Suche erstmal Rat anstatt Selbstdiagnose

Hallo liebes Forum,

Ich (m42) wollte hier mal gerne etwas nach Rat suchen.
Ich hatte eine 12 jährige Beziehung in der wir 2 Kinder bekommen haben.
Seid 3 Monaten sind wir jetzt getrennt. Die Trennung war letzten Endes von ihr iniziert worden.
Ich war ende letzten Jahres 2 Monate wegen einem Nervenzusammenbruch durch starke Eifersucht (und Depresionen?) In stationärer psychologischer Behandlung.
Das ganze hätte ich mir sparen können, weil sich das mit den Depresionen und teilweise Gedanken wie es wäre mir selbst, naja, etwas anzutun, nach der Trennung relativ schnell erledigt hatte. Ich denke mittlerweile, dass das eine Art Symptom meiner 1 jährigen Eifersuchts Odyssee war.

Jetzt ist es so, dass ich in den letzten 3 Monaten durch das allein sein sehr viel reflektiert habe und auf Dinge in mir gestoßen bin, die ich irgendwie die letzten 12 Jahre überhaupt nicht wahrgenommen habe durch den, für mich schon immer sehr schwierigen Alltag.
Ich habe seid jeher Probleme meinen Alltag selbst zu strukturieren. Meine Ex war immer sehr durchstrukturiert, während ich immer irgendwie bei allen Terminen mitlief.
Ob Urlaub oder Treffen mit anderen Leuten.
Ich selbst habe nie einen eigenen Freundeskreis gehabt, weil es mir extrem schwer fällt eine emotionale Bindung zu anderen Menschen aufzubauen. Gerade jetzt ein Problem, weil eigentlich alle Team-Ex sind und ich ziemlich allein bin.

Ein weiteres Problem unter dem ich sehr leide ist mein wechselndes Interesse an Dingen, das am ende immer ins nichts führt oder unnütz Geld kostet.
Ich habe Phasen, bei denen ich mich für irgendetwas interessiere ( photographie, 3d druck, Schach, gaming, mountenbiking, Krempel den man sammeln kann, usw, usw.)
Diese Phasen können so um die 2 Wochen dauern. In denen ich wirklich alle Kanäle von You tube über Podcasts bis Foren ausquetsche.
Und das zu jeder Tageszeit. Nach dem aufstehen, Pause auf der Arbeit, jede freie Minute des Tages. Mein Gehirn will einfach immer mehr Informationen zu dem Thema was gerade anliegt. Ich bin dann wie gefangen darin und komme nicht raus. Ich quatsche jeden damit voll, obwohl ich eigentlich nicht so der grosse Redner bin.
So schnell und plötzlich wie mein kopf auf ein neues Flash-Thema anspringt, so plötzlich ist es auch wieder weg. Danach kurze Zeit nur leere im Kopf, bis das nächste grosse Ding aufploppt.
Manchmal erwische ich mich dabei, wie ich 2 Minuten nur dastehe, bis ich überhaupt merke, dass ich schon wieder Knietief in einem Gedankenkreisel stecke.

Gesprächen und Unterhaltungen kann ich nicht lange folgen. Es sei denn sie betreffen mein aktuelles Interesse. Ansonsten schweife ich Gedanklich zu eben diesen ab.
Wenn sich längere Zeit nichts neues ergibt, gerate ich häufig in sehr negative Gedankenkreisel.
Längere Zeit mit mehr wie zwei anderen Personnen an einem Tisch sitzen halte ich auch nicht aus. Ich muss ständig aufstehen und mich kurz mit irgendwas ablenken.

Meine Ex hatte immer überall erzählt, ich hätte ja so viele Interessen. Aber Jahre über Jahre vergingen, in denen ich nie irgendetwas fand für das ich wirklich brenne. Immer nur diese ständigen unnützen Zeiten in meinen Blasen.

Als Kind und jugendlicher weiss ich noch, war ich auch immer sehr zurückgezogen, habe mich in irgendwelche Fantasie Welten zurückgezogen.
Ich kam nie wirklich so richtig auf die Dinge klar, die andere in meinem alter so machen.
War auch immer mehr der Mitläufer ohne eigene Ideen. Mein Kppf war voll mit allem. Nur nicht mit den Sachen die gerade von Belang waren.

Worauf ich hier hinaus will, ist die Frage nach der Symptomatik von ADHS, oder nur ADS? Ich wollte einfach mal bevor ich mich auch wieder komplett in diesem Thema verliere, direkt echte Menschen ansprechen. Ob es überhaupt Sinn ergibt das weiter zu verfolgen.
Ich hatte mich sogar schon gefragt ob ich nicht auf irgendeiner Art Autismus Spektrum liege.
Oder ob das zu weit hergeholt ist.

Es kommen noch hinzu, dass ich in unnützen Kleinigkeiten sehr pingelig bin.
Ich hinterfragen alles, alles muss mit Logik Begründet werden.
Die Sache mit der Kränklichkeit. Aufschieberitis.
Ungeduld wenn mir jemand etwas erklären.
Und mein Kopf steht halt gedanklich immer unter Dauerfeuer.
Ich wünsche mir manchmal, einfach mal ne halbe Stunde nicht denken zu müssen.
Ich Ich betrachte mich auch oft selbst von außen.
Analysiere mich permanent selbst.
Hinterfrage alles selbst gesagte und getane.

Ich weiss nicht wieso ich mit 42 Jahren erst anfange mir über dieses Verhalten gedanken zu machen.
Irgendwas scheint aber in meinem Kpof irgendwie anders zu ticken als bei anderen.

Ich hoffe es kann mir hier jemand ein paar Worte hinterlassen, die mir in irgendeiner Form helfen.

LG

Hey, das klingt schon sehr stark nach ADHS, ob mit oder ohne H spielt gar keine so grosse Rolle, die Konsequenzen sind die gleichen.

Ich würde unbedingt so bald wie möglich eine Diagnose anstreben, es kann leider dauern, bis du einen Termin erhältst…

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Dem was moya sagt ist nur zuzustimmen.

Das hört sich schon sehr sehr stark danach an.

Wna s du quasi direkt schon machen kannst, Mal schauen ob du noch die Zeugnisse hast von Klasse 1-6.

Da sind noch schriftliche Berichte über das Verhalten.

Ob da schon Sachen drinnen stehen wie:

Wirkt oft abwesend, träumt, kann nicht still sitzen, stört oft/starker Rededrang, kommt mit der Zeit für Aufgaben nicht zurecht, starke Notenschwankungen zwischen Fächern (weil man nur bei für sich interessanten mit macht) etc.

Das muss nicht alles vor kommen, aber wenn sich das über mehrere/alle Jahre zieht, wäre es ein weitere sehr starkes Indiz und auch schon mal eine gute Begründung wenn du auf die Suche nach eine Diagnostik gehst.

Gespräche mit Eltern oder Bekannten/ Verwandten die sich schon seit der Kindheit kennen, können ebenfalls wichtige Hinweise liefern.

Warum ich das sage: bei der Diagnostik wird neben der Gegenwart vor allem auch die Kindheit unter die Lupe genommen, da die Symptome da schon da gewesen sein müssen (andernfalls, könnte die Symptomatik auch andere Ursachen haben).

Ich bin damals mit meinem Verdacht zuerst zum Hausarzt gegangen, da würden zunächst Körperliche Ursachen ausgeschlossen (Blutuntersuchung, MRT vom Gehirn, Schlafüberwachung mit einem Gerät Zuhause, das Schlafapnoe ausschließen sollte).

Ich weiß nicht, ob das zwingend notwendig war, das wollte die Hausärztin so.

Ansonsten kannst du, wegen sowieso sehr langen Wartezeiten, auch schon zeitgleich nebenher versuchen eine Diagnosestelle zu finden.

Alle Psychiater, Psychotherapeuten, Neurologen die du nur finden kannst durch telefonieren.

Das wird, muss ich leider aber ehrlich sagen, aufwändig und frustrierend werden.

Aber es lohnt sich! Wenn es ADHS ist, und du entsprechend Therapie und evtl. Medikamente bekommst, kann sich die Lebensqualität schon enorm verbessern!

Alternativ gibt es, aber zum selber zahlen, auch die Möglichkeit Online eine Diagnose zu machen. Du hast dann die Gespräche per Videochat, bekommst Fragebögen die du am PC machen kannst (evtl. auch am Tablet/ Handy).

Die Kosten dafür sind soweit ich weiß, zwischen 500-700€.

Wenn das in Frage käme, solltest du dich allerdings vorher gut informieren, ob der Anbieter auch wirklich seriös ist.

Versuchen Erfahrungsberichten über verschiedene Portale zu finden. Über manche gibt es auch hier im Forum Erfahrungsberichte.

Ohne dafür Werbung machen zu wollen, sondern einfach als Erfahrungsbericht: ich war bei Neomentix (online), habe etwas mehr als 500€ bezahlt. Da ich hier absolut niemanden gefunden habe, der es auf Kasse diagnostiziert (nicht mal auf eine Warteliste habe ich es geschafft).

Muss ehrlich gesagt sagen, die Diagnostik hatte ausführlicher sein können. Es waren „nur“ Zwei Gesprächstermine per Video Chat, Fotos von meinen Zeugnissen und dann die Standardisierten, offiziellen Fragebögen.

Mir war damals aber wichtig, dass es „echte“ Psychiater sind, mit einer „echten“ Praxis in Köln, in die man auch persönlich könnte. Also in Deutschland ansässig, und keine dubiose Geschichte, wo man hat reicht weiß, wer oder woher die kommen.

Hoffe ich habe dich nicht erschlagen mit dem Text :sweat_smile:

Ich wünsche dir alles gute für deine Suche nach einer Diagnostik :four_leaf_clover:

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Habe tatsächlich letztens erst meine Zeugnismappe aus der Grundschule gesucht. Wegen meinem Umzug In die eigene Wohnung. Hab sie nicht gefunden.

Aber ich weiss auf jeden Fall noch, dass dort drin stand beschäftigt sich während des Unterrichts häufig mit anderen Dingen. Hat Probleme dem Unterricht zu folgen. Und auch entweder abwesend oder voll drüber, weiss ich noch aus meiner Errinerung.

Rat der Lehererin: Hauptschule.

Dort habe ich in der 5. und 6. Komischerweise fast nur 1sen und 2en gahbt.

War aber auch plötzlich alles interessanter vom Stoff her.

Mir fällt noch ein, mein Vater hat auch irgendwie sein ganzes Leben nicht wirklich viel auf die Reihe bekommen.

Ich weiss ja nicht wie das mit vererbbarkeit ausschaut.

Nein du hast mich nicht mit deinem Text erschlagen.
Das war sehr hilfreich von dir. DANKE

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Das klingt schon auch sehr typisch.

Die Vererbbarkeit ist übrigens sehr hoch.

Je nach Quelle hab ich von 75-80% gelesen.

Bei mir sind vermutlich beide Elternteile betroffen.

Zu meinem Vater habe ich keinen Kontakt mehr, aber das Verhalten und der Lebenslauf deuten zumindest darauf hin.

Meine Mutter weigert sich zur Diagnose zu gehen, obwohl sie auch ihr ganzes Leben schon mit den Problemen und starker Selbstabwerung dadurch zu kämpfen hat.

Bei ihr bin ich mir 100% sicher.

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Es gibt nur ADHS; ADS ist veraltet.

Du könntest eine Diagnose machen lassen, allerdings musst du sie wahrscheinlich selber zahlen. Kassenplätze sind sehr sehr begrenzt und haben oft Wartelisten von 2 Jahren. Bei Privatpraxen bekommst du schneller einen Termin, kosten sollten dir dort davor transparent genannt werden, in meinem Umfeld haben wir alle 300€-500€ gezahlt.

Das ist korrekt, deswegen: Falls du die Diagnose hast, unbedingt auch bei den Kinder checken! Du kannst ihnen damit ggf viel Leid ersparen, wenn sie früher die Diagnose haben und Medikamentös behandelt werden können.

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Bei mir waren’s 3 Jahre. Ich würde mich trotzdem auf die Warteliste setzen lassen. Wenn sich dann vorher was Anderes ergibt, kann man ja wieder absagen. Und ergibt sich nix, dann hat man wenigstens schon mal einen Termin.

Hast du auch 3 Jahre gewartet? :open_mouth:
Also 2 Jahre wäre jetzt, Sommer 2026, und mein Studium ist jetzt zu Ende. Ich wollte auf gar keinen Fall bis Ende meines Studiums warten, weil ich mir von dem Medikamenten ja auch besser Leistungen erhofft habe ( und das ist auch eingetreten; + habe ich einen Nachteilsausgleich für Prüfungen bekommen).
Deswegen hab ich mich gar nicht erst draufsetzen lassen, sondern dann aktiv nach Privatpraxen gesucht.

Ja sicher.

Mir ging es ja nicht um Medikation, sondern vor allem um Klarheit.

Ich hatte ja zuerst die Vermutung Asperger oder atypischer Autismus. Und ich war nach dem x-ten verlorenen Job einfach mit meinem Latein am Ende.

Glücklicherweise fand ich dann einen Arbeitgeber, der mich akzeptierte und konnte mal 6 Jahre im gleichen Betrieb bleiben. Bis der alte Chef aufhörte und neue Chefs übernahmen…

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Oh, wow. Die Geduld hätte ich ja nicht - ADHS lässt grüßen :rofl:
Autismus habe ich auch, hab ich mir aber selbst diagnostiziert. Habe da momentan keine lust geld für die diagnose auszugeben, weil ich brauch die für mich auch nicht. Ich weiß es auch so (und mit 2 autistischen Familienmitgliedern wäre das auch nicht weit hergeholt).
Bei ADHS ging´s mir eben um die Medikamente…

Ah shit…

Genau.

Den neuen Chefs teilte ich natürlich meine Diagnosen beim Einstellungsgespräch mit, was sie mit einem lapidaren „ach in dem Beruf hat doch jeder Irgendwas“ zur Kenntnis nahmen.

Aber schon nach kurzer Zeit gab es „Knatsch“ weil ich weiterhin stur auf meinen Grenzen bestand und nicht bereit war, mir irgendwelche Übergriffe - auch nicht von Arbeitgeberseite - gefallen zu lassen. Also schmissen sie mich nach anderthalb Jahren raus. Genau wie vorher die Anderen aus dem alten Mitarbeiterstamm, die nicht nach dem neuen „Friss oder Stirb“-Prinzip arbeiten wollten.

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Hallo MySelf,

du hast ADHS und Autismus in den Raum geworfen und ich denke, einige deiner genannten Punkte können darauf hinweisen, dass vielleicht eine Mischform - AuDHS genannt - vorliegt. Dabei ist die Diagnostik manchmal gar nicht so leicht, weil die autistischen Merkmale die ADHS-Symptomatik beeinflussen und „verstecken“ können oder die ADHS-Symptome den Autismus teilweise „unsichtbar“ machen.

Ich möchte dich gern darin bestärken, die Diagnostik anzustreben. Allerdings braucht man gerade bei Mischformen im Erwachsenenalter wirklich erfahrene Diagnostiker. Ansonsten läuft man Gefahr, falsch-negativ diagnostiziert zu werden.

Liebe Grüße und alles Gute für dich!

Hast du noch einen guten Draht zu deiner Ex? Wäre es möglich mit ihr mal deine Einschätzung im Rückblick zu reflektieren?

Also in Bezug auf die Kinder regeln wir soweit alles ganz gut.
Ich war gestern bei meinem Hausarzt und hab mir ne Überweisung für eine Psychotherapeutische Massnahme geben lassen, wegen depresiver Episoden. Und Paranoia, was Trennung und das voher gemeinsame Umfeld betrifft.
Meine ausbordende Fantasie macht mich gerade jetzt ziemlich kaputt an manchen Tagen.
Werde dann nochmal das Thema ADHS ansprechen.
Aber meine, ich würde mal sagen Sozialphobie hat letztlich auch eine grosse Rolle bei der Trennung gespielt.
Wenn da einer kommt, der halt alles besser macht und kann und reges Interesse an ihren Freunden zeigt… naja, ging halt alles gut, bis sie mal wieder raus und was erleben wollte.

Aber ich denke ich werde mich wegen dem Thema ADHS nicht mit ihr auseinandersetzen. Das ist mental gerade nicht drin bei mir.

Da schau… auch das kenne ich.

Aber so unglücklich wie wir beide in der Beziehung/Ehe waren, habe ich meinen Frieden damit gemacht. Meine Frau ist ja nicht mein Besitz. Und wir haben nur das eine Leben.
Also lieber Trennung und Freunde bleiben.

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Ich will das jetzt gar nicht bewerten, nur meine Gedanken dazu:
Wenn ein sehr aktiver Part und ein weniger aktiver Part zusammen sind, kann das ziemlich clashen. Der eine will raus, was erleben, ist vielleicht Unternehmungs/- abenteuerlustig, der andere hockt lieber in der Bude und ist glücklich damit. Das kann funktionieren, muss es aber nicht - wie du ja leider selber erlebt hast.

" bis sie mal wieder raus und was erleben wollte." Kannst du ihr das verübeln? Also wenn/falls sie der aktive(ere) Part ist/war. Ich bin auch Typ „raus und was erleben“ und mein Partner ist auch der mit der Sozialphobie. Ich hab mir angewöhnt, ihn einfach zuhause zu lassen, sonst gibt das wieder nur streit wenn ich ihn mitschleifen will. Ärgert es mich trotzdem ? Ja, manchmal schon. Ich find´s halt schön, wenn man gemeinsam unterwegs ist, andere Paare machen das ja auch…
Also ja keine Ahnung ob wir das langfristig hinbekommen :woman_shrugging:t2: sind noch kein Jahr zusammen. Wir haben beide ADHS.

Sollten wir uns je trennen, wird seine Sozialphobie und seine Stubenhockerei sicher ein (großer) Punkt sein…

Andererseits leben meine Eltern seit 26 Jahren zusammen, und meine Mutter ist auch Typ raus gehen und mein Vater hockt glücklich alleine daheim. Es kann also auch funktionieren. Meine Mutter hat sich halt ihr Netzwerk draußen aufgebaut ohne ihn, und er hat mit seinen paar Freunden fast nur online Kontakt und mal 1-2x im Jahr treffen. Aber klappt für die beiden.

Schön erkannt

Danke für deine ehrlichen Worte.

Ich habe jetzt nach 3 Monaten mitlerweile erkannt, dass es charakterlich am Ende auch nicht mehr gepasst hat.
Wenn man sich irgendwann in einen „nur guten Freund“ verliebt, ist da auch kein Platz für Vorwürfe.
Solche Dinge geschehen wohl einfach.
Meine Ärztin meinte zu mir, ich soll mir darüber im klaren sein, dass die Trennung nicht erst 3 Monate her ist, sondern nach meinen Rückblicken nach schon vor 2 Jahren begonnen hat.
Schleichend ohne bemühen von uns beiden.
Wir haben es einfach beide ins bittere Ende laufen lassen.
Sie ist natürlich feiner raus wie ich, mit ihrem neuen sicheren Hafen.
Aber ich habe jetzt die Chance mir mal ein eigenständiges Leben aufzubauen.
Ich hoffe ich gehe irgendwann gestärkt aus der ganzen Sache hervor.

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Das ist ja leider oft so - meine letzte Beziehung endete nach 4 Jahren, aber das Ende war eigentlich schon nach 2,5-3 Jahren eingeläutet, wenn man ehrlich ist.
War bei uns wie bei euch…

Das freut mich ehrlich, dass du das so siehst und ich denke, dass ist ein erster großer Schritt Richtung Veränderung und neu Anfang :four_leaf_clover:
Ich weiß wie hart eine Trennung ist, da kann man erstmal auch nichts beschönigen, und das ist auch vollkommen okay.
Aber, zumindest bei mir, rückblickend betrachtet bin ich immer stärker raus gegangen und wusste genau, was ich nun zukünftig definitiv nicht mehr will.
Man lernt dazu, auch wenn es manchmal sehr schmerzhaft ist.

Ich kenne auch so ein Paar, sind beide schon über 70. Er macht alles allein, in Urlaub fahren, Radtouren machen, Joggen gehen, Freunde treffen. Sie bleibt zu Hause. Aber es scheint für die beiden so okay zu sein.

Viel Glück dafür!

Ich bin normalerweise nicht derjenige, der vorschnell bei anderen Autismus „diagnostiziert“, aber es könnte bei dir schon sein, sodass sich eine Diagnostik auf jeden Fall lohnen kann. Empfehlen würde ich eine Autismusambulanz (meistens an den Unikliniken), aber es ist wirklich sehr schwer, dort einen Termin zu bekommen, zeitnah in der Regel gar nicht, und manchmal sind sogar die Wartelisten geschlossen.

Ich bin gerade nicht sicher, wie du diesen Satz meinst?

Es ging bei dem Hinweis auf Vererblichkeit darum, dass es bei deinen Kindern nicht unwahrscheinlich wäre, wenn du es hast. Das heißt, „auseinandersetzen“ musst du dich erst mit ihr, wenn du deine Diagnose sicher hast und sich Auffälligkeiten bei einem deiner Kinder zeigen.

Dann wäre es natürlich wichtig, dass du ihr deine Diagnose nicht verschweigst, damit dein Kind ohne jahrelange Umwege Hilfe erhalten kann.

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