SHG für Langzeitstudierende

Hallo an alle,

in dem einen Thread war ja die Frage aufgekommen, ob man nicht mal eine SHG für Langzeitstudierende aufmachen sollte. Hier also mal ein erster Versuch, vllt finden sich ja Leute, die Lust haben sich auszutauschen, es betrifft ja scheinbar ein paar mehr. :sweat_smile:

Was ich jetzt allerdings noch nicht ganz verstanden habe, ist dieser Teil des Forums nun auch für Gäste sichtbar oder nicht? :thinking:

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ich glaube, der Bereich ist für Gäste sichtbar, aber schreiben können Gäste hier nicht… habe ich das richtig verstanden @UlBre ?

So die Absicht.
Teilnehmen können sollen Mitglieder, und man soll sehen können, dass vSHG hier möglich sind.

Ich bin ein ehemaliger Langzeit Student und habe auch Interesse an einem Austausch untereinander :hugs:

Hallo zusammen :slight_smile: Cool, das wir nun eine SHG haben. Ich bin aktuell auch noch Langzeitstudierende und ich hoffe nicht mehr lange… aber es ist zermüüüüüüürbend. In welchem Semester seit ihr?

Ich bin jetzt im 2. Studium im 4. Semester und ziemlich sicher, dass ich es diesmal durchziehe. Hab nur Angst wegen der Praktikumsarbeit in diesem Semester und der Bachelorarbeit. Und ihr so?

Ich bin im 11. Semester, allerdings bin ich auch direkt ins höhere Semester gesartet (4. Sem). Aktuell stehe ich kurz vor dem Auslandssemester und danach direkt ein Auslandspraktikum. Eigentlich cool… aber so richtig freuen kann ich mich noch nicht aber das ist eine andere Story… :sweat_smile:

Nach den beiden Auslandsaufenthalten fehlt mir nur noch die Thesis + die Kolloquien.

Ich bin eigentlich nah am Ziel aber durch die Auslandsaufenthalte, zieht es sich etwas in die Länge aber gut, es wird nur Vorteile für mich haben und das nehme ich in Kauf… Diese Zeit macht mir jetzt auch nichts mehr aus :smile:

Hallo Leute, besteht die Gruppe bereits? würdet ihr mich noch mit aufnehmen?

Hallo :slight_smile: Das hier ist die Gruppe, die für den Austausch gedacht ist.

Erzähl doch mal gerne deine Geschichte dazu :relaxed:

Sehr gerne. Ich bin Lehramtsstudierende im 11. Semester und habe noch mindestens zwei Semester vor mir, damit der Bachelor endlich in der Tasche ist. Das wäre ja für mich noch im Rahmen, wenn ich nicht wüsste, da kommen noch Master und Ref dazu.

Ich hatte das „grosse Glück“ mit 18 anzufangen mit dem Atudium, sodass ich aktuell mit meinen 23 Jahren nicht aus der Masse steche. Allmählich kommen aber Selbstzweifel und co, wenn alle anderen bereits durch sind und ich immernoch an der Hausarbeit aus dem 2 Semester sitze.

Mein Studium ist vollgepumpt mit Hausarbeiten, die mir unglaublich schwer fallen. Mündliche Prüfungen und Klausuren sind alle durch, eigenstöndig arbeiten und fristen setzen fällt mir schwer.
So bin ich seit Jahren in einem endlosen Trauerspiel von An-, und Abmeldungen. Aktuell belege ich einige Kurse (nach 2 Jahren wieder) neu, um endlich an die Hausarbeit zu kommen. Aber die Sitzubgen fallen mir unglaublich schwer. 90 Minuten zuhören und halbwegs still sitzen ist der Horror.

Eine Diagnose habe ich nicht, da ich keinen Arzt bzw keine Testung kriege. D.h. ich binvweiterhin total überfordert mit meinem Studium und meinem Leben. Die Sache, dass ich nun weiss, dass es Adhs ist oder zumindestens sein könnte, grustiert mich umso mehr. Die Tatsache, dass mir geholfen werden kann, es aber keine Termine gibt, m

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Ich habe mich mit meinem Studium (Magister) sehr rumgequält und war schon recht verzweifelt mit mir. Nach 12 Jahren (!) hatte ich es dann geschafft und seitdem juckt es auch einfach echt niemanden mehr, wie lange ich studiert habe. Die gucken nach dem Thema der Magisterarbeit maximal und nach Praktika und Zusatzqualifikationen (Sprachen, Instrumente, Yoga, LRS-Erfahrung, weil das natürlich für den Schulalltag super nutzbar ist).
Also die Dauer wird bei dem Mangel an LK ziemlich wahrscheinlich nicht mehr thematisiert werden :wink:.
Das Ref ist durchetaktet, da kannst du nicht schlusen. Auch wenn ich natürlich die Erfahrung gemacht habe, dass ein Unterrichtsbesuch nicht einen Tag vorher vorbereitet werden sollte, aber das haben auch neurotypische Refis versucht.
Also musst du im Prinzip „nur noch“ den Masterstudiengang selbst organisieren. Das schaffst du. Das ist drin, egal ob es lange dauert. Damit du es gesund schaffst, wäre es natürlich optimal, Unterstützung zu bekommen.

Kannst du vielleicht eine Diagnostik in einer anderen Stadt anstreben?

Hallo, schon das hier probiert?

Du kannst bei ADxS.org Adressen von Ärzten und Therapeuten mit Bezug zum Thema AD(H)S anfordern, sofern Du zusagst, Deine eigenen Erfahrungen mit den von Dir kontaktierten Adressen später zurückzugeben.
ADxS.org kennt 1650 Adressen in Deutschland sowie etliche in Österreich und der Schweiz.
Du musst dort eine existierende PLZ angeben, dann bekommst Du die 70 nächstgelegenen Adressen zugemailt.

Hier ist der Link zur Anleitung:

Worst case gibt es auch privat zu zahlende Diagnostik. Das geht meist schneller, kostet aber um die 200 bis 400 €.
Ja, ist Geld. Sind aber in aller Regel auch wirklich gute Diagnostiken.
Nur: was kostet dich ein vergeigtes Studium? Sechsstellig, aufs Leben gerechnet - oder?

Viel Erfolg :slight_smile:

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Das klingt doch mal so, als ob würde es Hoffnung geben. Ich arbeite nebenbei in einem Institut für Hichbegabung, wo ich nunmal in Kontakt mit diesen Kinder, die zusätzlich teilweise Lrs, Dyskalkulie, Hochsensibilität, sozial emotionale Schwächen und co haben.

Tatsächlich auch Adhs. Das war für mich auch der ausschlaggebende Punkt, dass ich bemerkt habe, dass Sie meine Kindheit wiederspiegeln. Das habe ich dann solange ignoriert, bis eines Tages eine Mama mir sich anvertraut hat und davon gesprochen hat, dass ihre Tochter das von ihr haben könnte. Dann habe ich ihr geraten, sich auch mal Testen zu lassen, dass eben auch Erwachsene auch davon betroffen sind. Bis dato, habe ich das nie für mich in Erwägung gezogen. Das war dann mein AHA Moment, dass das eigentlich auch auf mich zutrifft. Auf einmal hat gefühlt mein ganzes Leben Sinn gemacht und ich war unfassbar sauer auf mich, es nicht früher erkannt zu haben.

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Hundert Prozent! Das Studium ist anscheinend in seinen Anforderungen an Selbstorganisation und Eigeninitiative für viele von uns wirklich eine anstrengende, zermürbende Geduldsprobe, während derer man an sich und dem ganzen Drumherum zuweilen verzweifeln kann.

So schlimm war es seitdem nicht mehr. Bei keinem Job und keiner Arbeitsstelle.

Und wenn du in einer Schule arbeiten möchtest, ist das für AdxSlerInnen erstmal ein guter Ort. Viele sind dort verschroben :sweat_smile:. Man braucht unsere Ideen, Projekte, Impulse und schätzt diese wert - wenn nicht, ist es die falsche Schule.
Man hat Struktur und Regeln, so dass man sich nicht komplett vergallopieren kann, gleichzeitig aber viele Möglichkeiten, eigenen Ideen und Interessen einzubringen. Zb als AG, Projektwoche, Workshop, Schulentwicklungsthema oder auch nur die Art und Weise, wie wir unterrichten.

Schwierig ist, dass ich (und viele andere) sich in Schulen ins Burnout arbeiten können, wenn man nicht gegensteuert. Die Arbeit ist nie beendet. Die Kinder sind so bedürftig, überall fehlt noch dies und das und „Das macht Ihnen doch Spaß, könnten Sie nicht noch schnell…?“ Da muss man gut auf sich achten, was gerade für unsereins nicht immer das leichteste zu sein scheint.

Hast du dich schon auf eine Schulform festgelegt?

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Ich reihe mich mal ein und schick euch liebe Grüße aus dem f*cking 10. Semester. (vorher noch 3 Semester in einem anderen Studiengang…) Ich bin echt so durch mit Studium, kann es kaum erwarten fertig zu werden. Momentan bin ich im Praxissemester und das zeigt mir so krass wie sehr ich in der Praxis aufgehe mit meiner Art und wie absolut katastrophal ich an der Uni und dem wissenschaftlichen Arbeiten scheitere. Ich glaube tatsächlich kein Thema belastet mich so stark wie dieses blöde Studium.

Hätte ich mal auf meine Mutter gehört und ein Handwerk gelernt. :smiling_face_with_tear:

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Wirst du denn die Möglichkeit haben, nach dem Studium praktisch zu arbeiten?

Ja, auf jeden Fall. Ich studiere Soziale Arbeit und die Praxis ‚am Mensch‘ sozusagen, liegt mir total. Die Theorie an der Uni hat damit leider ganz oft nicht besonders viel zutun, wodurch es für mich (mal ganz abgesehen von der ganzen Aufschieberei und dem Hochstaplergefühl) umso frustrierender ist.

Wenn mir jemand einen Knopf geben würde, den ich drücken könnte um mich direkt ins Arbeitsleben vorbeamen zu können, würde ich das ohne zu überlegen machen.

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Das ist ja wie bei mir und auch bei der/dem TS. Dann wird es nach der Uni definitiv leichter :partying_face:.

Ach wie cool, das hab ich wohl überlesen! :smiley:
Mein Praxissemester ist im Kontext Frühe Hilfen und macht einfach super viel Spaß, vor allem weil ich mit Kleinkind zuhause selber noch so nah am Thema bin. Das merken die Eltern sofort und schafft so eine tolle Verständnisebene. Es tut so gut endlich mal wieder Anerkennung zu bekommen und zu hören, dass ich die Sache wirklich gut mache und da tatsächlich ein besonderes Gespür für die Menschen da ist. In der Uni fühle ich mich wie der größte Loser…

Ich habe jetzt schon des Öfteren gelesen, dass viele Frauen aus dem ADHS Spektrum sich zu sozialen Berufen hingezogen fühlen. Würde mich mal interessieren woran das wohl liegt… :stuck_out_tongue_closed_eyes:

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Nee, ich habe was durcheinandergeworfen :wink:.
@Alo und ich sind beide in unterschiedlichen Stadien der Lehrkräfteausbildung (nicht die/der TS). Die Gemeinsamkeit ist aber, dass es während des Studiums oft sehr trocken zugeht, während man in der beruflichen Praxis durch den Umgang mit Menschen sehr viel Abwechslung hat und auch gut Talente einbringen kann, die vielleicht teilweise ADxS - typisch sein mögen, das gilt wohl für soziale Arbeit und Lehrkraft sein gleichermaßen.

Soziale Arbeit hätte ich auch fast studiert, nur aus Sturheit habe ich das nicht gemacht (wollte ganz unbedingt nicht denselben Berufsweg ergreifen wie ein Familienmitglied).

Ich kann das so gut nachvollziehen. Die Uni ist einfach in der Ausbildung nicht sehr praxisnah und so trocken und textlastig, das hat oft mit der Praxis sooooo wenig zu tun. Insofern sind wir keine Loser, sondern die Unis verkacken die Ausbildung, indem sie sie aufblasen und wenig Praxisbezug haben. Ich weiß nicht, wie viele tolle Lehrkräfte und SozialarbeiterInnen durch das Studium verloren gehen, die im System aber aufgeblüht wären und die eine Bereicherung und dringend gebraucht worden wären.

Alleine in meinem Kollegium sind von 25: 3 diagnostiziert und 2-3 wo ich gewisse Anhaltspunkte sehe. :sweat_smile:

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