Guten Tag in die Runde!
Ich bin weiblich, 31 Jahre alt und habe meine ADS Diagnose seit ca. einem Jahr. Aktuell wurde von zwei Frauenärztinnen der Verdacht auf ein PMDS geäußert.
Da die ADS Medi Einstellung bei mir bis dato nur mit stärksten Nebenwirkungen verlief, bin ich aktuell ohne Medikation.
Gegen die Stimmungsschwanken, überaus depressiven Stimmungen und Gelenkschmerzen zwei Wochen vor Eintritt der Periode versuche ich jetzt erst einmal die Einnahme von dem Progesteron Präparat Utrogest (mikronisiert, 200 mg am Abend).
Hat jemand von Euch ähnliche Erfahrungen machen können und Tipps im Zusammenhang mit ADS und PMDS?
Ich bin sehr dankbar über jegliche Nachrichten und Wortbeiträge :)!
Ich war dieses Jahr bei einer Frauenärztin deswegen, aber sie sagte, Progesteron allein hilft nicht gegen Gelenkschmerzen, sondern man braucht Östrogen. Ob das stimmt, weiß ich nicht. Ich hatte letztes Jahr nur Progesteron genommen und hatte eigentlich schon das Gefühl, dass es geholfen hätte, jedoch meinte die Frauenärztin, ich hätte mir das eingebildet, weil nur Östrogen eine Besserung bewirken könnte. Progesteron sei wichtig für die Gebärmutter und es hilft beim Einschlafen.
hilft bei mir prima gegen pmds. absetzen vor der Menstruation hat aber wieder zu pmds Symptomen geführt. nehme es daher auf anraten der Frauenärztin bis zum Einsetzen der Menstruation.
Ich würde Dir - leider aus Erfahrung - raten, ein Gyn-Praxis zu suchen, die sich mit Hormonen / PMS sehr gut auskennt, das sind leider nicht viele.
Progesteron und Östrogen kenne ich nur zusammen und mir haben sie leider bisher nicht gut getan, ich habe alles wieder abgesetzt. Gegen PDMS kann vielleicht Fluoxetin helfen, das ist speziell dafür und hat meine Psychiaterin mir sofort verschrieben (10 mg, 1 Woche vor meiner Periode).
Ich weiß jetzt nicht, ob dir das direkt hilft, aber vielleicht als Info sinnvoll..
Diese Woche war ich an einem Vortrag zu ADHS. Da wurde noch explizit auf Frauen (z.B. in der (Peri)-Menopause).
Bei Medikinet resp. Methylphenidat spielt der Östrogenspiegel offenbar eine wesentliche Rolle ob und wie gut es wirkt. Der Östrogenspiegel schwankt bei Frauen dann sehr stark. Vielleicht spielt das im Gesamtbild auch ein Rolle.
Wurde bei dir denn mal der Hormonstatus und vielleicht auch ausführliche Blutwerte gecheckt?
Hast du deine Beschwerden schon in Form eines Zyklustagebuchs dokumentiert? (Ich hatte das hier mal verwendet, da es mir leichter fällt an so etwas zu denken, wenn ich es ausdrucken und in Sichtweite ablegen kann https://pmds.team/ )
Ich habe eine Östrogendominanz (Mastopathie) und PMS, ob es für PMDS „reicht“, weiß ich tatsächlich nicht. Von meiner Frauenärztin fühle ich mich mit dem Thema leider komplett allein gelassen („Ich hatte das als junge Frau auch, mit den Kindern ging das weg“ - „Ich könnte Ihnen die Pille verschreiben“..). Ich hatte vor allem mit schlimmen Schlafproblemen zu kämpfen in den letzten 1-2 Jahren, zusätzlich zu den üblichen Beschwerden der zweiten Zyklushälfte.
Ich habe letztlich gute Erfahrungen mit einer Heilpraktikerin gemacht, die sehr analytisch und medizinisch vorgeht und eine sehr ausführliche Anamnese, Blutuntersuchung und Hormonanalyse gemacht hat.
Soweit ich mich erinnere, spielt Serotonin in diesem Zusammenspiel mit Hormonen und PM(D)S auch eine wichtige Rolle. (Da kann ich leider aktuell nicht auf Quellen verweisen, da wollte ich selbst noch genauer recherchieren). Der Wert war bei mir super niedrig.
Ich nehme Mönchspfeffer, eine sehr niedrig dosierte Progesteron-Creme um den Wert zu erhöhen in der zweiten Zyklushälfte, B-Vitamin Supplemente (B6 ist wohl die „Vorstufe“ von Serotonin) , ich achte darauf, regelmäßig und ausgewogen zu Essen und vor allem ausreichend Protein zu essen und möglichst wenig Süßigkeiten, mich täglich zu bewegen und Ausdauersport & Kraftsport zu machen.
Meine persönliche Erfahrung ist, dass es nicht „die eine“ Lösung gibt, Progesteron allein sorgt jedenfalls bei mir(leider) nicht für komplettes Wohlbefinden nach dem Eisprung. Sondern es sind viele Stellschrauben an denen ich drehen kann und muss. Jede für sich allein betrachtet bringt vielleicht 10 % Besserung, aber im Zusammenspiel macht es echt einen Unterschied.
Manchmal fühlt sich das nach einem Vollzeitjob an, den ich neben meinem Vollzeit Job noch machen muss, Essen Sport usw… ich komme nicht so recht in eine Routine. Denn sobald irgendwelche Stressoren dazu kommen (z.B. ein krankes Haustier in den letzten Monaten oder auch nur mal mehr berufliche Termine oder wenn ich krank bin) , geht gefühlt alles den Bach hinunter und die Zyklusbeschwerden sind direkt wieder viel intensiver.
Ach und vielleicht auch interessant - um die Basics zu verstehen, wie die Hormone wirken und sich ein Ungleichgewicht bemerkbar machen kann, fand ich das Buch „Der Hormonwerte Code“ von Caroline Kreuschmer sehr nützlich. Es geht zwar schon eher um Wechseljahresbeschwerden, ich konnte jedoch auch viel Grundlagenwissen daraus mitnehmen.