Dr. Angela Dorothea Merkel auch. ![]()
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Habe gerade die verrückte Idee ein dünnes Unterhemd, Shirt falsch herum drunter zu ziehen. Dann sind Nähte etc. außen.
Könnte das jemand ausprobieren und sagen, ob das eine gute Idee ist?
Habe eben mal gegoogelt.
Erster Treffer, da gibt es bestimmt noch mehr ![]()
@Florjetzt die Idee mit dem Shirt falsch herum anziehen finde ich persönlich garnicht schlecht, weil ja dann, wie Du bereits geschrieben hast, die Nähte nach aussen gedreht sind.
Mein Freund macht das übrigens sehr oft, wenn auch eigentlich nicht „absichtlich“, sondern weil er es nicht gesehen hat, oder es ihm egal ist wie das „aussieht“ oder so etwas, denn er ist sowieso nicht jemand wo auf „Mode“ und so was viel gibt.
Und mir ist das ehrlich gesagt egal, denn für ihn muss es ja in Ordnung sein und nicht für mich.
Ich selbst ziehe aber ehrlicherweise gesagt meine Shirts immer „richtig“ an, heisst mit der Naht nach innen, weil ich, sagen wir mal: von klein auf darauf „indoktriniert“ wurde das Kleidung an Frauen immer gut aussehen muss.
Während dem männlichen Geschlecht dahingehend schon immer viel mehr durchgehen gelassen wurde, Hauptsache „Mann“ fühlt sich in seinen Freizeit Kleidern wohl.
Obwohl wiederum, für Männer bei der Arbeit oft Anzug und Kravatten Pflicht besteht, was natürlich auch bescheuert ist, und für einen Mann garantiert auch nicht „angenehm“ ist.
Wie auch immer, ich persönlich bin der Meinung das eigentlich jeder Mensch, egal welchem Geschlecht sich ein Mensch zugehörig fühlt, oder nicht, die Kleidung anziehen „sollen darf“ in der sich der jeweilige Mensch eben am wohlsten fühlt.
Ich selbst achte aber z.B. schon beim Kauf meiner Kleider darauf das etwas keine grossartigen Nähte hat, vor allem nicht welche sich irgendwie hart oder kratzig anfühlen, dass selbe übrigens mit Reissverschlüssen oder Knopf Verschluss Nähten, welche je nach dem auch sehr unangenehm auf der Haut sein können.
Das sehe ich auch so.
Ich schaue auch mal bei der Männermode vorbei. Mode selbst hat kein Geschlecht. Meine Größe ist da leider viel zu oft hinderlich.
Hallo, etwas spät, aber besser als nie. Bei meinem Sohn waren Schals schon immer ganz was Schlimmes. Meine Lehre daraus ist eigentlich ganz kurz und knapp - das Kind hat immer Recht. Mit der Einstellung ging es mir deutlich besser und die Diskussionen fallen weg. Mir ist bewusst das „ohne Schal“ kein Vergleich zu sämtliche Kleidung kratzt ist und deine Tochter ja etwas anziehen muss. Nimm es mit Humor: falls sie mal Model werden möchte dann hilft ihr so ein regelmäßiges morgendliches Training ungemein und manche eurer Kombinationen sehen bestimmt auch lustig aus ![]()
Das Thema kenne ich sehr gut. Meine Tochter (9, AuDHS) hat große Schwierigkeiten mit Bekleidung und Schuhen (und fast allem sensorischen „Zeug“).
Bei ihr ist es definitiv noch schlimmer, wenn sie gestresst ist, zb durch Zeitdruck.
Ich habe ihren Kleiderschrank ziemlich radikal ausgemistet. Da sind jetzt nur noch Sachen drin, von denen ich weiß, dass sie sie angenehm findet. Problem ist nämlich, wenn sie Stress hat, dann zb eine „falsche“ Hose anzieht und es danach erst mit einer angenehmen probiert, kann es sein, dass die angenehme Hose vor lauter Überreizung auch nicht mehr geht.
Angenehm findet sie weite Sachen. Haremshosen gehen gut. Jetzt im Winter sind die zu dünn, dann gehen auch Jogginghose, aber nur, wenn sie innen flauschig sind und keine dicken Nähte innen haben. Weite Shirts gehen, Pullover müssen weit und innen flauschig sein. Jacken weit, ohne breiten Bund bei den Ärmeln. Socken ohne Nähte, zb Diabetikersocken.
Schuhe besonders schwierig. Barfußschuhe gehen gut, wichtig ist ihr, dass alle Zehen Platz haben.
Meiner Erfahrung nach hilft es manchmal auch, wenn ich sie vor dem Anziehen massiere oder so, dann scheint sie weniger empfindlich zu sein auf der Haut.
Vielleicht ist was dabei, was du gebrauchen kannst und wenn es nur das Wissen ist, dass dein Kind nicht alleine ist damit ![]()
genau sowas suche ich händeringend, magst du mir bitte verraten, wo du fündig geworden bist ![]()
Ich hab die selber noch nicht ausprobiert, aber meine Tochter sagt, Seguaro sind gut
die sind glücklicherweise auch nicht ganz so teuer wie manch andere Marken…
Vielen Dank, da werde ich mich schlau machen. Die Preise lassen erstmal tief durchatmen
in der Tat.
Hey, danke für die ganzen lieben Tipps
. Wollte euch schon die ganze Zeit ein Update geben:
Es ist schon ein ganzes Stück besser morgens mit der Kleidung. Sie trägt zwar fast immer das Gleiche, aber das geht. Die Jacke fällt ihr noch schwer, weil sie an den Armen drückt. Wir schauen heute mal nach einer Weste. Ich glaube das Verständnis von uns als Eltern hat ihr geholfen und sie sucht selbst nach Lösungen. Wir haben auch die Metapher des „Zwickmonsters“ eingeführt. So können wir gut darüber sprechen.
Trotzdem bleibt es insgesamt schwierig. Sie hatte z.B. am Montag (abends) einen sehr starken Wutanfall mit beißen und schlagen. Insgesamt fühlt sie sich oft angegriffen. In der Schule ist sie sehr angepasst, ich denke das entlädt sich dann bei uns.
Wir hatten nun 2 Termine beim KJP. Nächste Woche kommt noch ein Test, dann das Abschlussbespräch. Wir haben einen ADHS Fragebogen ausgefüllt, der von unserer Seite klarer nicht sein könnte. Der Bogen der Lehrerin sieht aber ganz anders aus. Wir werden sehen.
Vielen Dank für euren Support!
@Gimufi
Kurze Rückmeldung; ich habe nun auch SAGUARO Barfußschuhe und sie funktionieren.
Ich war zwar noch nicht draußen damit, bin aber guter Dinge ![]()
Nochmals Danke für den Tipp ![]()
Oh toll, das freut mich
kleiner Tipp von meiner Tochter: sie braucht die gefütterten Modelle für den Winter eine Größe größer, dann sind die auch okay ![]()
Hallo, zu dem Thema Hosen: mir geht das als Erwachsene auch noch so, dass ich selbst meine Lieblingshosen nicht anziehen kann, weil mich an manchen Tagen die Nähte oder der Schnitt so dermaßen stören. An solchen Tagen ziehe ich dann wenn es wettermäßig geht bodenlange Röcke aus Jersey an. Im Winter dann halt mit Strumphosen drunter, wobei ich da noch auf der Suche nach nicht juckenden und nicht so verdammt engen Strumphosen bin.
Was meine Schwester sehr gerne trägt (geht noch in die Schule) sind so weite Leinenhosen. Ich hab zum Beispiel auch eine Hose, die im Grunde eine Jogginghose ist, aber halt wegen dem Schnitt und dem Muster schick aussieht…
Und ja, also bei mir ist es eigentlich am schlimmsten, wenn ich überreizt und müde bin, dann geht teilweise noch nicht mal meine allerliebste und allerweicheste Schlafanzugshose.
Da hilft mir dann manchmal eine Gewichtsdecke, oder Stimming, einfach runterkommen irgendwie, den Stress rauslassen. Klar, das ist morgens schwierig, weil man zu einer bestimmten Zeit in die Schule muss, aber ist es ja auch möglich, dass ihr euch morgens ein bisschen mehr Zeit nehmen könnt an solchen Tagen und halt mal später in die Schule kommt. Mir selbst an solchen Tagen ein bisschen mehr Luft lassen und zu sagen: „Ok, heute braucht es länger. Heute muss ich halt ein paar Klamotten, Socken, Unterhosen, ausprobieren, bis es passt.“ Das macht es bei mir meist um 20% bis 50% besser.
Mir persönlich ist Baumwolle am liebsten, im Grunde trage ich nichts anderes (außer Wollpullis, aber da hab ich ja was drunter, sodass die meine Haut nicht berühren). Synthetikstoffe machen mich wahnsinnig. Bissle Elastan kann drin sein. Aber klar, es gibt diese Tage, da geht einfach gar nix außer mich ins Bett legen, Augen zu machen und warten, bis es besser wird. Oh, und genug trinken XD
Ich finde es schön, wie ihr da gemeinsam nach Lösungen schaut und ich wünsche euch alles Gute ![]()
Hallo liebe Mama,
Beim Lesen deines Anliegens dachte ich du erzählst von meiner 6Jährigen Tochter ![]()
Es passt einfach 1 zu 1 zu ihr. Genauso wie du vor ca. einem Jahr suche auch ich nach Hilfe. Die Klamotten Situation ist bei uns die gleiche. Wir haben momentan 3 Shirts, 2 Hosen, und 2 Pullis die akzeptiert werden. Schlüpfer trägt sie keine und damit haben wir uns mittlerweile abgefunden ![]()
Schuhe ist auch ein riesen Thema bei uns. Momentan trägt sie sommerliche Barfußschuhe und wur haben noch keine wärmeren gefunden die sie anziehen kann. Bei den momentanen Temperaturen ist es echt schrecklich für mich als Mama wenn ich sehe, dass sie lieber friert als das sie neue Schuhe anzieht😔
In die schule möchte sie nach den ersten ,guten” 3 Wochen jetzt doch nicht mehr hin. Die letzte Woche war einfach nur grauenvoll. Sie musste teilweise von 2 Lehrern in die Klasse getragen werden ![]()
Sobald sie aber in der Klasse ist, ist es als sei nie was gewesen.
Ich denke aber auch dass sie sich einfach nur anpasst. Zu Hause angekommen entlädt sie sich total und hat einen Wutausbruch nach dem andern.
Nach langem zögern gehen wir jetzt auch das Thema AD(H)S an. Haben allerdings erst für Dezember einen Termin bekommen. Die schulische Beurteilung wird bei uns wahrscheinlich ähnlich ausfallen wie bei euch, da sie sich wie gesagt dort sehr anpasst.
Wie ist es bei euch denn letztendlich ausgegangen? Wurde eine Diagnose gestellt? Und wenn ja, wie sieht euer Alltag jetzt aus?
Ich hoffe du liest es und kannst mir paar Tipps geben ![]()
Hallo Olga,
Das liest sich ja echt ähnlich. Eine wirkliche Lösung haben wir noch immer nicht, außer Akzeptanz, Verständnis und Druck rausnehmen wo es nur geht. Am traurigsten finde ich es, wenn sie sich schämt, weil z.b. alle Schüler eine Jacke anhaben nur sie nicht.
Ich erzähle mal von unserem Weg. Vielleicht erspart es euch ein paar Umwege.
Die Diagnostik letztes Jahr war rückblickend ziemlicher Mist. Wir haben nur den Verdacht auf ADHS bekommen, weil unsere Tochter in den Testungen zu ängstlich war. Wir sollten in 1-2 Jahren wiederkommen.
Ich bin dann glücklicherweise irgendwann auf das PDA Profil gestoßen. So wie ich es verstehe, ist das AuDHS (ADHS+Autismus) + Überlastung.
Und das bringt eben einen ganz eigenen Symptomkomplex mit sich, in dem ich unsere Tochter zu 100% wiedergefunden habe. Nun sind wir wieder in der Diagnostik und fühlen uns endlich verstanden. Wir fahren ein ganzes Stück, aber dafür haben wir das Gefühl, dass man uns wirklich helfen möchte.
Auch wegen der Kleidung empfiehlt unsere Ärztin ein Antidepressiva (statt Ritalin o.ä.) Da habe ich erstmal geschluckt, aber sie hat es gut begründet. Sie möchte Ruhe in das Nervensystem bekommen und das kann ich nachvollziehen. Die starke Überempfindlichkeit kommt mir mittlerweile sowieso eher wie ein Autismus Symptom vor. Darauf wäre ich aber ohne das Wissen über PDA nie gekommen. Allein schon, weil unsere Tochter empathisch, kreativ und die Königin der Rollenspiele ist und damit durch jeden Standard Autismusbogen fällt.
Wir machen jetzt die nötigen Voruntersuchungen und dann darf unsere Tochter entscheiden, wann und ob sie mit dem Medikament starten möchte. Ich berichte gerne, ob es ihr geholfen hat.
Leider also kein Geheimtipp von uns, aber vielleicht hilft dir der Bericht trotzdem etwas. Frag gerne nach, wenn was unklar ist oder so.
Wünsch dir viel Kraft, ist keine einfache Situation!
Red
Erstmal danke für die schnelle Rückmeldung!
Das hört sich nach einem harten und langem Weg an ![]()
Ich hoffe, dass wir zu irgendeiner Diagnose kommen, damit wir irgendwo ansetzen können.
Vielen lieben Dank für deine Zeit!
Olga
Wenn ich das mit der Fantasie und so lese:
Tony Attwood hat einen Screening Bogen für Frauen gemacht, weil sich da Autismus oft ganz anders äußert. Persönlich halte ich nix von der Trennung “weiblicher” und “männlicher” Autismus. Es sind meiner Ansicht nach einfach ganz viele verschiedene Ausprägungen, die bei allen Geschlechtern vorkommen können. Nur ist eben der sogenannte “weibliche” Autismus bei Jungs und Mädchen noch sehr stark unterm Radar.
Und das mit der mangelnden Empathie ist auch leider ein Mythos, der sich sehr hartnäckig hält. Mit ein Grund dafür ist das sogenannte Doppel-Empathie-Problem: die “Empathie-Übertragung” zwischen autistischen und nicht-autistischen Menschen funktioniert nicht so super, weswegen die jeweils andere Gruppe oft nicht so nachvollzogen werden kann. Aber auf Basis dessen verhalten sich nicht-autistische Menschen auch empathielos gegenüber autistischen.
https://www.youtube.com/watch?v=XkbjEvkuKvM fand ich einen tollen Vortrag zum Thema Neurodivergenz.
Hi Red, darf ich fragen ob Antidepressiva deiner Tochter geholfen haben, ihr Nervensystem zu beruhigen? Hat es gegen die hohe Sensitivität gegen zwickende Kleidung geholfen?
Den Gedankengang eurer Ärztin klingt nachvollziehbar. Hat er sich in eurem Fall bestätigt?