Ich finde leider nicht das richtige Topic aber dachte, evtl kann mir hier jemand weiterhelfen.
Mein Sohn hat wahrscheinlich hochfunktionalen megakompensierten Autismus, hatten einige Gespräche und letztens war er zum „Spieltest“ mit Videoaufnahme usw. - noch nicht fertig ausgewertet aber es waren wohl einige Auffälligkeiten in Sprache (nicht Inhalt), Mimik, Gestik, es wird wohl eher ein positives Ergebnis als nicht.
Er hat seit einer Weile entschieden, eine Polizeiausbildung machen zu wollen. Wenn er etwas möchte, hat das lange Bestand, er ist jetzt 9. Klasse, eigentlich möchte er direkt nach der 10., wenn es nicht klappt macht er noch das Abi (er ist am Gymnasium, ich finde es sehr schade aber er muss seinen eigenen Weg gehen). Zeitlich gesehen denke ich also, dass der Wunsch bis dahin nicht „verflogen“ ist, da seine Interessen eher linear sind.
Nun kam, entgegen Google, Chat GPT usw die ernüchternde Antwort eines Sachbearbeiters der Polizei, dass eine ASS Diagnose sofort zum Stopp im Bewerbungsverfahren führen würde ohne individuelle Sichtung. Angeblich bundesweit.
Hat jemand evtl Ahnung davon? Die Diagnose verschweigen soll wohl ernsthafte Folgen haben können. Wir überlegen, alles sofort zu stoppen, eine Verdachtsdiagnose sollte kein Problem darstellen.
Ihm ging es lange Zeit schlecht mit psychosomatischen Problemen. Das hat sich aber erledigt, wenige Stellschrauben haben ihn zum gesunden Jugendlichen gemacht, die drei Jahre Ausbildung traue ich ihm zu, auf lange Sicht wird er sicher nicht im Schichtdienst bleiben aber da gibt es dann ja einige Möglichkeiten (habe das als Krankenschwester auch durch, die drei Jahre gingen irgendwie und danach hab ich mich umorientiert).
Mit der Diagnostik haben wir eben angefangen weil wir somatisch nichts gefunden hatten.
Ob wir es nun schwarz auf weiß haben wird grundlegend nicht viel ändern, für uns wissen wir jetzt, wie er sich entlasten kann, dass er darauf achten muss zu essen, zu trinken und damit geht’s ihm gut.