Rastlosigkeit unterscheiden von wirklicher Freude am Reisenn

Hallöchen alle :slight_smile:

Ich bekomme gerade mal wieder Puls, weil ich geschaut habe, was Flüge nach Mallorca ab Hamburg kosten würden im Januar. 26 Euro!!! Als Direktflug und mit total guten Flugzeiten.

Ich hab Urlaub im Januar. Habe eigentlich vor, das Jahr 2026 mal mehr Zuhause zu verbringen und mein Geld zusammen zu halten, um in 2027 erneut in die Pyrenäen aufzubrechen, zum Wandern und Zelten.

Aber immer wenn ich mal paar Tage am Stück frei habe, oder halt Urlaub, hab ich Ideen und Fernweh und schaue nach allen möglichen Sachen. Ich bin gerne iwo, wo ich noch nie war, allermeistens alleine.

Nur fällt es mir von Zeit zu Zeit schwer, zu unterscheiden, ob ich wirklich einfach gerne los ziehen möchte oder ob es meine innere Getriebenheit ist , ich hab keine Ahnung, ob das ein Wort ist, die mich fort zieht.

Ich möchte immer eine Reihe freier Tage nutzen. Wirklich bewusst war ich zuletzt jetzt im Sommer während des Urlaubs Zuhause, aber auch nur, weil mein Projekt Pyrenäen nicht geklappt hat und ich stattdessen ca zwei Wochen durch Frankreich und Spanien gewandert und dann iwann nach Hause geflogen bin mit dem letzten Geld und dann noch einiges an freier Zeit übrig war. In den Pyrenäen hätte ich viel gezeltet und damit deutlich weniger Geld ausgegeben. Das entwickelte sich dann aber anders und naja egal.

Ich werde richtig hibbelig dann, wenn ich sehe, da wäre eine Möglichkeit und dann auch noch so günstig, in die Ferne zu ziehen. Klar, ich könnte es auch einfach sein lassen, nachzuschauen, aber der Gedanke kommt iwann automatisch und dann schaue ich halt..

Es ist iwie .. anstrengend. Natürlich nicht nur und nicht immer.

Kennt ihr das? Macht ihr das?

:bouquet:

Ich würde meinen du hast da ein Problem mit der Impulskontrolle und das wird wahrscheinlich fließend irgendwo sein und nicht so schwarzweiß sein wie du dir wünscht

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Tut es dir denn gut, wenn du verreist?

Wenn ja, dann los. Was hält dich denn davon ab?

Man muss ja nicht alle positiven Eigenschaften wie Spontanität und Reiselust als negativ und krankhaft umdeuten!

Reisen ist immer auch ein Stück anstrengend und kräftezehrend. Aber mir gibt es total viel. Neue Eindrücke, neue Energien.

Ist sicher Typsache. Aber um positive Energien zu tanken, tut mir ein spontaner Kurztrip in eine unbekannte Gegend unglaublich gut. Und ich glaube nicht, dass ich da die Einzige bin. :grin:

Man sagt dazu auch “Hummeln im Hintern”, wenn man es positiv oder neutral ausdrücken möchte.

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Ich bin auch neugierig und gucke mir gerne Orte an.

Muss aber nicht so weit weg sein. Flüge nach Mallorca sind günstig? CO2-freie Flüge sind aber leider noch nicht erfunden. Ja, ich weiß, ich kann nervig sein.

Das Deutschland-Ticket ist auch günstig, und kennst du schon alle Endpunkte aller S-Bahn-Linien? :adxs_grins:

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Selbstverständlich habe ich das Deutschlandticket und bin damit auch im Lande unterwegs :relieved_face:

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Ja spontan mal paar Tage in den Harz oder an die Ostsee, sowas hat mich schon oft neu geerdet :two_hearts:

Ich empfinde das dann manchmal doch als etwas überfordernd. Zuhause bleiben ist “einfacher".

Es ging mir jetzt auch explizit nicht um Mallorca. Sondern, ja, um diese Hummeln im Arsch. Dabei ist es ja egal, wohin, aber es zieht mich fast immer weg.

Im Sommer zb. Da hat es mich in die Pyrenäen gezogen und ich hatte auch vieles geplant und das war nicht spontan. Aber hinter dieser ganzen Aufregung und dem Gedanken, losziehen zu müssen, waren mein Körper und mein Geist gar nicht stark genug dafür zu diesem Zeitpunkt. Das habe ich dann erst gemerkt, als ich mich dort in den Bergen befand und iwann einsehen musste, dass ich das unterschätzt habe. Ich hab dort viel geweint :relieved_face: weil ich es so sehr wollte, aber meine Kraft auf sämtlichen Ebenen nicht ausgereicht hat.

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Bei mir hat hatte sich der Urlaub im Februar von alleine erledigt und nächsten Februar kann ich leider auch nicht in Urlaub Fliegen. Ich finde das zwar schade doch och kann damit gut umgehen. Für den letzten Urlaub konnte und wollte ich meine schwer krebskranke Katze nicht bei meiner Katzenbetreuung lassen falls sie eingescvläfert werden müsste und gemeinsame Zeit war mir auch wichtiger.

Im Februar kann ich nicht fliegen weil Eva das wahrscheinlich nicht verarbeitet bekommt, meine neue Katze die sich sehr schwer eingelebt hat extrem sensibel ist und sich extrem an mich bindet das ich wenn ich bei meinen Eltern bin nicht mal 2 dtd einkaufen gehen kann ohne das es eskaliert weil ich nicht da bin.

Ist halt immer die Frage was das für Gefühle sind und was du versuchst du aktiv aktiv gegen den Impuls anzuaggumentieren (im Kopf)?

Ich hatte mal solche eine Phase mit Anfang 20 wo ich heute erst verstehe warum ich so biel unterwegs war, eigentlich nie zuhause war und ich war auch immer extrem unruhig. Ich hatte das nie verstanden und als „Eigenart“ hingenommen.

Ich weiß das ich vor mir und "meinem Leben quasi weggelaufen bin. Bei mir war das wirklich schlagartig weg und ich konnte plötzlich sehr gut mit mir auch alleine zuhause sein. Bei mir ist in einer Therapie der Grund dafür ans Licht gekommen, denn ich wirklich hartnäckig verdrängt und damit völlig vergessen hatte.

Gibt es bei dir ggf. auch einen möglichen Grund den du verdrängt/abgespalten oder dergleichen hast, der das auslösen könnte??

Wandern in den Bergen ist ja ein körperlich extremer Urlaub. Das war nie meins. Reisen bedeutet für mich neue Eindrücke sammeln. Durch Straßen oder Landschaften laufen. Mich in Cafés setzen. Menschen oder Tiere beobachten. Gespräche mit fremden Menschen.

Spontan zu reisen - das ist für mich soviel wie - Lebendigkeit. Wenn ich daran eines Tages die Lust verlieren sollte, wäre das ein sehr schlechtes Zeichen. Dann würde es mit mir zu Ende gehen, glaube ich ….

Der Reisende in mir sagt: tu es!

Der Linksliberale in mir sagt: nicht mit der Ryanair!

Der Ökofaschist in mir sagt: Fahr mit dem Zug! (zB nach Frankreich)

Kurzum: Tu es. Ich mach das auch öfter, allerdings mit dem Zug. Es ist so befreiend und hebt mir dir Laune. Nur kurz davor hab ich immer Angst, alleine zu reisen. Könnte ja sein, dass ich niemanden kennen lerne und nur im Hotelzimmer bleibe. Ist nur bisher noch nie passiert…

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Hört sich ein bisschen nach FOMO an. :face_with_tongue:

Also unter den Gegebenheiten dass du keine Verpflichtungen hast, die dich zurückhalten (liest sich zumindest so) und die körperliche Fitness hast, solche Reisen zu machen, würde ich es an deiner Stelle tun. Ich hab jung geheiratet und Kinder bekommen, und ich bin glücklich damit. Wäre es anders gekommen, würde ich gerne reisen, so wie du.

Bedingung wäre für mich an deiner Stelle dass es mich nicht in den Ruin treibt und finanziell angemessen ist. Wir haben eine Reisekasse, wo wir monatlich reinsparen. Das begrenzt das Urlauben (sind Camper) auf ein bezahlbares Maß. Das finde ich sehr hilfreich.

Hallo, mir kommt das durchaus bekannt vor. Nach dem Urlaub ist vor dem Urlaub :wink:. Ich bin dann auch immer sehr unruhig und recherchiere nach unserem nächsten Ziel. Das kann richtig Zeit fressen und ich steigere mich da auch regelrecht rein bis ich mir wie ein Suchti vor komme. Wenn dann alles fest steht und gebucht ist, falle ich auch ein bisschen in ein Loch, weil ich mir ja dann wieder was neues suchen muss, auf dass ich mich fokussieren kann. Mittlerweile denke ich, dass es auch wieder so ein ADS Ding ist. Ich brauche immer etwas was ich recherchieren kann, wenn ich Langeweile oder Aufschieberitis habe. :see_no_evil_monkey:

Dank meinem Schulkind bin ich dann allerdings immer an die Ferien und lange WE gebunden und unterliege dadurch nicht ganz so vielen Versuchungen und habe durchaus längere Vorfreude -Phasen. Mit dem Zuhause bleiben, statt zu verreisen, brauchte ich letztes Jahr mal. Wenn das Leben so stressig ist, das man nicht mehr genug Kraft für die schönste Jahreszeit hat, ist das eben so und ich konnte auch das sehr genießen. Das Portemonnaie hat das natürlich auch sehr gedankt, da muss jeder für sich abwägen, was man schafft, was man braucht und wie man das finanziell stemmt :wink:

Hallo ihr tollen fleißigen Bienchen :3

Mich hat die Menge an Antworten iwie total überfordert und ich konnte dieses Thema nicht mehr öffnen vom Kopf her :woozy_face:

Doch das tue ich noch, denn mich interessieren eure Ansichten :folded_hands:t2:

Ich kann aber schonmal sagen, dass ich mich gegen ein wegfahren/fliegen/hüpfen was auch immer entschieden habe, denn dieses Jahr soll im Zeichen vom Ankommen und “auch mal gut sein lassen” stehen. Ich weiß gerade nicht mehr, ob ich das Eingangs geschrieben hatte.

Ich wünsch euch einen gemütlichen Abend :dizzy::sparkles:

Hey, ich bin auch total reiselustig und kenne das Thema.

Hat bei mir schon früh angefangen: Meine Eltern (keine ADHS-ler) sind auch viel gereist und ich habe das quasi mit der Muttermilch aufgesogen. Fremde Länder und Kulturen haben mich schon immer fasziniert.

Ferien zu Hause verbringen ist für mich der Horror. Hab ich während meines Erwerbslebens nur während Corona mal machen müssen. Ich hatte mir dann vorgenommen, zu Hause viel zu erledigen; gemacht hab ich aber - NICHTS. Ausserdem war Kackwetter, man konnte also nicht mal hier Skifahren oder wandern.

Wenn ich verreise oder sonst irgendwas unternehme, bin ich nachher wirklich erholt.

Genau so geht es mir auch. Es gibt mir unheimlich viel. Oft bin auch körperlich sehr aktiv: vor allem wandern, aber auch Abenteuer-Sportarten, Tauchen, Fahrrad…

Ja. Das Recherchieren von neuen Reisezielen macht mir aber unheimlich Spass.

Mittlerweile ist mir natürlich klar, dass die “Hummeln im Hintern” auch mit meiner ADHS zu tun haben. Hier sehe ich aber die positiven Seiten davon: Die Neugier, die Offenheit, sich auf andere Gegebenheiten einstellen können…

Die Gelegenheit, zu reisen, sollte man nutzen - man weiss nie, wann man vielleicht gesundheitlich oder finanziell nicht mehr in der Lage ist dazu… Deshalb der langen Rede kurzer Sinn: Tu es!!

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