Ich samma so…
So…
Die Ausprägung der ADHS Symptomatik ist individuell und
auch nicht alle haben (die gleichen) Begleitproblemchen.
Ebensowenig haben alle die gleichen Anforderungen im
Alltag, den gleichen Job, das gleiche Umfeld, die gleichen Verpflichtungen und dann noch irgendwas mit „weiß der Kuckuck wat sonst noch allet“.
Es kann schon möglich sein, eine Routine etwas länger durchzuhalten bzw. einzuüben. Das Ziel beim Einüben soll ja idealerweise sein, dass es im Unterbewusstsein verankert wird, sodass es irgendwann automatisch abläuft, wie andere Dinge über die man nicht wirklich nachdenkt.
Einfacher mag es natürlich sein, wenn man alleine lebt, die dafür notwendige Ruhe schaffen könnte, oder beispielsweise auch frisch in einer Verhaltenstherapie startet. Voller Motivation gehts los und überraschenderweise klappt es anfangs vielleicht sogar ganz gut.
Der „Feind“ aka ADHS-Hirn lauert aber hinter jeder Ecke.
Reißt es dann mal ein, oder man denkt sich „Cool, jetzt läufts ja. Scheiß aufs Üben.“, dann wird man von der Realität evt. schneller wieder eingeholt, als einem lieb ist 
Noch einen Ticken wichtiger finde ich dagegen, das akzeptieren zu lernen.
Wenn es dann doch (mal wieder) langfristig nicht klappen sollte, eine Routine wirklich zur Routine werden zu lassen, dann wäre - im Anschluss an einen empfundenen Misserfolg - jeder halbwegs positivere Dialog (als vorher) im eigenen Kopf ein therapeutischer Erfolg, finde ich.
Denn, wenn der Kopp jeden Misserfolg gleich als Waffe gegen uns verwendet, erscheint schnell alles aussichtslos und keinen weiteren Versuch mehr wert.
Negative, sich selbst erfüllende Prophezeiungen, sind dann nicht mehr weit - und die sind psychologisch gesehen bekanntlich Gift und hindern uns am Erfolg.
Vielleicht bräuchte es in diesem Bereich noch wirksamere Methoden bzw. in der Psychotherapie noch größeren Fokus auf solche Bereiche. Also von wegen das Mindset in eine positivere Richtung lenken zu lernen, um beispielsweise besser mit (erwartbaren) Misserfolgen umgehen zu können.
Umfeld, Beruf, Familie, Verpflichtungen können das dann alles aber wiederum nochmals schwerer machen, für sich die richtigen Strategien und da oben „Frieden“ zu finden.
Den bräuchte man aber wahrscheinlich, um eher eine Chance zu haben, trotz Misserfolgen weiterhin neue Ansätze auszuprobieren und somit die Wahrscheinlichkeit zu steigern, überhaupt längerfristig dranzubleiben 
So abgeleitet, umgeleitet und dingsibumsi beschreibt das obige Wenn-Dann Hin- und Her möglicherweise eins der Kernproblemchen bei ADHS, aber auch anderen Störungsbildern, wie Depressionen und dem Rest der Lümmel-Bande, die da draußen lauert.
Jetzt hab‘sch viermal* oder so editiert und umgeschrieben, weiß aber immer noch nicht, ob es so deutlich wird, was ich damit meine.
Therapeutin und ich sind uns aber einig darüber, dass Perfektionismus meistens voll doof ist und es in der Regel gar nicht perfekt sein muss. Frisst auch bloß unnötig Hirn-Kapazitäten - und die meisten Menschen im Umfeld machen es ja auch nicht → reicht offensichtlich aber vollkommen, um da draußen zu überleben.
Jetzt allerdings nen Keks, dann wäre es perfekt.
Hanuta iff aber au niff flefft 
*Okay, es waren achtmal, aber ihr müsst es meiner Therapeutin ja nicht petzen 