Schlafmangel: eure Symptome und erste Hilfe?

Hallo alle zusammen

Mich würde total interessieren, wie sich Schlafmangel bei euch bemerkbar macht. Und, welche Erste Hilfe Tipps ihr habt, wenn die Situation mal entsteht.

Ich (ADHS, seit paar Monaten 30mg Elvanse und zufrieden damit) habe jetzt über mehrere Tage keine 8 Stunden schlafen können, eher 6-7. Heute war ich morgens komplett aufgedreht, geredet wie ein Wasserfall, von einem Thema zum andren gesprungen, Leute unabsichtlich unterbrochen.
Gegen Nachmittag dann ging es rapide bergab, auf Arbeit prokrastinierte ich, versuchte es mit Kaffee aber ohne Erfolg. War leicht reizbar. Nun zu Hause fühl ich mich leicht depressiv.
Ein ähnliches Muster hab ich bei Schlafmangel immer. Habe das Gefühl, das Elvanse wirkt an den Tagen auch nicht so gut.

Klar, regelmäßig schlafen ist die Lösung, was ich idR gut hinbekomme.

Habt ihr Tipps, wie man solche Tage übersteht und die Symptome etwas reduzieren kann?

Liebe Grüße

Also bei mir sind meine sonstigen Symptome deutlich verstärkt.

Bin total verpeilt. Kann mir nichts merken, mich nicht konzentrieren. Bin eher gereizt. Hab Hunger/ Appetit auf ungesundes und Süßes.

MPH und Kaffee helfen dann auch nicht gut. Kommt auch darauf an ob es nur ein Tag mit Schlafdefizit ist oder mehrere.

Finde auch das Buch von Matthew Walker dazu total interessant. Seit ich das gelesen habe trage ich meine Apple Watch nachts um meinen Schlaf zu tracken und achte mehr darauf.

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An solchen Tagen vielleicht etwas höher dosieren?

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Moin @Polly86

Versuche auch eigentlich auf so 7-8h zu kommen, realistisch sind es zur Zeit jedoch maximal um die 6h. Und das inkl diverser Unterbrechungen.

Bin dadurch eigentlich Dauer Erschöpft und funktioniere nur noch.

Befeuert halt zusätzlich die Depressionen.

Konzentration ist merklich schwieriger, wodurch ich bei diversen Sachen deutlich länger brauche.
Immer vorausgesetzt dass ich das dann auch fehlerfrei auf die Reihe bekomme :man_shrugging:

Hab die Erfahrung gemacht, dass Lavendelöl auf dem Nachttisch sich positiv auswirken kann.
Hab’s deswegen grad wieder ausgetauscht :wink:

Dank dem Elvanse merke ich aber deutlicher meine Grenzen und mache etwas mehr Pausen.

Ist also nicht alles schlecht.

So, apropos schlafen…
Das werde ich jetzt mal in Angriff nehmen :innocent:

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Schlaf ist bei mir auch ein leidiges Thema (sieht man auch an der Uhrzeit zu der uch gerade schreibe)
Ich hab echt schweirigkeiten Abends den Absprung ins bett zu schaffen. Ich versuch dann im Haushalt noch sachen zu schaffen, die tagsüber hinten runter gefallen sind, oder fall in ein social media loch.
Dann wirken die Medikamente je nach Zyklusphase unterschiedlich und lassen mich manchmal nicht einschlafen oder super früh nervös aufwachen, obwohl ich sie meistens zur selben Zeit nehme. Ich komm im schnitt auf 6 Stunden schlaf, brauche aber 8 um nicbt völlig neben der Spur zu sein. Da ist es bei mir wie oben schon erwähnt auch nur noch ein „funktionieren“ und die medikamente helfen dann nur noch beim wach bleiben, aber konzentration ist schwierig und ich bin wieder reizempfindlich. Ein richtiger Teufelskreis :frowning:

Ich glaub mit sport und besserer schlafhygiene und weniger displayzeit und rauchen aufhören könnte ich da schon viel bewegen, aber mir fehlt der Antrieb diese Themen anzugehen weilbich städnig erschöpft bin und dann nicht noch mehr haben will woran ich arbeiten muss bzw eine leistung erbringen muss. Auch wenn mir das ja helfen würde. Aber es fühlt sich gerade super anstrengend an das anzugehen.
Ich hoffe ich komm da bald mal einen schritt voran

Ich nehme momentan vorm einschlafen vitamin C (ja 2 stunden vorher in der hoffnung, dass es die medis eindämmt), und direkt vorm augen zu machen Magnesium, Melatonin und Lasea. Damit fahr ich ganz ok und die Nächte in denen ich wirklich Stunden wach liege und nicht wirklich einschlafe haben sich zumindest etwas reduziert

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Tausend Dank für eure Antworten!

Besonders interessiert mich: wie kann man einen Schlafmangeltaf besser durchstehn?

Jetzt ganz ernsthaft:
Mir hilft immer wieder frische (bevorzugt (Eis)kalte) Luft und immer wieder etwas bewegen.

Wärme ist in dem Fall kontraproduktiv, da ich sonst erheblich müder werde.

Von Koffein halte ich für mich absolut nichts, Tee ist so eine Sache.
Darf halt nicht die Medikamentenwirkung beeinflussen.

Ja, stimmt. Da ich in meinem Job ständig Action habe und rumrenne (Intensivstation) gehts. Sobald ich mich hinsetze und nix spannendes los ist - bricht alles zusammen :sweat_smile::grin:

Wenn ich in meinem Job übermüdet bin, ist das Fehlerpotential massiv gesteigert.
Sitzende Tätigkeit :man_shrugging:

Und dann finde am Folgetag den Fehler im Code den du wegen Übermüdung irgendwo eingebaut hast… :no_mouth:

Autofahrer, die ein Schlafdefizit haben bauen genauso viele Unfälle wie Betrunkene. Sind selbst und fremdgefährdend.

Ich suche mal die Studien raus. Das fand ich wirklich erschreckend, das es so gravierend ist.

Also - ADHS wurde dabei nicht berücksichtigt. „Normale“ funktionieren müde auch nicht gut.