Treten diese Symptome bei euch auch auf?

Hallo ihr! :slight_smile:

Ich befinde mich derzeit in einer etwas schwieirigen Lage, da meine Freundin vorgestern Schluss gemacht hat und mir jetzt ziemlich die Decke auf den Kopf fällt, da ich einerseits total traurig, aber andererseits auch wieder total einsam bin.

Nun wollte ich mal fragen, wie es bei um eure Konzentrationsfähigkeit gestellt ist, wenn ihr in so einer (oder ähnlichen) Situation seid.
Geht eure dann auch den Bach runter (also so richtig, nicht nur so ein bisschen, sodass man es noch nach hinten schieben und sich erstmal auf andere Dinge konzentrieren kann)?
Denn so ist es bei mir, und ich frage mich halt, ob das typisch für ADHS ist (was bei dem durch Trauer verstärkten Dopaminmangel nur logisch wäre) oder nicht?

Und noch eine Frage: was hilft euch bei (aus Alleinsein dank wengier Sozialkontakte herrührender) Einsamkeit am ehesten?
Denn wenn ich jetzt wieder irgendwo unter die Leute gehe, wäre ich nur wieder der Neue in dieser Gruppe, und irgendwann nervt das nur noch, weil ich dann aufgrund meiner manchmal recht introvertierten Art, irgendwann nicht mehr interessant ist. (So derzeit bei den Leuten aus meiner Berufsschulklasse).

Danke schonmal für eure Antworten
Bernd

Tut mir leid, dass dich deine Freundin verlassen hat.
Ich vermute als erstes musst du nun bisschen „Trauerarbeit“ leisten.

Wegen Sozialkontakten:
Ich kann dir da leider auch wenig raten. Ich komme schnell mit Leuten oberflächlich in Kontakt, aber mich strengt das sehr an und an sich interessieren mich andere Menschen meistens dann nicht so sehr als Freunde… also es liegt vielleicht nicht nur an deiner introvertierten Art. Beziehungsweise wie du siehst extrovertiert sein, ist auch nicht unbedingt ein Schlüssel zu vielen Kontakten. :wink:

Was hast du denn für Interessen? Am besten ist es noch immer darüber Kontakte zu knüpfen, weil man so eher Gleichgesinnte trifft.

Das machen sogar Stinos (stink normale Menschen)

den verlassenen trifft es erst mal kälter, denn der Schlußstrich kommt von jetzt auf gleich und völlig unvorbereitet.

Je nach dem wie körperlich oder per digital zusammengehockt habt ist ja auch schlagartig viel freie Zeit verfügbar für die es aktuell „keine Verwendung gibt/ völlig ingenutzt“ abgetrödelt wird. Es braucht etwas Zeit dafür eine Verwendung und Struktur zu finden und es schien dich völlig überrascht zu haben- was dann noch deutlich stärker am Emptionsrad dreht. Der Schock und der Fakt wollen erst mal verdaut/ verarbeitet werden, es muß verarbeitet werden was der Auslöser war und vieles mehr → adhs ist hoch emotional und dann dreht ein Beziehungsende noch mal zusätzlich ganz heftig am Emotionsrad

@Kathy
Wir hatten im Auto einen Streit (der Anfing als ich sie bat, vor einer Kreuzung zu halten, da es dunkel war, sie aber nur drüber fuhr) und dann war sie wieder kurz davor mir eine runterzuhauen, ich bin aus dem Auto mi den Worten “Junge bist du heute wieder durch den Wind” woraufhin sie mit nur noch “verpiss dich du A*schloch, du brauchst dich nie wieder blicken zu lassen” hinterhergebrüllt hat.
Das war das Schluss machen…

Ich denke, dann habt ihr euch beide nicht gut getan…

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Wer kümmert sich jetzt nur um meine kleine Katze (Spitzname meiner Freundin)? :frowning:
Wer ist für sie da, wenn es ihr schlecht geht?
Wer hat sie jetzt lieb und ist für sie da? :crying_cat: Denn sie hat sich so oft selbst nicht lieb :sob:
Wer massiert ihr jetzt ihre Schulterschmerzen weg?
Wer schaut jetzt mit ihr Stranger Things weiter? :crying_cat::crying_cat::crying_cat:
Wer liegt jetzt mit ihr auf ihrer Couch und nimmt sie in den Arm?
Wer kocht mit ihr? :frowning:
Wer fährt jetzt mit ihr in die Sauna? :crying_cat:

Aber darum geht es hier ja jetzt nicht, meine Frage ist eher, was ich machen soll :frowning:

Tut mir leid wenn du traurig bist. Aber ich kann so etwas nur rational sehen und nach dem, was du geschrieben hast, denke ich dass es besser ist, ihr seid getrennt. Beziehungsweise lieber ein Ende mit Schrecken, als Schrecken ohne Ende.

Ansonsten: Du musst das jetzt aushalten… Es wird besser werden. Du wirst auch jemanden finden, die besser passt. Am besten bisschen drauf schauen, was diesmal nicht gepasst hat und versuchen draus zu lernen. Allerdings, da ich pragmatisch bin, wie schon erwähnt - man kommt seiner „Wahl“ eh nur sehe bedingt aus und gerät immer in ähnliche Muster… insoferne wenigstens versuchen besser damit umzugehen.

Wenn du ganz arg betroffen bist, musst du dir professionelle Hilfe suchen.

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Tatsächlich hilft mir in solchen Situationen der Kontakt mit Tieren. Mit Tieren fühle ich mich nie allein. Gleichzeitig muss ich mich nicht verstellen oder so, wie ich es unter Leuten mache. Für mich eine sehr gute Balance zwischen Alleinsein und in einer Menschengruppe :slight_smile:

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also kams ka scheinbar überraschend

Die Frage wäre eher hattest du immer Wahrnehmungsstörungen und hast nicht mitbekommen das etwas so richtig schief läuft (solches Benehmen muß und sollte sich keiner gefallen lassen/lassen müssen) und zeigt ja fehlende Wertschätzung, du warst so naiv verliebt und hast gedacht mit Liebe und Geduld wird es anders oder was auch immer.

Das dich das stresst und verletzt und stresst verstehe ich nur zu gut.

Hat sie auch Adhs???

Warum meinst du eigentlich das sich einsam fühlen was mit Adhs zu tun hat?
Das Gefühl der Einsamkeit hat und kann jeder Mensch empfinden und hat ja auch grundsätzlich mal eine wichtige Funktion gehabt. Überleben war mal nur in Gemeinschaft/ einer Gruppe wesentlich wahrscheinlicher als alleine weil Gefahren alleine größer waren, man alleine hätte nie genug leisten können (im 18ten Jahrhundert hätte ein Bauer ohne viele Menschen auf dem Hof seine Felder gar nicht bestellen und abernten können, da alles mit dem Pferd oder zu Fuß erreicht werden mußte und das auch recht langsam war. Dazu ernten, lagern (dreschen, einlagern ggf. weiter pflegen), Heu und Stroh wenden, binden, stapeln, einfahren, einlagern, beim Schlachten und haltbar machen, Unkraut auf den Feldern hacken, nach der Aussaht zu dicht wachsene Pflanzen durch aushacken so lichten, daß die Pflanzen genug Platz, Nährstoffe und Sonne zum wachsen und gedeien bekommen konnten, die Versorgung der gesamten Tiere eines Hofes, so viele Menschen mußten verpflegt werden (kochen, waschen, kleidung Nähen, stopfen u. v.m.) und wenn man abseits oder ausgegrenzt war oder sich fühlte etwas an Gefühl wo man wußte das man dich und sein Verhalten nochmal überdenken muß, Einsamkeit signalisierte auch das man als Warnsignal plötzlich Kontakt verloren hat und sich überdenken muß oder ggf. sich zu sehr zurückgezogen hat und das überleben ggf. gefärdet ist etc…

Es ist nicht alles nur schlecht, meist ist es aus dem Inneren ein Warnsignal um zu überprüfen ob man nicht etwas mehr für andere Gesellschaft tun muß
aber wenn man viel Tageszeit oft mit Menschen verbringt, und das schlagartig nicht mehr hat erzeugt es auch aus der Gewohnheit ein Einsamkeitsgefühl.

Übrigens kann sogar ein und die selbe Situation vom Gehirn anders bewertet werden und im einen Fall fühlt man sich einsam im anderem Fall nicht sondern ist zufrieden und glücklich.

Beispiel verlassen werden/ in Urlaub ohne Partner fliegen läßt schnell und unangenehm einsam fühlen

Beispiel man hat sich für 2 std zum Lesen irgendwo alleine hingesetzt, man geht mit Freunden ohne Partner aus, der Partner liegt im Krankenhaus und man sorgt sich um ihn meist wirst du dich hier nicht einsam fühlen wirst

Entsprechend kann und wird sich auch dein Empfinden zur Trennung sich verändern, indem du auch aktiv daran arbeitest. Du kannst dich bewusst versuchen abzulenken, du kannst dir auch immer vor Augen führen das du Familie und Freunde hast und nicht einsam bist, du kannst dir auch immer wieder sagen das du nicht einsam bist weil man immer einsam ist bei Menschen die dich schlecht behandeln.

Warst du eigentlich in der Beziehung nie einsam und alleine? Ich gehe mal davon aus,bei dem was ich zwischen deinen Zeilen gelesen habe, sie oft Entgleisungen und agressives und schlechtes Benehmen dir gegenüber ausgelebt hat? wer wertschätzt entgleist nicht so heftig, der nutzt deutlich niveauvollere Worte.

Ich persönlich war bis zur ersten Einnahme von einem Stimulanz viel bis immer einsam und alleine und war auch unter ganz vielen Freunden und Bekannten der einsamste Mensch. Oft auch in Beziehungen, das habe ich so nie verstanden, so wie ich auch viele komische Reaktionen oder unerwartete Reaktionen wahrgenommen die oft nicht zur eigenen Einschätzung passten. Mit dem ersten Stimulanz war das weg und ist auch ohne Stimulanz weg. Ich weiß zwar nicht ob das durch das Verständnis/Erkenntnis um eine teils andere Wahrnehmung bzw. eine Eigen- und Selbstwahrnehmungsstörung zusammenhängt oder noch alles im Körper harmonisch gestaltet ist und sich das mit der Zeit verändern wird.

Es ist aber eigentlich ein doch oft beobachtetes Phänomen das viele Adhsler sich viel/ oft/ öfter einsam fühlen und wahrscheinlich es mit Dopaminausschüttung und Co wahrscheinlich noch zusätzlich über die Wahrnehmung das Gefühl (Warnfunktion im Sozialleben evolutionär entwickelt und nie mehr abgeschafft)

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Nein nein :slight_smile: ich meinte, dass ADHS dieses Gefühl stärker werden lässt.
Das meinte ich damit :slight_smile:
Denn das mit dem Dopamin habe ich letztens selber mal gelesen (frag mich aber nicht mehr nach der Quelle :see_no_evil_monkey: )
Also nimmst du kein Stimulanz mehr?
Bei mir ist es halt so, dass ich aufgrund nicht vieler sozialer Kontakte gelangweilt bei mir zu Hause saß, bis ich dann meine Freundin hatte. :frowning:
Dann war meine Einsamkeit wie weggeblasen, weil ich wusste, dass ich jemanden hatte der auf mich wartet…

Und ja, sie war recht häufig aggressiv mir gegenüber, aber ich hab es mitgemacht, weil sie zum einen mit einer bipolaren Störung diagnostiziert ist und ich auch ihr wirklich wahnsinnig tollen seiten kenne, und zum anderen, weil sie mir echt viel halt gegeben hat.

Unschöne Geschichte. Kann gut sein, dass du eine Depression deswegen hast. Bei mir können Depris die Wirkung der ADHS Medis komplett neutralisieren. Dann habe ich auch keine Konzentration mehr, wieder Schlafstörungen trotz 20mg Temazep jeden Tag…..
Genau das hatte ich erst bis vor einer Woche. Anfangs dachte ich Lisdex funktioniert auf einmal nicht mehr oder ich müsste die Dosis erhöhen. Aber das hatte ich schon probiert. Bupropion habe ich gerade eingeschlichen, das zeigt langsam etwas Wirkung und mir gings besser.

Jetzt kann ich wohl schon mit der nächsten Depri rechnen weil mein Kater seit Donnerstag nicht mehr nach Hause kam. Kaum gehts mal ein Stück besser kommt das nächste Ding.

Opipramol könnte dir evtl. aushelfen. Das wirkt quasi sofort und beruhigt. Angeblich nehmen das Leute auch für Prüfungen in der Schule. Vielleicht hilft dir das übern Berg.

Grüße Chris