Tagesklinik Problematik -- Abbruch? Was kommt dann?

Hej liebe Leute,

seit es mir so schlechter geht, merke ich auch, dass es den Menschen hier im Forum schlechter geht, scheint eine ganz dumme Phase gerade zu sein.

Ich bin ernsthaft verzweifelt und weiß nicht mehr ein noch aus.

Ist, hüstel, dezent länger geworden. Ich freu mich dennoch, wenn ihr mal drüberlest und vielleicht Tipps habt.

Seit dieser Woche bin ich nach monatelangem warten endlich in der Tagesklinik aufgenommen.

Natürlich sollte ich direkt nach dem Urlaub kommen, am Vorabend Abends erst zuhause angekommen.

Ich, natürlich wie Hulle aufgeregt und eigentlich total drüber.

Entschuldige mich dauernd bei der Pflegekraft, dass ich soviel von ihrer Zeit in Anspruch nehme. Sie sagt, dass ich mir da keine Sorgen machen soll, das sei okay und das Personal würde das schon kommunizieren. Ich müsse nicht dauernd auf die Uhr schauen.

Am ersten Tag erstmal aufgenommen, alles vergessen verlegt, total fahrig und aufgeregt. Auch natürlich gleich Visite gehabt.

Komm in einen überhitzten Winzraum mit einem Tribunal an fünf Leuten, keiner lächelt auf meinen Versuch meine Anspannung bisschen abzubauen.

Ja, ich weiss, die Späße sind nie witzig. Trotzdem.

„Was erwarten Sie denn hier?“ fragt mich die OÄ am Tischende. Tzja, keine Ahnung. bin ein bisschen kalt erwischt, hab keinen Plan, sage, dass ich das doch im Aufnahmebogen breit erklärt habe und frage, ob sie ihre Frage näher eingrenzen könne. Ich solle mal einfach erzählen. hm… Puh. Naja, fang ich halt bei Adam und Eva an. Irgendwann stoppt sie mich und sagt: „Ja, ich seh Sie ja schon eher in einer Spezialambulanz in 70/90km Entfernung. Dann hamse hier jetzt erstmal zwei Wochen Probezeit“

Ich sage: „Wow, und dafür habe ich jetzt Monate auf den Platz gewartet?“, verkneife mir weiteres zu sagen, weil ich sonst vor Verzweiflung zu heulen beginnen würde und stehe auf, die Therapeutin sagt, sie komme sofort. Ich gehe wie betäubt raus.

Die Therapeutin braucht ewig, ich dackele ihr hinterher.

Wir gehen mit Pflegekraft in ihr Zimmer. Das übrigens einen total unbequemen Stuhl hat und dort soll sie mich ärztlich und psychotherapeutisch betreuen.

Ich bleibe stehen und bin total angespannt. Sie sagt, ich solle mich setzen, sie empfinde mich als aggressiv. Ich bleibe stehen, weils einfach besser tut.

Ich habe den Eindruck, mich einmal fallen lassen zu dürfen und kotz mich aus, so lange gewartet zu haben, Holterdipolter einbestellt werde und nach monatelanger Wartezeit sagen die: Nö, sind hier falsch, stellen Sie sich mal in die monatelange Schlange nach da drüben an. und dann eine Probezeit zu haben. Dass ich scheissangst habe, meine Stelle zu verlieren und nicht noch länger krankgeschrieben sein kann. Die Ärztin meinte, dass das ja auch, wie beim ambulanten Psychotherapeuten der „Probatorik“ diene. Na toll.

Die Pflegekraft hat total lieb deeskalierend gewirkt und mich co-reguliert. Ich find das total gut und bedanke mich dafür.

Therapeutin klärt mich etwas auf, sie meine, ich sei aggressiv und zu hochbdosiert. Oh, ist mir garnicht aufgefallen. Änder ich morgen mal.
Sie erklärt weiter zu meiner Problematik der Emotionsregulation abends (Kind benötigt Bindung und Nähe und kreischt und ich ertrags nicht mehr, mir jeden Abend verdödeln zu lassen und nichts für mich machen zu können. Rausgehen funktioniert nicht, weil Kind mir kreischend hinterher rennt. Ich kann keinen klaren Gedanken mehr an Abenden fassen, gerate in Stress und brülle rum. und schäme mich dafür. Das läuft seit Jahren so und ich schaff das so einfach nicht mehr)

Dass ich gemerkt habe, dass mir cbd hilft, der Konsum aber den Richtlinien der Klinik widerspricht. Dass mich Medikinet nach Wirkung (Mann sagt, ich gucke dann so grummelig), richtig runterzieht und ausserdem auf den Magen schlägt usw. . Also ob ich cbd weiter nehmen dürfe bei Bedarf.

Sie meint, sie könne mich mit Beruhigungsmitteln „wegballern“, das sei aber nicht die Lösung, sie spreche aber mit OÄ. Und sagt, sie sehe das Problem nicht, Elvanse hätte doch unretardierten Anteil.

Ich bin etwas irritiert und erkläre, dass Elvanse einen anderen Wirkmechanismus habe und als Produg erst im Körper umgewandelt werde. Sie kommt etwas ins schwimmen und sagt, sie kenne sich mit ADHS nicht so aus und lese sich mal ein. Bin ich fein mit.

Habe später oder einen Tag später ein kurzes Gespräch über sehr belastende depressive Gedanken und meine Hilflosigkeit dazu, da bislang keiner bereit oder in der Lage war, mir dazu zuzuhören und wie unfassbar belastend ich das empfunden habe und froh und erleichtert bin, das endlich mal loswerden zu können. Sie sagt, dass das vom Klinikpersonal ausgehalten würde. Wir würden aber auch Skills ausarbeiten, um sowas frühzeitig zu erkennen.

Am nächsten Tag berichte ich ihr, dass der letzte Abend wieder schlimm war und für mich unerträglich. Sie wiederholt das von gestern, stellt mir aber nichts zur Verfügung, keine Skills, keine andere Hilfe. Sie spreche mit der OÄ.

Im Gruppengespräch kommt heraus, dass min 2/3 der Mitpatienten ADHS haben…

Mir läufts schauerartig runter, dass die behandelnde Ärztin basale Kenntnisse einer offenbar mit am häufigsten behandelten Störung im Klinikalltag nicht drauf hat.

Am nächsten Tag fiel mir ein, dass ich ja noch einen Befund hatte und mir fiel ein, dass ich ja ein anderes MPH oder sowas wie Attentin vielleicht probieren könnte und erzähle das der Pflegekraft. Die Ärztin sagt mir, dass sie mich später sprechen wolle, aber nur kurz Zeit habe. Sie fragte, was ich denn schon wieder wolle und sie könne mir für abends Beruhigungsmittel anbieten.

Dann erklärte sie mir angepisst, es sei für sie ein großer Aufwand gewesen, im Hintergrund mit der OÄ alles abzusprechen und ich ohnehin auch das dritte Gespräch in dieser Woche hätte und dass ich zuviel von ihrer Zeit in Anspruch nehmen würde.

Sie kam so richtig ins meckern und ist richtig pissig und ich frage mich, warum die Stimmung so gekippt ist und sie wie aus dem nichts so schlecht drauf ist.
Sie erklärte, dass ich so zur Seite von ihr weggeguckt und gelächelt habe, als sie ihren mit der OÄ erarbeiteten Vorschlag gesagt hat. Das habe sie gestört und daher habe sie dann abweisend reagiert. Sie sei ja auch nur ein Mensch und man solle vernünftig mit ihr umgehen und sie möge es nicht, wenn man sich lustig über sie mache.

Ich habe gesagt, dass sie ja hätte nachfragen können, was dieses Verhalten von mir bedeuten soll, ich habe das nämlich garnicht bemerkt. Und dass sowas halt eine Übersprungsreaktion auf stressiges Verhalten sei (Hatte mich der Psychologe, den ich vielleicht habe oder auch nicht, darauf angesprochen: Warum lachen Sie? fragte er). Sie sagte, ich hätte ja das erklären müssen.

Sie sagte außerdem, dass sie meine, meine Medikation sei eh zu hoch, da ich so aggressiv sei und es zu reduzieren, hätte ich ebenfalls abweisend reagiert. Ich wisse ja alles schon vorher. Sie störe es, dass sie sich für die Auswahl der Behandlungsmethode rechtfertigen müsse.

Ich habe ihr erklärt, dass es sich erstens um meinen Körper handelt und ich natürlich ganz genau darauf achte, was mit diesem passieren und deshalb Erklärungen benötige. Was im Übrigen weniger anklagend als „Rechtfertigung“ klingt.

Außerdem wollte ich noch zum Gegenfeuer ansetzen, dass ich sie gerade zweimal kurz gesehen habe und sie bei Produg/Retardierung solche krassen Wissenslücken offenbart habe… Habe mir das aber gekniffen, das wäre nur ein draufhauen gewesen und, Elvanse sei Dank, soviel Impulskontrolle gabs dann. Außerdem finde ich das miesen Stil.

Sie meinte nochmals, wir müssten über die Wahl der Medikation sprechen. Ich sei ja aggressiv durch Elvanse, das sei schliesslich eine Nebenwirkung, das stehe in der Fachinformation. Ne, ich will das Medikament behalten, das wirkt gut, habe ich ihr gesagt und dass ich nun mal impulsiv bin und das nun mal zu mir dazugehört und ich das nicht abstellen kann, sondern nur einen Umgang damit benötige. Sie kennt mich vorher ausserdem garnicht und könne das gar nicht beurteilen, obs jetzt schlechter ist. Ausserdem habe ich erklärt, dass ich bereits am Vortrag aufgrund ihres Hinweises am Tag davor eine Reduktion probiert habe, die ich eigentlich länger halten wollte wegen steady state, aber aufgrund der Nebenwirkungen das sicher nicht so weiter probiere. Daher passe das für mich leider nicht.
Ich habe ausserdem erklärt, dass ich gemerkt habe, dass Medikinet für mich nicht passt, ich werde dann am nächsten Tag tieftraurig und ausserdem wird mir davon übel. Ob wir eventuell da etwas ausprobieren können und einfach mal testen. Das wollte sie auf keinen Fall, es gäbe nicht „mehr“.
Ich äusserte mein Unverständnis darüber, dass sie nicht bereit ist, wirksame und nebenwirkungsarme Hauptmedikation zu optimieren, die die höchsten Effektstärken der Psychopharmaka hat und stattdessen nebenwirkungsstarke Beruhigungsmittel verordnen will, die nicht so wirksam und passgenau sind. Dass das nicht sachgerecht sei. Sie sagte, dass ist halt ein ADHS Problem sei und ich hätte doch gestern wieder mit der Familie geschrien.

Ausserdem erklärte ich noch, dass ich etwas im luftleerem Raum schwebe, ich weiss ja überhaupt nicht, wann mir wieviel Zeit zustehe oder wieviel Sitzungen ich hätte oder wie lange die wären. Für mich ist alles völlig unabsehbar und ich wisse garnicht, was passiere. Ich benötige etwas Sicherheit. Sie meinte dann, das werde sie jetzt nicht mit mir besprechen und das sei ja ein gutes learning für mich. So Geduld üben. Und dann sowas wie, dann können wir ja neu starten in der nächsten Woche.

Ich bin richtig schockiert, dass sie kurz vor Schluss vorm Wochenende so ein Fass aufmacht, so fucking unsachlich ist und absichtlich verletzend und drohend (Dann sorge ich dafür, dass du halt raus bist) Ich habe noch gesagt, dass es für mich problematisch ist, doppelt von ihr abhängig zu sein und ich es befremdlich finde, dass sie für mich unverständlich reagiert und ein Vertrauensverhältnis so nicht so funktioniere. Außerdem hat sowas doch Zeit und kann bis Montag warten.

Ich bin dann wieder wie betäubt raus gewankt, habe einen Mitpatienten gefragt, ob er mich als aggressiv wahrnimmt (btw.: Nein), bin in die Abschlussrunde und nach dieser noch mal zu der Pflegekraft gegangen.
Diese war verblüfft, bat aber, ich solle überlegen, der Ärztin noch ein Chance zu geben.

Ich schlafe seit der Tagesklinik schlechter, bin total überreizt und soll mich dann weiter von einer Person die so völlig frei von Fachkenntnissen in irgendeinem Gebiet und außerdem gehässig und bösartig, offen sein und behandeln lassen. Die persönlich angegriffenund garstig auf typische Trauma-/Stress-/wasweißdennich-reaktionen der Patienten reagiert. Die mir droht (weil wenn ADHS-spezifisch biste halt raus in der „Probezeit“, die mir ganz süffisant vorwirft, ich würde Hilfe anfordern und ausschlagen, schliesslich schreie ich mein Familie an und rüttele an Möbeln. Als würde ich mich dafür nicht eh wie ein Monster fühlen. Und Hilfe suchen. Das ist derart unprofessionell und machtausübend, ich sehe da keine Zusammenarbeit.

Ich meine, ich liebe Streit (Hallo, nicht umsonst habe ich Jura gewählt?!), ich bin impulsiv, was sich auch in weit vor Medikation liegenden Handlungen und Entscheidungen zeigt. Aggressiv war ich im Alter von 14-24.

Aber ich bin einfach nur richtig krank und benötige eigentlich eine sicheres Setting, ich kann gerade nicht kämpfen, ich will darum nicht kämpfen. Ich will einfach nur sicher sein, meine Problemfelder behandeln, um wieder gerade zu laufen und die Medikation optimieren. Mein Hauptfelder, wieso ich da bin.

Das andere ist ja auch völlig okay da. Die Mitpatienten sind alle toll und ich bin schon richtig traurig, wenn irgendwer entlassen wird, das Essen ist tatsächlich essbar, die Pflegekräfte empathisch und gut ausgebildet und erfahren. Aber das reicht eben nicht.

Ich bin seit Monaten nicht therapeutisch angebunden und habe in dem einen kurzen Gespräch gemerkt, wie gut es tat, endlich reden zu können. Ich warte seit Monaten darauf, nicht im Vierteljahresrythmus sondern einmal kurz durchziehen und schauen, einen passenden Zusatz für abends als Bedarfsmöglichkeit auszuprobieren und zu finden.

Ich bin nur am heulen und sehe einfach keinen Ausweg. Stets hoffe auf die nächste Chance die sich bietet und irgendwie wirds nie besser, sondern verpufft. Ich sitze seit Monaten komplett ohne Anbindung.

Ich sehe mich nicht arbeitsfähig und die Ausbildungsstelle sitzt mir im Nacken, dass ich nicht mehr viel Aufschub kriegen kann.

Und diese :face_with_symbols_on_mouth: wird als weitere grottenschlechte Fachärztin auf die Bevölkerung losgelassen. Die kann so schlecht sein wie sie will, ich glaub die können nichtmal durchfallen.

Weils noch nicht genug von den schlechten Ärzten gibt.

Ich überlege das abzubrechen.

Wenn du juar studiert hast nitze Jura Deutsch und erkläre mal das wir bei den vorsätzlichen Retraumatisierungen über Haftung, Aprobation etc reden müssten den vorsätzlich handelt wer wissentlich, willentlich oder auch billigend in kauf nimmt einen anderen zu schaden… zumindest gibt es dann mehr Respekt und Vorsicht

Danke für deine Antwort.

Ich bin da allerdings anderer Ansicht. Das führt nur zu noch mehr Frontenbildung und das ist ja garnicht mein Ziel.

Ich brauche nur einen sicheren Rahmen. Um handlungsfähiger und gesund (haha) zu werden.

Keinen persönlichen Krieg.

Genial an Jura ist halt, dass du für deine Klienten streiten darfst mit guter Arbeit, mit guten Argumenten und es dir im Prinzip dennoch egal sein kann, wie die Sache ausgeht.

Das wäre hier ja grundlegend anders und es wäre außerdem keine Diskussion über Gewährleistungsrechte einer mangelhaften Sache sondern es geht um meine persönliche Gesundheit und mein Leben.

Man könnte natürlich überlegen, ob die Klinik eine Ärztin alleine gegenüber Patienten einsetzen darf, die offenbar über null Vorwissen in dem Fachbereich verfügt. Approbiert ist sie offenbar ja. Besprechen tut sie sich ja auch offenbar mit der OÄ, auch wenn es ihr gegen den Strich geht, dass sie immer Rücksprache halten muss und sie es offenbar für unnötigen Bürokratieaufwand hält.

Ich wäre ehrlich gesagt verblüfft, wenn nicht wenigstens ein wenig Gesprächsführung und psychologische Basics während der Grundausbildung von Ärzten vermittelt würden.

Aber ich bin auch verblüfft, wieso eine Ärztin Psychologin spielen darf, die wirklich null Kenntnisse hat und persönlich gekränkt reagiert bei häufigem Verhalten psychisch erkrankter Menschen.

Bin ich anstrengend und kompliziert und Klugscheisser und hinterfrage alles? Ja! Aber das ist ja auch okay.

Ich meine, ey, es hat schon Gründe, weshalb ich in der Psychiatrie bin! Damit muss sie einfach um. Ich bin nicht aggressiv oder gefährde irgendwen, halte mich an Absprachen usw..

Abgesehen davon gerate ich bei solch einer Vorgehensweise in eine Streitschleife, die ich gerade nicht gebrauchen kann. Haftungsstreits sind langwierig und anstrengend und ändern meine derzeitige Situation nicht.

Es wirkt auch… überdreht und verzweifelt und nach Strohhalmen greifend und betrifft einen juristischen Bereich, in dem ich nichtmal Grundkenntnisse habe und nur ein wenig quer lesen könnte.

Und diese F…rau ist schon Ärztin und wird auch ihren Facharzt kriegen. Das wäre ein Kampf gegen Windmühlen, der nur mich zermürbt. Und keiner profitiert.

Liebe @Post-it ,

dieses Gefühl des Ausgeliefert-Seins und sich ohnmächtig fühlen kenne ich auch gut. Ich weiss von mir, dass ich dann aggressiv rüber komme. Es ist aber die pure Verzweiflung in mir drin. Kurz vor dem Weinen, das ich verbergen möchte um mich nicht noch kleiner und schwächer zu fühlen.

Je nach Setting greife ich dem manchmal vor und informiere darüber, dass ich eventuell aus der Not heraus angriffig rüber komme und sage wie es aber tatsächlich ist.

Das hat manchmal schon geholfen. Im medizinischen Umfeld.

Vielleicht wäre es hilfreich, wenn du mal zwei Schritte zurück treten könntest und „die mal machen lassen könntest“?

Es gibt leider einige Ärzte, die nicht gut damit umgehen können wenn sie gut informierte Patienten vor sich haben. Im ambulanten Umfeld suche ich dann weiter weil es ja nicht bringt wenn ich mich „dumm“ stellen muss um den Ärzten ihre „Macht“ oder was auch immer zu lassen.

Aber wenn du das Gefühl hast, dass die Tagesklinik an sich dir helfen könnte und der Rest stimmt mit den Therapeuten und Mitpatienten und sonstigen Angeboten, dann wäre es eventuell hilfreich wenn du innerlich Atemübungen oder sonst was machst während die besagte Ärztin redet?

Es ist ja leider auch nicht gesagt, dass eine andere Klinik „besser“ ist. Und nochmal monatelange Warten…?

Liebe Grüsse und viel Kraft!

Was ist denn der Grund für die Ablehnung von CBD? Die Konsumform oder die Beeinflussung von beispielsweise SSRI-Antidepressiva respektive ADHS-Medikation?

  • CBD blockiert im Körper wichtige Enzyme des Cytochrom-P450-Systems in der Leber, insbesondere CYP2C19 und CYP3A4. Genau diese Enzyme sind für den Abbau fast aller gängigen SSRI zuständig.
  • Da das CBD die Enzyme blockiert, kann Dein Körper das Antidepressivum nicht mehr in der vorgesehenen Geschwindigkeit abbauen. Der Spiegel des SSRI in Deinem Blut steigt an.
  • Ein künstlich erhöhter SSRI-Spiegel führt dazu, dass die Nebenwirkungen Deines Medikaments deutlich verstärkt werden können.
  • CBD kann auch ADHS-Medikamente beeinflussen. Lisdexamfetamin (z. B. Elvanse) und Amphetaminsäfte: Der Abbau von Amphetaminen im Körper ist komplex, wird aber teilweise ebenfalls über CYP2D6 beeinflusst. CBD kann theoretisch die Wirkung verlängern oder verstärken.

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Jura-Leute sind ja auch Profis in „Wer will was von wem woraus?“ Vielleicht ist das eine ähnlich gute Frage wie „Abbruch? Was kommt dann?“

Bei Deinem Empfängerhorizont kam es als Tribunal an. Sollte sicher nicht so sein. Nach keiner Auslegungsmethode. In der idealen Welt wären die Leute besser ausgebildet und das Farbkonzept in so einem Setting einladender und vor allem der Sitzplatz bequemer, auf den man monatelang gewartet hat, um sich mal fallen zu lassen. Das steht außer Frage.

Aber das Tribunal-Bild und die Sitzverteilung am Tischende usw. ermöglichen vielleicht ganz gut, mal die Perspektiven zu wechseln? Wie Du dort nicht bekommst, was Du willst, hast Du ja jetzt eine Woche getestet. Sogar relativ viele Anknüpfungstatsachen für die weitere sachverständige Subsumtion unter Deine Anspruchsgrundlage eingesammelt. Und Du bist sogar zur Rechtsmittelinstanz/Neustart in der nächsten Woche eingeladen. Da lohnt sich vielleicht, die Prozess-Strategie zu überdenken?

Bei mir entsteht eher das Bild einer Autobahnmeisterei: Im aktuellen Gesundheitssystem ist so eine Tagesklinik wahrscheinlich eine dreispurige Autobahn mit Staugefahr, teilweisen Baustellen, Personalausfällen, Urlaub, teilweise so seltsam gelb abgeklebten Spuren und Fahrbahnverengungen. Überall also auf 80 runtergebremst. Nicht nur bei Nässe. Und das Tribunal / die Autobahnmeisterei muss versuchen, alle ankommenden Autos da unfallfrei durchzuschleusen. Auch die, bei denen schon ein Reifen platt ist und die mit Warnblinkanlage an. Unfallfrei heißt vermutlich, ohne Crash, ohne Selbst- oder Fremdgefährdungen, mit Rettungsgasse, usw.

Und Du kamst an mit Deinem PS-starken Gefährt, direkt aus dem Urlaub (also vom Standstreifen?), beschleunigst notwendigerweise für die Auffahrt, kennst die Baustellensituation noch nicht - und ein angemessenes Fahrsicherheitstraining für so ein schnelles Auto ergab sich bisher auch noch nicht. Cooler Wagen an sich - und dann noch dieser Sticker „Ich liebe Streit“ und eine funktionierende Hupe.

Weiß nicht. Bei mir klebt auf der Stoßstange eher so ein verblichener „Selbsthilfegruppe der Harmoniesüchtigen“-Sticker. Meine streitliebenden Phasen waren tatsächlich Folge einer MPH Überdosierung in ohnehin immer schwieriger Eindosierung. Kann bei Dir natürlich anders sein. Kann ich absolut nicht beurteilen. Ich weiß nur, dass ich es bei mir selbst auch nicht beurteilen konnte damals. Ich fand schon den Hinweis, dass es eine Nebenwirkung sein könnte, anmaßend. Man kriegt eben mit jeder EIndosierung eine neue Brille auf die Nase - und dann nimmt man die Welt durch diese Brille wahr.

Wenn ich mit den Sichtverhältnissen noch durch eine Baustelle fahren müsste, würde ich aus heutiger Sicht runterbremsen. Sicher ist sicher. Ich würde jedenfalls nicht beschleunigen, aus dem Fenster rufen „Lassen Sie mich durch. Ich habe Jura gewählt! Und warum hat Ihre Scheiß-Tanke eigentlich kein CBD?“ But that’s me.

Vielleicht kannst Du bei Deiner Tribunal-Crew da nicht einfordern, was Du willst, selbst wenn Du eine taugliche Anspruchsgrundlage hast. Das ist bedauerlich. Aber vielleicht könnt Ihr Euch nächste Woche irgendwie vergleichen? Denn irgendwie ist ja schon dieser Tagesklinik-Platz ein halber Auswärtssieg in diesem Prozess. Andere stehen noch im Stau oder warten irgendwo auf die Gelben Engel vom ADAC. Und Du liebst ja nicht nur Streit. Du suchst ja auch Sicherheit. Vielleicht passt Woche 2 als Fahrsicherheitsstraining unter erschwerten Bedingungen mit Leuten, die eigene Gründe haben, Dich runterzubremsen. Vielleicht ist es dafür ein gutes Trainingsfeld, so ein Tribunal mit den unbequemen Stühlen. Ist ja auch eher mit normalen Straßenverhältnissen vergleichbar. Dann ist die Weiterfahrt nicht so eine Umstellung wie die harte Rückkehr aus der idealen Welt nach der Rettung durch einen gelben ADAC-Engel, der die Batterie auf einem friedlichen Parkplatz wieder flott macht und dabei noch genau die richtigen Worte findet.

Was für Atemübungen?

Kannst du mir da was zu erläutern oder eine Kurzerklärung zeigen?

Ich habe mir für die Zeit ohne Therapie zur Überbrückung bis zur TK ein DBT Skill Buch gekauft, in dem ich mir was aneignen wollte.

Das hat aber so ein elend blödes Riesenformat, dass ich damit garnicht arbeiten mochte und es irgendwann weggelegt hatte.

Es ist aber im Tagesverlauf sehr viel Leerlaufzeit und ich denke, ich nehme Montag einfach mal mit und schaue, ob ich da zwischendurch was hilfreiches ziehen kann.

Da das meine Psychologin sein soll, kann ich dem nicht ausweichen und mag der mit Sicherheit nichts persönliches mehr preisgeben.

Es besteht null Vertrauen, obwohl ich anfangs sehr offen war und absolut bereit war, meine Probleme anzugehen.

Aber wer keine Fachkenntnis hat und banale Verhaltensweisen aus typischen Krankheitsbildern des eigenen Fachbereichs als persönlichen Angriff fehlinterpretiert, sich persönlich angegriffen fühlt und die vertraulich mitgeteilten Informationen des Patienten dazu nutzt, um diesen aus gekränktem Stolz in der Behandlung zu verletzen und es ihm heimzuzahlen, ne, sorry. Bin schon genug angeknackst.

Und ich merke, dass ich eigentlich dringend psychologische Unterstützung benötige.

Mag die Pflegekraft nicht so übermäßig in Anspruch nehmen. Die hat eben lange Erfahrung und kann spiegeln und regulieren usw..

Aber ist eben nicht ihre Aufgabe und eben auch nicht ihr Tanzbereich.

Ich sehe nicht, dass die sagen, prima, dann wechseln Sie halt und bekommen einen richtigen Psychologen. Zumal ja die Drohung der Entlassung im Raum steht.

Und die sind wahrscheinlich eher die geschlossene Wand im Kollegium als Patientenfürsprecher.

Patientenfürsprecher hatte ich übrigens auch überlegt und mich an die Beschwerdestelle zu wenden, weil das ärztliche Personal nicht gerade positiv auffällt.

Sie ist als Fachärztin (ohne Fachkenntnisse) halt auch für meine Medikation zuständig. Die ich also auch nicht feinjustiert bekomme. Das ist doppelt scheisse.

Cannabis und andere Suchtmittel sollen nicht konsumiert werden in der Zeit (aber geraucht werden darf, nä?!).

Und das Gras was ich da habe, hat eben auch 5% THC Anteil. Das, was ich noch in der Bestellung habe, hat nur 1%.

Weiss nicht, inwiefern die Konsum nachprüfen und will da keine Gründe für die liefern. CBD kann ja sicher auch nachgewiesen werden. Ich hab ja schön offen kommuniziert, dass CBD eine probate Möglichkeit für mich wäre.

Und Heimlichkeiten find ich irgendwie blöd. Eigentlich halte ich mich an Absprachen.

Antidepressiva nehme ich nicht und kommt für mich aufgrund der Nebenwirkungen und Abhängigkeit nicht in Betracht.

Ich nehme nur das Elvanse und eben ab und an das Medikinet. Wenns nicht anders geht.

Wenn die alle nicht in der Lage sind, individuell und passgenau irgendwas einzustellen oder das mildeste Mittel vorzuschlagen, werden die wohl kaum geduldig und gut das wieder absetzen können.

Wow, hast du mich durchschaut :sweat_smile:

Das Ding ist nur, es spiegelt mir ja sonst niemand wieder.

Erhellend ist es sicher, dass sie ihre persönlichen Befindlichkeiten so am Patienten rauslässt.

Das ist ja das Problemstellung, wo ich so oft, für mich unverständlich, angeeckt bin. Und mir dann im letzten Jahr die Diagnose angeschoben habe.

Wäre ja auch fein damit, alles nochmal auf Anfang zu setzen.

Wenn ich ein Taxi zur Klinik bekomme und freundliche Personen übern Tag aufpassen, dass ich nicht verunfalle.

Die eigenen Gründe sind allerdings nicht von Belang. Und wenn es gute Gründe sind, sollte man sie mir mitteilen, es ist keine Allgemeinverfügung (Straßenschild) sondern ein Verwaltungsakt (Zahl Ordnungswidrigkeit, du warst zu schnell unterwegs.)

Sorry, war nicht an mich gerichtet, aber Impulskontrolle, Sucht, … Ihr kennt es. Ich habe jahrelang das Übliche mit dem „Tief in den Bauch atmen“ versucht und bin durch Materialien von Gisela Perren dazu gekommen, dass ich dadurch viel zu viel atme, ggf. sogar hyperventiliere. Mir hat dann diese Übung hier geholfen: https://frauke-niehues.net/files/img/methodenschatz/pdf/Flyer-Methodenschatz-Frauke-Niehues_Atemuebung.pdf

Naja, Du sie ja auch. Kannst ja vielleicht Montag mal mit Perspektivwechsel spielen, wie man sich fühlt, wenn/falls man durchschaut wird. Auf ein Neues.

Sie sind aber da. Und der Bescheid ist auch zugegangen:

Schau evtl. mal in die Gisela Perren Sachen rein. Die Frau hat the worst of the worst gesehen und mit Kriegs- und Folteropfern gearbeitet.

Und evtl. Montag über den „Ich liebe Streit“-Aufkleber am Stoßfänger diesen Club-Sticker kleben, mit Tesa provisorisch reicht erstmal. Zur Tarnung.

Und verwegener Move, ich weiß, aber wie wäre ein weißes Taschentuch in die Beifahrerscheibe geklemmt? Sieht aus wie eine Friedensfahne, kann aber auch ein benutztes sein. Werden sie nicht durchschauen, vermutlich.

Hallo Post-it,

deine Situation ist echt doof, das verstehe ich.

Leider habe ich deine früheren Beiträge nicht gelesen, wo du möglicherweise erläutert hast, warum du die Tagesklinik überhaupt aufgesucht hast. Was erhoffst du dir von dort, wenn wie du selbst sagst, dort kein großes Fachwissen über ADHS vorhanden zu sein scheint?

Und was die Impulsivität betrifft, die gehört doch nicht einfach so zu dir, die ist Symptom der ADHS und als solche auch behandelbar. Natürlich nicht mit „Beruhigungsmitteln“, sondern erst einmal mit ADHS-Medikamenten, dachte ich?

Wie kommt denn die Ärztin darauf, deine Aggressivität und Anspannung komme von einer Überdosierung des Elvanse? Das ist zwar nicht auszuschließen, aber erst einmal würde ich gucken, ob du mit dem Elvanse nicht unterdosiert bist, wenn es die Impulsivität nicht genug hinunterreguliert.

Aber ich muss zugeben, ich sollte in den nächsten Tagen einmal mehr deine History lesen, vielleicht habe ich auch Falsches geschrieben, was du schon widerlegt hattest?

Wie auch immer - wer keine Lust hat, mit manchmal anstrengenden Leuten zu tun zu haben, sollte nicht ausgerechnet in der Psychiatrie arbeiten. Komische Einrichtung.

Tja, die erste Frage wäre, welches Verhalten sie denn als aggressiv wahrnimmt. Das ist eine sehr gute Frage, die ich stellen könnte. Und wenn sie stehen als aggressiv wahrnimmt und abwehrend reagiert, ich weiß ja nicht…

In die Glaskugel geschaut, vermute ich mal ins Blaue, dass es sein könnte, dass die OÄ meine direkte Art in der Visite als aggressiv wahrgenommen hat und dort abgesprochen wurde, wie die Assistenzärztin vorgehen solle.

Und, na klar bin ich angespannt. Ohnehin erster Tag, was kommt auf mich zu nach monatelanger Wartezeit praktisch ohne Hilfe. Gleich Visite und nach zwei Minuten wird erklärt, dass ich wohl an falscher Stelle sei und mich an andere Stellen wenden solle. Die wiederum noch längere Wartezeiten haben.

Tja, keine Ahnung, fühlte mich eigentlich ganz wohl in letzter Zeit.

Niedriger habe ich immer das Gefühl, nur rennen zu müssen, um ausgeglichen zu sein. Kann nur nicht mehrere Stunden täglich Sport im Auspowermodus machen. Die Zeit habe ich nicht.

Müsste ich vielleicht in Ruhe nochmal beobachten. Der eintägige Versuch mit 40mg war total anstrengend ab mittags war ich total verpeilt und Auto fahren war wie.. ich kanns kaum beschreiben… durch Klebstoff, so zäh und ich habe geheult, weil ich Sonnencreme vergessen habe mitzunehmen. 10 Minuten von zuhause entfernt. Total bescheuert. Das wollte ich nicht nochmal durchmachen jetzt in nächster Zeit, ohne sicher zu sein.

Nein, habe ich nicht geschildert. Es ist irgendwie alles zusammengebrochen mit der Diagnose. Und diese Antriebslosigkeit, wie gelähmt zu sein. Ein Hoch auf den Mann, der meine Angelegenheiten seither managt. Schaffe es einfach nicht, die scheiß zerbrochenen Scherben aufzufegen und aufzuräumen. Und zu strampeln und keine adäquate Hilfe bekommen zu können.

Ich denke schon, dass grundsätzlich viel Wissen und Erfahrung im ADHS-Bereich in der TK vorliegt. Zumindest in meiner Gruppe sind 2/3 ADHSler. Das wird ja sonst auch wenig anders sein. Und zumindest das Pflegepersonal kann gut kommunizieren und spiegeln und wirkt auf mich geschult und erfahren.

Nur wurde mir eine Ärztin in Weiterbildung als Psychologin und Psychiaterin zugeteilt, die sich kein Wissen von irgendwas angeeignet hat. Also nix. Und sich persönlich angegriffen fühlt. Wegen nichts. Und die bei persönlichen Schilderungen von mir auf von mir berichtete entlastende Alltagssituationen nonverbal mit Missbilligung reagiert.

Im Übrigen ist auch die OÄ lediglich eine Vertretung der eigentlichen OÄ, die in zwei Wochen wederkommt.

Mich überzeugt das, was Falschparker geschrieben hat. Wird Dir wahrscheinlich gerechter als meine Versuche gestern.

Nur bleibt das Nadelöhr eben trotzdem das Gesundheitssystem. Und je tiefer man sich in den ADHS-typischen Teufelskreis reinschraubt (oder reingeschraubt wird), desto weiter entfernt man sich evtl. auch von einem eins-zu-eins-Beratungssetting in einem bequemen Ledersessel mit einem alten ADHS-Hasen (m/w/d) als Berater an der Seite. Der einem die inneren Wellen ruhig ans Ufer legt, egal, ob die angeboren oder als Nebenwirkung erworben sind.

Da wir alle nicht dabei waren letzte Woche, kannst Du Dir wahrscheinlich selbst am besten die Karten legen, ob Du noch ein paar Körner in Dir findest, um da morgen alle zu überraschen und so mitzuspielen, dass Du vielleicht doch noch etwas mitnehmen kannst, was Dir gut tut und Sicherheit gibt, von wem auch immer.

Oder ob Dir das Risiko zu groß ist, dass Du da in ein paar Tagen rausgehst mit einer weiteren Negativerfahrung als Kerbe im Colt. Um dann weiterzusuchen nach und mit jemandem, der Dir gerechter wird.

Der größte Nutzen meiner letzten Hilfesuchen war evtl. eine Ernüchterung, dass am Ende doch wieder nur „Just do it“ auf dem inneren Wand-Tattoo über dem Schreibtisch steht. Und man noch mehr Zeit verloren hat. Und ich weiß nicht mal, ob ich diese Erfahrung nicht schon von vornherein selbst angelegt hatte. Darüber denke ich noch nach, obwohl ich eigentlich nur über meine Arbeit nachdenken wollte und wie ich die erledigt bekomme…

Alles Gute für nächste Woche, Euch allen. Wollte das nur noch da lassen, falls ich gestern den Ton nicht richtig getroffen hatte. :people_hugging: Ever tried. Ever failed. No matter. Try again. Fail again. Fail better. Auch ein denkbares Wand-Tattoo. Kostet bei Etsy weniger als meine letzten Coaching-Stunden.

Mich auch.

Verschiedene Ansätze und Sichtweisen auf Situationen sind für mich total hilfreich.

Danke an Alle, die mir hier Feedback gegeben haben und auch gerne weiter geben.

Ich halte mich für sehr reflektiert und würde mich im Leben nicht davon freisprechen, da irgendwas auch fehlinterpretiert oder überreagiert zu haben.

Das wäre jetzt aber auch nicht so untypisch. Auf Reddit habe ich mal gelesen, dass Depressionen ein großer Lügner sind und dir eben auch Dinge einflüstern, die so nicht zutreffend sind. Fand das einen schönen Vergleich.

Das trage ich nun aber mindestens mein gesamtes Erwachsenenleben mit mir rum und ich finde, ich habe verdient, dass ich gut und fachlich kompetent behandelt werde.

Und nicht von jemandem, der aktuell nicht in der Lage ist, mir zu helfen und auch nicht den Arsch hochbekommt, sich Kompetenzen und Strategien anzueignen, um den ihr anvertrauten Menschen fachgerecht zu helfen.
Oder wenigstens nicht wertend zuhören kann.

Und erst recht banales Patientenverhalten nicht als persönlichen Angriff wahrnimmt und zur Zerstörung aufgrund des gekränkten Egos bläst.

Bin übrigens nicht so der Typ für Aufkleber.
life, love, family steht ganz sicher nirgends an meinen Wänden :upside_down_face:

So, jetzt möchte das Kind vorgelesen haben.

Bis dahin euch allen einen schönen Sonntag erstmal :slightly_smiling_face:

Lustig, wie ich jetzt irgendwie noch Klarstellungsbedarf empfinde, dass ich natürlich auch keine Wand-Tattoos in der Wohnung habe. Als wären ästhetische Distinktionsmerkmale irgendwie relevant für unseren Leidensdruck oder dessen Beseitigung.

Tatsächlich glaube ich inzwischen, dass die Kombination von Aufklebern auf meiner Stoßstange 98 % meiner Unfälle und Macken am Auto erklärt, inkl. der transgenerationalen. Deshalb lasse ich sie drauf und hoffe weiter auf jemanden, der sie zu lesen versteht.

Gerade hier gelesen:

Alles Gute

Entschuldigung, das war auch wirklich fies (ab)-wertend geschrieben.
Versuche das eigentlich zu vermeiden, weil ichs nicht besonders nett finde. Ist halt jede Person, wie sie ist und soll bitte auf jeden Fall solche und viele andere Dinge auch machen, wie es für sie gut ist. Und sich nicht nicht trauen, weil andere das uncool, doof, unreif oder was auch immer finden.

Ich habe es doch nochmal probiert mit 30mg morgens, um zu beobachen, ob ich vormittags einfach drüber bin.
Merke aber, dass ich irgendwie Unruhe habe, so ein aufgeregtes Gefühl in der Brust, nervöse und überdreht bin, mit den Händen zittere (Alter! Aber sowas von, mit beiden) und total vergesslich bin.

Habe dann gegen Mittag nachgenommen.

Damit konnte ich dann abends gut einschlafen.

Grundsätzlich bin ich aber eigentlich schon ganz gut eingestellt gewesen glaube ich und habe erwogen, diesen Versuch mit reduzieren wieder zu begraben.

Wobei ich schon denke, dass bissl weniger Peak vormittags und Wirkung für nachmittags schon nett wären. Vielleicht probiere ich es doch zumindest noch morgen aus mit Splitdosing, dann sehe ich abends beim Sport, obs klappt.

Ich dokumentier auf jeden Fall, dann kann ich da mit meinem Facharzt drüber reden, wenn TK vorbei ist.

Die ganze Geschichte bestätigt mein Vorurteil gegen Kliniken, wenn es um ADHS geht. Ich habe so selten etwas Gutes über einen Einstellungs/Kur/Reha/sonstwas-Klinikaufenthalt bei ADHS gelesen…

Dann haben die Regeln der Klinik eindeutig mit der Wirkung des CBD/THC auf die Leberenzyme zu tun. So lange ein CBD/THC-Spiegel im Blut ist, verändert sich die Wirkweise von Psychopharmaka deutlich. Dafür möchte die Klinik verständlicherweise keine Verantwortung übernehmen.

Nikotin dagegen wirkt eh ähnlich wie ADHS-Medikamente. Und die Wechselwirkung von Nikotin und Antidepressiva ist im Gegensatz zu Cannabis bereits gut erforscht und berechenbar.