PMS schlimmer durch MPH?

Guten Morgen ihr Lieben,

mich würden eure Erfahrungen interessieren.
Es ist jetzt mein Dritter Zyklus unter Ritalin adult. Und ich habe das Gefühl, das meine PMS Symptome schlimmer, bzw stärker ausgeprägt sind als zuvor. Ich komme kaum noch auf die Beine, möchte mich am liebsten total verkriechen, keinen Kontakt zur Außenwelt haben… Geht aber nicht bzw nur eingeschränkt mit 3 Kindern und 2 Hunden.

Kennt ihr das? Eine Verschlimmerung der PMS?

Versuche es mit mehr Ritalin, d.h. erhöhe die Dosis. Und achte drauf, dass du dich nicht unterzuckerst.
In dieser Phase nehme ich deutlich mehr an Elvanse und bis jetzt ist mein PMS etwas milder ausgeprägt.

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Ich versuche es mal. Bin sowieso noch am rumprobieren was am besten passt.

Hmm ich denke auch, dass man mit der Dosis ein bisschen Spielraum hat und das an den Zyklus anpassen kann.
Für mich bedeutet das tendenziell mehr MPH in der zweiten Zyklushälfte.
Aber manchmal werde ich stutzig hier im Forum, dass die Antwort auf jedes Problem mit Medikamenten ist: MEHR MEDIKAMENTE

Bei mir sind PMS Symptome mit Medikinet deutlich zurück gegangen. Trotzdem ist die Wirkung des MPH in der Zeit ein bisschen wie Roulettespielen. Mal tut es weniger, mal setzt die Wirkung früher aus, mal macht es mich nervös.
@allmighty s Hinweis genug zu Essen würde ich unterschreiben. Habe selbst das Gefühl, dass mein Stoffwechsel in der zweiten Zykluhälfte alles etwas schneller verarbeitet. Da kommt nagender Hunger viel früher und dann lege ich MPH nach.
Vielleicht also gar nicht nur eine Frage der Dosis, sondern auch der Frequenz.
Reboundlücken mitten im Tag sind ja mit das anstrengendste, besonders wenn man PMS bedingt dünnhäutig ist.

Vielleicht lohnt sich auch, die Blutwerte nochmal zu checken. Die Stoffwechselstimulation betrifft gerade in der Eingewöhnung ja bei vielen auch das „MS ohne P“. Könnte mir vorstellen, dass sich dadurch ein Eisen- oder sonstiger Mangel nochmal verstärkt und dann auch noch mehr nervt.

Bei mir ist es wie bei @theunfedmind: Insb. mit Medikinet eigentlich eher eine deutliche Verbesserung, wenn auch mit Tendenz zum Roulette. Die Ursachenforschung lohnt sich also. Denn gerade in der Zeit kann gelingende Medikation m.E. zu einer deutlichen Stabilisierung der Lebensqualität führen.

Nee nee, viel hilft nicht viel, manchmal lautet die Antwort auch, weniger Medikamente. Oder die richtigen Medikamente. Oder einen kürzeren Intervall.

Ich bin immer noch ein Fan davon, ganz spießig jeden Tag dieselbe Dosis zu nehmen, an Arbeits-, Ferien oder Wochenendtagen. Aber ich habe ja auch keinen Zyklus.

Beim letzten Arzttermin habe ich meinem Doc gesagt, dass ich in der zweiten Zyklushälfte mehr nehme. Er meinte, dass fast alle seiner Patientinnen darüber berichten, dass sie da auch mehr nehmen und brauchen würden. Im November soll irgendeine Fachkonferenz geben und er werde das Thema dort ansprechen.

Und mehr Medikamente zu nehmen wird hier selten geraten. Ich nehme im normalen Zyklus deutlich weniger. Wobei das mit der Roulette kenne ich leider ebenfalls zu gut. Besonders bei Elvanse.

Oh sehr cool. Bin bei meinem Neurologen da eher auf Desinteresse gestoßen.
Soll ich einfach selbst ausbaldowern.

Und wollte auch gar nicht gegen deinen Beitrag schießen.
Habe nur manchmal den Eindruck, dass mehr nach oben korrigiert wird, als nach unten.
Oft sind die Tipps ja wertvoll und genau das Schwarmwissen, das man beim ersten Mal nehmen nicht haben kann. Packungsbeilage sagt zwar 8h Wirkdauer, aber meist ist es etwas weniger, etc…

Ich denke nur, dass wenn wir das mit der Antibabypille vergleichen würden, die in den letzten Jahren ihren guten Ruf immer mehr eingebüßt hat, würde mir das seltsam vorkommen.
Klar gibt es Anwendungsfehler, klar kann man verschiedene Präparate ausprobieren.
Aber ob das die Person mit den Beschwerden für richtig hält, sich damit wohlfühlt, wird eher nicht gefragt.

Ich sehe schon, dass ich mich hier potentiell in die Nesseln setze.
Aber ich denke, dass Medis nicht immer DER Weg für alle sein müssen, auch wenn viele damit gute Erfahrungen machen. Ob sie für einen funktionieren hängt vielleicht nicht nur davon ab, ob die wirken, wie es sich gehört.
Die Kosten/Nutzenrechnung kann mehr beinhalten, als das reine Abwägen von Nebenwirkung und Wirkung.

Das ist jetzt vollkommen Off-Topic und der Tropfen schwappte an einer randomisierten Stelle über die Schwelle. Sorry!

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Ich habe die letzten drei Tage tatsächlich weniger genommen. Nämlich 10/10. Das PMS ist trotz allem heftig. Ich kenne das schon, habe aber wirklich den Eindruck, das das Ritalin die Symptome verstärkt.

Ich bin ja sowieso immer noch am rumexperimenrieren, um meine ideale und passende Dosis zu finden. Habe das Gefühl 10-da geht noch was, 20 - zu heftig, 15 wären super (geht aber bei RIA nicht).

Bei Ritalin nicht, aber bei Medikinet gibt es die Kapseln auch in 5 und 10mg.
Wär das eine Option?
Ansonsten könntest du deinen Arzt bitten, dir unretardierte MPH Tabletten zusätzlich zu verschreiben, manche lassen sich sogar gut zu 2,5mg teilen. Da könntest du in sehr kleinen Schritten nachkorrigieren.

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