Polizeiausbildung mit ASS möglich?

Selbst wenn der Beruf nicht passt er es aber möchte? Wahrscheinlich leichter mit imgehen könnte es versucht zu haben und aussortiert worden zu sein als würde man versuchen es ihm auszureden.

Das Ausreden könnte er falschen oder ga er nicht versteht, das die Leistung nicht reicht, daß er Tests die über wichtige Anforderungen aussagen nicht bestanden hat kann er bestimmt besser verstehen und verarbeiten…

Ich finde es eher super das der junge Mann keine Grenzen im Kopf hat, denn so kann er bestimmt dann auch vielleicht sogar durch ein Praktikum oder Bewerbungsprozess entdecken was sonst noch für ihn berufliche Perspektiven aufweisen könnte

Weißt du ich glaube am schlimmsten finde ich wenn jeder rät statt sie ausprobieren zu lassen.

Das ist ein „Normalzustand“ deswegen landen generell zu viele Menschen mit Einschränkungen, auch Autismus und anderen psychischen Erkrankungen oder Behinderungen in einer Werkstatt- das kostet irre viel Geld → wird den Bedürfnissen nicht sonderlich gerecht, die Bezahlung sind Allmosen, sie ko?en dann meist nicht mehr aus dem System Werkstatt heraus…

So gut oder gutgemeint das System Werkstatt war, es wird nur sich und den Hauptamtlichen gerecht, es wird auch niemanden dort so viel Fertigkeit vermittelt das Menschen aus der Werkstatt in einfachere Tätigkeiten oder Berufe findet oder das man dann gerne auch über die Werkstätten Unternehmen gegründet werden in denen dann diese Menschen eine erfüllendere, auskommendere Arbeit und damit auch e u ne Chance auf eine auskomendere Rente haben…

Es ist schon schwierig das man eigentlich über vieles nicht offen reden kann bzw. entspannt diagnostizieren lassen kann ohne irgendwelche Benachrichtigungen.

Genauso wie der Staat ein sehr teures System geschaffen hat in denen die Betreuer, Geschäftsleitung und Co alles dafür tun und tun können ihren auskömmlichen Job zu behalten statt wahrer Inklusion im Arbeitsmarkt zu gestalten wo diese Menschen Fähigkeiten erlernen und dann ggf. halbtags oder dreivierteltsgs zumindest zum Mindestlohn „normal“ arbeiten könnten. sie müßten nicht so nach Sozialleistungen „betteln“, währen wahrscheinlich zu friedener weil sie sich Dinge vom eigenen Geld Leisten= ein Stück ihres Alltags ganz normal selbst finanzieren könnten und wahrscheinlich wäre es für die Solidargemeinschaft auch ein finanziell spürbare Entlastung.

Also wäre allen geholfen und für die schwerst geistig behinderten Menschen wäre auch genug Platz in einer Werkstatt bleiben zu können und im Rahmen ihrer Möglichkeiten sich weiter zu entwickeln

Sorry aber solche Themen brennen sehr in mir und diese böse Ungerechtigkeit

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Nachteile gibt es durch Diagnosen, nach wie vor, wobei man sagen muss, dass sich hier schon ein wenig was getan hat in den letzten Jahren.
Es ist nicht mehr ganz so schlimm, wenn auch noch lange nicht optimal.

Der Nachteil bei Versicherungen existiert in der Tat noch, wobei es hier schon länger bestreben gibt dies zu ändern, fragt sich, wann es denn mal fertig umgesetzt ist, Stichwort Reform des AGG.


Beim Führerschein, wäre ich auch vorsichtig, bei der Antragstellung, ist man nicht verpflichtet anzugeben, dass man eine Diagnose hat, hier zählt nur das der Betroffene sich Fahrtauglich fühlt.
Wenn man es doch angibt, kann man mit einem extra Gutachten rechnen, dies muss in der Regel vom Antragsteller getragen werden und kostet 500€ - 1000€.

Sollte eine Medikation stattfinden, muss auch diese niemanden gemeldet werden.
Man sollte aber bei den Fahrstunden und grundsätzlich danach im Alltag, in der Lage sein einen Nachweis zu bringen, (mit Attest und Rezeptkopien, die von der Apotheke gestempelt sind und unterschrieben sind, inklusive Kassenbon), dass es sich um eine Verordnete Medikation handel, und man gut eingestellt ist.

Hier würde ich stark empfehlen, all diese Nachweise bei sich zu haben, da Beamte gerne behaupten, dass es sich bei einzelnen Dokumenten um Fälschungen handelt, je weniger Lücken der Nachweis hat, desto besser.
Genau wie man seine Rechte kennen sollte, Urinproben, Speichel und Motoriktest sind freiwillig, Blut darf inzwischen von der Polizei, laut StPO angeordnet werden, benötigt aber einen Anfangsverdacht.

Sollte es dazu kommen, dass ein Drogentest gefordert wird, durch was auch immer, damit meine ich den Bluttest, da dieser nicht mehr freiwillig ist, und nur widersprochen werden darf. Was man auch tun sollte, würde ich den Nachweis direkt von mir aus bringen, damit klar ist der Test wird Positiv sein und der Befund ist ärztlich verordnet.
Es wird dann geprüft, ob die Werte im Blut im Therapeutischen rahmen liegen, was bei der Ärztlichen und eingehaltenen Verordnung der Fall ist.

Das lief, bis jetzt, immer ganz gut bei mir.


Das Gesetz, sieht hier inzwischen, dass gerade bei ADHS mit Medikation, die Fahrtauglichkeit verbessert wird, man muss sich also keine Sorgen machen.
Solange man eben in der Lage ist, lückenlos nachzuweisen, dass die Medikation verordnet ist, und man sich strickt an diese hält.
Allgemein gilt, wer sich ins Auto oder der gleichen setzt, muss sich auch Fahrtauglich fühlen, ist dies nicht der Fall, darf man auch nicht fahren.

Ein richtiger Nachweis ist in Arbeit, wie das Aussehen wird, ist noch unklar, bundeseinheitlichen Medikations- und Patientenausweis oder ePA, mit der man Verordnung und Medikamente sowie Dosierung, lückenlos nachweisen kann, in Verbindung, mit dem Führerschein und Personalausweis, ist die Echtheit des Nachweises gegeben.

Im Bereich Verbeamtung, hat sich ebenfalls etwas getan, inzwischen darf ASS und ADHS nicht mehr ohne triftige Begründung abgelehnt werden, Leitbild hier "Abschied von der perfekten Gesundheit".
Gerade in diesem Jahr gab es ein Urteil, dass die Dienstherren beweisen müssen, dass eine Dienstunfähigkeit vor der Pensionierung *überwiegend wahrscheinlich* ist.

Ein bloßes „erhöhtes Risiko“ reicht nicht mehr aus, um jemanden abzulehnen.
Der Arzt muss fundiert begründen: „Aufgrund spezifischer Befunde wird dieser Bewerber statistisch gesehen mit hoher Wahrscheinlichkeit vor dem 67. Lebensjahr ausscheiden.

Eine Diagnose allein reicht nicht mehr als Ablehnungsgrund.
Der Amtsarzt muss nachweisen, dass genau *deine* Ausprägung von ADHS oder Autismus dich unfähig macht, den Job bis zur Rente auszuüben.
Wenn er das nicht medizinisch belegen kann (z.B. durch chronifizierte schwere Depressionen oder Suizidalität in der Akte), muss er dich durchwinken.

Wie es in der Realität aussieht, kann ich natürlich nicht sagen.

Damit möchte ich sagen, es gibt leider immer noch Hürden, aber die Rechtssprechung ist bemüht diese nach und nach abzubauen.
Grund dafür ist, dass inzwischen klar ist, wir werden immer mehr Neurodivergente in der Gesellschaft.

Das merkt man auch an der Wirtschaft, SAP, Microsoft, Telekom, Allianz, Siemens und weitere, haben inzwischen eigene Programme in denen aktiv Neurodivergente gefördert werden.
Man hat festgestellt, dass die Art des Denkens der Neurodivergenten einzigartig ist, und eine große Bereicherung ist.

Beispiel, Autisten machen bis zu viermal weniger Fehler bei der Programmierung.
Die neuen Technologien, wie zum Beispiel AI, wurden und werden zum großen Teil von Neurodivergenten entwickelt.


Mir war wichtig, einmal aufzuzeigen, dass die Welt als Neurodivergenter, nicht nur schlecht ist, mit kleinen Schritten, wird sie langsam immer besser und weniger benachteiligt für uns.

Zu guter Letzt, muss ich ebenfalls anmerken, dass man sich sehr gut überlegen sollte, ob man diesen weggehen möchte.
Wie meine Vorredner/in hier schon mehr als deutlich schreiben, emotionale Intelligenz, insbesondere das Lesen von anderen, ist essenziell, als Beamter, und kann gegebenenfalls über Leben und Tod entscheiden.

Ich würde es ihm auch nicht ausreden, aber wirklich sehr deutlich machen, welche Stärken dort von ihm gefordert werden, damit er zumindest weiß, worauf er sich einlässt.

Scheitern gehört zum Leben dazu, und wo ein Wille ist, da ist bekanntlich auch ein Weg.

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Ich (>50J., ADHS) möchte gerne meine ganz persönliche Erfahrung aus 16 Jahren mit meinem Mann (>50J., AuDHS) einbringen. Wir haben uns beide in diesem Jahr diagnostizieren lassen, nachdem uns dies in einer Paartherapie nahegelegt wurde. Das hat sehr viel erklärt… aber darum geht es nicht.

Ich kann sagen, dass sich mein Mann während unserer Beziehung sehr entwickelt und verändert hat. Persönlich und beruflich. Er hatte mehrere Wechsel als Mathematiker in der Softwareentwicklung, hat sich hierdurch auch immer wieder versucht in neue Teams einzufinden, was manchmal sehr schwer war und dann auch zu Einbrüchen im Befinden geführt hat. Er konnte sich, anfangs unsicher aber doch recht schnell auch in neue Fachlichkeiten, Technologien und Programmiersprachen einarbeiten. Da es ihm die letzten Jahre im Großkonzern nicht mehr gefallen hat, hat er sich nun entschieden, den Direkteinstieg als Lehrer zu machen.

Er ist jetzt mit pubertierenden in Mittel- und Oberstufe, Berufsschulen und angehenden Technikern konfrontiert und findet sich in dem undurchsichtigen Schulbetrieb mit seinen Hierarchien und vielen neuen Kolleg:innen zurecht, steht hier wirklich manchmal Zeiten mit hoher Anspannung durch und freut sich am dozieren und lehren, eignet sich nicht nur den Schulstoff sondern auch Didaktik auf bewundernswerte Weise an. Und ja, das heisst auch, dass er klare Grenzen setzen muss wenn ihn ein Jugendlicher verarscht und testet, wie weit er gehen kann. Das ist ungewohnt aber er wächst erstaunlich schnell rein, stimmt sich mit seinen Mentoren ab und findet für sich eine klare Haltung als Lehrer. Der Wechsel ist zwar sehr anstrengend, aber er findet es klasse, sieht hierin einen Sinn und es macht ihm Spaß. Als ich ihn vor 16 Jahren kennenlernte, wäre das noch undenkbar gewesen.

So. Warum erzähle ich das alles? ASS ist ja ein Spektrum. Wer weiß, welche Begabungen und Fähigkeiten Dein Sohn neben einer möglichen Neurodivergenz noch hat und wenn er in dem, was er tut, einen Sinn sieht, ob er nicht vieles von dem was ihm vielleicht schwer fällt, durch besondere Sorgfalt und Engagement zu kompensieren bereit ist, es ihm wert ist das zu tun, was er tut, auch wenn es ihm vielleicht nicht in den Schoß fällt und ob er nicht sogar deswegen ein herausragender Polizist sein könnte, weil seine Perspektive vielleicht eine Bereicherung für jedes Team darstellt etc… du weißt, worauf ich hinaus will?

Ich kann mir bei meinem Mann nicht vorstellen, dass er sich als Polizist einer Menschenmenge aggressiver Demonstrierender stellt und er damit zurecht käme, aber ich kann mir vorstellen, dass wenn er es wirklich wollte, dass er es schaffen könnte.

Die Frage könnte auch sein, welcher Schaden entsteht wenn dein Sohn es probiert? Wenn es ihm nicht gefällt, dann - und das ist ja das schöne - kann er sich jederzeit umorientieren, einen anderen, passenderen Beruf wählen. Also unabhängig von einem Praktikum.

Und Diagnostik jetzt oder später… was sagt denn dein Sohn dazu? Wie würde er sich entscheiden, wenn ihr davon ausgeht, dass es ein Problem wäre?

Und wäre vielleicht auch eine Berufsberatung spannend?

P.s. Mein Mann fährt übrigens viel besser und entspannter Auto als ich und ich würde sagen, ich fahre gut. Wir sind auch beide früher viel Motorrad gefahren… und mit dem Wohnmobil! :laughing:

Es gibt gute und schlechte Polizisten und ich glaube das steht unabhängig zu einer Diagnose .

ASS ist ja ein Spektrum und sagt erstmal gar nichts über eine Berufsfähigkeit aus.
Und für mich gibt es auch noch einen Unterschied ob man grundlegend für einen Beruf geeignet ist oder wie man mit den Rahmenbedingungen eines Berufes klarkomm, obwohl man geeignet ist.

Ich finde es schwer pauschal zu sagen ob das für ihn was ist oder nicht.
Ein Traum der einem verwährt bleibt, weil andere meinen das es nichts wird , bleibt ein verwehrter Traum .
Ein Traum der platzt , weil die eigene Realität es entscheidet, kann gehen .
Ein Traum , der sich erfüllt , weil es gegen der Meinung aller anderen doch funktioniert, ist ein Geschenk fürs Leben.

Für mich gehört auch zur Berufsfindung etwas zu versuchen und ggf. wieder abzubrechen . Man muss ja auch wissen was nicht funktioniert.

Was es rechtlich mit der Diagnose beinhaltet da kann ich jedoch nichts zu sagen .

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Danke für deine Ausführung. Ich meinte tatsächlich weniger rechtliche Hürden, als vielmehr die, die autistische Wahrnehmung mit sich bringt, die Autofahren zu einer größeren Herausforderung machen.
Schließlich bring es dem Betroffenen nichts, sich in etwas zu verbeißen (einem Wunschberuf), für den er nicht die kognitiven Voraussetzungen mitbringt.

Irgendwelche Zettel interessiert die Polizei nicht. Die können das Thema Medikation sowieso nicht beurteilen, weil sie keine medizinischen Fachkräfte sind und auch Papiere auch nicht auf Richtigkeit prüfen können.

Wenn ein Drogentest positiv ist, geht das alles sowieso erst den ewigen juristischen Weg inkl. Führerscheinstelle als Exekutive.

Die Führerscheinstelle wird die Möglichkeit einer Aussage ermöglichen, wo dann der verordnende Arzt ins Spiel kommt und die Medikation attestiert.

Erst beim Blutabnehmen spielen Unterlagen eine gewisse Rolle, damit bspw. im Labor unterschieden werden kann zwischen unterschiedlichen Amphetaminen und Wirkstoff im Serum. Das muss man dem Arzt unbedingt mitteilen, egal ob die Blutabnahme freiwillig oder angeordnet/unter Zwang erfolgt.

Ja, es ist gut was dabei zu haben. Am Ende kommt’s auf den individuellen Beamten den man trifft, da handelt jeder anders.

Das Vorzeigen, kann einem unter Umständen einiges an Arbeit sparen.
Wenn die Blutabnahme angeordnet worden ist, und man diese direkt vorlegt, wird dies in den Protokollen vermerkt. Daher sollte der Nachweis auch keine Lücken haben.

Was ich ebenfalls geschrieben habe, der Nachweis dient dazu, dass die im Labor gleich wissen, dass nach einem Therapeutischen wert, der deiner verordneten Medikation entspricht, geguckt werden muss.
Es ist, dass einzige Szenario in dem ich den Nachweis von mir aus Vorlege.

Wichtig, dass ging wohl nicht deutlich genug aus meinem ersten Beitrag hervor, es gibt im Moment keinen Nachweis den die Beamten anerkennen müssen.

Sowas ist in Arbeit, bis dahin bleibt einem nur eine Beweismittelkette, in Form des Attest, Rezeptkopie und des Kassenbons, um es den Beamten einfach zu machen, das Ganze anzuerkennen.

Sollte es dazu kommen, dass die Führerscheinstelle sich einschaltet, wird es nochmal komplizierter, wie schon erwähnt hier im Beitrag, was aber nicht heißt, dass jedes Szenario automatisch da landet.

Bei mir im Kreis, kam es so, bis jetzt, nie zu Bußgeldern oder weiteren Unannehmlichkeiten, seitens der Behörden, was natürlich Glück ist bei der jetzigen Lage.

Ich weiß nicht wie genau du jetzt von dem Thema ASS und Polizei zum Thema Behindertenwerkstätten kommst, aber gut… Davon war (zumindest in meinen Beiträgen) nie die rede von. Mein Vater hat trotz schwerer ASS ein Chemiestudium beendet und (zumindest knapp 20 Jahre)in dem Beruf gearbeitet, danach ist auch er in den Mindestlohnsektor gefallen (einfachere Arbeiten im Labor) aufgrund seiner Depressionen. Und mein Bruder studiert mit ASS Psychologie… ich würde niemals sagen, dass ASSler in eine Werkstatt gehören! Ich finde das Konzept, wie du, durchaus fragwürdig und ausbeuterisch, und viele Menschen die dort arbeiten bleiben bestimmt unter ihren Möglichkeiten.

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Wahrscheinlich Adhs like alles eingsammelt :melting_face:

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Hi, das mit den 2/3 ist so nicht richtig. Jedenfalls nicht für alle Beamten. Es gibt eine Deckelung der Abschläge bei 14%, wenn man früh pensioniert wird, man fällt jedoch höchstens auf die Grundpension einer A8 - Besoldung zurück. Die Beamtung auf Lebenszeit muss dafür mindestens fünf Jahre Bestand haben, sonst gibt’s nichts.

Die vorzeitige Pensionierung bleibt im übrigens reversibel, außer, man ist palliativ eingestuft. Ich kann natürlich nur für mein Bundesland sprechen.

Thema Amtsarzt: da wird die gesamte Krankheits geschichte abgefragt, nicht nur 5-7 Jahre. Alle Medikamente, alle Arztbesuche mit spezieller Diagnostik usw.

Ich kenne einen Fall, da war der BMI zu hoch und die Verbeamtung wurde abgelehnt.

Da musste die Person ihren BMI auf einen bestimmten Wert senken in einem Zeitraum und wurde dann doch noch verbeamtet. Needless to say, dass die Person kurze Zeit später wieder das gleiche Gewicht hatte :woman_shrugging:t3:

Das weiß ich nicht, ob es so ist, kann es mir aber schon vorstellen, aus Sicherheitsgründen.

Streifenpolizist ist auch einer der wenigen Berufe, wo ich ernsthaft glaube, dass man das mit Autismus nicht machen kann. Es kann am Umgang mit den Menschen scheitern, die oft unverschämt und provozierend und mega nervig sind, oder auch am schnellen Überblicken und Einschätzen einer Situation inkl. dem Treffen der richtigen Entscheidungen, oder auch an der Belastung insgesamt mit Schichtdienst und lauten Einsatzorten (z.B. im Fußballstadion, bei Demos etc.).

Wenn ich mir schon Dokumentationen über die Arbeit der Polizei angesehen habe, dann war mir klar, dass das für mich nicht machbar wäre.

Da gibt’s z.B. die Doku „Nachtstreife“ in der ARD Mediathek oder „Streife 24/7“ im ZDF. Das sind reale Polizisten, nicht nachgespielt.

Anders wäre es vielleicht auf einer Stelle, wo man nicht direkt „an der Front“ ist. Aber wahrscheinlich muss man, um dort hinzukommen, auch erst den Streifendienst gemacht haben. Man könnte vielleicht nach einem Beruf im Umfeld der Polizei suchen, wobei ich mich da nicht auskenne, vielleicht sowas wie Spurensicherung oder irgendwas im Labor.

Ansonsten, was Verbeamtung allgemein angeht: mit Schwerbehindertenausweis geht das grundsätzlich auch mit Autismus, weil man nicht wegen einer Behinderung diskriminiert werden darf. Allerdings gibt es keine Verbeamtung, wenn

  • jemand für den Beruf grundsätzlich nicht geeignet ist (derjenige wird dann auch die Probezeit schon nicht bestehen)
  • wenn jemand zwar im Moment den Job machen kann, aber bereits absehbar ist, dass er in absehbarer Zeit dienstunfähig sein wird.

Bei der Polizei gibt es halt noch den Aspekt, dass auch die Sicherheit der Kollegen und der Bevölkerung davon abhängt, dass jemand für den Beruf geeignet ist. Auch wenn es nie eine Garantie gibt, dass ein Polizist keinen Fehler macht, würde man wohl niemanden für den Beruf nehmen, der von vornherein ein Handicap mitbringt.