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Warum gehst du davon aus, das an deinem Verhalten irgendetwas falsch war?
Man muss sich nicht jedem öffnen und auch nicht für jeden offen sein. Sich um seine „richtigen“ Freunde zu kümmern ist allemal besser als sich auf zu viele einzulassen und dann kommen die, die einem wirklich wichtig sind, am Ende zu kurz.
Menschen sind in der Regel nicht „falsch“(solange sie nicht bösartig sind), sie sind verschieden. Und das ist auch gut so, sonst wäre es ja langweilig. Also versuche keine Fehler in deiner Vergangenheit zu finden, wo gar keine sind.
Mich interessiert Tratsch überhaut nicht.
- Weiß man nie, was davon wirklich stimmt und
- Sind es meistens Sachen, die mich eigentlich gar nichts angehen.
Ich beurteile Menschen nie nur nach dem, was mir durch Dritte erzählt wird, und wenn ich Interesse an einer Person habe, dann spreche ich mit ihr selber.
Halllo DerSuchende,
danke für den Link, hab gleich mal in das Forum reingeschaut und ja, es ist sehr interessant. Bei vielen Posts kann ich Parallelen zu mir finden, auch wenn ich vielleicht nicht ganz so „extrem“ Probleme mit andern Menschen habe, wie manche dort im Forum. Und AVWS musste ich auch ersteinmal googglen, dass würde ich aber bei mir ausschließen…
Ich schau in das Forum def. jetzt öfter rein, vielleicht finde ich dort viele Antworten auf meine Fragen…
Da hast Du mich erwischt, das ist in der Tat eine Schwäche von mir. Ich will es immer Allen Recht machen bzw. suche ich immer die „Schuld“ bei mir. Vielleicht ist das einfach mangeldes Selbstbewusstsein, dass ich nicht zu meinen Werten stehen kann… Oder übertriebenes Harmoniebedürfniss…
Ja, stimmt natürlich absolut. In Tratsch stecken häufig sehr viele Unwahrheiten oder Übertreibungen. Aber manchmal wäre es schon gut/besser, etwas mitzubekommen. Es ist immer etwas unanangenehm, wenn Dich alle anschauen und sagen: „Wie, das wusstest Du nicht? Das war im Flurfunk doch nicht zu überhören. Darüber hat doch jeder gesprochen“… Dann frage ich mich, wie kann es sein, dass ich das nicht mal bemerkt habe und alle anderen kriegen den Tratsch quasi beiläufig mit…
Ich verschließe mich ja nicht komplett vor allen Gesprächen, rede auch mit jedem, wenn ich angsprochen werde oder zum Beispiel an der Kaffeemaschine auf den Kaffee warte.
Aber mit mir redet anscheinend niemand über solchen Flurfunk…
Viele in diesem genannten Selbsthilfeforum sind durchaus schwer beeinträchtigt, aber natürlich nicht alle.
Durch die vielen verschiedenen Beiträge konnte ich mir ein Gesamtbild erstellen, durch welches ich überhaupt erst die ASS-Diagnostik in Angriff nahm.
Bei meiner ADS war es genau umgekehrt, für mich war die „Selbstdiagnose“ viel einfacher und die anschließende Diagnostik ebenfalls.
Bei der ASS lerne ich quasi täglich hinzu, was alles „autistisch“ und nicht bloß eine Eigenart ist.
Andere Foren sind sicherlich auch hilfreich.
VG
Das kommt mir sehr bekannt vor!
Serien schaue ich auch ungerne. Aber eigentlich, weil die nicht zum Ende kommen. Mich nervt immer das „Ende“ einer Folge, wo man erst in der nächsten Folge die Lösung erfahren soll. Da habe ich nicht die Geduld für. Da brauche ich mir auch nicht zu merken, wer jetzt mit wem irgendwelchen Beef hat.
Einen dauerhaften Freundeskreis hatte ich noch nie. Meistens nur Lebensabschnittsbegleiter. Wenn einmal Menschen meinen Weg begleiten, dann sind die weg, sobald sich das Umfeld ändert. Das wiederum scheint unter AD(H)Slern schon ziemlich „normal“ zu sein.
Die „Gesichtsblindheit“ kommt mir sehr bekannt vor. Ich hätte es jetzt auch mit der fehlenden Fokussierung und das schnelle Vergessen bei AD(H)S in Verbindung gebracht.
In jüngeren Jahren habe ich immer Hilfsmittel genutzt, wie zum Beispiel das Auto, was derjenge fuhr. Das Auto konnte ich mir merken, aber nicht den Menschen, also war der „grüne Opel“ Andreas, der „blaue BMW“ gehörte Michael usw. (nur Beispiele)
Inzwischen interessiere ich mich nicht mehr so für Autos, zudem trifft man sich halt nicht mehr ausschließlich auf Autotreffplätzen und kann somit dieses Hilfsmittel nicht mehr nutzen.
Blöd ist es, wenn man Menschen trifft, denen man sowas ja nicht gleich sagen kann, wie beispielsweise die Kassiererin im Supermarkt, die man evtl in der Nachbarschaft trifft, aber eben nicht erkennt. Die sind dann nachvollziehbar beleidigt.
Oder auch schlimm ist, wenn man ein Gesicht sieht, es einem einfällt, dass man denjenigen kennen müsste, aber nicht in welchen Zusammenhang. Ganz risikovoll: Ob gut oder böse.
Ich kann mich an eine Begegnung mit zwei Menschen in einer Stadt erinnern, wo mir genau das passiert ist. Die sprachen mich an und mein Gehirn wühlte die ganze Zeit rum. Ich hatte das Gefühl, sie zu kennen, aber keine Ahnung, in welchem Zusammenhang, bis mir irgendwann schwante, dass dieses eine jahrzehnte alte toxische Bekanntschaft war. Kam mir aber auch nur, weil das Gespräch sich wieder in eine ungewollte Richtung entwickelte.
Aber auch sonst ist es in der Nachbarschaft relativ Mist, wenn man die Menschen nicht erkennt. Die denken doch, man ignoriert sie absichtlich.
Manchmal grüße ich einfach so die Menschen, die mir über den Weg laufen. Oder ich gucke absichtlich weg.