Mich würde Interessen, wie sehr euch die Medis beim Thema Dysphorie bei Inaktivität helfen.
Ich grübel generell viel über mein Wohlbefinden (wahrscheinlich auch eine Strategie) und mir is heute in der Arbeit deutlich aufgefallen wie stark meine Stimmung kippen kann wenn mal 1-2h Leerlauf is.
Also dann wenn z.B ein Termin ausfällt, und keine konkreten Aufgaben bestehen und ich mir irgendwas überlegen muss.
Ich rutsch dann relativ schnell in einen unzufriedenen, müden Zustand. Lesen wäre oft sinnvoll, aber Motivation is kaum aufzubringen.
Mich würde interessieren, in wie weit bei euch die Medis da helfen?
Elvanse macht es denke ich aufjedenfall leichter, aber es is immer noch unangenehm.
ich persönlich finde mittlerweile immer was. Wenn garnigs los ist spiele ich schach, oder recherchiere irgendwelche themen. Für mich ist es immer wichtig , nicht aus dem Flow zu kommen und einfach „weiterzuarbeiten“ ganz egal was es ist.
Ist bei mir oft passiert , wenn ich eben lange gegrübelt habe , was ich mit meiner Zeit nun anfange. Vielleicht versuchst du mal einfach irgendwas zu starten, was dir grade in den Sinn kommt. Ohne lange drüber nachzudenken (einfacher gesagt als getan) Ohne medis wäre das nicht möglich für mich. Vielleicht ist deine dosis zu niedrig?
Bei mir machen die dieses Problem gar nicht so viel besser, glaube ich. Sie machen vielleicht die Hürde ein wenig kleiner, mit etwas anzufangen, damit ich eben nicht mehr in diesem inaktiven Zustand verharre.
Aber währenddessen, also wenn ich rumsitze und nicht ins Tun komme, fühle ich mich immer noch richtig schlecht.
Am allerbesten hilft mir viel externe Struktur (Termine, Verabredungen etc.). Ich kann mir selbst leider nur sehr schwer Struktur geben bzw. ich halte sie nicht ein, weil dann oft doch der Widerstand gegen das Anfangen zu groß ist, selbst bei gar nicht so unangenehmen Aufgaben oder sogar Hobbys.
Und ich brauche auch immer so ein gewisses Momentum, das ich nicht ganz verlieren darf. Solange das Belohnungsgefühl der letzten geschafften Aufgabe noch nicht ganz abgeebbt ist, ist es deutlich wahrscheinlicher, dass ich noch eine Aufgabe anfange. Die Zustandswechsel (zwischen dem Inaktivitätsmodus und dem Aktivitätsmodus) sind halt das Schwierige, und da helfen die Medis zwar schon etwas bei, aber leicht finde ich es trotzdem nicht.
Das ist bei mir auch so. Und wenn ich eigentlich müde bin, ist der Zustandswechsel ja noch mal schwieriger und der Antrieb eben super niedrig, mich selbst zu etwas zu motivieren. Ich bewundere KollegInnen, die dann sofort das Zeitfenster effizient nutzen und für den nächsten Tag vorbereiten, korrigieren oder irgendwas „Sinnvolles“ machen. Ich falle dann auch oft eher in ein müdes Loch und bin froh, wenn irgendwer zum Quatschen da ist