Ich lese schon lange mit, gerade in den letzten Wochen tendenziell im Hyperfokus-Modus .
Ich bin 35 Jahre und erst seit kurzem mit ADHS diagnostiziert. Ich bin gerade in meinem zweiten Versuch mit Elvanse. Bei meinem ersten Mal war die Wirkung auf ADHS toll, von der Ruhe im Kopf träume ich heute noch. Leider habe ich bedingt durch eine Neuralgie im Becken auch Probleme mit der Blase und musste aufgrund massiver Polyurie absetzen.
Seit 6 Wochen habe ich langsam wieder hochdosiert und bin nun bei 30mg. Alles ging gut bis zu meiner Periode. Ich habe sie verspätet bekommen, nicht richtig geblutet und nun geht es mir seit zwei Wochen hundeelend mit Zwischenblutungen. Mein Blutdruck ist bis 150 hochgeschossen und ich hatte/ habe täglich Kopfschmerzen und Gehirnnebel. Bin dann auf 50 mg hoch, dann wurden die Nebenwirkungen noch stärker. Es ist als würde Elvanse gar nicht mehr wirken. Zusätzlich nehme ich noch gering dosiert Pregabalin retard gegen die Nervenschmerzen.
Kann es sein, dass die weiblichen Hormone wirklich einen derart großen Einfluss auf Elvanse haben können, bzw. kann Elvanse auch den Hormonhaushalt so stark stören?
Nimmt vielleicht jemand von euch die Pille durch um die Hormone zu stabilisieren und hat gute Erfahrungen in Verbindung mit Elvanse gemacht?
Da gerade das Risiko Depressionen zu entwickeln durch die Pille bei Frauen mit ADHS bis um das 6 fache erhöht ist habe ich etwas Angst davor, zumal ich an rez. Depressionen leide.
Vielen Dank für das Lesen meiner langen Nachricht,
Geht mir ganz genauso. Gleiche Medikation wie du, genau gleiches Erleben von Ruhe im Kopf und endlich Hoffnung auf Leben zu haben(seit 30 Jahren fehldiagnostiziert mit generalisierter Angststörung und chron. Depression) allerdings morgens 30mg und mittags 30mg.Keine Depressionen mehr seitdem und Angst gegen Null. Mit Einsetzen meiner letzten Periode vor ca 2 Wochen plus (meine Vermutung) zusätzlich Beginn Menopause auf einen Schlag keine Wirkung Elvanse, körperlich wie gelähnt. Geistig auf „Amöbenniveau“ brainfog wäre tatsächlich eher erstrebenswerter Zustand gewesen. Jetzt alles recherchiert. Kurz:wenn Östrogenmangel- funktioniert Dopamin und Noradrenalinproduktion noch weniger und Elvanse (so meine laienhafte Übersetzung, findest du beim recherchieren genauer) kann nicht ausreichend andocken. Deshalb mache ich jetzt ein Blutbild (bitte unbedingt nach adhs relevanten Werten schauen plus Hormone). Ausserdem ein wichtiger Tipp, hat mir echt bisher aus dem tiefsten Tal etwas herausgeholfen:Aminosäuren in Form von hochwertigem Eiweisspulver oder Kollagen. Ausserdem eine viertel h vor Einnahme Elvanse morgens UNBEDINGT 0,5 TL natron trinken, macht Urin basisch und nur dann kann das komplette Wirkspektrum erreicht werden. Bitte alles recherchieren, sonst wird mein Text hier noch länger. Ist aber alles wissenschaftlich fundiert, was ich hier schreibe. Liebe Grüße
Das stimmt so nicht was du mit den Hormonen sagst.
Oestrogen ist adhs Symtommildernd. Zum Zeitpunkt des Eisprungs ist Oestrogen NULL entsprechend fehlt diese Adhs Symptomlinderung und müsste mit 10 mg bei Elvanse mehr Stimulanz ausgleichbar sein, bei manchen ggf. auch etwas mehr.
Grundsätzlich unregelmäßiger Zyklus wird auf allen Tagungsvorträgen, daß mit Hormoneinstellung beim Frauenarzt eine Grundlage für eine hut funktionierende Stimulanzienwirkung die Basis. Diese Ärztinnen sagen auch in der Menopause ist die erste und wichtigste Wahl durch Hormonsubstitution einen gleichbleibenden Hormonhaushalt herzustellen um gut mit Stimulanzien eingestellt wrrden zu können.
Das Problem wenn das hormonelle zu ungleichmäßig läuft, das man gar nicht schnell genug die Stimulanzien nach oben oder nach unten anpassen kann wie es im „Hormonchaos“ nötig wäre und teils auch gar nicht sp fein die Dosis teilweise treffen könnte…
Schaut mal in viele Beiträge von mir gerade nach Symposien hab ich das oft recht ausführlich erklärt mit den jeweiligen Fachärztinnen
Wenn man bei dir auf den Namen klickt sieht man nur 2 Beiträge (aber vielleicht schau ich auch falsch).
Hab auch eine Frage, da du dich auszukennen scheinst. Meine 17 jährige Tochter nimmt 1mg Guanfacin und 10mg Escitalopram (was stimmungsaufhellend und angstlösend wirkt aber leider sehr müde macht). Stimulanzien hatten vor allem starke Rebounds und Appetitlosigkeit an Wirkung. Da die Wirkung der Medis ab Eisprung bis zur Periode kaum besteht (PMDD) hat sie mit der Pille YAZ begonnen (Östrogen und Drospirenon) um eben die Hormone gleichbleibend zu machen. Seit 6 Tagen nimmt sie es direkt nach dem Abendessen und ihr ist ab 5Uhr morgens sehr übel (Mal mehr, Mal weniger) und die Wirkung der Medikation scheint auch verschwunden. Glaubst du das ist noch normal? Hast du Erfahrung bezüglich der „richtigen Pille“ und der „Gewöhnungsphase“ bei ADHS. Unsere Frauenärztin hat leider diesbezüglich wenig Ahnung, geht aber bei Vorschlägen mit. Würde mich sehr über deine Meinung freuen!