Umfrage: Schmerzempfindlichkeit bei ADHS

Hallo,

bitte nehmt an dieser Umfrage nur teil, wenn ihr eine gesicherte ärztliche ADHS-Diagnose habt. Es geht um die allgemeine Schmerzempfindlichkeit.

  • Ich bin sehr schmerzempfindlich
  • Ich bin eher schmerzempfindlich
  • Ich bin ungefähr so schmerzempfindlich wie Menschen ohne ADHS
  • Ich bin eher wenig schmerzempfindlich
  • Ich bin sehr wenig schmerzempfindlich
0 Teilnehmer

Bitte diskutiert dazu nicht in diesem Thread, um andere Teilnehmer nicht zu beeinflussen.

Herzlichen Dank!

Ohweh… Woher weiß man das?

Ich weiß ja nicht, wie das bei den Anderen ist… Also wie kann man sich vergleichen?

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So einfach läßt sich das aber nicht sagen, es hängt von der Schmerzart. Auch habe ich festgestellt, daß der Schmerzgradient wichtiger ist, als das Schmerzniveau. Das macht pulsierende Schmerzen auf eher geringem Niveau sehr unangenehm, ist aber z.B. hilfreich, um sich aus Schmerzgriffen und Hebeln zu befreien - man kann sich langsam in den Schmerz hineindrücken und schafft sich damit Bewegungsfreiraum - das Nachlassen des Schmerzes ist dann geradezu angenehm. Falls das für irgendwen einen Sinn ergibt…
Könnte auch noch etwas mit ASS (da hab ich viel von geringerem Schmerzempfinden und angenehmem Schmerz gehört) zu tun haben. Vielleicht stumpft man ab, wenn man im Grunde in ständigem Schmerz (psychisch und physisch) lebt?

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Das habe ich mich auch gefragt…

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Exakt. Das ist so wie wenn man ein Alien fragt ob es so viel Hunger hat wie ein Mensch. Aber natürlich ist die Frage berechtigt und kann evtl. einen anderen Kontext haben; z.B. dass man von dieser Antwort ableiten kann, dass die Personen in der Kohorte, die so antworten, diesen Zusammenhang nicht erkannt haben.

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Ich bin mir sehr sicher, dass mein Schmerzempfinden unterirdisch ist. Hier einige Beispiele: Aufgrund diverser Allergien hatte ich völlig ohne Betäubung eine Wurzelbehandlung. Klar, tat weh, war aber gut auszuhalten. / Bei einem MRT meiner Schulter wurde fortgeschrittene Arthrose im Ellenbogen festgestellt. Bisher, das war vor 2 Jahren, habe ich nichts bemerkt.
Andererseits fühlt sich ein Wattebausch auf meiner Haut an, wie grobes Schmiergelpapier. Liegt vieleicht daran, dass ich AuDHS habe.

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Hm… Also ich kann das nicht beantworten.

Ich hatte eine Kiefer-OP, bei der nicht die Betäubung gewirkt hat. Das war die Hölle!

Dass mir Kleidung auf der Haut weh tut und solche Dinge kenne ich gut. Dafür nehme ich andere Sachen überhaupt nicht wahr. Das Tätowieren war nicht schlimm. Ich merke Verbrennungen zu spät und habe ständig irgendwo blaue Flecken, die ich schon gar nicht mehr registriere.

Ich habe chronische Schmerzen in den Gelenken. Manchmal ist es schwer auszuhalten und ich möchte beim Aufwachen bereits, dass der Tag einfach zu Ende ist. In anderen Phasen blende ich viel aus.

Früher mit der Endometriose hatte ich nicht auszuhaltende Schmerzen mit Zusammenbrüchen und Krankenhausaufenthalten. Mir wurde dennoch von vielen Ärzten gesagt, das seien ganz normale Schmerzen

Ich weiß wirklich nicht, wie sich mein Körper für Andere anfühlen würde oder wie sich ein anderer Körper für mich anfühlen würde. Ich habe gar keine Ahnung also, wie ich das beantworten kann.

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ADHS Test bestanden :adxs_lach:

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Sorry :see_no_evil_monkey::confounded_face::face_with_open_eyes_and_hand_over_mouth:

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Oh man, mein erster Beitrag hier und gleich ein „Griff ins Klo“
Sorry :face_with_peeking_eye:

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Ich nehme Schmerzen zwar wahr, bin aber sehr gut darin sie lange Zeit zu ignorieren. Und im Hyperfokus nehme ich natürlich Schmerzen eh nicht wahr.

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Kramer war ja der Meinung, dass seine „Hyperkinetiker_innen“ deshalb schmerzunempfindlich seinen, weil sie so schnell von ihrem Schmerzempfinden abgelenkt waren.

Kommt auf den Schmerz an : Wehen haben 0 geschmerzt, tattowieren auch nahe zu ,da zwickts halt n bissl. periodenschmerzen sind mein Endgegner und ohne Tramdol nicht zu händeln

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Heyy, ich find die frage super, aber sie ist schwierig zu beantworten. Ich kann da nur für mich sprechen, es kommt wirklich drauf an, an welcher Stelle und wie “sensibel” ich den tag generell bin. was so verletzungen angeht bin ich super unempfindlich, aber sobald es Kopfschmerzen/Migräne ist oder Rücken bin ich raus. Periode ist auch richtig schlimm und ohne tramal oder ähnliches garnicht auszuhalten (endom.)

Lg :slight_smile:

Die Umfrage zur Schmerzempfindlichkeit empfinde ich bezüglich der Aufteilung als sehr „schwierig“ bzw. unbrauchbar weil zu wenig differenzierten. Wann tut es weh?
Ich hätte es für gut befunden wenn sich diese Fragestellung an z. Bsp. an 22. Chronische Schmerzen / Muskelspannung bei ADHS aus dem Forum orientiert hätte.

Kann ich in meinem ADHS - Modus in der für mich passenden Umwelt leben bin ich schmerzfrei. Auch unter großen körperlichen Anstrengungen oder auch bei Verletzungen. Sturz beim Radfahren als Beispiel mit den übliche Prellungen oder Abschürfungen.
Muss ich am Tisch an der Arbeit bleiben, kommt ein intensiver Verspannungsschmerz. Insbesondere in der gesamten Hüft- Beckenregion. Nach der Nacht des Schlafes bin ich erstmal so beweglich wie eine Eisenbahnschiene bei Frost.
Vor 15 Jahren sollte schon ein Hüftgelenk ersetzt werden. Mehrere Ärzte die ich damals zu meiner Problematik befragt haben, wollten immer sofort zum Messer greifen. Obwohl meine Schmerzbeschreibung nicht mit der der anderen Übereingestimmt hatte. Auffällig war, dass ich trotzdem lange Etappen mit dem 30 kg Tourenrad und Ausrüstung aus der „kalten“ Hose fahren konnte. Nach 3 Tagen auf dem Rad und 400 km und 3 Zeltnächten schmerzfrei um nach 14 Tagen in der vertrauten Umwelt der Arbeit zu Verspannen wie eine alte Eisenbrücke.
Das unbedingt zu ersetzende Hüftgenlenk hat nun ca. 3.500 km pro Jahr per Rad gekurbelt und jeden Tag mit dem anderen Gelenk 10.000 Schritte gemacht. Mit ein wenig Glück kann ich noch selbst zu meiner eigen Beerdigung laufen :wink:
Die Ärzte haben damals anhand des Röntgen Bildes eine Cox-Arthrose gedeutet und die OP empfohlen.
Kausalität und Korrelation wurden in einen Topf geworfen und man bekommt noch ein schlechtes Gefühl vom studierten im weißen Kittel, weil dieser ja der Experte sei. Als ADHS-ler muß man zu dem Experten für sein eigenes Leben werden oder man geht unter!
Als ADHS-ler muss man ein eigenes Gefühl für den Schmerz entwickeln. Schmerznormalität. Das verstehe ich erst jetzt nach über 45 Jahren ohne Diagnose und Schmerz - Bewusstsein.

Das Empfinden der anderen ist deren Empfinden und kann nicht auf die eigenen Person übertragen werden. Es sind meist die Empfindungen der Neurotypischen, dass sollte einem klar sein.
Das betrifft die Wirksamkeit von Schmerzmittel genauso wie die der Narkose. Wenn man erst mit der 3. Injektion beim Zahnarzt die Schmerzneutralität erlangt.

“Sie sind der einzige bei dem ich das machen muss”

Auch bestanden :partying_face:

Ich finde es enorm wichtig, ob es Schmerzen sind, die beeinflussbar sind (zb lage- oder belastungsempfindlich) oder solche, die gleich bleiben, egal was man tut (mache Muskelschmerzen in rebound, oder Kopfweh, oder oder). Ersteren sind besser auszuhalten, finde ich, auch wenn sie im Peak stärker sind.

Außerdem ist mir aufgefallen, dass ich manche Schmerzen mit Medikation (Attentin) innerlich besser auf Distanz halten kann.

Aus einer Verkettung unglücklicher Zufälle musste ich die Geburt meiner Tochter komplett ohne Schmerzmittel machen. Im Nachhinein denke ich selbst, wie krass das ist. In dem Moment ging es :rofl:

Einerseits kann ich Schmerzen gut aushalten während zur gleichen Zeit das mini bisschen gepiekse vom Schild im Kragen mich in den Wahnsinn treibt.