Überschwänglich bei neuen Bekanntschaften

Hallo

Geht es euch auch so oder ging es euch schon mal so, wenn ihr jemand Neues kennen lernt, und ihr denkt, das passt jetzt gut oder das könnte ein netter Mensch sein, dass ihr so eine Freude habt, euch zu schnell öffnet, viele Ideen habt, was man so gemeinsam machen kann, für diese Person gleich da ist, einfach so vertieft ist, in dieses Kennenlernen und auf diese Person fixiert ist. Das ist mir gestern passiert, ich hab jemanden kennen gelernt, die Person war sehr nett, und dachte, es könnte eine mögliche Freundin sein. Also gleich schon. Dieser Gedanke allein ist ja auch Quatsch, und dann auch ganz viele Ideen gehabt habe ,weil sie neu hergezogen ist, was sie alles machen könnte, welcher Friseur und so etc. ganz viele Tipps gehabt, da hab ich gemerkt, ich steigere mich da total rein, auch weil sie immer sehr gestylt und reich ist, hab ich überlegt wie kann ich besser aussehen. Gott sei Dank, nachdem ich die Nacht geschlafen hab, bin ich wieder runtergekommen und es ist mir klar geworden, wie extrem dieses Verhalten oder diese Gedanken sind.

Ach, habe ich gemerkt, dass ich Minderwertigkeitsgefühle habe, dass ich dann Dinge, ich genüge ja niemandem

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Interessantes Thema. Ja, ich kenne das auch von mir, dass ich von einer neuen sozialen beziehung zu schnell zu viel will. Und damit trage ich wahrscheinlich selbst einen gewissen Teil dazu bei, dass meine Befürchtungen oder Glaubenssätze sich dann auch bewahrheiten.

  • „Ich bin im sozialen Kontext eine Belastung, weil ich mehr Hilfe brauche und weniger flexibel oder nützlich bin.“
  • „Leute lassen mich fallen, wenn es ihnen zu kompliziert wird.“
  • „Ich bin uncool, mit mir zusammenzusein ist peinlich.“
  • „Wenn sich Leute zu sehr bedeckt halten, also eine gewisse Unverbindlichkeit und Distanz wahren, spielen sie mir nur was vor und meinen es nicht ehrlich.“

Wie gesagt, das sind gelernte Glaubenssätze, keine Wahrheiten.

Das äußert sich dann darin, dass ich die Anbahnungsphase nicht durchhalte. Das heißt, ich kann keine losen Kontakte halten und festigen. Mir ist bewusst, dass das total blöd ist und dass diese Phasen eigentlich dazu gehören, damit vielleicht etwas festeres daraus wird. Aber diese losen Kontakte, dieser ungewisse unverbindliche Schwebezustand, das ist für mich anstrengender als kein Kontakt. Wenn ich aber einmal jemanden ins Herz geschlossen habe, vergesse ich ihn nicht mehr. Deswegen will ich diese Startphasen schneller durchziehen und Klarheit/Gewissheit schaffen. Das geht vielen Leuten zu schnell, absolut verständlich.

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Hallo @MelaMela,

ja, ich kenne das auch. Bei neuen Menschen, neuen Hobbys, neuen Ideen, egal was. Ich neige dazu, eigentlich immer gleich „drüber“ zu sein. Bringe mich zu 150 % ein, schmiede in rasender Geschwindigkeit Pläne, verliere die Distanz.

Dann kommt das Erwachen, wenn ich merke, dass sich z.B. meine Pläne überhaupt nicht in den Alltag integrieren lassen oder mein Input überhaupt nicht in dieser Intensität gewünscht ist. Das führt dann meinerseits zum Zurückrudern bis hin zur kompletten Abkehr von der Person, dem Hobby, der Idee.

Also erst ein mega Energie-Einsatz, dann die Kehrwende, verbunden mit Scham und Erschöpfung. Das ist übrigens eine der Erkenntnisse, die ich erst mit der Elvanse-Brille hatte…

Danke für das Thema!

Liebe Grüße

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Liebe @MelaMela , Nein tut mir leid, aber das was Du über Dich beschrieben hast kenne ich von mir nicht, sondern bin ein sehr vorsichtiger Mensch wenn es um neue Bekanntschaften geht.
Und ich selbst mag es z.B. überhaupt nicht wenn mir eine neue Bekanntschaft sozusagen „die Türe einrennt“, dann gehe ich sofort auf Abstand, weil ich ansonsten befürchte das diese Person ständig bei mir vor der Türe steht, schreibt oder anruft, oder etwas von mir will, und ich persönlich so etwas dann ziemlich schnell als zu aufdringlich empfinde.

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Ich (NN) kenne das zu einem gewissen Grad.

Insoferne, dass ich so oberflächliche Erstkontakte ganz angenehm und erfrischend finde. Ich habe aber kein weiteres Interesse eine tiefere Freundschaft aufzubauen, oder wie ich das nennen soll…

Muss aber sagen, so richtige Freundschaften, wie es manche Menschen haben, habe ich auch gar nicht. beziehungsweise tue ich mir halt schwer, wer Bekanntschaft oder schon Freundin ist. Meistens ist es für mich irgendwas „zwischendrin“ würde ich sagen.

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Bei mir ist es eine Mischung aus:

Kindlicher Naivität und Freude über vielleicht tolle Verbindungen und Austausch, die zu gesteigerter Offenheit und Vertrauen in die andere Person führt

Dann aber auch durch schmerzhafte Erfahrungen im gesamten Lebenslauf des Getrenntseins von anderen, nicht verstanden werden und ausgegrenzt werden.

Wobei ich andere vorallem in der Jugend auch nicht so verstanden habe da andere Denkweise und Interessen.

Dadurch Einsamkeit fühlen und euphorisch sein, wenn endlich jemand nett und aufmerksam zu mir ist.

Und allgemein schnell begeistert sein und dann die Welt umarmen können.

Aber das Interesse auch schnell verlieren, wenn es bei Menschen kleinste Anzeichen von Desinteresse, Falschheit und Überheblichkeit gibt und was ich dann so bemerke und interpretiere.

Bei Aktivitäten auch so mit dem Interesse aber das ist ein anderes Thema.

Und nicht so das Gefühl zu haben, wie schnell Freundschaften gehen.

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Liebe @MelaMela , Merci für Deine Rückmeldung, und ich verstehe glaube ich tatsächlich wie Du Dich in solchen Situationen wahrscheinlich fühlen musst. :white_heart: