Sohn 12 Jahre mit Medikinet retard eindosieren

Hallo zusammen,

ich bin neu und hoffe auf einen Informations- und Meinungsaustausch. Mein Sohn ist 12 Jahre und hat vor Kurzem die Diagnose ADHS erhalten. Zwei Wochen vor Ende der Sommerferien werden wir mit Medikinet retard 5mg beginnen und sollen dann wöchentlich um 5mg raufdosieren.

Ich habe schon lange das Gefühl gehabt, dass irgendetwas anders läuft bei meinem Sohn. Besonders fing das in der Grundschule an. In der 2. Klasse hatten wir schon einmal eine Diagnostik. Das Ergebnis lautete damals schon ADHS, leichte Ausprägung. Es hieß, wir hätten das alles wohl in guten Händen und es bedürfe darum keiner Medikation, evtl. könnten wir Ergo- und/oder Lerntherapie machen.

Daraufhin haben wir in Absprache/Beratung mit unserem Kinderarzt wirklich alles durch, was man so machen kann. Angefangen von Vitamin- und Mineralstoffversorgung, Konzentrationstraining, Ergotherapie, Lerntherapie, Osteopathie, Chiropraktik, verschiedene Sportarten, Tagesstruktur, geregelte Medienzeit, Ernährung usw. usf. Nichts hat eine wirkliche Verbesserung gebracht, manches war furchtbar entgegen unserer Erwartung. Eine geregelte Tagesstruktur, begrenzte Medienzeit, gute Ernährung, Sport - ja, das ist förderlich. Bringt bei meinem Sohn etwas, ohne wäre es vielleicht viel schlimmer.

Die Symptome, die im Vordergrund stehen sind starke Ablenkbarkeit, Konzentrationsprobleme, wenig emotionale Regulation, Impulsivität. Es ist besonders schwierig für ihn in der sozialen Interaktion mit Gleichaltrigen. Man könnte phasenweise meinen, er sucht Streit um des Streitens willen. Dadurch hat er wenig Freunde und in jeder Gruppe ist er früher oder später Außenseiter.

In der Schule macht das alles natürlich auch entsprechende Probleme. Seine Noten sind aber einigermaßen ok bis sogar ganz gut.

Zuhause haben wir manchmal auch echte Probleme, zb morgens oder bei den Hausaufgaben oder wenn Besuch da ist…

Mein Sohn hat aber auch gleichzeitig sehr gute Eigenschaften, ist eigentlich ein freundlicher, sonniger Mensch, sehr naturverbunden, sportlich, humorvoll und voller positiver Lebensenergie.

Wir haben da so unseren Weg gefunden, aber es ist für mich wirklich mega anstrengend. Ich beschreibe anderen das oft so, als müssten wir ständig durch ein Moor waten. Fast alles ist schwierig, fast nichts läuft einfach mal so von alleine.

Wir waren bis vor Kurzem auch gegen eine medikamentöse Therapie. Vor einem Jahr ist er auf die weiterführende Schule gewechselt und es dauerte nicht lange, bis ich dachte, ok wir müssen jetzt noch einmal einen zweiten Anlauf starten und vielleicht doch ein Medikament in Erwägung ziehen. Mein Mann war noch länger dagegen. Nun haben wir uns aber alle zusammen (auch mit meinem Sohn) dazu entschieden, die ausführliche Diagnostik und mehrere Gespräche mit der Ärztin und der Psychologin haben uns nun überzeugt.

Mir ist trotzdem etwas mulmig dabei. So ganz kann ich den Gedanken, ich setze mein Kind unter „Drogen“, damit es in die Gesellschaft passt, noch nicht abschütteln. Gleichzeitig hoffe ich, dass damit vielleicht „das Moor“ verschwindet. In allererster Linie liegt mir daran, dass mein Sohn ein zufriedenstellendes soziales Leben führen kann.

Er soll also mit Medikinet retard beginnen. Ok. Ich frage mich zb warum man nicht gleich ein Präparat wie zb Kinecteen gibt, was gleichmäßig den ganzen Tag über den Wirkstoff abgibt. Schließlich geht es bei meinem Sohn ja nicht nur um die Schule?

Viele Fragen… Ich hoffe, erstmal ich kann mich hier austauschen,

viele Grüße

helloall

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Vielleicht hilft dir folgender „Gegenentwurf“ - ich habe meine Diagnose erst vor kurzem als Erwachsene bekommen, als es mich wirklich komplett zerlegt hat. Jetzt bekomme ich Medikamente* und bin so ein bisschen am Trauern ob der Frage „wie viel von dem, an dem ich gescheitert bin, hätte ich mit den passenden Medikamenten geschafft?“

Ich fühle mich nicht ruhig gestellt, damit ich in die Gesellschaft passe, ich habe eher das Gefühl, dass ich jetzt eine Brille habe (bei der die Stärke noch justiert wird - bin noch in der Einstellungsphase) oder - andere Analogie - eine Gehhilfe. Gehen und gucken muss ich immernoch selbst, aber es geht besser, einfacher, stressfreier, angenehmer.

Das heißt natürlich nicht, dass das deinem Sohn auch so gehen wird, aber es ist nicht unwahrscheinlich. Er ist ja nicht mehr ganz klein, er wird da sicherlich auch eine Meinung zur Wirkung auf ihn entwickeln und so wie du schreibst, wirst du auf diese Meinung auch achten :slight_smile:

Ich hoffe, es war ok, hier einfach mal eine erwachsene Innenperspektive reinzupacken, auch wenn ich keine Kinder habe. Ich hatte diese Gedanken bzgl „Ruhigstellen“ auch, als ich noch keine Diagnose hatte (ich war eine Zeit lang im Schulbetrieb unterwegs. Gesagt habe ich damals dazu natürlich nichts, das wäre übergriffig gewesen in diesem Kontext.). Das ganze selbst zu erleben hat da meine Perspektive deutlich geändert und erweitert.

*ein anderes als bei dir aber der Grundgedanke bleibt der gleiche

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Es ist das Gegenteil von Drogen. Wer Drogen nimmt, reguliert sich selbst je nach augenblicklichem Mangel-Empfinden.

Wer ADHS-Medikamente nimmt, gleicht idealerweise seine Botenstoffe soweit aus, dass das Mangel-Empfinden gar nicht auftritt.

Und das Risiko einer Abhängigkeit von Drogen aller Art sinkt durch eine medikamentöse ADHS-Behandlung.

Die Gesellschaft ist egal. Die ADHS ist nicht der Normalzustand, den man durch Medikamente verbiegt, um passend zu werden, sondern die ADHS selbst verbiegt uns.

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Ich möchte dich ermutigen die Medikation zu beginnen und zunächst der behandelnden Ärztin zu vertrauen. Medikinet ist oft das Medikament der ersten Wahl , Kinecteen der zweiten Wahl. Frag mich nicht warum!?

Ich teile deine Sorgen mit meinem Sohn (12), adhs seit einem Jahr diagnostiziert, in der Grundschule die ersten Auffälligkeiten, im Nachhinein sogar noch viel früher und wir sind immer noch in der einstellungsphase der Medikamente weil er sensibel reagiert.

Wir können gerne in Austausch bleiben, da sich die Symptomatik der Jungs sehr ähnelt. Er musste sogar nun die Schule wechseln wegen seines Verhaltens bzw. das private Gymnasium hat in keinster Weise lösungsorientiert mit ihm gearbeitet sondern nur bestrafend. Harte 2 Jahre, jetzt wechselt er in die 7. und hat hoffentlich weniger Leistungsdruck und emoathischere Lehrer.

Meld dich gern wenn du magst!

Lg Sa

Hallo in die Runde,

schon mal danke für eure Antworten. Es hilft mir schon ein Stückchen, hier von anderen zu lesen!

Ja, am nächsten Wochenende wird mein Sohn mit dem Medikament starten. Wir sind sehr gespannt, wie es laufen wird. Ich bin da auf alles eingestellt: dass er gar nichts spürt bis hin zu starker Nebenwirkung. Wir werden sehen…

Kann mir noch jemand seine Erfahrung mitteilen bzgl. erste Tage das erste Medikament ausprobieren und Aktivitäten? Also mein Sohn hat Ferien aber würde nächste Woche ein Tenniscamp (5 Stunden täglich mit Mittagspause und auch gemischt mit anderen Freizeitaktivitäten) hier bei uns in der Nähe besuchen. Ich stelle mir vor, falls er sich vielleicht schon direkt mit den ersten Gaben möglicherweise komisch fühlt (Kopfschmerzen, Übelkeit oder was weiß ich), dass das vielleicht blöd ist in so einer Sportgruppe den halben Tag? Naja, wenn er sich schlecht fühlt holen wir ihn eben ab…

@Savera Ja, lass uns gerne austauschen :slight_smile:

Ich wünsche deinem Sohn alles Gute!

Ich würde mal sagen, wenn er in der ersten Woche 5 (!) mg kriegt, wird er davon nicht sehr viel merken, es wird sein Tenniscamp nicht beeinträchtigen, aber auch nicht viel sonst machen.

Denkt daran, dass zu Medikinet immer eine Mahlzeit (d. h. morgens ein gutes Frühstück) gehört wegen der Retardierung. Kaffee, Cola oder Energydrinks, also alles was Koffein enthält, sollte er e auch meiden.

Langfristig braucht er natürlich am Mittag eine zweite Portion, um über den Tag zu kommen, denn ADHS hat er nicht nur in der Schule, wie du oben auch schon anmerkst.

Hallo zusammen,

mittlerweile ist mein Sohn in der zweiten Woche der Eindosierung mit mittlerweile 10mg Medikinet retardiert. Es gibt bisher keine Wirkung. Es soll ja auch erst mit 15mg so langsam in den therapeutisch wirksamen Bereich kommen, wurde uns gesagt. Wobei das ja bei jedem Menschen anders sein kann.

Bin gespannt wie es weitergeht… Gibt es Fälle, bei denen man erst in sehr hohen Dosen eine positive Wirkung verspürte?

Hi du,

es ist normal, dass man bei den ganz geringen Dosen am Anfang erstmal nicht so viel spürt. Hier geht es primär daran, den Körper erstmal langsam an den Stoff zu gewöhnen.

Eine deutliche spürbare Wirkung ist bei den Meisten (nicht allen) erst ab höheren Dosen zu spüren. Kleine Unterschiede können sich aber bereits dadurch bemerkbar machen, dass bestimmte Dinge auf einmal nicht mehr so schwer fallen.

Man zB plötzlich „einfach so“ mit Aufgaben beginnen kann, für die man sich vorher erst mühsam aufraffen musste. Wenn ihm zB „auf einmal“ Aufgaben leichter fallen, für die ihr vorher immer mühsam durchs Moor waten musstet, ist das bereits ein Erfolg. :slight_smile:

Hallo zusammen,

mittlerweile nimmt mein Sohn 25mg Medikinet retardiert ein. Seitdem er auf 15mg war, ist eine Wirkung zu spüren!

Es ist alles sehr subtil. Er hat kaum Hausaufgaben auf, da er meistens schon in der Schule alles fertigstellen konnte! Das gab es noch nie. Er macht einen aufgeräumten Eindruck. Er ist auf einmal verabredet mit einem Klassenkameraden. Er hat selber schon bei 15mg gesagt, es sei ein Wunder. Der Klassenlehrer gibt richtig gute Rückmeldung, er sei ruhig und komzentriert und schafft seine Sachen und macht richtig gut mit.

Wir haben weiter Woche zu Woche um 5mg erhöht. Aus meiner Sicht gibt es keine großen Veränderungen seit 15mg, aber es ist schwierig das zu beurteilen, weil alles so subtil ist. Und das meiste findet ja zur Schulzeit statt… Am Nachmittag klappt es auch gut, wenn doch mal etwas Hausaufgaben zu machen sind. Am frühen Abend ist die Wirkung dann vorbei, einen schlimmen rebound kann ich nicht feststellen. Es ist dann einfach das Moor wieder da und er ist nervig drauf, wie früher sonst auch.

Ob jetzt 20 besser war als 15? Und ist 25 noch besser? Kann ich überhaupt nicht eindeutig sagen. Dosieren wir weiter hoch wie vorgegeben? Wir sollen bis max. 30mg hoch.

Es gab jedenfalls bisher keine Nebenwirkungen. Er selber sagt, er meint, dass es von Woche zu Woche immer noch ein Stückchen besser geworden ist. Der Lehrer und wir Eltern können das nicht eindeutig so sagen.

Kommt sowas vor? Ist das ein Plateau? Wird es mit 30mg überhaupt besser? Und woher wissen wir, auf welcher Dosis wir bleiben sollen? Wäre dann eigentlich nicht 15mg schon ausreichend?

grübel

Ja, wir haben in wenigen Wochen einen Termin beim Facharzt. Aber was meint ihr so aus eurer Erfahrung?

Weiter machen, bis ihr oder euer Sohn merkt das es sich nicht mehr gut anfühlt und dann wieder zurück .

Ich könnte mir vorstellen das es beim nächsten Termin um die Tagesabdeckung geht.

Mit 5mg Medikinet ret langsam hochdosieren scheint genau das richtige gewesen sein .

Schön das es eurem Sohn so hilft .

Danke für die Antwort!

Da hab ich doch gleich noch eine Frage: gestern Abend wurde mir klar, dass mein Sohn im Moment mit 25mg Medikinet retard abends wahrscheinlich einen rebound hat. Er ist banane drauf wie wir es kennen, aber doch um einiges intensiver. Es kommt mir und meinem Mann so vor, als wäre das in dieser zurückliegenden Woche so entstanden unter 25mg.

Ich habe meinen Sohn gestern Abend noch gefragt, wie er sich fühlt, wie er die letzten Wochen so empfunden hat und wie er das bewertet. Er sagte, es sei bisher jede Woche ein Stückchen besser geworden. Aber er wäre wohl etwas unterzuckert zum Abend hin. Und es stimmte, er hatte gestern in der Zeit vom Mittagessen bis Abendessen nichts zwischendurch gegessen. Kann das der Grund sein?

Ich hatte dann auf einmal Sorge, heute auf 30mg zu erhöhen. Irgendwie denke ich, da könnte sich eine Überdosierung ergeben und der rebound abends schlimmer werden. In der Schule und am Nachmittag läuft es seit 3 Wochen so gut, da möchte ich nichts riskieren.

Daruafhin entschieden wir, bis Montag mit 25mg weiterzumachen und ich rufe dann die Praxis an, was die dazu sagen.

Was sagt ihr dazu? Ist meine große Sorge unbegründet? Muss man unbedingt raufdosieren bis man spürt, es läuft nicht mehr gut und dann eine Dosis zurückgehen?

Ich finde, man muss nicht zwingend rauf, wenn man die gewünschte Wirkung erreicht hat. Aber es wäre zu überlegen, ihm nach dem Mittag eine kleinere, zweite Dosis zu geben. Z. B. Morgens 20, nach dem Mittag 10 mg. Das würde die Wirkung etwas verlängern und den Rebound abschwächen.

Unterzuckerung/ zu wenig Enerigiezufuhr kann einen Einfluss haben. Ich kam z.B nach einer Ernährungsumstellung besser mit Medikinet Adult klar . Das bezog sich auf die Hälfte der Wirkphase und auch den Rebound. Das könnt ihr ja zum Glück relativ einfach abklären, in dem ihr schaut was passiert wenn er durch essen versucht die Unterzuckerung zu verhindern.

In meiner aktuellen Auslaßphase habe ich zugleich einen Insulintracker getragen . Unterzuckerung zu hoher Blutzucker haben mich auch ein wenig an „zu viel Koffein erinnert“ aber auch an Rebound und ADHS-Symptome. Vor allem Unterzucker macht matschig im Kopf und zugleich verunsichert es einen weil was im Körper los ist, was man nicht benennen kann.

Wartet mit den 30mg noch kurz ab, zunächst würde ich testen, wieviel die Ernährung ausmacht damit ihr ein Gespür dafür bekommt .

Vermutlich wäre aber eine zweite Dosis für den Rest des Tages und zum Auffangen des Rebound sinnvoll.

Grundlegend pendeln sich die Probleme mit Rebound auch nach einiger Zeit etwas ein.

Ich hoffe es gibt keine großen Problem das euer Sohn essen mag?

Ich bin gespannt, welche Rückmeldung du aus der Praxis bekommst. Ich denke immer (und das ist meine persönliche Meinung) soviel wie nötig, so wenig wie möglich. Wenn die Dosierung so für ihn gut ist, dann würde ich persönlich es erstmal dabei belassen. Die Lebensumstände werden sich ändern und dann ist man vielleicht froh, dass man noch höher dosieren kann (er wächst, Anforderungen werden größer, macht weniger Sport zum Ausgleich etc).

Schön, dass er offensichtlich wenig/keine Nebenwirkungen hat.

Unsere 10jährige kämpft ja mit Appetitlosigkeit unter sämtlichen getesteten ADHS- Medikamente. Daher kann ich klar sagen: Essen hinstellen bevor die Wirkung nach lässt, hilft ungemein. Wenn der Dopaminabfall erstmal da ist, mit schnell verfügbaren Kohlenhydraten (z.B. Banane) entgegen wirken und dann was richtiges hinterher (Vollkornbrot o.ä.). Der „Rebound“ ist bei ihr eigentlich immer hangry (Hunger & angry). Nur leider muss sie noch üben, den Hunger wahrzunehmen.

Also gilt hier bei aufkommender schlechter Laune: erstmal checken, ob sie genug gegessen hat. Nahrung geben. 10 Minuten warten und dann kann das Gespräch neu begonnen werden.

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Hallo,

wir sind jetzt bei 25mg geblieben nach einigem Abwägen, auch mit meinem Sohn.

Allerdings hat er wirklich am späten Nachmittag/frühen Abend einen Rebound. Nicht unfassbar schlimm aber schon spürbar stärker. Es kommt einem fast so vor, als wollte das tagsüber unterdrückte ADHS dann nochmal zeigen, dass es aber auch noch da ist. Auf eine komprimierte Art und Weise. Er macht dann vermehrt blöde Sachen…. Aus dem Stand auf den Badewannenrand springen und sich wehtun dabei zb. Gestern war der Spielschleim, kennt ihr das?, im Zimmer verteilt, wie explodiert. Er ist dann auch total unkooperativ. Gespräche können eskalieren usw. Ich fasse das zusammen „er ist dann wie beknackt“

So ist er ohne Medikamente nicht, bzw vielleicht mal. Oder anders gesagt, es ist wie komprimiert.

Habe jetzt angefangen, ihm einen Kakao hinzustellen und Kekse oder Banane oder ein Brot usw. Er hört dann Musik oder ein Hörspiel. Das scheint zu helfen, so ganz sicher bin ich noch nicht.

Ich frage mich, wieviel rebound ist hinnehmbar? Sind 20mg vielleicht schon gut gewesen mit wenig bis gar kein rebound?

argh…. Probiert man das alles mal aus? Also nächste Woche mal wieder nur 20mg nehmen? Oder ist das zu viel hin und her?

Ich weiß, es ist nicht einfach die richtige Dosis zu finden bzw. das richtige Medikament. Schwierig….

Die Klassenleitung meinte, es sei schon in der Woche mit 15mg prima gewesen. Genauso mit 20 und 25mg. Man könne da keine eindeutige Aussage treffen, welche Woche besser oder schlechter gewesen wäre.

Das verleitet mich wieder dazu zu denken, vielleicht war auch schon 15mg gut?

Schwierig! Wie soll das werden? Er hat ganz unterschiedlich Nachmittagsunterricht, also mit einer weiteren Gabe mittags wird es nicht zuverlässig funktionieren. Und was ist bei einer Klassenfahrt? Er kann ja nicht mehrmals am Tag Medikamente nehmen aber dort dann einen rebound haben ist auch nicht toll?

:flushed_face:

Ev. wäre Concerta/Kinecteen noch eine Option? Die machen weniger Rebound.

Würde die Schule / Lehrerin eine Einmahme unterstützen ?

Wann steht denn in Zukunft eine Klassenfahrt an ?

Ich würde mal gucken (wenn möglich) ob er tagsüber durchs bessere „funktionieren“ overpaced. Sich so anpasst und soviel zumutet, dass er später, wenn die Medikamente nachlassen, einfach durch ist.

So hat er halt immer einen heftigen Arbeitstag und der hinterlässt Spuren. Runtergehen mit der Dosierung kann ich genauso gut nachvollziehen wie beibehalten.