Suche Psychiater der selbst von ADHS betroffen ist

Hallo zusammen,

wie der schon sagt, ich suche nach eine/en Facharzt Psychiater der/die selbst davon betroffen ist.. Lieber wäre mir Rhan-Main-Gebiet aber wäre ich bereit +/- 100 km radius..

Ich bin zwar schon diagnostiziert und medikamentös eingestellt aber ich habe oft das Gefühl , dass er mich nicht richtig versteht, vor allem, wenn es Hormonelle Probleme bei Frauen geht..

Wenn, jemand wirklich eine kennt, wäre ich dafür sehr dankbar ..

Mit vielen lieben Grüßen

Ann

  

Es gibt doch genug nicht bezrpffene Psychiaterinnen die dazu sehr deutlich geforscht und auch sehr hilfreiche Fachbeiträge etc. verfasst haben und deutlich bemängeln wie wenig Frauen mit Zyklus und den Hormonphasen (Junges Alter, Schwangerschaft, Wechseljahre, Zyklus) berücksichtigt werden sondern alles auf junge gesunde Männer als Therapieempfehlung ausgerichet wird

Erstmal herzlich willkommen hier im Forum!

Vielleicht magst Du Dich ja noch etwas mehr vorstellen, damit wir wissen, ob Du zB schon eine Diagnose hast.

Vielleicht etwas näher erklären, weshalb Du Deine Frage stellst, was für Erfahrungen Du schon gemacht hast…

Zu Deiner Frage: es kann schon sein, dass selber betroffene Ärzte einen teilweise intuitiver erfassen können.

Aber man sollte das nicht einfach so von vornherein zur Vorbedingung machen.

Ich meine, wenn eh schon alle Psychiater lange Wartelisten haben… würdest Du, wenn Du zB noch nicht diagnostiziert bist, ein Jahr lang auf Deine Diagnostik warten wollen, um dann womöglich 500 km zu reisen zu einem Arzt, der vielleicht selber betroffen ist, bei dem die Chemie dann doch nicht passt? Die 500 Euro für die Selbstzahler-Diagnostik und evtl. Übernachtungskosten kommen womöglich noch dazu.

Und wo kriegst Du dann alle drei Monate Deine Rezepte her?

Das ist ja immer das größte Problem - man braucht nicht nur die Diagnose, sondern man muss ja diese BTM-Rezepte persönlich abholen kommen und elektronisch gibt es die auch noch nicht.

Wenn Du keine Medikation möchtest, dann brauchst Du eigentlich auch keine Diagnose…

Das eine selbstbetroffener Psychiater grundlegend darin besser ist, ist glaube ich ein Trugschluss.

Entweder hat jemand Ahnung und ein Händchen dafür und nimmt die hormonelle Sache ernst oder nicht, da ist ADHS kein Garantieschein für.

Hatte/Habe bisher zwei männliche Psychiater, beide ohne ADHS , die die hormonelle Problematik gut mit im Blick hatten. Mein aktueller Psychiater hat z.B ein sehr ADHS freundliches Praxiskonzept an dem ich mich sehr verlässlich orientieren kann.

Vor einem Ergotherpeuten mit ADHS Expertise und selber ADHS bin ich sogar mal geflüchtet , weil sich beiderseits ADHS gegenseitig hochgeschaukelte hat .

ADHS Patienten medikamentös behandeln kann man glaube ich "einfach"lernen, wenn man will und ADHS und individuelle Reaktionen auf Medikamente als solches ernst nimmt .

Die Suche nach einem guten Facharzt ist eh schon schwer und dann noch jemanden finden, der selbst betroffen ist und der auch noch zugleich Medikamentös perfekt aufgestellt ist, dass grenzt glaube ich schon an einem Lottogewinn.

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Also ich glaube, dass unser aktueller Kiju Psychiater betroffen ist.

Einerseits ist er ein sehr cooler Typ, spontan, eben auch total verständnisvoll.

Aber es ist insofern heikel, weil er sich - früher zumindest, als neu bei ihm waren - manchmal total schnell aufregte und plötzlich Sachen sagte, die mir die Kinnlade runterfallen ließen.

Am Anfang wusste er wohl noch nicht so richtig, was ich für ein Typ bin und ob ich jetzt für immer alles besser zu wissen meine oder ob ich auch mal was so akzeptiere, wie er es vorgibt.

Seit er unseren älteren Sohn nicht mehr zu betreuen braucht und der jüngere seine Krise überwunden hat, ist es sehr entspannt mit ihm.

Ich bin aber auch entspannter bei den Terminen, weil ich nicht so viele Fragen in die Termine rein pushen muss.

Also ich denke, dass es mit Stress und Impulsivität zu tun hatte… emotionale Kontrolle ist eben dann bei einem betroffenen Arzt nicht so wie bei einem nicht betroffenen Arzt.

Insofern … ist meine Erfahrung jetzt auch nicht so, dass ich dazu raten würde, unbedingt auf selber betroffene Ärzte zu bestehen.

Man kann erst in der Situation sehen, wer passt…

Ansonsten schildere doch mal hier deine Probleme, vielleicht kann jemand helfen ?

Guten Abend ,

wie verschämt von mir.. Ich bin 43 J und habe meine ADHS diagnose seit Januar letztes Jahr .. Bin in Medikamentöse Behandlung nehme Täglich 50 mg Elvanse.. Mein Psychiater ist recht gut aber ich hab eoft das Gefühl , dass er mich nicht so ganz versteht oder will.. Ich habe ihn erzählt, dass die Medikamente vor der Periode kaum Wirkung zeigen und ihn gefragt ob da eine Zusammenhang zwischen Hormonelle Veränderung und die Wirkung von Elvanse gibt und er meinet, dass da keine gibt und dass er sich immer Fortbildet und er hat es auch noch von keinen Weibchen Patienten gehört ..

Gefragt habe ich das obige, weil ich kürzlich jemanden kennengelernt habe der auch betroffen ist und er hat mir unter anderem auch erzählt , wie Glück er damals hatte , eine Psychiaterin gefunden zu haben die selbst ADHS hat und wie leichter, dass alles die Kommunikation gemacht hatte..

Leider er wohnt sehr weit weg und ich habe es satt mit Neurotypische Leute was zu erzählen die sowieso es nie von meine Perspektive vertehen werden. Da, es zu hören und selbst damit zu Leben nur so kann der eine die alltägliche Herausforderungen, was ADHS in alle Bereichen meines Lebens mit sicht bringt verstehen.

Sorry für das lange text, die Medis wirken nicht mehr und mein Kopf quetscht noch letzt raus bevor es sich verabschiedet ..

Euch noch einen schönen Abend und Gute Nacht

LG Love2

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Hallo Love2,

danke für Deine zusätzlichen Informationen.

Irgendwie war vorhin Dein Text nicht vollständig lesbar, sodass ich das Meiste gar nicht sehen konnte.

Nelumba hat das inzwischen bearbeiten können, sodass ich jetzt erst sehe, dass Du ja doch schon einiges geschrieben hattest.

Also das Hormonelle ist eigentlich mittlerweile doch ziemlich erwiesen, so kommt es mir vor.

Dopamin hat einen Östrogen-Bezug.

Hierzu könntest Du mal in die adxs Wissensdatenbank schauen.

Hier unten drunter werden in dem Kasten automatisch passende Kapitel vorgeschlagen. Es ist nicht immer alles genau passend, aber das hängt auch davon ab, was im Thread geschrieben wird.

Das könntest Du jedenfalls mal ausprobieren und da mal nachsehen.

Martin Winkler ist auch jemand, für den der Zusammenhang völlig logisch ist. Da könntest Du vielleicht auch mal in seinem Blog ADHSSpektrum ; suchen und nachlesen.

PS: Ich habe Deinen Klarnamen durch Deinen Nicknamen ersetzt.

Also da wir nicht so viel zum Zyklusthema geschrieben haben, wird jetzt doch noch nichts vorgeschlagen.

Schau mal hier unter

2.1.7 Bedarfsabhängige Einnahme

5.13 Zyklusabhängige Symptomschwankungen bei Frauen

Hallo ,

vielen Dank Nano für all die wertvolle infos .. Ich bin inzwischen schon seit etwa zwei Jahre auf RHT angefangen habe ich mit Estreva Gel und seit etwa einen halbe Jahr nehme ich zusätzlich aus Progesteron ein.. Ich weiß, dass da eine den anderen positiv & negative beeinflussen kann aber ich brauche beide, sonnst muss man mit den Konsequenzen umgehen und bin froh, dass die überhaupt gibt und helfen..

Lg Ann

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Hier ist ein erster Vorgeschmack von Martin Winkler:

Es gibt wahrscheinlich auf seiner Steady-Seite auch eine Aufzeichnung von einem Vortrag von ihm zum Thema.

Auf der Webseite des DACH Verbandes Neurodiversität gibt es ganz unten unter den aktuellen Veranstaltungen „Der erste Dienstag“ eine Aufzeichnung seines Vortrages zu ADHS bei Frauen.

Ich muss jetzt aber erstmal schlafen.

Ob das Jahr ausreichen würde - und was wenn du den dann für unsensibel null emphatisch finden würdest und erst recht nicht verstanden und gut aufgehoben fühlst?

Leider ist heute schon Auswahl schwierig, doch wenn die Chemie stimmt bzw. man sich auch sonst gut aufgehoben fühlt finden sich meist gute gemeinsame Wege

Hallo, ich bin 47 und ich vertrage die Hormonschwankungen der Perimenopause überhaupt nicht. Aktuell komme ich am besten mit folgendem Setup klar:

  • Desirett Gestagenpille, teilweise auch mal 4-wöchig mit doppelter Einnahme am Morgen, weil meine Zwischenblutungen nicht aufgehört haben und ich immer noch Eisprünge gespürt habe…
  • Bei Bedarf abends zusätzlich bioidentisches Östrogen auf die Haut ( 1-2 Hub). Aber nicht, wenn ich Zwischenblutungen habe.
  • Elvanse 20 mg morgens und manchmal auch noch mittags die gleiche Dosis

Hör Dir mal diese Folge an: #40 ADHS und Wechseljahre – eine explosive Mischung | mdr.de , dann gibt es dort auch mehrere Folgen zur Gestagenpille. Irgenwo wurde das mit der doppelten Einnahme der Gestagenpille genannt (Aber Vorsicht! Geht nicht bei Slinda!). Das hat mir dieses Jahr im März gut geholfen.

Ich habe mir von der Psychiaterin auch zwei Bücher gekauft, die ich gut finde und sie hat zwei Praxen in Bayern.

Mein Psychiater ist nicht betroffen, hört mir aber zu und gibt mir auch Tipps. Er lernt glaub ich auch gerade, wie stark der Einfluss der Hormone bei ADHS ist…

Viel Erfolg!

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