Ritalin Adult: Überdosiert nach 3 Std. | Tipps?

Hallo Leute,

ich nehme seit ca. 2 Monaten Ritalin Adult, bin gut eindosiert und hab grünes Licht für eine dreimalige Einnahme am Tag, um eine Wirkung bis abends zu haben. So weit so gut.

Jetzt zum Problem:

Morgens nehme ich eine 20mg Kapsel. Die Wirkung tritt nach 40 Min. ein und ist total gut. Das passt.

Sobald allerdings der retardierte Wirkstoff ab ca. 2,5/3 Std. ins Spiel kommt, isses überhaupt nicht mehr gut. Meine Symptome kommen zurück (überwiegend Erschöpfung) und dies hält dann locker 2 Stunden an, was total blöd ist.
Ich gehe davon aus, dass sich der retardierte Wirkstoff sozusagen auf den noch im Blut vorhandenen MPH-Spiegel draufsetzt und es unterm Strich einfach zu viel des Guten ist.

Jetzt könnte man denken: Nimm einfach 10mg als Einzeldosis morgens → Das ist definitiv zu wenig und ich habe keine Wirkung.

Kennt ihr dieses Phänomen und habt gute Strategien entwickelt, diesen „Überdosis-Peak“ zu dämpfen???

Danke euch und viele Grüße!

Vielleicht könnte das etwas für dich sein:
https://www.reddit.com/r/VyvanseADHD/comments/1kufrob/vyvanse_dosing_schedule_calculators/?utm_source=share&utm_medium=web3x&utm_name=web3xcss&utm_term=1

In den arbeite/lese ich mich gerade mehr ein um gut vorbereitet zur Ärztin gehen zu können

Entweder nur fast gut eindosiert, oder es liegt vielleicht einfach an anderen Faktoren außerhalb der Medikation.

Wenn du magst, schreib doch mal in chronologischer Reihenfolge einen typischen Tagesverlauf auf.

  • Schlafdauer
  • Andere Medikamente + Uhrzeit und Dosis (falls zutreffend)
  • Uhrzeit 1. Einnahme - Ritalin Adult 20mg
  • Uhrzeit 2. Einnahme + Dosis
  • Uhrzeit 3. Einnahme + Dosis
  • Frühstück, Mittagessen, Abendessen
  • Snacks zwischendurch
  • Trinkverhalten
  • Aktivitäten / Stresslevel zwischendurch
  • Pausen / Entspannungsübungen zwischendurch
  • Ob / wie sich das Wirkempfinden zwischen den Dosen verändert

Also quasi einfach mal einen Tag aus deinem Eindosierungstagebuch.

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Ich würde mich zwar SneedleDeeDoo anschließen für die Angaben, doch könnte ich mir vorstellen, daß du eher zu hoch dosiert bist.

Ich habe Ritalin auch genommen und da ich nur den Kapselinhalt wegen Magenbypass geschluckt habe brauchte es 2 bis 2,5 std bis Ritalin voll da war. Du hast einen normalen Magen da könnte es sich gut um diese Std. verschieben und ich schätze das ist der Peak, so nach 4 std hattd ich immer das Gefühl das die zweite Dosis flutet oder dich irritiert das anfluten.

Nimmst du Ritalin Adult oder Medikinet Adult?

Ich hab gestern in der SHG gehört weil es der gleiche Wirkstoff ist, das gedacht wurde beides sei das gleiche isz ist definitiv nicht sondern Welten dazwischen.

Coole Idee :slight_smile:

  • Schlafdauer: 23:15-06:30 Uhr, also ca. 7 Std.±

  • Andere Medikamente + Uhrzeit und Dosis (falls zutreffend): nein

  • Uhrzeit 1. Einnahme - Ritalin Adult 20mg: 07:00 Uhr nüchtern, ohne Frühstück

  • Uhrzeit 2. Einnahme + Dosis: 12:30 Uhr, 20mg

  • Uhrzeit 3. Einnahme + Dosis: 17:15 Uhr, 10mg
    → Zeit zwischen 1. und 2. Einnahme bewusst gestreckt, weil die 2. Dosis mit 20mg doch etwas zu stark wäre und es ja auch keine 15mg Kapseln gibt. So passt es aber eigentlich.

  • Frühstück, Mittagessen, Abendessen: Frühstück 10 Uhr, Mittagessen 13/14 Uhr, Abendessen: 19:30 Uhr

  • Snacks zwischendurch: Ganz verschieden, seitdem ich MPH nehme deutlich weniger, z.T. auch gar nicht.

  • Trinkverhalten: Regelmäßig Wasser, muss aber seit MPH schon darauf achten, da gelegentlich Mundtrockenheit und Verlangen allgemein abgedämpft ist. Kein Kaffee mehr, in Eindosierungsphase abgewöhnt und tatsächlich auch nicht mehr notwendig.

  • Aktivitäten / Stresslevel zwischendurch: mittags (in der Phase, in der ich aufgrund des vermuteten Überdosispeaks erschöpft bin, zum Glück in der Regel weniger Stress vorhanden, trotzdem isses sehr doof. Hab die Tage aber auch in einem stressigeren Termin genau das gleiche Wirkempfinden gespürt und während eines Gesprächs echt abgebaut…)

  • Pausen / Entspannungsübungen zwischendurch (An Ablenkungspausen mangelt es nicht. Aber in der Regel keine Spaziergänge o.Ä., auch keinerlei Entspannungsübungen)

  • Ob / wie sich das Wirkempfinden zwischen den Dosen verändert: Tatsächlich achte ich - warum auch immer - auf die Wirkung der ersten Dosis ganz besonders, vermutlich, weil die Kontraste da am stärksten wahrnehmbar sind. Durch deine Anregung nehme ich mir vor, auch gezielt auf mein Wirkempfinden nach der 2. und 3. Dosis zu achten.

Hast du denn aufgrund der von mir angegebenen Eckdaten schon eine Idee??

PS. Eine Kapsel wirkt ab Einnahmezeitpunkt ca. 5:15 Std.:Min

PPS. Hier noch einmal chronologisch dargestellt:

6:30 Uhr: Aufstehen
7:00 Uhr: 1. Dosis 20 mg Ritalin Adult (nüchtern, kein Kaffee)
10:00 Uhr: Frühstück
12:30 Uhr: 2.Dosis 20mg Ritalin Adult
13-14 Uhr: Mittagessen 13/14 Uhr
16 Uhr: Snacken
17:15: 3. Dosis 10mg Ritalin Adult
19:30 Uhr: Abendessen
23:15 Uhr: Ins Bett

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Es ist Ritalin Adult.
Für mich gibt es folgende Möglichkeiten:

  1. Wirkungseintritt der retardierten Dosis MPH könnte bei einigen Menschen zu einer leichten Überdosierung führen.

  2. Die ADHS-Symptome nach 2,5-3 Std. wären ein Wirkloch. Dann müsste es aber wenig später eigentlich wieder bergauf gehen, wenn die retardierte Dosis einsetzt.

  3. Nach 2,5-3 Std. kommt ein Rebound, was aber bedeuten würde, dass eine Kapsel Ritalin Adult insgesamt nur ca. 3 Std. wirkt!?

Da halte ich Möglichkeit 1 für am wahrscheinlichsten.

Schau mal hier der Verlauf auf der Grafik.

Diesen kleinen Kurve nach unten bis 4h konnte ich beim Ritalin Adult auch nicht so gut haben , ebenso die Spitze am Ende nicht.
Für mich war Medikinet Adult besser und seid kurzem ist es mit Concerta auch noch besser .

Folgendes könntest du noch versuchen .

  • Teste mal wie es ist , wenn du ausreichend zur Einnahme frühstückst.
  • Nimm mal Traubenzucker sobald du merkst , dass es schlechter wird, oder kurz vorher
  • zeitgleich noch was unretradiertes morgens zu nehmen wäre auch noch eine Möglichkeit
  • Oder Präparat wechseln

Die Uhrzeiten für’s Abendessen in der Tabelle und im Beispiel-Tagesplan kannst du ignorieren.

Die Beispiele bezüglich Frühstück, Mittag und Zwischenmahlzeiten sind halt auch bloß Beispiele, aber möglicherweise schon auch sinnvoll.

Die Einnahme-Intervalle der 3 Dosen würden meiner Meinung nach die Hauptrolle spielen.

Da ein wenig Finetuning (Einnahmezeit der 2. + 3. Dosis vorverlegen) und bissl Proteine, Ballaststoffe und Komplexe Kohlenhydrate im Tagesverlauf einbauen - dürfte schon den Unterschied ausmachen :crossed_fingers:t2:

1. Pharmakokinetik von Ritalin Adult
  • Sofortwirkende Komponente „IR“ (Immediate Release) (50 %): Pellets lösen sich sofort im Magen auf.

    Die maximale Plasmakonzentration (Tₘₐₓ) wird nach etwa 2 Stunden erreicht, die Eliminationshalbwertszeit liegt bei 2–3 Stunden, also therapeutische Wirkdauer der IR-Komponente in der Regel ~3 Stunden.

  • Verzögert wirkende Komponente „ER“ (Extended Release) (50 %): Enterisch beschichtete Pellets passieren den Magen intakt und lösen sich im Dünndarm nach ca. 3–4 Stunden gleichzeitig auf. Dies führt zu einem zweiten Wirkspitzenwert etwa 4-5 Stunden nach Einnahme.

  • Gesamtdauer: Das biphasische Profil ergibt im Idealfall eine Wirkdauer von insgesamt etwa 8 Stunden pro Einnahme.

    Wobei man hier eben bedenken sollte, dass die Plasmakonzentration von MPH aufgrund der kurzen Halbwertszeit zum Ende der Wirkkurve hin schnell abfällt, weswegen viele Betroffene eine therapeutische Wirkdauer von eher nur 5-6h berichten. Danach ist die Plasmakonzentration in der Regel schon zu stark abgesunken → Rebound-Effekte setzen ein (individuell unterschiedlich und auch dosis-abhängig).

2. Aktueller Einnahme- und Symptomverlauf
  • 07:00 Uhr – 20 mg (nüchtern): IR-Komponente sorgt bis ~09:00 für gute Symptom Kontrolle. Danach fällt der Plasmaspiegel zunächst etwas ab, bevor die ER-Komponente sich im Darm aufgelöst hat und wirksam wird (-> siehe Grafik oben im Kommentar von Nelumba)

  • ≈ 09:30–11:30 Uhr – Rebound-Phase: Plasmatief (während des Abfalls der IR- Komponente und Einsetzen der ER-Komponente) → subjektive Erschöpfung über ≈ 2 Stunden möglich.

  • Zweite Dosis um 12:30 Uhr: IR-Peak erst gegen 14:00 → schließt also das Tief nach dem IR-Peak der ersten Dosis nicht. ER-Peak der zweiten Dosis dann gegen ~17:30

  • Dritte Dosis um 17:15 Uhr (10 mg): IR-Peak gegen ~18:30, ER-Peak gegen ca. 20:15.

    Da die dritte Dosis niedriger ausfällt, sind die Peaks entsprechend auch niedriger. Die Wirkkurve wird also weniger stark wieder angehoben, als bei 20mg zuvor. Das ist aber sinnvoll, weil der Körper zum Ende des Tages hin dadurch sanfter entwöhnt wird → mildert idealerweise Rebound-Effekte.

3. Optimierungsvorschläge
Bereich Konkrete Anpassung Erwarteter Effekt
Mahlzeit-Timing - 07:00 – 20 mg 30–45 Min. vor kleinem Frühstück (z. B. Joghurt, Obst) - Verzögert Sofortpeak leicht; verschiebt Verzögert-Freisetzung um ~0,5 Std.
Snack 1 - 09:00 – kleiner Protein-Snack - Füllt Energieminimum während des Sofortwirk-Abfalls
Zweite Dosis - 11:00 – 20 mg (statt 12:30) - IR-Peak ≈ 12:00; Verzögert-Freisetzung ab 14:00; schließt das frühe Tief
Mittagessen - 11:45–12:00 (30 Min. nach 2. Dosis) - Dämpft den Verzögert-Peak der 11:00-Gabe, glättet das Konzentrationsprofil
Snack 2 - 14:30 – kleiner Snack (Protein + langsame Kohlenhydrate) - Stützt Energielevel zwischen Verzögert-Peak (2. Dosis) und 3. Dosis
Dritte Dosis - 16:00 – 10 mg (statt 17:15) - IR-Peak ≈ 17:00; Verzögert-Peak ≈ 19:00; verkürzt Überlappung mit Schlaf
Abendessen - 16:30–16:45 (30 Min. nach 3. Dosis) - Dämpft den Verzögert-Peak um 19:00, fördert sanfteres Ausklingen
Bewegung & Pausen - Spaziergang/Dehnübungen 10:30–11:00 & 13:00–13:30 - Fördert Durchblutung, reduziert subjektive Erschöpfung
Flüssigkeitszufuhr - Regelmäßig kleine Wassermengen, besonders in Rebound-Phasen - Lindert Mundtrockenheit, unterstützt kognitive Leistung
4. Beispiel-Tagesplan
  • 07:00 – 20 mg Ritalin Adult
  • 07:30 – Frühstück
  • 09:00 – Snack 1
  • 11:00 – 20 mg Ritalin Adult
  • 11:45 – Mittagessen
  • 13:00 – Bewegungspause
  • 14:30 – Snack 2
  • 16:00 – 10 mg Ritalin Adult
  • ab 17:00 – Abendessen
  • ab 19:00 – ruhige Abendaktivität, Schlafvorbereitung
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@SneedleDeeDoo :
Super, vielen lieben Dank dir, das ist ja mal eine richtig ausgetüftelte und gut fundierte Strategie!!
Echt richtig toll.

Steckt hinter diesem Vorgehen die Annahme, dass die Verstoffwechselung , bzw. die Aufnahme und Abgabe des MPH viel mehr von beeinflussbaren Faktoren abhängt (z.B. gut getimter Nahrungsaufnahme) als von der Genetik/dem eigenen Stoffwechsel?

PS. Das von dir vorgeschlagene Muster sieht dann also so aus:

  1. Einnahme der Kapsel
  2. Snack ca. 30 Min. danach.
  3. Snack während d. IR-Peak-Abfalls
  4. Bewegung

bzw.

  1. Einnahme der Kapsel
  2. Snack ca. 30 Min. danach
  3. Bewegung
  4. Snack zwischen ER-Peak und nächster Dosis

Passt das so?

PPS. Was ich aber gerade noch nicht raffe:

  1. Dosis 7:00
  2. Dosis 11:00

Kommt sich da trotz Essen & Bewegung nicht das ER-Peak Dosis 1 nicht mit dem IR-Peak Dosis 2 (11:00 Uhr) in die Quere??

Du kannst es natürlich ohne Bewegung handhaben und musst da keine Zappeleien veranstalten :grinning_face:

Bewegung ist zwar nie verkehrt, aber würde mich da erstmal rein auf Energielevel / Nährstoffversorgung und Wirkung der Medikation fokussieren.

Die Einnahmezeiten sind ja auch erstmal wieder nur Beispiele und individuelle Faktörchen können auch noch dazukommen. Es ist ziemlich schwierig, da alle Faktoren bei einer Simulation zu berücksichtigen.

Hier mal ein Beispiel Szenario

Die Simulation zeigt den Tagesverlauf bei Einnahme von
• 20 mg um 07:00
• 20 mg um 10:30
• 10 mg um 15:30

Damit sollten die „Tiefs“ zwischen IR-Abfall und ER-Anstieg effektiv abgefangen werden:

  • Zwischen 08–12 Uhr bleibt die Konzentration ≥ 4 ng/mL.

  • Zwischen 12–16 Uhr bildet sich ein sanfter Peak um 16 Uhr, statt einer scharfen Wirkspitze um 14 Uhr.

  • Nach 16 Uhr verhindert die (niedrigere) 10 mg-Dosis ein zu starkes Tief und die Kurve sinkt bis zum Abend moderater ab.

Dieses Timing dürfte ein deutlich gleichmäßigeres Wirkprofil über den Tag ergeben.

Vielleicht zunächst das mit den ersten beiden Dosen austesten.

Oder eben doch gleich mit 3 Dosen austesten.
Dann aber den Fokus auf Dosis 1 + 2 legen und den Einnahmezeitpunkt der Dosis 3 davon abhängig machen, wie du dich nach Einnahme von Dosis 2 fühlst.

Bist du nach der Einnahme von Dosis 2 in den nächsten paar Stunden eher drüber, dann die 10mg später einnehmen.
Dann müsste man in den Folgetagen an Dosis 2 herum-optimieren (Dosisstärke auf 10mg reduzieren und/oder zeitlichen Abstand zu Dosis 1 anpassen).

Fühlt es sich nach Dosis 1 + 2 aber passend an, dann stimmt sowohl die Dosisstärke 20mg, als auch der zeitliche Abstand zueinander. Dann würde ich die 10mg wie im Beispiel einnehmen und ab da den Rest des Wirkverlaufs bis zum Abklingen der therapeutischen Wirkung weiter beobachten.

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Unglaublich :smiley:
Wie machst du diese Simulationen?

Könntest du mir vielleicht eine Simulation mit folgenden Einnahmen generieren?? War so ein Gedankenspiel:

7:00 Uhr 20mg

9:30 Uhr 10mg

15:45 Uhr 20mg (bzw. alternativ 10mg)

18:00 Uhr 10mg

Was käme da denn raus?:smiley:
Ich weiß zwar nicht, ob ich was für dich tun kann, würde mich aber sehr freuen, wenn du das einmal durch dein Simulationstool jagen könntest!

Lange Geschichte.

So wäre es rechnerisch zumindest am glattesten.

Aber Ich würde den Wirkstoff nach hintenraus lieber sanft abbauen lassen, statt auf und ab. Man will ja auch nicht bis ~Mitternacht zu viel Restwirkung haben

So irgendwie 🙈

import numpy as np
import matplotlib.pyplot as plt

Finales 3-Kompartiment-Modellparameter

dose = 20.0 # Basisdose 20 mg
ka_sf = 2.0 # IR-Absorptionsrate (1/h)
ka_vf = 0.5 # SR-Absorptionsrate (1/h)
Tlag_vf = 4.0 # Lag-Time für SR (h)

ke = np.log(2) / 2.0 # Eliminationsrate (t1/2 = 2 h)
k12 = 1.0 # Zentral → Peripher 1
k21 = 0.5 # Peripher 1 → Zentral
k13 = 1.0 # Zentral → Peripher 2
k31 = 0.02 # Peripher 2 → Zentral

Vd = 185.0 # L

Zeitraster (0–18 h)

dt = 0.01
t = np.arange(0, 18 + dt, dt)

Simulationsfunktion

def simulate(frac_sf, frac_vf, dose_amount):
Ag_sf = dose_amount * frac_sf
Ag_vf = dose_amount * frac_vf
Ac, Ap1, Ap2 = 0.0, 0.0, 0.0
C = np.zeros_like(t)
for i, ti in enumerate(t):
abs_sf = ka_sf * Ag_sf
abs_vf = ka_vf * Ag_vf if ti >= Tlag_vf else 0.0
Ag_sf -= abs_sf * dt
Ag_vf -= abs_vf * dt

    elim = ke * Ac
    d12 = k12 * Ac
    d21 = k21 * Ap1
    d13 = k13 * Ac
    d31 = k31 * Ap2

    Ac += (abs_sf + abs_vf + d21 + d31 - elim - d12 - d13) * dt
    Ap1 += (d12 - d21) * dt
    Ap2 += (d13 - d31) * dt

    C[i] = (Ac / Vd) * 1000  # mg/L -> ng/mL
return C

Kalibrierung an PZ-Kurve (20 mg)

C_ir_20 = simulate(0.5, 0.0, dose)
C_sr_20 = simulate(0.0, 0.5, dose)

IR-Peak 1.3 ng/mL bei 2 h

scale_ir = 1.3 / np.interp(2.0, t, C_ir_20)

SR-Peak 8.0 ng/mL im Fenster [4.5,7.0] h

mask_sr = (t >= 4.5) & (t <= 7.0)
scale_sr = 8.0 / C_sr_20[mask_sr].max()

Einzelprofile erstellen

C_single_20 = scale_ir * C_ir_20 + scale_sr * C_sr_20
C_single_10 = 0.5 * C_single_20 # Halbierte Kurve für 10 mg

Dosierung 20-10-20-10 (07:00, 10:30, 14:00, 17:30)

dose_times = [0.0, 3.5, 7.0, 10.5] # Stunden nach 07:00
dose_amounts = [20.0, 10.0, 20.0, 10.0]

Kumulierte Konzentrations-Zeit-Kurve

C_multi = np.zeros_like(t)
for dt_rel, amt in zip(dose_times, dose_amounts):
profile = C_single_20 if amt == 20.0 else C_single_10
C_multi += np.interp(t - dt_rel, t, profile, left=0, right=0)

Plot

plt.figure(figsize=(8, 4))
plt.plot(t + 7, C_multi, color=‚orange‘, lw=2)
plt.xlabel(‚Uhrzeit (h, lokal)‘)
plt.ylabel(‚Plasmakonzentration (ng/mL)‘)
plt.title(‚Simulierter Tagesverlauf: 20 mg um 07:00,\n10 mg um 10:30, 20 mg um 14:00, 10 mg um 17:30‘)
plt.grid(True)
plt.tight_layout()
plt.show()

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Man kann GPTs für solche Simulationen verwenden.

Mit „Erstelle mir mal eine Simulation von Ritalin Adult 20-20-10 bei Einnahmezeit XYZ…“ kommt man aber nicht weit und bekommt den größten Bullshit zurück :see_no_evil_monkey:

Das geht leider nur mit genauen Angaben aus Fachinfos und Bioverfügbarkeitsstudien, Analysen von Kurven etc. - und dann kommt man immer noch nicht wirklich weit und bekommt seltsame Ergebnisse zurück. Ohne bissl intensives Einlesen könnte man die Ergebnisse dann leider auch nicht mal annähernd prüfen und sich mit der KI verbal fetzen, weil sie hier und da mal was nicht beachtet, oder man es ihr mal wieder zu ungenau vorgegeben hat :confused:

Versuch mal die Generica vom Ritalin.
Bei mir funktioniert das retardierte Methylphenidat von Ratiopharm am besten.
(Keine Peaks bei der Freisetzung der zweiten Ladung).
Bzw. funktioniert alles besser als das „original Ritalin“.
In der Apotheke weigere ich mittlerweile Ritalin anzunehmen, denn mein Doc verschreibt mir, auf meinen Wunsch, explicit Ratiopharm.

Ich hoffe ich klinge jetzt nicht wie die Ratiopharm Zwillinge aus der Werbung.

Ah okay, danke dir für den guten Hinweis!
Wie verhält sich das Ratiopharm-MPH bei dir in Bezug auf das mögliche Wirkloch zwischen der sofort und der später freigegeben Dosis?

Danke dir nochmal!

Habe den ganzen Code (heißt das so?) heute mal bei Chat GPT reingeschmissen und etwas herumprobiert: sehr sehr cool in Kombi mit KI, wirklich!

Deine Antworten haben mir total neue Erkenntnismöglichkeiten gegeben und vielleicht ja auch anderen hier im Forum. Großes Kino😊

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Ah okay, danke dir für den guten Hinweis!
Wie verhält sich das Ratiopharm-MPH bei dir in Bezug auf das mögliche Wirkloch zwischen der sofort und der später freigegeben Dosis?

Ich komme smooth vom Anfang bis zum Ende der Wirkdauer (bei mir 4,5-5std) ohne das ich auch nur den Hauch von einem Peak oder Loch spüre.