Schlafmedikation

Hi Leute, ich bin’s mal wieder ^^

Ich bin nun seit knapp einem Monat auf Elvanse und kann bis dato (zumindest abgesehen von der ersten Woche Eindosierung) fast nur positives Berichten! Bekomme morgens nun 30mg und Nachmittags (natürlich off Label) nochmal 10mg und fahre damit bis dato echt gut!

Nun das Problem: Ich habe früher, jahrelang, vor der ADHS Diagnose trimipramin bekommen, weil ich schon IMMER extreme Schlafprobleme habe. Einschlafen, durchschlafen, hat bei mir noch nie, auch als Baby und Kind nie funktioniert. Seit ich Elvanse nehme, kann ich zwar echt gut einschlafen, was mich schon echt überrascht hat! Trimipramin habe ich irgendwann vor einigen Jahren abgesetzt, weil Cannabis bei mir weniger Nebenwirkungen hatte und ich Trimipramin mit Cannabis einfach nicht mehr gebraucht habe. Mit dem Kiffen habe ich nun auch nach Jahrelangem Konsum vor genau 4 Wochen komplett aufgehört, ersten 2 Wochen waren echt scheisse. Nun hat sich mein Körper aber ganz gut eingependelt und mir gehts recht gut, außer dass ich halt einfach mein altbekanntes Schlafproblem bekomme und bis dato keine einzige Nacht durchgeschlafen habe. Natürlich ist das teilweise auch der Entzug, aber ich kenne meinen Körper recht gut, und weiß, dass sich meine Schlafprobleme wahrscheinlich erstmal nicht so schnell ändern werden.

Trimipramin habe ich nun seit 1 Woche wieder angesetzt, bin davon aber am nächsten Tag ultra matsche, habe beim einschlafen und beim Aufwachen nen schnellen Herzschlag (kenne ich auch von früher) und fühle mich trotz Trimipramin einfach krass Schlafentzogen. Hab schon fast alles ausprobiert (Zolpidem, CBD, Melatonin 3mg, Promethazin) und bin nun etwas überfragt. Der Schlafentzug stellt sich meiner Therapie und der eigentlichen Elvanse Wirkung etwas in den Weg. Habt ihr irgendwelche Mittelchen, die erstmal für den längeren Zeitraum eingesetzt werden können und sich mit Elvanse gut vertragen? Habe das Gefühl, mein Arzt ist mittlerweile bereit mir alles zu verschreiben ohne über Wechselwirkungen nachzudenken.

Vielen Dank schon einmal! Liebe dieses Forum, ihr habt mir schon ordentlich geholfen <3
Greets, Jonussy

Moin,

Ich würde es vielleicht eher nicht auf den Entzug des Cannabis schieben. Kann zwar nach jahrelangem Konsum etwas länger dauern (je nachdem, wie viel am Tag), aber nach knapp 9 Monaten bei 1-1,3g / Tag im Rahmen einer offiziellen Therapie war das bei mir nach den ersten 2 Wochen eigentlich gegessen.
Da schwitzte ich dann nachts auch schonmal ordentlich und wachte morgens mit einem “nassen“ Shirt auf.

Der Schlaf hat sich dann auch in den 2-3 Folgemonaten bis zur Diagnostik nicht verändert.

Beim Elvanse dann aber.

Probleme mit dem Einschlafen hatte ich in der ersten Woche auf 30mg. Da half dann Melatonin schon mal. Nach dieser einen Woche klappte es super, aber die Schlafdauer war allgemein auf nur 5-7h verkürzt. Musste hier auch nachts schonmal aufs Töpfchen.

Mit 50mg klappt das Einschlafen weiterhin gut.
Laut Fitness Uhr haben sich aber die Tiefschlaf Phasen dadurch nochmal etwas verkürzt.
Dafür eben längere Leichtschlaf Phasen.

Tagsüber muss ich spätestens alle 2h aufs Klo. Ich trinke aber auch stündlich (Wasser, Tee, mal einen Kaffee) und komme locker über 2,5 Liter am Tag.

Nachts muss ich oft 2-3 mal raus zum Klo.
Da werden wahrscheinlich die letzten Reste abgebaut, oder ich trinke einfach auch zu viel und zu spät noch.

Kann mich aber nach einem Toilettengang gleich wieder hinlegen und weiß beim Wecker Klingeln oft nichts mehr davon. Ich sehe es dann nur am Schlaf Tracking.

Ist das bei dir auch der Grund, oder wirst du einfach nur wach und kannst dann wegen Gedankenkreiseln oder sowas nicht mehr einschlafen?

Von AD und Schlafmittelchen (ausser mal Melatonin zum Einschlafen) würde ich mich liebend gern fern halten. Schlaf ist aber natürlich auch leider sehr wichtig.

Ich achte tagsüber darauf, öfter mal ein Päuschen einzulegen und zur Not gibts mal einen Powernap von 20-30 Minuten, aber bzgl. Schlafdauer in der Nacht könnte ich ruhig noch etwas Finetuning vertragen.

Hi! Ja ich denke auch, dass das nicht nur der Cannabisentzug ist, da ich die Probleme ja auch vor dem Konsum bereits schon immer hatte.

Lustig, ich muss auch mindestens alle 2 Stunden auf Toilette und vor allem abends, wenn die Wirkung aufhört, teilweise alle 20-30min einmal.
Einschlafen kann ich nur nicht, wenn ich schon im Rebound bin, da meine Gedanken dann rumkreisen, wenn ich die Elvanse aber gut time, dann kann ich eigentlich ohne Probleme einschlafen.
Warum ich nachts aufwache, kann ich garnicht genau sagen. Muss nicht auf Toilette (nur selten) und meine Gedanken kreisen auch nicht wirklich, kann auch immer gut wieder einschlafen, auch wenns mal n paar Minütchen dauert. Keine Ahnung, werde einfach immer mindestens 2x (manchmal auch 4-5 mal) in der Nacht wach. Hab das Gefühl einfach einen seeehr leichten Schlaf zu haben und garnicht richtig tief schlafen zu können. Hab morgens auch nie das Gefühl, ausgeschlafen zu sein.

Habe mittlerweile auch eine gute ‚zu Bett geh‘ Routine, die schon fast autistisch ist, ohne gehts bei mir kaum.

Momentan kann ich halt noch ein wenig rumexperimentieren, da ich gerade nicht Vollzeit arbeite, das wird sich aber in 2 Wochen ändern und in diesem Zustand wird Vollzeit arbeiten doch etwas zur Challenge :smiley:

Konsumierst du abends noch 1g Cannabis im Rahmen einer Therapie, oder hab ich das falsch verstanden?

Lieben dank aber schonmal für die Rückmeldung, tut gut sich auszutauschen :slight_smile:

Hi @jonussy,

Die Durchschlafprobleme kenne ich nur zu gut. Leider kann ich dir keine wirklich Lösung anbieten.
Bin aktuell auch auf Elvanse. Die Probleme hatte ich aber bereits davor. Habe aber das Gefühl, dass ich mit Elvanse weniger tief schlafe und vor allem in der zweiten Nachthälfte keinen tiefen Schlaf mehr habe.
Zeitweise hilft Melatonin um die Einschlafzeiten zu verkürzen. Den Schlafmitteln (Mirtazapin & co) habe ich abgeschoren. Der Schlaf war super aber ich war am nächsten Morgen einfach viel zu benebelt.
Zeitweise probiere ich es mit Einschlafmusik. Und ja es gibt wenige Nächte wo ich richtig tief und entspannt schlafe, aber wie ich zu der Entspannung komme kann ich dir nicht sagen.
Versuche mit Achtsamkeit und Meditation brachten kurzfristig Erfolge aber auf Dauer bin ich wohl zu wenig konsequent.

Im Forum ist immer wieder zu lesen, dass eine kleine Dosis (1/3 einer üblichen Einzeldosis) MPH manchen hilft leichter einzuschlafen (reduziertes Gedankenkreisen). Steht noch auf meiner TODO Liste :slight_smile:

Lg, tom

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Joa, tagsüber ist halt manchmal einfach Pulleralarm angesagt :smile:

Nee, die Cannabis-Therapie habe ich 2-3 Monate vor der Diagnostik freiwillig beendet.

Zum Einschlafen wurden mir für abends 0,3g Bubba Kush verschrieben. Nach 1-2h guter Laune hatte mich das dann fein ausgeknockt und konnte super schlafen.

Für tagsüber hatte ich verschiedene antriebssteigernde Sativa Sorten probiert, weil ich damit arbeiten können musste und dann auch mehr auf Terpene Profile geachtet. Die wirkten bei mir komischerweise alle ähnlich wie Elvanse heute :man_shrugging:

Die letzte Tagesdosis hatte dann aber einen umgekehrten Effekt, so dass ich für abends kein Indica mehr brauchte. So konnte ich auch die Kosten (Privatrezept) etwas drücken und kam mit 30g / Monat gut hin. War ja trotzdem teuer genug, aber wars mir wert, weil Antidepressiva nie diese Erfolge gebracht haben :see_no_evil:

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Ja das scheint wohl recht häufig der Fall zu sein, dass Elvanse den Schlaf verschlechtern kann… Ohne wäre es dann ja auch wohl zu gut um wahr zu sein :smiley:

Meditation etc habe ich auch Jahrelang aktiv gemacht, hat mir beim ein und durchschlafen aber leider auch garnicht geholfen. Denke mein ADHS ist dann doch etwas zu dolle, um nur mit Mediation über die runden zu kommen. Yoga mache ich aber immernoch regelmäßig, das hilft mir schon, um mich n bisschen mehr in der ‚Mitte‘ zu fühlen.

Das mit dem MPH wollte ich auch nochmal ausprobieren, oder anstatt der 2. Elvanse Dosis eine Dosis MPH zu nehmen, da ich von MPH nach 3-4 Stunden immer ultra fertig bin. Steht bei mir auch noch auf der To-Do ^^
Ich werde berichten! :slight_smile:

Ahh okay ich verstehe! Habe das ne Zeit lang genauso gemacht wie du, da hatte ich aber noch den Vorteil in Spanien zu leben, wo das ganze ja legal und auch recht günstig war ^^

Sehe Cannabis für mich aber nicht mehr als Option, eventuell nur in Notsituationen und unter Ärztlicher Aufsicht.

Danke für die Rückmeldung! Wenn ich was gefunden habe, was mir gut hilft, gebe ich nochmal ne Rückmeldung :slight_smile:

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Schafmedikation ist ja süß;-)
Ich änder das mal sb, damit es suchmaschinenfindbar wird.

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Melatoninspray aus der Drogerie könnte einen Versuch wert sein.

Ansonsten schau mal hier:

Oh ups! Das war natürlich Absicht :wink:
Dankee! Schaue morgen nochmal in der Drogerie, sind die höher dosiert als die Tablets?

Neeeeeiin! Ich hatte mir den Thread extra gebookmarked, um als Schlafmedikation hier Schafe zu zählen. :sheep: :sheep: :sheep:

Je Sprühstoß 0,5 mg. Bei unter 2 mg empfohlener Dosis rezeptfrei.
Bei mehr besser Arzt fragen. Bis 6 oder 8 mg hab ich schon gehört (ärztlich begleitet).

Hi Leute, kleines Update von mir! :slight_smile:

Nachdem ich das Herzproblem wegen Trimipramin nun beim Arzt angesprochen habe, war die nächste Möglichkeit Trazadon. Habe heute eine Packung 100mg bekommen. Ich bin mir bewusst, dass Trazadon die Elvanse wirkung verstärken kann, (muss) aber gerade echt einmal alles durchprobieren, bis ich was gefunden habe, was mir so gut hilft wie Trimipramin, halt nur ohne dieses Herzrasen. Werde mit Trazadon erstmal bei 25mg einsteigen. Nächsten Möglichkeiten wären Mirtazapin oder Beta Blocker (laut Arzt).

Hat hier jemand Lust, seine Erfahrungen mit Elvanse tagsüber und Trazadon zum Schlafen zu teilen (falls es jemanden gibt?)?.

Würde mich über Rückmeldungen freuen!

Hey Leute, weitere Fragen eröffnen sich bei mir mal wieder ^^

Wie schon in meinem anderen Beitrag zu Schlafmedikation beschrieben, habe ich schon immer extreme Probleme beim ein- und durchschlafen.

Seitdem ich auf einer stabilen Elvanse dosis bin (50mg verteilt auf 2 Dosen), kann ich zumindest echt gut einschlafen. Durchschlafen bleibt weiterhin ein großes Problem. Habe Jahrelang Trimipramin genommen, was mir unglaublich geholfen hat, ein und durchzuschlafen, musste dies aufgrund von Herzrhythmusstörungen und einem schnellen Herzschlag den ganzen Tag über, wieder absetzten.

Ich habe eine gute zu Bett geh Routine und habe, was Schlafhilfsmittel angeht, schon einiges probiert (CBD, Melatonin bis 4mg, Trimipramin, Baclofen, Zolpidem).

Hat jemand Erfahrungen zur Einnahme von Trazadon, besonders in Kombi mit Elavnse? Ich weiß, dass Trazadon die Elvanse Wirkung verstärken kann, muss mich aber trotzdem einmal damit herumprobieren und wollte hier mal nach weiteren Erfahrungsberichten fragen.
Laut meinem Arzt wäre die nächste Lösung, falls Trazadon nicht funktioniert, Mirtazapin oder Beta Blocker (Keine Ahnung wobei Beta Blocker genau helfen). Sollte Trazadon nicht funktionieren, hätte ich noch Quetiapin in Betracht gezogen.

Gegen eine Antidepressive Wirkung (wie zB von Trimipramin) habe ich nichts, ich habe schon seit knapp 10 Jahren rezidivierende Depressionen und da wäre eine leichte stimmungsaufhellende Komponente gar nicht so falsch. In Psychotherapie befinde ich mich bereits.

Erfahrungen bzgl. Schlafmedikation in Kombi mit Elvanse würden mir echt helfen, so langsam habe ich das Gefühl, am Ende angekommen zu sein…

Liebe Grüße,
jonussy

Generell sollte man auch auf dem Schirm haben, dass man unter Umständen sein Leben dem persönlichen Schlafbedürfnis/-rhythmus angleichen kann. Die Chance hat bestimmt nicht jeder, aber: Eine Chance ist eine Chance (…ist eine Chance ist eine Chance. Sorry, Gertrude). Als ich vor 5 Jahren vom Tagdienst (8-16 Uhr) in den Nachtdienst (21:30 bis 6:15 Uhr) wechselte, habe ich das nur wegen der Kohle gemacht. Aber seitdem schlafe ich auch besser und mehr. Einen Wecker benötige ich nur noch, wenn ich kurz vor Arbeitsbeginn eine halbe bis Stunde schlafe.

Absolut, das sehe ich genauso! Bin auch eher der Nachtmensch, aber da ich mich gerade auf einen erneuten Ausbildungsversuch vorbereite, ist das die nächsten 3 Jahre erstmal nicht drin und muss mich leider erstmal damit abfinden, einen 9-5 Job zu machen.