Shutdown/Meltdown nach negativer zwischenmenschlicher Interaktion?

Hallo zusammen,

ich frage mich gerade, ob bei mir eine Art Meltdown durch eine negative Situation, ausgehend durch Mitmenschen, vorliegt!?

Mir geht es seit einem Vorfall auf Arbeit vor knapp 2 Wochen schlecht und ich komme aus der Situation nicht raus, obwohl ich krankgeschrieben wurde.

Ich wurde verbalaggressiv angegangen und von der Person bereits letztes Jahr angeschrien, was eine Schockstarre ausgelöst hatte und noch schlimmer war.

Jedenfalls habe ich sensible AuDHS Person diesen negativen Vorfall erlebt, den ich nicht weiter ausführe.

Es geht mir darum meinen Zustand einzuordnen. Generell ruminieren in mir eh krass soziale Interaktionen.. Ich muss nun immer wieder an die Arbeit und diese Situation denken, spüre mich nicht mehr richtig und habe Derealisation, bin abwechselnd depressiv und wütend oder weinen verzweifelt, ich fühle mich total leer und abgestorben, völlig erschöpft und schirme mich ab, habe Schlafstörungen und Angst, Bauchweh dort wieder hinzumüssen. Meine Gedanken kreisen um das tausendste negative Erlebnis mit Menschen.. Ich kann das alles nicht mehr, diese Boshaftigkeit und Ungerechtigkeit. Gefangen in dem Loop als wäre es noch gegenwärtig. Ich bin angespannt und kann mich auf nichts einlassen.

Danke für eine Rückmeldung, ob es eine Art Meltdown sein könnte.

Was denkt ihr?

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Es tut mir sehr leid für dich dass es dir so geht und dass du das erleben musstest. Allerdings verstehe ich persönlich unter einem Meltdown etwas anderes.

Deine Reaktion ist trotzdem sehr verständlich und ich hoffe dass es sich irgendwie klären lässt.

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Ein Meltdown kann bei so einem Erlaubnis natürlich auftreten, ist aber eher ein kurzfristiger Kontrollverlust (z.B. Schreien, Weinen oder selbstverletzendes Verhalten).

Für mich klingt das eher nach einer Belastungsreaktion.

Was grundsätzlich nichts an deinem Leidensdruck ändert, egal wie man es nennt.

Hast du (professionelle) Hilfe, wie einen Therapeuten. Oder warst du Mal in Therapie?

Bielleicht könnte dein alter Therapeut dir bei so einem Notfall kurzfristig ein paar Termine geben, damit du das aufarbeiten kannst.

Ich wünsche dir viel Kraft und hoffe, dass es dir zeitnah wieder besser geht!

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Danke für deine Rückmeldung :folded_hands:t3: Ja Hilfe habe ich, es geht mir trotzdem unverändert . Ich dachte, dass diese langanhaltende Emotion und Erschöpfung nach der Situation vielleicht typisch wären.

Schon mal Emoflex probiert?
Mir hilft das ein bisschen.

Das kenne ich tatsächlich noch nicht und lese mich ein, vielen Dank!

Hallo @neurospicy_22_26,

je nach Arbeitgeber gibt es bei Dir vielleicht einen Sozialdienst? Kenne ich von größeren Betrieben und Behörden. Dort würdest Du vielleicht die richtigen Ansprechpartner finden, um die konkrete Situation auf Arbeit zu besprechen und zu bearbeiten.

Ich wünsche Dir viele gute Selbstwertgefühle und dass Du wieder auf eine sachliche Ebene zurückfinden kannst!

LG, Cat

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Ich würde bei deiner Beschreibung eher an einen Shutdown denken.

Ich stelle mal ein paar Fragen: Kannst du dieser Person aus dem Weg gehen? Ist diese Person dir weisungsbefugt? Gibt es andere Kollegen, die ähnliches erlebt haben? Was machen die? Was genau beschäftigt dich daran? Wurdest du ungerecht behandelt? Oder hast du „nicht richtig“ reagiert?

Du musst mir das nicht beantworten. Es geht mir eher darum, dass du eine Lösung brauchst und aus dem Gekreisel rauskommst. Dafür musst du dir etwas überlegen, weil du ja irgendwann wieder hin musst.

Manchmal sehen wir das naheliegendste nicht. Ich kenne das auch. Mir hilft es nicht, wenn ich mich irgendwie reguliere oder mich ablenke. Mir hilft, wenn ich mir das aus dem Kopf schreibe. Dadurch kann ich meistens einen Weg finden. Und ich habe auch schon krasse Entscheidungen getroffen, zum Beispiel die Abteilung gewechselt, gerade vor ein paar Wochen auch…

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Weder noch meine Ansicht nach. Es ist halt eine emotionale Reaktion. Mir hilft es in ähnlichen Situationen, wenn ich einen Plan fasse, was ich jetzt tun werde, also das Problem offensiv und konstruktiv angehen. Krank zu Hause sein, wird die Sache wahrscheinlich nicht verbessern. Da hat man keine Ablenkung und kann sich schön in Katastrophenszenarien hineindenken.

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Grenzen setzen hatte ich vergessen. War aber eigentlich auch nicht deine Frage.

Klingt für mich eher nach zu viele Mikrotraumata statt Meltdown, keine Ahnung ob sich sowas auch überschneiden kann, also schneller einen Meltdown zu bekommen bei der nächsten Nadel.

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Danke für die Rückmeldung , denke wegen der Begrifflichkeiten dann auch eher an Shutdown bzw. Breakdown, da ich ja nervlich einen Zusammenbruch habe. Ich reagiere zwar oft heftig auf andere, aber in dem Fall war es mit paar Sätzen und zittrigen Händen getan. Nur der Strudel der danach ausgelöst wurde ist das zentrale. Sprich die akute Reaktion als Meltdown im klassischen Sinne ist es wohl nicht.

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Es war eine überzogene und unkorrekte Handlung derjenigen Person, die auch schon andere angegangen hat.

Da ich leider nicht weiß, was mir hilft bzw. diese Zustände so rigide sind, dass es nur durch Zeit, Medikamente und anderer Erfahrung etwas besser wird, kann ich mir da gerade nicht helfen, danke dir aber für den Input

Ja so ein Verhalten mir gegenüber empfinde ich schnell als Gewalt und Trauma steht im Raum. Das mit den Grenzen setzen ist genau das Problem, ich traue mich nicht oder bin in dem Moment so Handlungsfähig, dass nichts kommt. Diesmal habe ich zum Glück reagiert, aber im Nachhinein übermannte mich trotzdem über eine Woche dieser Zustand. Jeder weitere schwierige Kontakt mit anderen ist dann in der Tat der nächste Nadelstich..

habe meine Therapeutin schon gefangen, ob es eine Art Flashback ist. Wegen des Autismus hatte ich gelesen, dass das lebhafte wieder und wieder erleben von Situationen typisch ist

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Ich weiß gerade nicht, wie ich die Überschrift ändern kann, Shutdown trifft es wohl eher

Da sollte ein Stift Button neben der Überschrift sein, dort müsstest du es dann ändern können. Ich war so frei und habe es schon angepasst, ich hoffe es ist in Ordnung.

Ein autistischer Meltdown soll laut Tebartz van Elst ähnlich aussehen wie ein neurotypischer Wutanfall, bei Männern zumindest. Der unterschied zwischen Wutanfall und Meltdown, das hatte ich woanders gelesen ist aber das bei einem Wutanfall, nachdem man sich Luft gemacht hat es wieder gut ist. Bei einem Meltdown ist das nicht so, da die zugrundeliegende Sache ja eine andere ist.

Wie das bei Frauen ist weiß ich nicht, ich meine aber gelesen zu haben, dass diese eher zum Shutdown ( Rückzug, Freeze, nicht Sprechen können etc.) neigen, was natürlich nicht heißt das die auch beides haben können. Meltdown ist nach außen gerichtet, Shutdown nach innen.

Beides sind Reaktionen auf Überlastung/ Overload, das eine muss dem anderen nicht vorausgehen, ist aber auch möglich.

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Meines Wissens nach ist es auch nach einem Meltdown „wieder gut“.

Das ist ja eine akute Reaktion, ein Entladen, auch oft mit einer Explosion verglichen.

Vielleicht hast du gelesen dass es bei einem Meltdown danach nicht wieder ist wie vorher, sondern man sehr erschöpft ist oder in den shutdown rutscht?

Oder ich verstehe irgendwas gerade falsch.

Es hört nicht auf, wenn ich mich über was ärger und Wütend werde, dann werde ich kurz laut, sag was gemeines und der Emotionale Druck ist abgelassen. Das ist bei einem Meltdown was anderes, das hört dann nicht auf weil man mal laut wurde. Das Frisst einen auf und man will einfach nur das es aufhört, was auch immer es ist.

Allein darüber zu reden stresst mich grad schon. Das ist kein, „och da ist aber jemand wütend.“ Ein Meltdown ist was anderes, was intensiveres. Sowas spaltet man ab im blödesten falle…

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Zumindest ging es mir bis vor etwa 6 Jahren auch noch so. Das änderte sich erst durch meine Suche nach der richtigen Diagnose, durch den Verlust meiner Eltern und durch die Trennung von meiner Frau. Sprich dadurch, endlich selbst Verantwortung für mich übernehmen zu müssen und mich mit meinen Eigenheiten/Diagnosen trotzdem wertschätzen zu lernen.

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Also ich verstehe was du meinst, nach meinem Verständnis ist das aber etwas anderes als ein Meltdown.