich nicht helfen . Denn wieviel lassen sich psychisch helfen um im Leben wieder besser klarzukommen oder wieviele nette Seelen werden psychisch krank wegen „Helfersyndrom“ und wären dann als harmlose Seelen dort registriert.
Gefährliche Arschlöcher , die als psychisch gesund gelten weil noch nie beim Arzt gewesen bleiben außen vor .
Wenn dann möchte ich auch ein Melderegister für psychisch gesunde „Arschlöcher“
Die politische Idee, ein Melderegister einzuführen, fußt so weit ich mitbekommen habe auf den in den letzten Jahren zunehmenden Gewaltdelikten durch Geflüchtete, die mit oft traumatischen Erfahrungen in den Erstaufnahmeinrichtungen landen, wegen fehlender Arbeitserlaubnis oft monate- bis jahrelang den ganzen Tag rumdümpeln, kein Screening auf therapeutischen Bedarf durchlaufen und dann irgendwann (wenn es schlecht läuft) als psychotische Gewalttäter in der Öffentlichkeit sichtbar werden. Dagegen hilft kein Melderegister (das diese Personen ohne Screening sowieso nicht erfassen kann), sondern eben ein Screening und ausreichende therapeutische Angebote (die es in Deutschland schon nicht gibt, ohne Geflüchtete hinreichend zu versorgen).
In meinem beruflichen Umfeld ist ein junger Mann durch genau so einen Täter ums Leben gekommen. Ich bezweifle, dass ein Melderegister das verhindert hätte, ein auffangendes System schon eher.
Ich glaube, grundsätzlich müssen wir uns - wenn im Moment vielleicht auch erstmal prophylaktisch - von der Vorstellung verabschieden, dass staatliche Institutionen ein gewisses Maß an Vertrauenswürdigkeit mitbringen und im Sinne ihrer Bürgerinnen und Bürger handeln. Ein Blick in die USA reicht. Und der liefert auch gleich noch mit, dass Logik und Wissenschaft in bestimmten Politikströmungen keinen Platz einnehmen, siehe Autismus und Paracetamol.
Sorry, aber wir sind immer noch in Deutschland und nicht in den USA. Es gibt sicherlich die ein oder andere berechtigte Kritik an gewissen Institutionen, aber Ihnen grundsätzlich die Vertrauenswürdigkeit abzusprechen ist genauso polemisch, wie der Vergleich dieses Registers mit der Euthanasie der NS–Diktatur. .
Ich spreche ihnen nicht die Vertrauenswürdigkeit ab. Wir sind nicht nur im Vergleich mit den USA, sondern auch mit vielen anderen Staaten auf der Welt in der Hinsicht auf Rosen gebettet. Die Ausrichtung dieser Institutionen wird jedoch stark von der Politik geformt, und niemand kann wissen, welche politischen Kräfte hier in Zukunft maßgeblich wirken. Ich arbeite selbst in der Verwaltung. Es ist in der Belegschaft in den letzten Jahren mehr und mehr Thema geworden, wie es weiterginge, käme die AfD ans Regieren.
Da braucht man fitte Menschen in der IT der entsprechenden Behörde, die die Daten in dem Falle unwiderbringlich löschen… “aus Versehen”
In Sachsen gab es bereits den Fall, dass ein Behördenangestellter mit mutmaßlich rechten Verbindungen Melderegisterdaten widerrechtlich kopiert und mit nach Hause genommen hat…
Ja danke, hatte jetzt nur die Blut gefunden oder Dinge hinter Paywalls. Allerdings im Heise-Artikel nicht korrekt dargestellt:
”Der Dienststellenleiter habe unverzüglich sämtliche Zugriffe des Beschuldigten gesperrt, heißt es weiter. Er habe Dienstgeräte sicherstellen lassen und ein Hausverbot erteilt.”
Wenn man mit unverzüglich meint, daß es an einem Tag erkannt wurde (21. Oktober), dann am nächsten Tag (22. Oktober) seine Zugänge gesperrt wurden und dann drei (!) Tage später Anzeige erstattet wurde, womit er Beweise vernichten hätte können (oder gar hat). Ja dann, dann war das unverzüglich.