Sport bereitet mehr Probleme als dass er hilft

Hey, ich habe für meinen Sohn festgestellt, dass es eher andere Sportarten sind, vor allem welche, wo es keine Turniere oder Wettkämpfe gibt. Zu viel Leistungsdruck.

Er hat sich immer am wohlsten gefühlt, wenn der Trainer nett war und die Kinder auch eher Interesse am Sport, aber nicht unbedingt an Leistung haben.

Er fand dann überraschend Tischtennis gut, Volleyball und Basketball. Oder eine Gruppe mit freiem spielen, als er noch jünger war.

Für mich schwer zu akzeptieren, da ich sein Talent sehe und WIE gut er sein könnte. Aber das ADHS mit seinen für ihn typischen Baustellen behindert ihn offensichtlich auch dort. Jetzt, wo ich das endlich begriffen habe, geht er gerne zum Sport wir suchen gemeinsam das für IHN passende. Guter Indikator…je mehr Jungs mit langen Haaren herumlaufen oder Mädchen, die auch eher Mädchen „untypisch“, sind, umso besser.

Das sind reine Beobachtungen von mir und ist vielleicht auch eher Zufall. Aber ich halte mich jetzt erstmal für uns daran. Wenn das ein Verein ist, wo alle Kinder, wie aus dem Ei gepellt aussehen, dann scheint es für uns nicht zu passen.

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Hallo zusammen,

ich dachte, ich schreibe nach einem Jahr mal eine Rückmeldung. Mir geht es beim Lesen von Beiträgen oft so, dass ich denke: Aber was ist denn eigentlich draus geworden?

Bei uns war es so: Unser Sohn hat den Fußball irgendwann sein gelassen. Er hatte keinen Spaß dran und es gab hier auch keine Verbesserung. Aber: Beim Karate ist er dran geblieben und hier zeigte sich die berühmte „andere“ Lernkurve bei ADHS-Kindern". Er beherrscht den Sport nun sehr gut, macht in regelmäßigen Abständen seine Prüfungen und darf auch oft „Vorturner“ sein, weil er die Übungen so gut beherrscht.

Zusätzlich hat er angefangen Skateboard zu fahren, was ihm sichtlich Spaß macht. Hier interessiert ja auch niemanden ein Fortschritt. Er verbessert sich in seinem Tempo und er knüpft Kontakte mit anderen Kindern auf dem Skateplatz.

Mein Fazit: Mannschaftssport mit vielen Reizen und einem straffen Programm, dass von Ehrgeiz geprägt ist, scheint für ihn eher demotivierend zu sein.

Einzelsportarten jedoch tun ihm sichtlich gut. Und auch dabei ist es möglich, mit anderen Kindern ein Team zu bilden und der soziale Aspekt kommt nicht zu kurz.

Liebe Grüße an alle und vielen Dank für die zahlreichen Antworten und Tipps!

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Mountainbike Bike ist super bei ADHS ich fahr selbst
Man muss halt permanent da sein und das ist kein Problem weil die ganze Zeit Action ist
Ein Sprung Mal nicht zu machen ist kein Problem niemand wird sich auslachen oder genervt sein und man hat ein permanentes Erfolgserlebnis weil man sich seine Schwierigkeiten selbst aussuchen kann

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Mein Sohn hat auch Fussball gespielt und da war es ähnlich. auf dem Feld war er mit dem Cahos einfach überfordert.
Duch Zufall kam er vor 3 Jahrem zum Tischtennis und nach 4 Wochen hatte sich Fussball für ihn erledigt. Er ist wahrscheinlich ein Extremfall (trainiert inzwischen 10 Stunden in der Woche und spielt ziemlich gut), aber grundsätzlich ist dieser Sport tatsächlich gut für ihn. Er muss ich ausschließlich auf diesen kleinen Ball konzentrieren und hat keine Chance gedanklich abzuschweißen, weil der eben sehr sehr schnell ist. Tennis spielt er ab und zu auch. Das funktioniert genauso gut (hat halt leider keine Zeit das auch noch regelmäßig zu machen).
Für uns ist es ein riesiges Glück das er das gefunden hat. Ihm hilft es fast jeden Tag Sport zu machen, er sagt selbst, dass er das braucht. Wenn er mal kein Training oder Spiel hat, geht er in den Keller und schlägt Bälle aus der ballmaschine.
Vielleicht wäre es auch für euch eine Alternative.

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Unsere Söhne (ADS und ADHS) machen Taekwon-do. Das kann ich echt empfehlen.
Fördert die Konzentration und Kraft UND man ist zwar im Team, aber man trainiert sozusagen bloß zusammen. Wenn man bspw. die Übungen noch nicht so schnell drauf hat (kleinere Kinder), dann macht man halt die Prüfung zum nächsten Gürtel erst später. Man muss nie Vollkontakt Übungen/ Kämpfe machen.
Zweiter Sohn (ADHS) macht zusätzlich noch Leisungstraining im Geräteturnen. Geräteturnen powert auch gut aus, wird auch im Verein gemacht (Zugehörigkeitsgefühl), aber man läuft eigentlich nicht Gefahr, dass das Kind in einer Mannschaft anders behandelt wird.

Hallo, hab deinen Beitrag erst jetzt gelesen. Hab heute zufällig im Podcast von Psychomotorik gehört. Schau dir das mal an, das könnte was für euch sein! Musst mal schauen, ob es ein Angebot in eurer Nähe gibt. Lieben Gruß