Ja, zumal es auch Ritalin Adult und Medikinet Adult 10 mg und sogar Medikinet Adult 5 mg gibt, das brauchen sicher auch nur wenige.
Ja, aber zum Endosieren halt schon…
Was hat denn dein Arzt/deine Ärztin zu deinen Problemen mit MPH gesagt???
„Drauf“ fühlen solltest du dich mit der Medikation jedenfalls definitiv nicht. Vielleicht liegt bei dir der Hase auch da im Pfeffer begraben. Du erwartest da evtl. auch so was wie ein „Draufsein“. Bist du mit deinen Drogenerfahrungen bei der Diagnostik offen umgegangen?
Teils-teils, würde ich sagen. Grumpycat sei nach Aussagen seiner Umgebung umgänglicher gewesen, und er schlief plötzlich viel länger und konnte besser einschlafen. Das spricht deutlich für ADHS.
Die Reaktion deiner Ex auf 5 mg MPH spricht ebensowenig gegen wie für ADHS bei ihr. Okay, „nur“ 5 mg, aber immerhin für eine Person, die MPH null gewöhnt war!
Als mein großer Sohn das erste Mal MPH nahm - er war erst fünf, aber ein ADHS-ler mit ganz viel H - veränderte sich sein Schlafverhalten radikal. Vorher kam er nie vor 22:00 zur Ruhe - und seitdem ging er um ca. 20:00 ins Bett, und zwar völlig freiwillig!
Es ist ja nicht so, dass er vorher mit dem wenigen Schlaf gut ausgekommen wäre. Es war der Schlaf, den er dringend brauchte, aber durch MPH war ihm der endlich möglich.
@Nono: Ja, zum Eindosieren, und eben zur Feinabstimmung. Auch wenn es kaum noch etwas für 1 oder 2 Cent zu kaufen gibt, hat man doch diese Geldstücke, um auch jeden Betrag auf 1 oder 2 Cent genau zahlen zu können.
Und sicher auch für diejenigen, die abends nicht wie ich 5 mg unretardiert nehmen, sondern bspw. 10 mg retardiert. Tagsüber wäre das eine lächerliche Dosis (für mich), aber abends genau richtig.
Ja, so unterschiedlich kann es sein.
Ich schlief auch viel besser etc. Aber ich wurde im Gegensatz zu Grumpy Cat nicht unruhiger, sondern deutlich ruhiger und das in einem für mich angenehmen Sinn. Ich war 5 mg MPH auch null gewöhnt, trotzdem hatte es diese Wirkung. Ich bin übrigens ein Mischtyp - vielleicht hängt die Wirkung der Medis auch mit davon ab. Von Elvanse merkte ich z.B. gar nichts außer, dass ich nicht mehr schlafen konnte.
Ohne jemanden angreifen zu wollen… aber wie kommt man denn auf die Idee, dass das die dauerhaft gewünschte Wirkung ist
? … ich will doch nicht den ganzen Tag so halb verklatscht durch die Gegend laufen. Für mich ist ganz klar, wenn sich diese Nebenwirkungen in den nächsten Wochen nicht legen und auch bei geringerer Dosierung bleiben … und natürlich auch die gewünschte Wirkung nicht einstellt, werde ich auch das Experiment Elvanse beenden … Mein Ziel ist, davon so wenig, wie nötig zu nehmen. Wenn ich Euphorie durch Drogen haben will, kauf ich mir halt Drogen und keine Medikamente … tztztz :roll:
Ich hab mich aber hier mal ein bisschen durchs Forum gelesen und, wie du schon sagtest, gesehen, dass es bei einigen am Anfang etwas unangenehm sein kann. Und ja, das macht mir auf jeden Fall Hoffnung, dass sich das in der nächsten Zeit dann bessert … weil mich nervts jetzt schon hart :lol:
@Falschparker
Ja also das mit dem länger schlafen hab ich bei MPH genau so wahrgenommen, wie du von deinem Sohn erzählt hast … ich hatte das Gefühl, dass ich einen lange lange aufgestauten Schlafbedarf plötzlich zum ersten mal nachholen konnte …
Naja meine beiden Psychiater (die sich nur um ADHS kümmern) meinten, dass die Nebenwirkungen, von denen ich bei MPH berichtet hatte, ja schon recht schwerwiegend seien und zusätzlich nur wenig positive Wirkungen zu erkennen waren und man es daher erst mal mit Elvanse probieren will. Wenn das auch nichts ist, will man es nochmal mit anderen Marken oder Darreichungsformen von MPH probieren. Wir hatten auch festgestellt (über mein Medikamenten-Tagebuch), dass das Verhältnis von Nebenwirkungen zu Wirkung retrospektiv betrachtet bei 20mg MPH am besten war, aber trotzdem noch weit von „gut“ entfernt.
Bei MPH hatte ich allerdings kein „drauf“ Gefühl, sondern einfach nur dauerhafte unangenehme körperliche Nebenwirkungen.
Von meinen Drogenerfahrungen wissen sie, müssen sie ja auch. Ich gehe damit eh immer sehr offen um.
Ja tosh, genau das war in diesem Zusammenhang tatsächlich auch mein Gedanke. Andererseits berichten gesunde, die MPH nehmen ja auch davon, dass sie „stundenlang“ lernen können … daran wäre bei mir mit MPH nicht zu denken gewesen … ohne hätte ich deffinitiv deutlich mehr, länger und besser gelernt als mit … wie gesagt, etwas schwierig einzuordnen
@all … Schlafprobleme mit Elvanse hatte ich die letzten 2 Nächte nicht. Schlafe nur wieder kürzer, seitdem ich MPH vor etwas mehr als ner Woche abgesetzt habe. Daran hatte Elvanse jetzt nichts geändert.
Oder du teilst die Kapseln mal…
Ja ich finds schon mal gut, dass ich jetzt weiß, dass das theoretisch noch ne Option ist, aber bevor ich nicht Rücksprache mit meinen Psychiatern gehalten habe, werde ich eigenmächtig erst mal gar nichts an der Dosierung ändern. Es war ja heute auch schon deutlich angenehmer als gestern.
Ich wollte hier bezüglich Elvanse auch gar kein so großes Fass aufmachen, weil … und da stimmen mir ja bestimmt alle zu … es nach jetzt 3 Tagen wohl noch deutlich zu früh ist, da ein Resümee zu ziehen. Aber ich habe ja jetzt in anderen Beiträgen hier im Forum auch schon lesen können, dass das halt einfach ein bisschen Zeit braucht.
Mein Hauptgedanke für diesen Thread war ja, dass ich die Wirkung von MPH, welche ich in den letzten Monaten erfahren habe, irgendwie nur schlecht einordnen konnte. Aber er scheint ja echt so zu sein, dass man von der Wirkung von MPH nicht unbedingt auf eine „richtige“ oder „falsche“ Diagnose schließen kann. Daher denke ich, ist meine ursprüngliche Frage auch weitestgehend beantwortet.
Ich kann meine Erfahrungen mit MPH, auch im Vergleich mit Berichten von anderen hier im Forum, zwar immer noch nicht richtig einordnen … aber naja … das Ergebnis bleibt erst mal das gleiche. Fiese Nebenwirkungen, die meisten Symptome hatte sich nicht verbessert und einige sogar verschlimmert, heißt, egal wieso und warum, Fakt ist, dass jedenfalls dieser Versuch mit 10-50mg Methylphenidat-Ratiopharm nicht funktioniert hat.
Dass ich grundsätzlich immer noch etwas an der Diagnose zweifle, wird sich vermutlich auch so schnell nicht ändern. Ein Teil in mir sagt halt weiterhin: „alles quatsch! ADHS ist doch nur eine billige Ausrede, um die kognitive Dissonanz meiner Misserfolge aufzulösen“
Ja völlig richtig, dass du mit den Ärzten sprichst.
Mein Einstieg in MPH fing - ärztlich vorgegeben - mit 5mg an und das war gut. Bei 10mg hatte ich auch schon unangenehme Nebenwirkungen. 7,5 mg waren das Beste, aber ich hatte irgendwie so eine Schleimhautreizung. Das war kurz vor der Zulassung von Elvanse für Erwachsene. Ich bekam erstmal Attentin und da es gut lief, hat meine Ärztin mich dann umgestellt auf Elvanse.
Schrieb mir 30er auf. Ich war aber extrem vorsichtig, weil ich auch von Attentin nur einen Bruchteil dessen brauchte bzw ertrug, was andere normalerweise nehmen.
Mit einem anderen Medikament hatte ich die Erfahrung gemacht, dass ich nur sehr langsam steigern darf. So kam es, dass ich so niedrig mit Elvanse startete.
Also ich muss sagen, dass ich „unter MPH“ so wenig „verklatscht“ wie noch bei keiner anderen Medikation bin. Sogar mein Promethazin was ich Abends nehme, macht mich mehr „dullig“ in der Birne als das Medikinet… Von den ganzen AD die ich so „probiert“ haben mal gar nicht gesprochen…
Ich hatte da ja (wie wahrscheinlich viele) bei der „Wirkstoffgruppe“ am Anfang auch so meine „Bedenken“ und hab in den ersten Tagen schon fast „übervorsichtig“ hingeschaut, was Medikinet so mit mir „macht“… Aber als dann die von mir ausgemalten „Trips“ ausgeblieben sind, wars für mich auch gut…
Ich denke, bei dem TE kommt diese gewisse „Übersensibilität“ mitunter auch von seinen früheren Erfahrungen mit gewissen Stoffen… Ohne das jetzt böse zu meinen…
Sollte man aber, denke ich auch, grad jetzt in der Einstellungsphase beim Doc durchaus auch ansprechen und offen mit umgehen…
Ja, „Übersensibilität“ für das Gefühl des „drauf-seins“ auf der einen Seite … aber andererseits auch eine ziemliche Abgestumpftheit gegenüber solchen Nebenwirkungen … immerhin gehörten diese beim Missbrauch quasi zum Feeling dazu ![]()
War auch alles gar kein Problem. Es ist halt einfach nur merkwürdig gewesen, dieses Gefühl zu haben, während man einfach nur bei der Arbeit sitzt… und nicht im Club steht ![]()
Aber ich sehe das auch so, wie du. Ich hatte auch weiter unten schon geschrieben, dass ich glaube, dass ich dies nur als „drauf“ empfinde, weil ich weiß, wie sich „drauf“ anfühlt. Würde ich das nicht wissen, würde ich es vermutlich auch weniger so wahrnehmen.
Aber heute fühle ich das übrigens schon nicht mehr so. Heute verlief bisher fast komplett ohne unangenehme Nebenwirkungen (Nur schwitzige Hände und kalte Füße sind geblieben). Ich hab sogar wieder Appetit. Meine Gedanken sind sehr klar und geordnet. Ich bin ziemlich produktiv und konzentriert bei der Arbeit (Home-Office). Puls ist nur noch leicht erhöht bei 79 (Normal habe ich so 65 - 75).
Ich bin mit meinen Erfahrungen mit MDMA, Amphetamin, LSD usw. bei meinen Ärzten von Anfang an sehr offen umgegangen. Sie gingen davon aus, dass dies aber keinen großen Einfluss hat (so lange ich es JETZT natürlich nicht wieder mache, was ich nicht vorhatte)
Nochmal ein kurzes Update zu Elvanse 30mg:
Ich habe mittlerweile eigentlich gar keine wirklichen Nebenwirkungen (unerwünschte Wirkungen) mehr, was mich natürlich ziemlich freut. Das „drauf“ Gefühl ist komplett weg. Selbst das Problem mit den schwitzigen Händen und den kalten Füßen ist deutlich geringer geworden.
Der Unterschied zu MPH ist schon krass. Während ich die Wirkung von MPH dauerhaft als sehr unangenehm empfunden habe, ist dies bei Elvanse gar nicht der Fall. Ich merke ehrlich gesagt gar nicht mehr, dass ich es genommen habe. Wenn ich allerdings retrospektiv über meine letzte Woche nachdenke, sind doch einige Dinge „anders“, als sonst:
[list=]
Eine Sache hat mich diese Woche aber auch etwas gestört. Tätigkeiten, die nicht unbedingt „wichtig“ sind, wie Hobbys, Interessen oder kleine Projekte, für dich ich mich sonst extrem lange und ausführlich begeistern kann (Prokrastination), haben mir gar keinen Spaß gemacht. Ich habe mit ganz vielen Sachen begonnen, mit denen ich mich ansonsten immer beschäftigen kann, nur um dann wenige Minuten später wieder damit aufzuhören, weil es mich direkt abgefuckt hat. Am Ende konnte ich meine Langeweile dann nur mit passiven Tätigkeiten, wie Youtube totschlagen oder indem ich z.B. auch spät Abends noch etwas für die Arbeit getan habe, weil dafür konnte ich mich dann merkwürdigerweise motivieren.
Ich würde es so beschreiben: Ich finde es gerade sogar noch schwieriger mit etwas zu beginnen, bleibe aber, im Gegensatz zu sonst, eher am Ball, wenn ich dann tatsächlich mit etwas begonnen habe, was mir eigentlich keinen Spaß macht.
Mal gucken, ob sich das noch einpendelt oder ob vielleicht 30mg schlicht noch nicht genug sind (Falls sich Elvanse als dauerhaft nützlich herausstellt).
Das geht mir mit MPH genauso…
Seit dem ich mit der Medikation unterwegs bin, zocke (Videospiele) ich kaum noch. Konnte ich vorher (grad am Wochenende) teilweise echt stundenlang machen. Inzwischen ist da bei mir nach ein paar Minuten die Luft raus und ich lasse es dann auch sein. Oftmals erledige ich dann -vormals „nervige“- Dinge. Zeigt mir aber auch ein bisschen, dass ich das Zocken „früher“ als Ablenkung bzw. sogar in gewisser Weise als „Doping“ für den Kopf im Sinne von „Glücklich sein“ eingesetzt habe (Inzwischen würde ich bei mir (!) schon sogar von einer Art „Suchtverhalten“ ausgehen). Dafür bleibe ich jetzt eben bei z.B. Alltagsaufgaben (im Haushalt z.B.) oder Behördendingen wesentlich länger und besser „am Ball“.
Von daher ist das für mich gar nicht mal so schlimm…
Gestern konnte ich, trotz Medikation, nachdem ich den Tag über meine „To Do Liste“ abgearbeitet habe, aber auch mal wieder ein Stündchen am Stück „zocken“. Muss sich wahrscheinlich auch erst alles „einpendeln“ und einen „Gesunden“ Mittelwert finden. Aber „böse“ drum bin ich nicht, nicht mehr so viel Zeit beim Zocken zu „verplempern“…
Es ist ja nicht so, dass Dich Frau Elvanse auf zarten Fittichen sanft zur Arbeit trägt.
Ich sag mal: Auf diese Idee kommen auch nur wir Menschen mit ADHS, dass wir denken, es sei Menschen ohne ADHS leicht möglich, ungeliebte Dinge unmotiviert zu tun. Das ist NICHT der Fall.
Was sie uns an dem Punkt voraushaben: sie lernen schneller und haben damit eher die Möglichkeit, sich emotional VOR Erledigen einer lästigen Aufgabe auf die Belohnung - das gute Gefühl DANACH zu beziehen.
Wenn wir medikamentiert werden, dann sollen doch genau diese Lernprozessen nachholbar sein - allerdings braucht es dazu Aufmerksamkeit, den Wunsch zur Eigenverantwortung, Geduld mit sich selbst und Zeit.
Das Thema sollte also sein: ist es Dir MIT Elvanse überhaupt oder besser als zuvor möglich, Strategien zu erlernen - wie z.B. eine angemessene Arbeitsorganisation, Überwinden von Prokrastination (haben wir einen schönen Thread dazu…).
Und nicht: wie pushe ich mich mit Stimulanzien so weit, dass lästige Dinge sich praktisch von selbst erledigen.
Das nur am Rande.
Jetzt schau mal, wie Du mit den 30 mg zurechtkommst und was sich nach und nach tut.
Heyho, genau so sehe ich das ja auch. Gestört hatte mich nicht, dass ich für lästige Dinge nicht motiviert genug gewesen wäre, sondern im Gegenteil, dass ich jetzt plötzlich keine Motivation für / wenig Spaß an eigentlich schönen Dingen, die ich sonst gerne mache, hatte. Da hoffe, dass sich das noch etwas einpendelt.
Oh, das klingt nach leichter Depression als Nebenwirkung. Das ist jedenfalls nicht der Sinn der Sache.
Gibt es bei MPH zuweilen. Nicht häufig, aber möglich. Bei Elvanse ist das eigentlich seltener.
Oder es könnte ein leichte Überdosierung sein.
Oder eine demaskierte Depression, also eine Depression, die vorher schon da war, aber nicht wahrgenommen wurde. Dann könnte Elvanse nichts dafür.
Drücke Dir die Daumen dass das bald verschwindet.
Falls nicht, solltest Du Deinen Doc ansprechen und entweder mit Antidepressiva gegensteuern oder das Präparat wechseln.
Hey Mein Name ist Andi(bin der Neue)
34 Jahre und seit 3 Monaten Diagnose ADHS.
Habe lange mit mir gehardert hier etwas zu schreiben, da lange Texte absolut nichts für mich sind
.
Jetzt schreibt Grumpy Cat hier einen Text, wo ich mir denke „Hey woher kennst du mich“
Mir geht es zu 90% so wie du es oben beschrieben hast.
Nehme seit 3 Monaten Medikenet. Erst 10-10-0 bis jetzt 30-0-0 (adult retardiert)
Fühle mich genau so wie du es beschreibst. Hatte schon alles in Frage gestellt ob es überhaupt hilft oder ob ich einen an der Waffel habe…
Lese hier viel positives über Elvanse, werde meinen Doc demnächst mal drauf ansprechen.
LG Andi
Hallo Andi,
kannst du einen neuen Thread eröffnen in der Abteilung „Neuvorstellungen“? Du kannst deinen Text einfach noch einmal dort hineinkopieren. Danke für deine Mühe. :lovedumb
Dieser Thread ist ja schon älter, da könnte dein Beitrag zu leicht untergehen.
Viele Grüße und :willkommen
Falschparker
Okidoki ich geb mein bestes