das ist jetzt etwas pauschal. Nein, nicht Jede, die wegen einer akuten Notsituation in der stationären Psychiatrie aufgenommen wird, wird geschlossen untergebracht.
Vor allem nicht, wer sich selbst freiwillig dort hin begibt.
Aber: Man kriegt in diesem Fall eben eine Behandlung für die ganz aktuelle Situation und nicht mehr. Die Idee, auf diesem Weg eine ADHS-Diagnostik zu bekommen, auf die man ambulant viele Monate bis Jahre warten müsste, ist leider nicht erfolgversprechend.
Vermutlich gibt es Beispiele, wo das gelungen ist, weil gerade die richtigen Ärztinnen am richtigen Ort waren und auch die nötige Zeit hatten. Wahrscheinlich ist es nicht, weil ausgerechnet in der stationären Akutpsychiatrie Ärztinnen mit ADHS-Expertise am seltensten zu finden sind.
Mir hat die örtliche Psychiatrie als ich ein dringender Aktufall war per Email nach 5 Wochen mitgeteilt man könne mir leider nicht weiterhelfen. Also ja, das sollte absolut so sein. Ist aber in DE definitiv nicht so.
Wenn akute Selbstgefährdung im Raum steht (also bei glaubhaft ernstgemeinten Suizidgedanken/-absichten), bekommt man auch Hilfe. Wird aber direkt wieder rausgeschmissen, wenn die Akutphase vorbei ist.
Doch, ich war persönlich dort. Aber halt noch nicht suizidal genug für die Krisenintervention, die schon irgendwie eine Hilfe sein kann, aber naja… Wäre für mich weil es nicht ums reine Überleben ging in dem Moment vermutlich keine gewesen.