Übermäßiger MPH Konsum?

Hallo an alle (Leidens)genossen,

bei mir wurde letztes Jahr ADHS durch eine Fachklinik diagnostiziert. Erste Hinweise und Aufforderungen einer Testung durch Lehrer, gab es bereits auf verschiedenen Schulen in meiner Laufbahn. Ich bin mittlerweile 27 Jahre alt, habe eine tolle Partnerin und 2 Kinder (6 Monate/3 Jahre). Ich habe als ich ca. 13 Jahre alt war mit dem Kiffen begonnen, im Laufe der Zeit kamen weitere Drogen dazu. Kurz bevor ich meine Partnerin vor mittlerweile 8 Jahren kennengelernt habe, habe ich mich dazu entschieden, damit aufzuhören um meinen Führerschein zu machen, für den ich aufgrund von BTM-Vorstrafen bereits vor Erlangen eine MPU inkl. 1 Jahr Drogenscreening absolvieren musste.

Seitdem habe ich mich selbst mit Koffein medikamentiert und Zocken als Ausgleich genutzt, um meine Ruhe und Ablenkung zu finden.

Als wir vor 3 Jahren unseren ersten Sohn bekamen, brach das alles plötzlich ein. Plötzlich hatte ich kaum noch Zeit für mich und es entwickelte sich ein unglaublicher Druck, dem ich nicht gerecht werden konnte. Er war ein Schreibaby und hat die ersten 6 Monate den ganzen Tag nur wie am Spiess geschrien. Ich wurde daraufhin rückfällig und habe bis vor ca. einem halben Jahr wieder (wenn auch unregelmäßig) verschiedene Substanzen konsumiert. Alles drohte in die Brüche zu gehen (Job,Beziehung,etc.)

Verzweifelt auf der Suche nach einer Lösung habe ich psychologische Hilfe, Selbsthilfegruppe und auch die ADHS Klinik aufgesucht. Nachdem man bei letzter nun die Diagnose ADHS stellte, bekam ich Elvanse 30mg verschrieben. Ich stand solchen Medikamenten sehr kritisch gegenüber, da meine Schwester früher in der Grundschule Medikinet(unretadiert) bekam und ich sie danach kaum wieder erkennen konnte.

Trotzdem wollte ich es probieren und habe mir das Elvanse aus der Apotheke geholt. Da ich mich nicht informiert habe, habe ich am Morgen mit der Einnahme einen Red Bull getrunken und ich fühlte mich zurück versetzt in meine Drogenzeit. Daraufhin habe ich die gesamte Packung Elvanse die Toilette herunter gespült und mit dem Thema abgeschlossen. Trotzdem ging es mir in dem Zeitraum (ca. 6 Monate bis jetzt) schlecht und ich war sehr unglücklich und überfordert mit den Reizen aus viel Arbeit und 2 kleinen Kindern zu Hause. Besonders Letzteres hat mir extrem zu schaffen gemacht.

Also bin ich nochmal zur Fachklinik gefahren und habe um ein Antidepressiva gebeten, weil ich alle Optionen prüfen wollte, um irgendwie in der richtigen Spur zu bleiben. Dort sagte mir der Psychiater, das meine Probleme sehr wahrscheinlich durch die ADHS Problematik kommen und legte mir nahe, eine Einstellung auf Medikinet Adult vorzunehmen.

Ich dachte mir, dass ich nichts zu verlieren habe und vertraute dem Experten.

Jetzt zum eigentlichen Thema:

Der Psychiater hat mir Medikinet adult in 5mg und 10mg (jeweils 52Stk) verschrieben und mich gebeten, langsam, ca. alle 5-7 Tage aufzudosieren.

Da ich leider sehr ungeduldig war, von 5mg nichts merkte und die Wirkung bei mir sehr angenehm war und mir in vielen Bereichen meines Lebens enorme Besserung verschafft hat und gleichzeitig die Wirkung auch schon sehr schnell nachgelassen hat, hatte ich bereits alle Medikamente innerhalb von 16 Tagen verbraucht.

Ich muss zu meiner Verteidigung sagen, dass ich aufgrund von Selbstständigkeit und zusätzlich 60std Angestelltenverhältnis oft auf bis zu 18-20 Stunden am Tag komme, wobei der Angestelltenjob aufgrund von permanenter Fahrtätigkeit auch ein hohes Maß an Konzentration abverlangt.

Aufgrund der extrem guten Wirkung im gesamten Alltag, bin ich dann schnellstmöglich wieder zur Klinik gefahren um zu berichten, dass ich mit meiner verschriebenen Medikation nicht bis zum nächsten Termin auskommen werde und habe um ein neues Rezept gebeten. Der Psychiater fragte mich, welche Dosis ich für geeignet empfinde und ich habe gesagt, dass ich 30-20-10 für optional halte. Er kam meinem Wunsch nach und hat mir sowohl 10,20, als auch 30mg in der 78stk. Packung verschrieben.

Jetzt wird es brenzlig:

An manchen Tagen(besonders an den langen Tagen, wo ich um 7 Uhr aufstehe und erst um 7 Uhr morgens wieder ins Bett gehe, beobachte ich bei mir ein Verlangen, immer weiter nachzulegen(teilweise bis zu 150mg), um die angenehme Wirkung nicht zu verlieren und die negativen Symptome meiner ADHS Erkrankung nicht durchkommen zu lassen.

Wie es aussieht, werde ich auch mit diesem Rezept nicht bis zum nächsten Termin kommen. Verfalle ich in alte Muster und entwickle gerade wieder eine Substanzabhängigkeit oder wirkt das MPH bei mir eventuell kürzer als bei anderen und es ist “normal”, dass ich mich danach sehne, mich endlich gut zu fühlen?

In Expertenforen habe ich gelesen, dass teilweise Dosierungen von 150mg am Tag nötig, aber selten sind, obwohl die empfohlene Tagesdosis 60mg, bzw. 1mg pro KG Körpergewicht(ich wiege ca. 80kg) nicht überschreiten soll.

Die Nebenwirkungen sind bis auf kalte Hände und Füße, mit Marmorhaut(ich konsumiere zusätzlich Nikotin) und bei hohen Dosen leicht verstärktes Herzklopfen nicht vorhanden und ich erlebe wie bereits oben erwähnt eine gravierende Besserung sowohl in Produktivität, als auch innerer Ruhe und im Umgang mit der Familie, dem auch meiner Partnerin seit Beginn der Medikation sehr positiv aufgefallen ist.

Entschuldigt bitte den langen Text bei meinem ersten Beitrag, aber ich wollte, dass auch verschiedene Faktoren meines Lebens zu einer besseren Bewertung der aktuellen Lage durch euch mit einfließen können.

Ich würde gerne einen Rat von euch haben und freue mich auf eure Rückmeldung.

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Das gibt Ärger und nachlegen mußt du entweder weil du vor der Einnahme keine reichhaltige Mahlzeit gegessen hast und 2 Dosen gleichzeit anfluteten pder du wirklöcher zwischen 2 Phasen. Statt deinen Psychiater aufzusuchen und die Probleme zu besprechen hast du immer mehr genommen. Spricht für ihn dann nicht für Vertauen was beim ersten mal nicht nach Anweisung gehandelt hast.

Ich weiß nicht eeagiert aber daß du hier schreibst zeigt dir ja selbst das du einen kritischen Umgang hast. Ich mußte damals bevor es süchtig machende Substanzen gab auch für den Akutfall um aus Panikattcken rauszukommen beweisen das ich weder solche Medikamente bekomme noch die Hoffnung auf etwas was schnell hilft. Es mag übertrieben gewirkt haben aber er scheint schon seine Erfahrungen gemacht zu haben das er es grundsätzlich so gehandhabt hat. Ich würde nicht lügen oder was schönreden damit könntest du das entgegengebrachte Vertrauen komplett zerstören

Stimulanzien sind nicht da um einen zu vol und zu überschätzten Terminplan zu schaffen sondern weniger Adhs Symptome zu haben.

Ggf brauchst u eenn der deinen Terminplan kontrolliert damit du ihn nicht so voll stopfst und realistisch deine Zeit und Grenzen beachtest.

alle gegenreden sind Ausreden die kommen weil du durch Adhs größer planst als richtig und gut für dich ist

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Als erstes ist es ja schon mal gut , dass du eine Ideale Dosis (30/20/10) gefunden hast . Darauf hin hat dir dein Arzt es auch so verschrieben, was im Gegensatz zu dem was man hier so liest , schon sehr am Patienten orientiert ist.

Das Problem ist , dass es sich ja auf einen normalen Tag bezieht wo ein Mensch irgdwann ins Bett geht.

Wenn du durchmachst brauchst du natürlich mehr, wenn du weiterhin von der Wirkung profitieren möchtest . Das ist in dem Sinne für mich noch keine Sucht , weil ADHS ja immer da ist so lange man nicht schläft.

Das große aaaaaaaaber ist natürlich, dass die Medis dir vielleicht helfen zu einer unnatürlichen Zeit wach zu bleiben, was ja nicht der Sinn ist.

Im Idealfall helfen die Medis eine bessere Wach- und Schlafstruktur zu finden. Daran solltest du versuchen zu arbeiten . ADHS Symptome und die Wirkung der Medikation sind sehr vom Schlaf abhängig. Ich könnte mir vorstellen das du dadurch in einen Teufelskreis geraten bist um das eine mit dem anderen auszugleichen und in dem Sinne gar nicht abhängig. Also wenn du normal um 7:00 aufstehen würdest und um 22:00 ins Bett, dann würdest du ja gar nicht mehr wollen, weil du dann schläfst .

Vielleicht ist die dritte Dosis nicht passend und die hält dich davon ab Abends runterzufahren?

Ich würde probieren wie du bei einem „normalen“ Rhythmus mit 30/20/10 klarkommst.

Wenn du dann alles verbraucht hast dem Arzt erklären wie das passiert ist .

Wie der Arzt dann damit umgeht wirst du sehen. die Medikation dient ja in der Regel einer normalen Tagesabdeckung und nicht zum Raubbau am Körper.

Beide Ärzte , die ich bisher hatte und auch mein ADHS Therapeut hätten mir „einen Vogel gezeigt „ und gesagt :“sehen Sie zu dass sie ihren Schlaf in den Griff bekommen!“

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Also ich kann deine Situation relativ gut nachvollziehen, aus diesem Grund habe ich irgendwann mit Stimulanzien komplett abgeschlossen. Auch ich habe früher einige Substanzen konsumiert, aber eben nicht, um ADHS zu regulieren.
Das ist alles schon länger her, aber die Erinnerungen bleiben. Bei mir war es so, dass ich Ritalin aufgebröselt und mir durch die Nase gezogen habe, am Ende oft zwischen 100 und 150mg pro Tag.
Das hatte gesundheitloche Folgen und ich fühlte mich auch generell gar nicht mehr wohl.
Vor kurzem habe ich das Thema Medikation bei ADHS wieder aufgegriffen und habe es mit Elvanse probiert. 3 Tage haben gereicht, um zu erkennen, dass Stimulanzien keine Lösung für mich sind. In dem Fall hatte ich keine Angst vor Missbrauch, ich hatte einfach bei kleinen Dosen schon Angstzustände, die ich gar nicht gebrauchen kann.
Genau für Menschen wie mich gibt es ja Nicht-Stimulanzien, ich werde jetzt noch Guafacin testen und falls das auch nichts für mich ist, gehe ich zurück zu meiner Ayurveda Lösung. Es gibt mittlerweile sehr viele interessante Alternativen, die in Kombination deutlich spürbare Verbesserungen ohne die bekannten Nebenwirkungen der Medikamente liefern.

Ganz wichtig ist aber sicher auch: lass diese Extreme, 24 Stunden am Stück arbeiten ist nicht gut. Ich habe das früher mit Hilfe von anderen Substanzen teilweise sogar mehrere Tage durchgezogen (mit minimalen Schlafpausen auf dem Sofa), würde aber dringend davon abraten, du machst dich dadurch nur selbst kaputt.

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Ganz ehrlich:
Du hast zwei kleine Kinder
Arbeitest extrem viel. Dosierst deine Medikamente eigenmächtig(!) bis auf 150mg und wenn ich das richtig lese, dann fährst du währenddessen noch Auto oder sonstiges Kraftfahrzeug.

Sorry, wenn ich das so sage, aber wenn dich die Polizei erwischt, hast du echt ein Problem (abgesehen davon, dass ich niemanden übermüdet und MPH „nach Bedarf“ im Straßenverkehr begegnen will)… Dir wurden die Medikamente nie so verschrieben, wie du sie dir einwirfst.
Und mit zwei kleinen Kindern daheim, ja das ist superstressig (ich bin selber Mutter), aber auch viel Verantwortung und ich kann daher dein Verhalten einfach nicht gut heißen.

Ich finde, du solltest überlegen offen mit deinen Ärzten reden. Diese eigenmächtige MEdikation finde ich nicht gut - vorsichtig formuliert.

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Hallo @SilentiumScriptum ,

ich sehe hier den zentralen Satz: um die angenehme Wirkung nicht zu verlieren.

Methylphenidat hat eine angenehme Wirkung, die ich auch sehr schätze. Aber, jedenfalls für mich, ist die Wirkung am angenehmsten, wenn ich jeden Tag dieselbe Dosis, die ich als ideal herausgefunden habe, nehme.

Mehr Methylphenidat ist nicht mehr Angenehm. Im Gegenteil.

Wenn der Tag mal besonders lang ist - okay, da wird dir kein Arzt den Kopf abreißen, wenn du eine vierte Dosis zu 10 mg nachnimmst. Dann hättest du ausnahmsweise mal 70 mg Tagesgesamtdosis statt 60 mg. Aber nicht 150 mg, das ist einfach so sehr jenseits der verordneten und auch von dir (!) so anerkannten Dosis, das geht nicht. Der Tag geht von 7 Uhr morgens bis 7 Uhr morgens? Das halten auch Leute ohne ADHS nicht ohne weiteres aus.

Ich nehme 40 - 30 - 5 mg, zusammen 75 mg. Manchmal wünsche ich mir noch etwas Wirkung am Abend und nehme noch 2,5 mg nach, dann sind es 77,5 mg.

Abends braucht man nicht mehr so viel.

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Hast du ggf. auch Atomoxetin im Auge auch Adhs Behandlung aber kein Stimulanz klmmt aus dem Bereich Antidepressiva und wird auch hier öfter genommen

Stimmt das kann er so gar nicht als Medikamentendosierung furch Verschreibung nachweisen und gefährdet extrem den Führerschein bei einer Kontrolle zusätzlich auch den Versicherungsschutz bei Missbrauch von Medikamenten und Substanzen…

Also bitte aufpassen sonst ist nachher der Arzt das kleinste Problem :see_no_evil_monkey:

Ist mir bekannt, ich vermute aber eher, daß es nicht Ideal für mich ist. Eine andere Wirkungsweise, die meine spezifischen Symptome eher verstärken könnte.

Genau, vor allem bei der Vorgeschichte (BTM Vorstrafen), würde ich da echt gar nix riskieren…

Da gehört ja die verschriebene (!) Medikation auch dringend bestätigt, falls noch nicht passiert, wenn man beruflich oder aus beruflichen Gründen fahren muss.

Und hier noch ein deutliches Statement von meiner Seite. Weil ich ein Zureden in einem Forum fahrlässig finde, in der Situation, die hier beschrieben wird:
Ein eigenmächtiges Überschreiten der Tageshöchstdosis ist kein Off Label Use, sondern Substanzmissbrauch.

Egal, wer im Internet (angeblich) wieviel verschrieben bekommt - hier wurde es eben nicht so verschrieben.

Vor allem da Kinder im Spiel sind, finde ich es wirklich sehr wichtig verantwortungsvoll, reif und erwachsen mit der Medikation umzugehen. Das heißt: Verschreibung einhalten und fertig!
Denn Polizei und Jugendamt sind mindestens genauso „Spießer“ wie ich…
Wenn das Einhalten der Dosis nicht möglich ist, dann muss man da eben die Konsquenzen ziehen. Endweder man schafft es selbst, oder es kommt irgendwann die harte Tour - die dürfte ja bekannt sein…

Abgesehen davon quasi in eigener Sache, dass alle die Medikamente brauchen, keinen Bock haben, sich wegen solcher Episoden noch mehr schikanieren lassen zu müssen…

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Das stimmt. Durch mehrere solcher Ereignisse mit meherer Patienten kann dann für alle noch ganz neuem Patienten starke Auswirkungen haben und Menschen die dann sehr spezielle Verstoffwechselung haben oder anfänglich „zu falsch in Art und Weise“ solch einem Arzt vorkommen weil sie gerade einen sehr schwierigen extrem verpeilten/ extrem überdreht durch den Wind oder einen ähnlich speziellen Eindruck erwecken könnten dann sehr abgezählte Kapseln erhalten und für N1 Verordnungen ständig zum Arzt müssen, Stimulanzien verweigert bekommen etc.

Ganz nebenbei BTM Rezepte haben alle wie Schecks Seriennummer die ausschließlich über die Bundesdruckerein bezogen werden können.

Das Original geht zur Kasse und wird da geprüft und wird das zu dubios und wird auffällig mit der angegebenen Einnahme zum Verbrauch der Medikamente.

Ich habe mal miterlebt was passierte als sich jemand wegen Sucht bei mehreren Ärzten BTM Verordnungen ausstellen ließ was dann die Apotheke und auch andere Patienten wie mich in Ein Ermittlungsverfahren zogen weil man der Person Dealerei unterstellte und diesbezüglich ermittelte und plötzlich stand ich mit „zuviel verordneten“ nicht süchtigmachenden Astmamedikamenten auch in einem eigenem Ermittlungsverfahren-> wurde bei mir nach 2 Jahren eingestellt weil ich zu dieser Zeit extrem viel benötigte um überhaupt noch Luft zu bekommen und es ja auch selbst genommen habe…

BTMs werden gut überwacht daher diese Seite bitte auch immer mitbedenken

@achtarm hat schon einiges angemerkt, das ich nur unterstützen kann. Ich möchte aber noch deutlicher werden:

Du betreibst Raubbau an deinem Körper und deiner Gesundheit mit deiner Arbeitsweise. Plus den Substanzmissbrauch, wie achtarm schon anmerkte. Bedeutet über kurz oder lang wirst du mit hoher Wahrscheinlichkeit gesundheitliche Probleme bekommen (soweit ich das als Laie beurteilen kann). Brichst du dann zusammen? Wirst arbeitsunfähig für den Rest deines Lebens? Man weiß es nicht.

So ein Verhalten gefährdet Leben. Dein eigenes und das der Menschen, die das Pech haben im Straßenverkehr auf einen komplett übermüdeten Fahrer unter MPH-Substanzmissbrauch zu stoßen und unter Umständen tödlich (!) verunglücken. Möchtest du das deiner Familie erklären? Den Angehörigen? Dass du mutwillig, bewusst Leben zerstört hast, weil du ach so viel arbeiten musstest? Und ja, mir ist durchaus klar, dass Arbeit lebenswichtig ist.

Entschuldige, wenn ich das sehr hart ausdrücke, aber da verstehe ich weder Spaß noch Gnade. Du hast zwei Kinder, du hast eine verdammte Verantwortung. Nimm sie wahr und finde eine Lösung, mit den Medikamenten wie verordnet umzugehen. Du kannst sie beispielsweise einer vertrauten Person geben und dir dort jeweils deine tägliche Dosis abholen.

Steh zu deinen Fehlern, übernimm Verantwortung und machs besser in Zukunft. Bevor es zu spät ist.

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Ich sehe das Problem hier. Und eine grosse Gefahr auch.

Das MPH hilft dir kurzfristig, dieses extreme Pensum zu leisten. 60h Angestelltenverhältnis + Selbständigkeit + 2 Kinder und kaum Schlaf - das kann nicht lange gut gehen. Und dafür ist das MPH auch nicht da.

Such nach Möglichkeiten, dein Pensum zu reduzieren. Genügend Schlaf zu kriegen. Deine Kinder auch mal im wachen Zustand zu erleben. Runterzukommen. Sonst wirst du mit MPH direkt in ein Burnout rasen (oder mit Sekundenschlaf in die nächste Hauswand)…

Mit MPH geht mehr als vorher, und genau deshalb muss man noch viel mehr bewusst darauf achten, Pausen zu machen und sich nicht zu übernehmen.

Versuch Struktur reinzubringen - Wecker für die 30-20-10-Medikation, Wecker fürs Essen und Trinken, fixer Feierabend und feste Zubettgeh-Zeit. Tönt spiessig, bringt dir aber eine ganz neue Lebensqualität.

Viel Glück :four_leaf_clover:

@SilentiumScriptum Hast du eigentlich schon eine der Antworten gelesen?

Vielleicht noch ergänzend dazu, falls du dir die Antworten überhaupt durchliest @SilentiumScriptum
Vielleicht hast du diesen Drang des Missbrauchs von Methylfinidat nicht mehr, wenn du bittest Ritalin statt Medikinet probieren zu können.

Ich hatte mit Medikinet ein viel aktivierenderes Gefühl von Medikinet bezüglich Impulskontrolle sprich ich konnte weniger steuern aufzuhören zu essen, schädliches Verhalten zu stoppen und einiges mehr. Ohne hatte ich solche Probleme nicht und mit Medikinet schon besonders in den Wirkphasen wo die

sofortfreisetzende Dosis Methylfinidat aufhörte zu Wirken und die verzögert freisetzende Dosis anflutete und im Rebound(Wirkende) was dich dann schon auch für diesen Raubbau hat verleitet.

Und 18 bis 20 std Tage zeigen auch, das wenn du sie ohne Stimulanzien nicht täglich schaffst was man Medikamentenmissbrauch nennt quasi dein Drogenverhalten 1 zu 1 auslebst wahrscheinlich finden das alle im Umfeld noch ok weil du Medikamente nimmst und nichts illegales.

Es gibt aber keinen Grund oder Begründung so zu leben. Es gibt in jedem Beruf Phasen mit 12 ggf. auch 14 std. Basis, doch das Arbeitnehmerschutzgesetz hat ja nicht ohne Grund sehr strickte Regeln bezüglich der Arbeitsstundenhöchstgrenze welche bei 8 std liegt und auf max 10 Arbeitsstunden am Tag verlängert werden darf und die das auch mit ausreichend Erholungszeit.

Weiß dein Arbeitgeber, daß du Selbstständig bist? Der Arbeitgeber muß übrigens in Nebenbeschäftigungen einwilligen und kann/ darf diese Einwilligung jederzeit widerrufen sobald er das Gefühl hat das du deiner Arbeitnehmerpflichten nicht mehr gerecht werden kannst. Gerecht bedeutet nucht nur das die Arbeit erledigt wird, denn wenn er das Gefühl hat das du dich in der Nebntätigkeit aufreibst oder zu sehr auf Kräfteverschleiß gehst, und er die Befürchtung bei ihm aufkommt, daß dich der Hauptjob und die Nebentätigkeit auf Dauer krank macht, darf dein Arbeitgeber dir auch die Nebentätigkeit auch verbieten, weil er ein Recht darauf hat deine Arbeitsleistung auch noch in 3 Jahren uneingeschränkt von dir abrufen möchte. Durch die Unterschrift unter deinem Arbeitsvertrag hast du dich auch für deine Arbeitsleistung dauerhaft verpflichtet und so darf dein Arbeitgeber diese Arbeitsleistung bis zum letzten Tag im Betrieb verlangen, selbst bei Kündigung und erlischt erst mit deinem Ausscheiden aus dem Unternehmen