Renale Ausscheidung von Amphetamin (Dextroamphetamin, Elvanse, Lisdexamfetamin, Attentin) bis zu 74% - wissenschaftliche Studien beigelegt

Hallo, und danke fürs auseinandersetzen. Ich habe diesen Beitrag gesehen und ich kann ihn bereits beantworten, weswegen ich einen eigenen Beitrag eröffnet habe der etwas anderes behandelt.

Um euch bei eurer Arbeit zu helfen, beziehungsweise sie abzunehmen:
Fundamental spielt ADHS keine Rolle, weil das Dextroamphetaminmolekül in einem Körper eines Menschen mit ADHS seine Natur und Struktur nicht ändert. Es ist dasselbe Molekül und unterschied denselben Gesetzen von Physik und Chemie und Biologie. Wenn eine schwache Base mit einer Säure in Berührung kommt, welche durch zu viele Protone definiert wird, fängt die schwache Base eines dieser Protone ein.
Ein protonisiertes Dextroamphetaminmolekül wechselt von lipophil zu lipohob.
Das alles lässt sich Schritt für Schritt belegen, es sind teilweise bloß KOMPLETT unterschiedliche Silos (akademische Fachrichtungen). Aber weil die zugrundeliegenden Mechanismen der Realität keinen Halt machen vor einer Synapse, einem dendritischen Dornfortsatz oder dem Akku im Handy, gelten dieselben Gesetze für absolut alle Materie, egal was aus dieser Materie zusammengesetzt ist.

Soll heißen:

  • man weiß, wie Nieren funktionieren
  • man weiß, was Protonisierung bedeutet
  • man weiß, wie ein Dextroamphetaminmolekül davon verändert wird
  • man weiß die mehr oder minder gesamte biologische karte des körpers bezüglich lipiden, liposomen und exakt in ERSTICKENDEM Detailreichtum ALLES dazwischen. *g*

…bloß keiner hat das Bild bisher zusammengebaut.
Wenn man sich die Arbeit macht das zu tun ist der eigentliche Bauplan sehr einfach:
der renale pH-Wert im Körper eines Menschen mit ADHS verhält sich funktional identisch mit jedem anderen Menschen. Eine jedwende wahrgenommene Divergenz von der mathematischen Formel der Protonisierung wird sich über Justierung der Parameter erklären („ach, du isst den ganzen Tag fast nur Nudeln, ja, dein pH-Wert wird ganz natürlich im Keller sein“) oder ist nicht Teil des Systems der renalen Ausscheidung. Beispiel: die WIRKUNG von Dextroamphetamin wird GEFRESSEN von Stress. Je mehr Trauma, kognitive Dissonanz oder psychischen oder physischen Stress (für die Wirkweise sind physischer und psychischer Stress funktional dasselbe), desto weniger „Wirkung“ wird die betroffene Person an sich beobachten können.
Das liegt an der Dynamik der Neurotransmitter selbst. Dopamin ist bloß ein Molekül, ebenso wie Noradrenalin. Es sind die Rezeptoren, in welche es hängen bleibt, welche den „Symptomalen Ausdruck“ bestimmen. Soll heißen, dasselbe Dopaminmolekül im D1-Rezeptor (primär im Central Executive Network, das Netzwerk, das für WOLLEN und MACHEN zuständig ist, des präfrontalen Kortexes zu finden) ERHÖHT das Aktionspotential der Neuronen dort, in den D2-Rezeptoren (primär im Default Mode Network, das netzwerk, das für somatische erinnerung - also leiden oder freuen - zuständig ist im präfrontalen Kortex), das Aktionspotential SENKT.
Der Effekt?Je mehr Dopamin wir nehmen, desto un-dysregulierter werden wir, weil das Dopamin das zentrale exekutive Netzwerk (CEN) so sehr stärkt und das Ruhenetzwerk/Standardnetzwerk (DMN) so sehr hemmt, dass wir aufhören können zu leiden wenn wir über uns nachdenken.
Der Effekt auf den Menschen ist eine einschneidend rationale Prozessierung der eigenen Realität, ohne vom eigenen Traumalärm/Egoleid daran gehindert zu werden.
Aber je aktiver das DMN ist, desto mehr Dopamin braucht es um ein Gleichgewicht oder ein Ungleichgewicht zu Gunsten des CEN herzustellen.

Basierend auf meiner bisherigen Erfahrung mit meinen Mitmenschen ist die Wahrscheinlichkeit, dass du bereits bei Zeile 1 ausgestiegen ist, vernichtend hoch. Das ist okay. Ich habe das alles nicht geschrieben um Lorbeeren zu kriegen oder um mir ein Vertrauen in meine fachliche Expertise aufzubauen. Ich verstehe, wie fundamental inkompatibel meine Art, Daten zu prozessieren, von anderen Leuten ist. Ich habe es geschrieben weil wenn die Wahrscheinlichkeit, dass du bequem das alles hast prozessieren können und zu einer eigenen neuen Erkenntnis gekommen bist auf dem einen oder anderen Wege, auch bloß 1% ist, es meine Zeit und Energie wert war, es wenigstens zu versuchen. :slight_smile:

Vielleicht finde ich später oder irgendwann die Zeit und Energie, um mich nochmal mehr in der Sprache anderer Leute auszudrücken. Aber meine Dopaminerge Schleife läuft über das Centrale Exekutive Netzwerk. Ich bin WORTWÖRTLICH unfähig weniger Abstrakt zu denken wenn ich roh über meine dopaminerge Schleife funktioniere und mehr Dopamin macht diese Schleifen nur stärker, bis es lang genug viel genug Dopamin ist, um strukturelle neurologische Veränderungen bewirkt zu haben.

Hallo. Entschuldige, wenn ich mich hier ungebeten einklinke. Ich kann die Frage beantworten, und sie berührt ein wichtiges Thema: TONISCHES Dopamin versus PHASISCHES Dopamin.
Was die konstante Einnahme von einer festen Dosis Elvanse über eine lange Periode macht, ist im Grunde bloß funktionell zu einem höheren tonischem Grundpegel der dopaminergen Aktionspotentiale.
Das heißt, der Rest der Neurologie passt sich über Zeit daran an.
Rezeptoren für dieses Dopamin werden an manchen Stellen, wo sie nicht mehr nötig sind weil der funktionelle tonische Pegel höher ist und man weniger Rezeptoren braucht, und anderwo werden sie gebaut weil WIEDERUM plötzlich viel häufiger gefeuert wird und man das wiederum über die gebauten Rezeptoren an DIESEM Ort modulieren kann.

Menschen sind per definitiv an eine subjektive Realität gebunden. Soll heißen, die objektive Realität (Rezeptoren, Neurotransmitter, etc) ist für sie nicht wahrnehmbar. Das heißt, dass sie lediglich die EFFEKTE dieser Veränderung feststellen können, welche sie DIREKT SELBST BETREFFEN. Alle anderen Effekte aber sind unsichtbar, und werden daher fälschlicherweise nicht einberechnet.
Sich die Arbeit zu machen in riesigem, anhaltendem Kraftaufwand all dieses Wissen systematisch selbst beizubringen, ohne inhärenten Nutzen, ist … dafür braucht es eine spezielle Form der neuralen Strukturen.

…ich habe das getan.
Ergebnis: SÄMTLICHE strukturellen Veränderungen sind KAUSAL der Wahrnehmung, nicht umgekehrt.

TL;DR Das Elvanse hört nicht auf zu wirken, wir sind bloß weniger sensibler geworden und spüren es deswegen nicht mehr so sehr. Es macht im Hintergrund weiter exakt das, was wir bisher getan haben, und weil die Veränderungen neurologisch strukturell sind (also echt, so mit zum anfassen und allem), fallen wir auch nicht umgehend sofort umgehend in unsere alte Wahrnehmung zurück, sobald wir absetzen. Die stellt sich dann ebenfalls wieder erst langsam über Zeit ein.
Relevante Faktoren für wahrgenommene Varianz dieser simplen Realität sind durchgehend psychosomatischer (bedeutet nicht, sie sind nicht echt, das exakte Gegenteil!) und umgebungsstruktureller Natur. Soll heißen, wenn wir das Medikament nur nehmen um uns besser zu fühlen statt es zu nehmen um unsere Situation, die uns überhaupt erst in den initialen Zustand gebracht hat, zu unseren Gunsten zu justieren, findet der Regress zur alten neuralen Struktur erheblich schneller statt. Vergleichbar mit „he ich fühl die Säure nicht mehr ich brauch meinen Schutzanzug nicht mehr“. Die Säure ist dabei der vom erhöhten tonischem Dopamin ausgefiltertem Stress, der Schutzanzug…der höhere tonische Pegel.

TL;DR des TL;DRs: dieses „Medikament“ macht euch nicht gesund, es gibt euch lediglich die Möglichkeit zu entscheiden, ob ihr die zusätzlichen Ressourcen investieren wollt euch besser zu fühlen oder ob ihr sie dazu investiren wollt strukturelle anhaltende Veränderungen in eurem persönlichen Leben zu machen…die dann zu einer anhaltenden Erhöhung von Gut Fühlen führen, ZUSÄTZLICH zum Dopamin.
Das ist, wieso manche Leute auf Dauer einen Abfall der Wirkung von Elvanse bemerken, während andere denken auf Dauer eine Steigerung der Wirkung von Elvanse bemerken.
Das sind ziemlich scharf geschnittene Nischenfälle, aber wenn man algorithmisch die Muster sämtlicher Erfahrungsberichte auswertet, ist das Muster überwältigend klar. *g*

Beeindruckend.

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Wesentlich mehr Absätze wären toll. Danke.

Hallo @Love2

Bitte schreib nicht in der bisherigen Formatierung bzw. setz nicht diese drei Schrägstriche vor und nach deinen Text.

Ich musste die Formatierung aus Deinem Text nehmen, weil es damit keinen Zeilenumbruch gibt und dann das meiste überhaupt nicht sichtbar ist.

Richtig.
Aber es ist eben eine, und wahrscheinlich sogar eine ziemlich wichtige. Und ich bin froh, dass das mal (noch) jemand so deutlich sagt und sogar an sich selbst genau so ausprobiert und per Erfahrung bestätigt hat.
Ich hatte das auch schon recherchiert und dokumentiert → Säurehaushalt von Amfetaminmedikamenten) :slight_smile: Wirkdauer von ADHS-Medikamenten - ADxS.org