Probleme Räume zu finden

Hallo,

Kennt das jemand ?

Ich habe 2x die Woche Berufsschule & wir sind immer in den selben räumen, aber bis heute schaffe ich es nicht, den richtigen Raum zu finden, ich weiß zwar welche Raum Nummer, aber das bringt mir gar nichts, ich fühle mich wie in einem Labyrinth :sweat:

Ich weiß nicht ob das etwas mit meiner ADHS zu tun hat, aber ich gehe stark davon aus, da ich wirklich nicht dumm bin.

Generell in Gebäuden wo ich nicht oft bin, fällt es mir extrem schwer, ich renne dann durch das ganze Gebäude, am schlimmsten sind Gerichtssäle oder generell große Gebäuden.

Ich frage mich, ob jemand von euch das auch hat?

Ich kann mir das einfach nicht merken… aber ich habe auch das Problem, dass ich nicht darauf achten, wo ich genau bin, also ich gucke mir gar nicht so wirklich an wo der Raum ist & laufe einfach rein und dann wieder raus.

Ich hatte heute beispielsweise Schule & würde morgen wieder nicht mehr wissen, wo der Raum war , in dem ich heute Unterricht hatte.

Weiß jemand, warum das so ist?

Ich habe vergessen das bei meinem Arzt anzusprengen & der nächste Termin ist in 3 Wochen.

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Hallo und :heart: Willkommen @NewStart96 , doch das kenne ich auch, selbst wenn ich ein Gebäude eigentlich gut kenne, kann es mir immer wieder passieren das ich mich verlaufe, woran das liegt?, wahrscheinlich daran das ich auf dem Weg dahin wohin ich „eigentlich“ möchte derart durch meine eigenen Gedanken abgelenkt sein kann, dass ich mich einfach nicht auf den Weg konzentrieren kann.
Ok das ist nicht „immer“ so, denn „eigentlich“ weiss ich sogar fast schlafwandlerisch wo manche Räume sind, andere kann ich mir aber sogar fast nach Jahren irgendwie nicht wirklich „merken“, komisch, irgendwie habe ich noch nie darüber nachgedacht „warum“ das so ist, von daher eigentlich eine sehr interessante Frage die Du da stellst. :thinking:

Ich habe das auch so, schon seit Jahren… aber nie darüber nachgedacht :joy:

Heute habe ich das erste mal so richtig darüber nachgedacht & das in Verbindung mit dem adhs gebracht :joy:

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Damit hast du dir eigentlich schon selbst die Antwort gegeben.
Diese Desorientierung ist nicht zwangläufig ein ADHS-Symptom. Ich habe einen sehr guten Orientierungssinn.
Aber die Unaufmerksamkeit ist schon ein typisches Symptom, ist ja sogar mit ADS ein Subtyp von ADHS.

Daher ist meine These, dass deine Desorientierung, die ja auf deiner Unaufmerksamkeit beruht, ein starkes Symptom deiner individuellen ADHS sein könnte. Mit Medikation könntest du üben, dich achtsamer durch deine Umwelt zu bewegen.

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Ich denke, besonders in Gerichtsgebäuden oder auch Schulen, wo die Gänge generell gleich aussehen, ist es nicht schwer seine Orientierung zu verlieren. Ich bekomme Panik, wenn ich zbs einen Termin aber nicht weiß, wo exakt sich der Raum befindet. Ich informiere mich des öfteren sogar über die Navigation (Satellitenaufnahmen), wo welches Gebäude steht oder sich die Straße, zu der ich muss, befindet. Ob das bei mir aber mit Orientierungsproblemen zutun hat, glaube ich nicht. Bei mir ist es eher die Angst, dass ich etwas Vorort nicht finde und ggf zu spät komme. Mein Partner, der aber AD(H)S hat, der hat da größere Probleme. Er kann sich die Räumlichkeiten nicht merken oder merken, wo sich welche Straße oder ein Gebäude befand. Ich präge mir meine Umgebung immer sehr gut ein, besonders wenn ich irgendwo noch nie war. Das mache ich aber ganz bewusst. Entweder habe ich da schon von selbst aus Skills entwickelt oder bei mir ist es einfach nicht so der Fall.

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Manche Räume vergisst man nie, andere will man vergessen und nie wieder betreten müssen, andere sind einem einfach egal, nach manchen sehnt man sich sogar, in manche quält man sich hin Tag für Tag, in viele muss man ob man will oder nicht, alles in allem spielen also auch sehr viele Gefühle mit.

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Ja, passiert mir auch öfter. Gerade, wenn ich irgendwo neu bin und dann wieder raus will. Verabschiedet und… auf `m Klo gelandet. :wink: Oder eine Treppe zu viel runter und steh dann im Keller.

Konkrete Wegbeschreibungen alà „3. Tür links“ helfen mir da nicht weiter, wenn ich den Raum wiederfinden muss, richte ich mich an Auffälligkeiten auf dem Weg dorthin: Blumenkübel, einprägsame Bilder an der Wand etc… so, dass ich von einem Punkt den nächsten schon sehen kann. Sollte gar nichts vorhanden sein, lustige oder ungewöhnliche Namensschilder an den Türen. Auf dem Rückweg dann natürlich in umgekehrter Reihenfolge.

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@NewStart96 ich kenne das auch. Seit 2018 arbeite ich in einer Klinik und da gibt es einige Räume die ich nicht finden würde ohne mich durch zu fragen…

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Ich kenne das auch sehr gut :+1:

Beispiel unser Bürogebäude: Neubau, riesengroßer Hightech Glaskasten mit mehreren Gebäuden, die miteinander verbunden sind.

Jeder Flur, jede Etage sieht gleich aus. Ich freue mich, dass alles virtuell läuft, man muss nichts mehr im Haus hin und her bringen.
Aber wenn doch mal, dann gute Nacht. Ich verlaufe mich ungelogen immer und jedes Mal…vor den Augen meiner erstaunten Kollegen,…so peinlich :see_no_evil: :sweat_smile:

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Hello @NewStart96,
ich habe damit auch so meine Probleme.

Ich schließe mich den anderen an, und meine auch, dass das weniger Desorientierung ist und mehr um Unaufmerksamkeit und Fokus gehen könnte. Man legt sich ja doch den ein oder anderen Orientierungspunkt zu recht. Wenn man an diesem gerade in dem Moment vorbei geht, wenn „bitte irgendeine willkürliche Ablenkungssituation einfügen“, kann es schon mal passieren, dass man an der falschen Ecke steht.

Aus eigener Erfahrung
War nach der großen Pause mein Lieblingsfach dran, war ich dort 10min vor allen anderen und habe den Raum sofort gefunden. Ging es um so furchtbare Fächer wie Mathe, hielt ich an jedem Schaukasten an, las mir den Vertretungsplan 5 mal durch, und stand auf einmal im ganz falschen Flügel meiner Schule.

Auch auf dem Schulweg selbst habe ich mich ständig verfahren - den Weg zum Club habe ich aber auch mit gut einem im Tee gefunden :smiley:

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Das Problem mit der Raumfindung hatte ich besonders in der Reha !
Es gab einem Altbau und einen Neubau und die Klinik hatte 5 Stockwerke.

Da ich aufgrund der vielen Termine häufig unter Zeitdruck stand war das finden mancher Räume sehr anstrengend!
Zumal viele Gänge gleich aussahen.
An den Wänden gab es Landschaftsfotos an denen habe ich mich z.b. orientiert.

In meiner Schulzeit hatte ich komischerweise dieses Problem nicht!