Selbsttest: Blindproble Elvanse vs Ratiopharm

Moin Leute,

ich wollte mal meine Erfahrung mit Elvanse vs. Generika teilen. Denke es könnte den ein oder anderen Interessieren, außerdem habe ich eine abschließende Frage an euch.

Als die ersten Generika auf den Markt kamen, habe ich von meiner Ärztin direkt das Ratiopharm-Generikum bekommen. Ich habe mich natürlich vorher informiert und überall gelesen, dass Generika identisch mit dem Original sein müssen.
Ich bin eher Realist, also war für mich vom Mindset her klar das es genau so wirken muss wie Elvanse.
Tja… schon nach der ersten Einnahme habe ich aber DEUTLICHE Unterschiede gemerkt:

• Mehr Nebenwirkungen
• Andere Wirkstärke und andere Wirkkurve
• Weniger positive Wirkung insgesamt

Mein erster Gedanke war natürlich das es Placebo ist und ich mir das einbilde.
Ich hatte noch ein paar original Elvanse da und habe dann beschlossen, einen Selbstversuch zu starten:
einen 10-tägigen Blindtest.
Nur meine Frau wusste, an welchem Tag ich welche Kapsel genommen habe und hat sich alles notiert. Ich selbst wusste nichts. Erst nach den 10 Tagen wurde ich von ihr aufgeklärt.

Ergebnis:
Volltreffer. Ich habe alle 10 Tage korrekt erraten.
• An den Tagen, an denen es mir nicht so gut ging oder ich mich merkwürdig gefühlt habe → immer Ratiopharm.
• An den Tagen, an denen es mir normal bzw. gut ging → immer Elvanse.

Da frage ich mich: Wie ist das möglich?
Ist es Zufall, dass ich alle 10 Tage korrekt erraten habe? Möglich, aber extrem unwahrscheinlich.
Ich verstehe die Argumentation, dass die LDX Generika gleich wirken müssten, aber seit dem Test kann ich dem einfach nicht mehr zustimmen, auch wenn es auf dem Papier so sein müsste.
Seitdem habe ich mich trotzdem mit den Tabletten von Ratiopharm arrangiert und nichts weiter unternommen. Ich bekomme die eigentlich immer. Bin aber ziemlich unzufrieden mit der Wirkung**.**
Darum meine Frage an euch:

Ist es möglich, dem Arzt nach so langer Zeit von diesem Blindtest zu erzählen und zu fragen, ob ich wieder das originale Elvanse bekommen kann?

Hat jemand von euch sowas schon mal gemacht oder ähnliche Erfahrungen mit Generika gehabt? Wie stehen die Chancen das der Arzt mir die Orginalen verschreibt? Mein Arzt ist ein ziemlicher Pragmatiker und so wie ich ihn kenne wird er sagen das das unmöglich ist. Habe die Hoffnung, das die Chancen besser stehen, wenn ich ihm von meinem Selbsttest erzähle. Was meint ihr?

Würde es wirklich beim Arzt thematisieren. Wobei ich es mir eigentlich nicht vorstellen. Es sind die selben chemischen Formeln. Ebenfalls auch eine Kapsel und keine andere Applikationsform oder so?

Ich bin hier eh der Sonderfall mit Magenbypass und viel Morphium und egal was ich machte, der Durchbruch wo ich 100% zu frieden war und es nicht irgendwie komisch oder etwas unangenehm fand gab es unter Lisdexamfetamin Ratiopharm nicht. Ich hatte meinen Termin am Montag - endlich (Großpraxis wo Ärzte im Drehtüreffekt nur kurz blieben) - seit Anfang Februar keinen Arzt dort gesprochen.

In dem Termin hab ich gebeten per Aut Idem original Elvanse verordnet zu bekommen, weil ich schon mehrfach hörte, das es für einige auch sehr sensibel Menschen einen deutlich Unterschied gibt und sie die Generika nicht mögen und als unangenehm empfinden, und es nicht die Hauptwirkung ist sondern eher vermeinlich kleine Nebenwirkungen die recht unangenehm sind.

Ich hatte schon das Problem mit allen Ritalin Generika zum Original Ritalin wo es auch Welten waren.

Ich hab den Unterschied in den gesamten "kleinen Nebenwirkungen wie recht emotional, instabiler, empfindlicher, teils überreizter etc. waren alle weg. Für mich gefühlt fast so ein Unterschied wie zwischen Medikinet und Ritalin weil das Ratiopharm warum auch immer einiges unangenehme negativ emotional triggerte und ich auch ständig müde, kaputt und geschafft war. Oft bin ich im Sitzen eingeschlafen etc.

Ich fürchte mal das hat was mit deiner aber auch meiner Art der Metabolisierung, der Art des Anflutens und solchen Dingen zu tun haben. Das hatte schon meine Ärztin bestätigt. Sie hat wohl einige Erfahrungen oder soll das haben und hatte auch nicht gezuckt meine benötigten Dosen in den Stärken aufzuschreiben mit Aut Idem und von allem gleich auch mehrere Stärken

Ich würde vom Experiment erst mal nichts sagen sondern deutlich ansprechen das du seit dem Lisdexamfetamin von Ratiopharm einfach nicht mehr so stabil, leistungsfähig, beladtbar bis oder was auch immer du da beschreiben kannst und könntest anführen, daß sich sogar langsam deine Frau deutlich beschwere, daß es so nicht weitergehen kann, du so verändert bist und nicht mehr du wie…

Ich würde nicht mit dem Medikamentenwechsel aggumentieren sondern mit Daten. Seit dem 13.05.2024 ist es anders oder seit Mai/Juni 2024 und meine Frau meint das könne nicht so bleiben, sie verstehe nicht, das du dich so verändert hast, obwohl du deine Medikamente nimmst.

Ich würde weder direkt fordern oder beharren viel mehr um die Ecke kommen, das sie möglichst selbst den Präperatewechsel als Ursache ausmacht.

Ist viel charmanter und auch sinniger im Zweifel nimm deine Frau mit die soll da auch deutlich machen das du dich deutlich und unangenehm verändert hast.

Kommt anders, denn ich kenne deine Artt nucht, und nicht viele Ärzte sind da wohl so offen wie meine Praxis.

Spannend finde ich auch, daß es Praxen gibt die in meinem Umfeld immer nur das Original Elvanse verordnen und keine Generika, andere Praxen ausschließen Generika verordnen und das teils auch wie bei einem Kampf teils verteiden (Gabe Generika) und behaupten die Patienten lügen wenn sie negatives über das Generika berichten.

Bei mir haben bisher alle Methylphenidat Medikamente unterschiedlich gewirkt inc. unretardierte Tabletten unterschiedlicher Hersteller , wo man am allerwenigsten vermuten kann, das es so sein kann.
Ich habe das Problem sogar schon mit Vitamin D Tabletten und Jod Tabletten gehabt.

Beide Psychiater, die ich bisher hatte nehmen das Ernst , meine Hausärztin auch. bei mir waren es eher die Apotheker, die das für „Quatsch“ halten.

Ein Arzt kann outIdem aufs Rezept schreiben, damit du dein passendes Medikament bekommst, aber er muss es wohl begründen können. Ein Arzt darf es nicht pauschal setzten .
In meinem Fall bei Concerta hatte ich insgesamt noch drei andere Präparate in unterschiedlicher Dosierung getestet .

Zahlen muss man bei AutIdem die Differenz zum Rabattmedikament eh.
Für die Krankenkasse ist es ein Nachteil, weil die ja sehen müssen das genug vom Rabattvertrag verordnet wird um den Vertrag zu bedienen.

Wenn dein Arzt kein autIdem setzt kannst du trotzdem auf Elvanse bestehen und zahlst den vollen Preis und kannst dann bei einigen Krankenkassen mit Abzug von Verwaltungskosten die Differenz zurückerstattet bekommen.

Wenn ich es richtig verstanden habe ist es egal was der Arzt draufschreibt . Wenn kein autIdem draufsteht muss die Apotheke eh Rabattverträge abgleichen oder je nach Krankenkasse Generika rausgeben.

Im Bezug zum „Verteidigen“ von Generika verstehe ich die Ärzte nicht . Man will ja nicht aus Spaß das Orginal, man will nur ein Medikament was funktioniert. Was hätte ich denn davon , wenn ein Generikum funktioniert dann auf ein Orginal zu bestehen ???
Aber es gibt ja auch hier im Forum vereinzelt welche , die das für Quatsch halten wenn jemand unterschiedliche Wirkungen wahrnehmen .

Dabei ist diese Feinfühligkeit ja etwas was definitiv auch auf AdHS oder Autismus zurückzuführen ist.

Nun hoffe ich aber sehr, dass ich die rechtlichen Aspekte richtig wiedergegeben konnte??? Ansonsten Bitte korrigieren.

Nachtrag von mir, zu mir. Spannenderweise habe ich genau dazu gestern durch Zufall was gesehen:

Keine seriöse Quelle, aber lohnt doch noch mal zu hinterfragen oder in Erwägung zu ziehen, dass Generika anders wirken.

Seriöse Quellchen wären solche.
Da ist alles geregelt und man findet da u.a. auch erlaubte Abweichungen vom Referenzpräparat (Bioverfügbarkeitsnachweise) und all sowas.

Ich halte Feinfühligkeit nicht für Quatsch, Methylphenidat wirkt je nach Hersteller oft unterschiedlich.

Lisdexamfetamin ist aber lisdexamfetamin.

Nicht unbedingt, das scheint auf die Medikamente anzukommen.

Meine Cortisoncreme wird nicht getauscht bei Aufzahlung, bei Ritalin wird definitiv ohne Aut Idem getauscht auch wenn man aufzahlen will, Oxycodon auch, denn da muß ich dann immer mit den Rezepten zurück zum Arzt fahren und ein richtig ausgestelltes mitbringen, letzten sogar obwohl das Oxycodon richtig war aber ein falsches Macrogol auf das Rezept verordnet wurde welches keine Medikamentenzulassung hatte, Blutdrucksenker waren damals meine ich auch gegen Auszahlung (kann mittlerweile aber anders sein weil zu lange her)

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