Überempfindliche Brustwarzen durch Elvanse?

Bah… hat das noch jemand von euch erlebt? Meine Brustwarzen sind unter Elvanse (dosiere ich jetzt seit 1 Woche ein) manchmal von jetzt auf gleich extrem empfindlich und schmerzen bei leichtester Berührung (Kleidung) richtig fies :confounded: Ist nach ein paar Minuten wieder weg, aber schön isses nicht… Ich hoffe, das gibt sich schnell wieder…? (Zyklusmäßig läuft seit mehreren Monaten nix mehr bei mir, daran liegts also wohl nicht. Habe ich aber so auch noch nie zuvor erlebt.)

Ja, Quitte. Hier auch erlebt, habe es aber nicht mit Elvanse in Verbindung gebracht. (Wg. „Zyklus, irgendwas ist ja immer“ - mir fehlte wohl das Ausschlusskriterium.) Insofern vielen Dank, dass Du das teilst. Ist sicher ein Thema, das leicht unter dem Scham-Radar bleibt. Und wo soll man das besprechen? Beim Frauenarzt, der nichts von Elvanse versteht? Ich schließe zwar einen Zyklus-Zusammenhang weiter nicht aus, aber vielleicht addiert sich da einfach etwas?

Ich habe es leider nicht protokolliert. (Blöd natürlich, selbst wenn es nur zyklusbedingt wäre. Aber wohl auch störungsbedingt…) Aus der Erinnerung heraus waren es aber Einzelfälle, m.E. schon auch in den gleichen Zyklus-Phasen, und grob kann es zeitlich sehr gut sein, dass das in die Eingewöhnung fiel.

Einmal lag ich dabei bei der Physiotherapie auf dem Bauch, fand aufgrund meines Gesamt-So-Seins nicht „angebracht“, das Problem zu erwähnen… und ja, „richtig fies“ beschreibt es sehr gut. Man setzt in dem Bereich ja nicht umsonst Schmerzreize, um Bewusstlosigkeit zu überprüfen. Ich halte die Daumen, dass es auch bei Dir Einzelfälle bleiben. Das kann gut sein.

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Bin zwar ein Mann, aber rede trotzdem mal mit :smiley:
Seit Medikinet und Kälteeinbruch habe ich eiskalte Finger und Zehen, ich bin da dermaßen empfindlich geworden! Früher bin ich bei 10 Grad plus noch mit dem T-Shirt raus, da würde ich jetzt gefühlt erfrieren.
Nun, mit den empfindlichen Brustwarzen wird es wohl nicht anders sein…bei mir wirken die Stimulanzien blutdrucksenkend, obwohl das auch anders sein kann…mit den Brustwarzen hab ich (noch) keine Probleme.
Ich bin mir aber auch gar nicht sicher, ob das so zusammenhängt?! Bin halt „nur“ ein Mann! :wink:

Raynaud… Kann eine Nebenwirkung von MPH sein…

Das Raynaud-Syndrom kenne ich auch, das tritt bei mir phasenweise sehr stark / häufig auf, dann wieder lange Zeit gar nicht. Im Zusammenhang mit der ADHS-Medikation ist es bei mir noch gar nicht aufgetaucht. Ich habe das Nippel-Problem ohne entsprechende Anzeichen an den Fingern oder Zehen, und auch unabhängig von Kälte. Es war aber zum Glück gestern schon wesentlich seltener und heute noch gar nicht da. Vom Gefühl her ist es wie beim ersten Einschießen der Milch nach der Geburt, nur noch schmerzhafter (falls meine Erinnerung mich nicht trügt). Also eher so eine Oxytocin-artige Wirkung. Beim Autreten des Raynaud-Syndroms habe ich auch keine Schmerzen - du @MaSc ? Meine Finger oder auch manchmal nur ein einzelnes Fingerglied wird völlig gefühllos und weiß, dann blau (und ich schiebe dann langsam Panik :scream: ).

Ich würde es bei mir nicht als Raynaud-Syndrom bezeichnen, ich habe einfach seit Einnahme der Stimulanzien saukalte Finger und Fußzehen, das tut dann auch richtig weh bei der Kälte. Rege ich meinen Kreislauf an, spüre ich wie die Wärme kommt. Merke ich aktuell am meisten, wenn ich mit den Hunden rausgehe, die ersten 15-20min ist alles eiskalt, dann pumpt auf einmal die Wärme durch. Früher bin ich bei paar Grad plus mit einem T-Shirt, einem Jäckelchen und Turnschuhen raus. Jetzt habe ich zwei paar Socken, Wanderstiefel, Thermounterhemd, Windstopperpulli und eine Outdoorjacke an, die Hände schütze ich mit Winterhandschuhen. Mir ist das erst aufgefallen als die Temperaturen so runtergingen, mir ist ständig kalt und ich kämpfe auch vermehrt mit Rückenschmerzen, wenn ich zu dünn angezogen rausgehe.
Eigentlich ist es auch logisch: alle Stimulanzien steigern und/oder blocken das Noradrenalin, Noradrenalin löst die Produktion von Adrenalin im Nebennierenmark aus und umso mehr Adrenalin ausgeschüttet wird, desto mehr wird die Durchblutung gedrosselt. Der Körper versorgt in stressigen Situationen (Adrenalinausschüttung) nur die wichtigen Organe, sozusagen Notlaufprogramm. Viel trinken hilft dagegen, körperliche Fitness ebenfalls, Wechselduschen am Morgen, Stress vermeiden und regelmäßig Blutdruck messen…ist er öfter zu weit im Keller, dann ab zum Doc. Seitdem ich die Stimulanzien nehmen, habe ich fast immer einen bei weitem niedrigeren Blutdruck wie früher, vor paar Jahren hatte ich sogar eine zeitlang Bluthochdruck, davon bin ich jetzt dauerhaft weit entfernt.

@MaSc Das ist echt interessant, was du schreibst - und ganz anders als das, was ich erlebe :thinking: Ich kontrolliere meinen Blutdruck auch, seit kurz bevor ich angefangen habe, Stimulanzien zu nehmen. Zeitgleich habe ich wieder einen Betablocker in der Minimaldosierung angefangen zu nehmen (hatte ich schon früher mal zur Migräneprophylaxe bekommen, bei tendenziell in Ruhe eher niedrigen bis optimalen, beim Arzt dann normalen Blutdruckwerten), um die Migräne in Schach zu halten. Den Betablocker hatte ich lange nicht mehr genommen, weil mein Herz damit überhaupt nicht auf Belastung adäquat reagieren konnte (kein Laufen/Joggen mehr mgl., da Atemnot). Mit Ritalin und jetzt Elvanse vertrage ich den Betablocker gut, die Blutdruckwerte sind minimal höher, was bedeutet, dass sie nicht mehr meist im niedrigen, sondern etwa hälftig im niedrigen und komplett im optimalen Bereich (syst.) bzw. im optimalen Bereich (diast.) liegen. Meine üblicherweise in Ruhe recht niedrige Herzfrequenz (50) liegt bei beiden Medikamenten jetzt eher bei 58-60. Vermehrtes Frieren merke ich nicht.
Wenn bei mir Raynaud auftauchte, hat auch kräftiges Bewegen nichts verbessert, der Krampf in den Blutgefäßen war höchstens zu verhindern, indem ich von vorneherein alles warmhalte. Wenn er mal da war, half nur warten. Bewegt habe ich mich i.d.R. trotzdem (beim Autofahren geht das nicht soo gut, aber sonst halt), aber es hat nichts bewirkt. Was du beschreibst, scheint dann tatsächlich „einfach“ eine starke Sympathikusreaktion zu sein. Aber wenn du weißt, wie du Abhilfe schaffen kannst, ist das ja wahrscheinlich tolerabel, oder?

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@Quitte Ja, es geht, es gibt jetzt keinen Grund wegen dem Fingerfrieren am Medikament zu schrauben. Sollte es schlimmer werden, rede ich mal mit meinem Arzt, was man da machen kann.
Mein Sympathikus reagiert tatsächlich extrem auf die Stimulanzien, deshalb wollte ich auch von dem Medikinet weg und nehme ja jetzt seit Freitag Elvanse, was bei weitem besser funktioniert, zumindest bis jetzt. Ich hoffe, das das so bleibt. Wenn ich unter Stress geraten bin, fing ich an zu zittern, gefühlt schlug mir das Herz bis zum Hals und ich kam aus der Negativgedankenspirale nur sehr langsam wieder raus, mein ganzer Körper ging auf „Warnsystem“, obwohl gar kein Grund dafür bestand. Ich war schon kurz davor, das Medikinet abzusetzen und auf ein Antidepressiva zu wechseln, mein Psychiater meinte ich solle Beides nehmen, aber das wollte ich nicht. Also bin ich zum Elvanse gewechselt und schaue mir jetzt mal in Ruhe an, ob das besser funktionert. Entschuldigung für etwas „vom Thema abgekommen“…

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Kein Problem, solange sowas nicht in sinnloses Rumgealbere abdriftet, finde ich es nicht so schlimm!
Freut mich für dich, dass du mit Elvanse so zufrieden bist. Mir machen die Kopfschmerzen und das ständige Traubenzuckeressenmüssen noch zu viel zu schaffen, um glücklich damit zu sein. Wirkung ist super, aber das mit dem Zucker ist Mist…

@Quitte ich habe heute 20mg genommen und weiterhin gar keine Kopfschmerzen, auch keine Übelkeit. Wir haben jetzt halb zwei und ich habe bisher nur um 9 Uhr gefrühstückt, da wäre ich bei dem Medikinet schon vom Magen her verkrampft. Ein Bekannter von mir hat aber seit vier Wochen ebenfalls mit starken Kopfschmerzen zu kämpfen und muss jetzt deshalb wechseln. vor Elvanse nahm er Medikinet, aber mit Nullwirkung, also wird er jetzt auf Ritalin umgestellt. Ich hoffe für ihn, das das passend sein wird.

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Also das mit den Brustwarzen hatte ich schonmal aber aus anderem Grund. Ich habe mir damit beholfen, dass ich ein kleines Stück Mullbinde mehrfach gefalten habe, damit es gut polstert. Dann habe ich es mir auf die Brustwarze gelegt und mit medizinischem Tape fixiert. Das war eine Erleichterung, da es die Reibung durch Kleidung abhält. Kann sein, dass du schauen musst, wie du das „Klebematerial“ verträgst. Falls du Rötungen oder Ausschlag bekommst, probiere etwas anderes aus. Pflaster vielleicht. Und Vorsicht beim entfernen, schön langsam machen, um keine Haut mit abzureißen. :wink:

@schnuppi Das ist ein guter Tipp, danke! Bei mir hat sich das inzwischen erledigt, seit ich Elvanse abgesetzt habe wegen der täglichen Migräneattacken bzw. der Notwendigkeit, alle 2 Stunden Traubenzucker zu essen, um keine Migräne zu bekommen :stuck_out_tongue_closed_eyes: Aber vielleicht hat ja nochmal jemand anderes diese Nebenwirkung.

@Quitte Ist Deine Migräne bezüglich Elvanse nicht zurück-, bzw. weggegangen?
Sehr schade! Bei mir hatte sich das tatsächlich nach knapp über einer Woche einreguliert.
Auch das Dauerfuttern, wie beim Medikinet, hat sich dadurch erledigt.
Selbst wenn ich zu wenig trinke oder esse, wird mir zwar etwas schwubbelig mit leichten Druck im Kopf, aber heftige Schmerzen bleiben aus.
Was nimmst Du jetzt?

Puh wie blöd… schade, dass es nicht funktioniert hat für dich.

@MaSc Nee, wurde nicht besser. Ich war dann kurz vor Weihnachten erst mal wieder auf Ritalin umgestiegen, und hatte bis vor wenigen Tagen meine Tochter hier, da war eh alles anders als sonst und eine Wirkung schwer erkennbar bzw. ich befinde mich dann einerseits offenbar ohnehin auf einem anderen Dopaminlevel, andererseits ergeben sich mehr Antrieb und Struktur von allein, durch gemeinsame Aktivitäten. Ich habe in der Zeit vor allem versucht, ein Gefühl dafür zu entwickeln, wie ich am Nachmittag und mit dem Einschlafen klarkomme, wenn ich eine dritte Dosis nehme.
Heute hatte ich dann den ersten Termin bei einem Arzt in der Nähe meines Wohnortes (Diagnostik war in der weiter entfernten Uniklinik gewesen und auch Behandlungsbeginn). Der hat sich viel Zeit genommen und dann vorgeschlagen, Medikinet Adult zu versuchen, da es wegen der kontinuierlicheren Wirkstofffreisetzung evtl. weniger kompliziert nachzulegen ist (ich muss total auf die Peaks achten, da die sich sowohl beim An-als auch Abfluten ganz schön verstärken können) und kein zweiter Peak wie bei Ritalin Adult den Schlaf stören dürfte bei einer späten Einnahme. Ich fange also morgen früh mit zunächst 10 mg Medikinet Adult an :thinking:

Er erklärte außerdem, dass die Medikation bei Kombi mit ASS meist schwieriger und auch nicht so erfolgreich sei wie bei ADxS ohne ASS, da man nicht sauber erkennen könne, welche Symptome zu welcher Ursache gehören. Wenn ich es richtig verstanden habe, dann gilt das nicht nur für die einzelnen Betroffenen im Vergleich, sondern schwankt auch situationsbedingt, tagesformabhängig, phasenweise… :roll_eyes: Also der erlebte Wirkverlust könnte demnach auch „nur“ bedeuten, dass meine Schwierigkeiten gerade nicht ADHS-bedingt, sondern ASS-bedingt waren, und daher nicht durch mehr Dopamin im synaptischen Spalt vermindert wurden.

Na ja. Mal schauen! Ich bin jedenfalls froh, dass ich jetzt einen zumindest beim ersten Besuch tatsächlich ADHS-erfahren wirkenden Arzt in akzeptabler Nähe gefunden habe, der obendrein auch was über ASS zu wissen scheint. Werde die Tabelle / Adressenliste entsprechend mit einer ersten Empfehlung ergänzen :slightly_smiling_face:

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@schnuppi Ja. Es war wirklich sehr bequem einzunehmen ansonsten! Allerdings habe ich auch gemerkt, dass mir das Ritalin in seiner Wirkung für mich besser geeignet erschien: Elvanse hat mich zwar angenehm ruhig gemacht, aber nicht genug Anschub gegeben: In meinem Kopf war die gleiche Pattsituation zwischen all den verschiedenen Fürs und Widers, diese oder eine andere oder vielleicht eine ganz andere Tätigkeit zu beginnen, wie ohne Medikation, wenn auch nicht ganz so chaotisch, und ich habe dann halt einfach nichts gemacht - unbefriedigend auf Dauer. Vielleicht wäre das mit Dosissteigerung besser gewesen (hatte 30 mg), aber wegen der Kopfschmerzen war das halt keine Option.

@Quitte
Darf ich fragen, wo der Arzt ungefähr ist? Bin ja auch nach wie vor auf der Suche nach einem anderen…

Das Medikinet hat mir auch mehr Auftrieb gegeben wie das Elvanse, dafür geht es mir mit dem Elvanse psychisch um einiges besser. Unter Medikinet bin ich auf der Arbeit ab und zu „eskaliert“ und habe es mit der Arbeitsleistung etwas übertrieben, ich hatte da echt Probleme mich wieder einzufangen stellenweise. :sweat_smile:

Ich habe dir eine Nacjricht geschickt :slightly_smiling_face:

Ja, ich denke, dass man wirklich sehr individuell schauen muss, was einem mehr liegt. Eigentlich auch logisch: beide Wirkstoffe verstärken ja etwas, was in einem selbst bereits vorhanden ist, und sie tun es selektiver (Methylphenidat) oder unselektiver (Lisdexamphetamin). Je nachdem, was in welcher Form in mir passiert / aktiv ist / in einem bestimmten Muster / einer Ausprägung abläuft, wird es insgesamt oder selektiv verstärkt.
Ich kann mir gut vorstellen, dass es auch denkbar ist, dass man zu unterschiedlichen Zeiten eher das eine oder das andere als geeigneter empfindet :thinking:

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So war es bei mir, ich bin mir wirklich nicht sicher, ob ich mit Elvanse nach meinem Burnout mit depressiver Phase im Juni letzten Jahres so in die Puschen gekommen wäre wie mit dem Medikinet. Als dann alles wieder „geregelt“ war, ließ mich das Medikinet nicht so richtig zur Ruhe kommen, dass kann eben das Elvanse besser.
Deshalb bin ich auch der Meinung, das man nicht sagen kann AMP ist besser oder MPH ist besser, es ist einfach stark situationsabhängig.

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Mal ganz umabhängig von den Stimulanzien und aus gegebenem Anlass bei mir.
Ich hatte / habe grade auch so eine Brustsache unabhängig vom Zyklus (der grade auch rumspinnt).
Ich war Montag bei meiner Gynäkologin, die hat mir sogar Milch aus den Brustwarzen gestrichen. (Ich stille seit 4 Jahren nicht mehr und schwanger bin ich auch nicht)

Es liegt wohl an der Schilddrüse.
Werte wurden genommen und Montag hab ich nen Termin zur Besprechung der Blutwerte.

Mir ist das grade dein Thema in den Sinn gekommen, vielleicht hat es ja was mit der Schilddrüse zu tun? Lg