Umgang mit Ablehnung und Wut / Skills

Liebe alle,

ich wollte mich erkundigen, wie ihr mit Folgendem umgeht und was euch dabei bzw dagegen hilft:

  • schnelles Ablehnungsempfinden (ADHS rejection sensitive Dysphoria/geringer Selbstwert/evtl. dahingehend Trauma Bindungs-verlustangst)
  • massive Wut und langanhaltender Zustand nach dem Impulsdurchbruch mit Ärgerschleifen/Rumination (durch Grenzüberschreitung und Ungerechtigkeit)

:sunflower::handshake: thx

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Hey,

ich habe keine perfekten Tipps, aber keine beides.

Fürs Ablehnungsempfinden: Ich versuche dann, mit vielen Menschen zu sprechen - auch, um mir Bestätigung zu holen. Das klappt nicht immer, weil ich mich manchmal auch verstecke oder mit Doomscrollen ablenke. Manchmal schaue ich Fotos an von Menschen, die ich sehr mag, um mir vor Augen zu halten, dass sie neben mir lächeln und mich dann auch nicht so blöd finden können.

Massive Wut: Am meisten hilft es mir, alles aufzuschreiben oder als Notiz einzusprechen. Wobei es auch gut ist, die Situation nicht durch mangelnde Impulskontrolle zu verschlimmern. Ich habe schon sehr oft viele böse Nachrichten eingetippt und mich sehr doll reingesteigert, wenn ich etwas ungerecht fand - gern auch mal mitten in der Nacht. Mir hilft es dann auch, das Handy gänzlich wegzulegen und ins Fitnessstudio zu gehen, um mich abzureagieren.

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Das auslösende Ereignis zeitnah ansprechen. Am besten beim Auslöser.

Anmerkung: Meist reicht das aus um die Hass-Grübeleien zum Schweigen zu bringen. Manchmal bringt es sogar eine Klärung der Situation und sorgt für Verständnis des Gegenübers.
Und manchmal stoße ich auch auf Mißverständnis - aber dann habe ich zumindest die Möglichkeit, das Ereignis für mich einzuordnen und entsprechende Konsequenzen zu ziehen.

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Oft ist es tatsächlich auch ein Missverständnis, weil der Sender es gar nicht so gemeint hat, wie es der Empfänger empfangen hat.

Ansonsten habe ich für die „alltagswut“ auch noch keine Lösung gefunden. Aber immerhin langsam mal die Auslöser gefunden.

Meistens ist es eine Art der Überforderung… Ich müsste viel erledigen, das ich nicht weiß wo anfangen, werde häufig dabei unterbrochen, Lärm und/oder streitenden Kinder im Hintergrund, mir passiert ein Missgeschick etc. etc.

Das steigert sich bei mir sehr schnell sehr hoch und aus dem inneren Druck heraus, Plätze ich bei Kleinigkeiten…

Wenn dann auch nur der Hauch von Kritik kommt, wenn ich gerade sowieso schon am Limit laufe und hart kämpfe, trotzdem meinen :poop: zu machen :exploding_head::exploding_head::exploding_head:

Eigentlich sollte man sich dann ein paar Minuten zurück ziehen, Ruhe, nichts machen, vielleicht sogar kurz Kopfhörer auf, aber im Alltag mit zwei kleinen Kindern und einer Frau/Mutter die auch oft am Limit läuft, ist das einfach nicht realistisch :pensive_face:

Ablehnung: was genau meinst du damit? Also bin wem kommt die Ablehnung?

Am Anfang unserer Beziehung, hab ich Ablehnung auch oft missverstanden und gedacht, sie liebt mich nicht mehr etc. etc. Weil ich eigentlich jemand bin, der sher viel nahe braucht, auch/, vor allem wenn es mir schlecht geht. Bei meiner Frau ist das genau das Gegenteil, wenn es ihr schlecht geht, kann sie Nähe von mir absolut nicht ab (nicht sexuelle Nähe, einfach kuscheln, öder wenn ich Versuche sie zu teösten) irgendwann kam dann einfach die Erfahrung, dass es halt manchmal so ist. Und das es besser ist, sie dann in Ruhe zu lassen.

Ablehnung von Fremdem/ oder wenig bekannten kann ich mittlerweile sehr gut ertragen. Oder ist mir sogar gleichgültig.

Man kann es nie jedem Recht machen.

Dafür trifft es mich von geliebten Menschen um so härter…

Ich hoffe ich hab jetzt nicht all zu sehr an deiner Frage vorbei geantwortet.

Vielleicht kannst du noch etwas mehr Kontext geben.

In welchen Situationen bist du so wütend?

Was machst du dann?

Was meinst du mit Ablehnung? Wer lehnt sich, oder Verhaltensweisen von dir ab?

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Hey Dankeschön für die Antworten. Gleich darauf zu reagieren gelingt mir oft nicht immer, schon eher bei Leuten, die mir nicht nahe stehen (vermute wegen Gefährdung der Beziehung). Soeben hatte ich ein krasses Erlebnis in einem Kaufhaus, bei dem ein genervtes Stöhnen beider Mitarbeiter kam, da ich keinen kleineren Schein hatte und der Spruch, als wäre ich nicht anwesend, „ich verstehe nicht, dass Leute ihre Karte nicht dabei haben“. Ich habe sofort angemessen darauf reagiert und mich abgegrenzt bzw. geschützt. Trotzdem ärgere ich mich noch ein wenig und versuche mich jetzt nicht reinzusteigern. Sprich dieses sich falsch und unfair mir gegenüber Verhalten löst schon diese Ärgerspirale aus. Ich finde es nicht normal, dass ich mich das dann so lange nicht loslässt und das ist noch ein harmloses Beispiel und eine milde Reaktion meinerseits

Hallo, danke für die Rückmeldung. Das geht dann sehr schnell, dass das Fass überläuft bei einer Kleinigkeit, wenn eh schon Anspannung da ist. Wütende werde ich über alles mögliche, was in Richtung Respektlosigkeit und mir etwas zu unrecht zuschieben geht oder eben (verbale) Grenzüberschreitungen. Ich bin dann teilweise Tage im Ärgerzustand und gedanklich in der Situation gefangen. Leider kann ich nicht völlig die Interaktion mit Menschen meiden, auch wenn Rückzug und Abgrenzung mein Schutz ist. Mich triggert unter Umständen mein sämtliches Umfeld.

Wegen der Ablehnung geht es schon um Mikroexpressionen Anderer mir gegenüber, an der ich ablese woran ich bin, was derjenige von mir hält etc. und fühle mich dann, wenn es keine gesunde normale Beziehung/kontakt ist sofort herabgesetzt und ziehe mich zurück. Auch Körpersprache und Tonfall reichen schon aus. In der Beziehung ist es natürlich dann ähnlich wie du schreibst, ich habe auch ein hohes Nähebedürfniss und brauche Rückversicherung, dass alles ok ist. Wenn ich diese nicht habe, wird auch schnell falsch interpretiert.

Hätte gerne meinen ersten Punkt im Beitrag bearbeitet, was nicht geht, da das ja sehr spezifisch ist. Es ging grundlegend um diese Sensibilität gegenüber empfundener Ablehnung bei ADHS (was ja nicht wundert, bei all der Erfahrungen die man in einem nicht neurodivergenten System so macht).

Ich hoffe ihr bekommt es hin, es klappt wahrscheinlich mal besser mal schlechter

Ja, das blinde ausagieren ist meist keine gute Idee :smiling_face_with_tear: habe irgendwie noch nicht wirklich was geeignetes gefunden. Das mit dem aufschreiben wäre ne Idee, dann ist es für den Moment aus dem Kopf. Stelle mir gerade vor, wie ich nur noch am Schreiben bin, wegen der ganzen scheiss Probleme, die ich habe. Es ist wahnsinnig anstrengend und auch peinlich, dass ich schwierige Situationen nicht zu lösen vermag.

Achso und dass du da rational rangehst, wie zb Fotos anschauen, freut mich zu hören. Bei mir scheint definitiv der Blick aus den traurigen Kinderaugen und dem damalig erworbenen Schema. Ich versuche dann manchmal zum meinem inneren Kind Kontakt aufzunehmen.

Das geht mir haargenau so, Respektlosigkeit oder Ungerechtigkeit lässt bei mir auch schnell das Fass überlaufen…

Auch das kenne ich und hab noch kein guten Weg da raus gefunden…

Eigentlich könnte ich alles an deinem Beitrag markieren und zitieren :grimacing:

Das ist bei mir sieht Anfang meiner Beziehung mit meiner Frau ein riesen Problem.

Weil sie nach Streits komplett dicht mach und ich gar nicht mehr an sie Ran komme.

Aber auch generell, merke ich oft ganz genau, dass was los ist, und auf Nachfrage kommt dann „nichts“ oder „was soll schon los sein“.

Ich kann dir da leider auch keine wirklichen Tipps geben. Wir sind schon sehr lange zusammen und irgendwann kam bei mir der Punkt, wo es mir auch etwas „egal“ geworden ist.

Dann „spinnt“ sie halt ne Weile. Über Rätselraten komme ich in der Regel eh nicht drauf und wenn man nicht mit einander spricht was los ist, dann bleibt es halt ungelöst in der Luft.

Meine Frau hat in ihrem Leben auch schon einiges durch, ich kenne ihre Eltern, und das Klima allgemein in der Familie, und denke dass viel daher kommt.

Irgendwann wäre es, nach bald 16 Jahren auch Mal schön, wenn sie sich mehr öffnen könnte…

Aber ich schweife wieder ab…

Solche Ablehnungen, oder auch Gespräche darüber, was los ist, sind ungeheuer wertvoll.

Du könntest deiner Partnerin das genau so sagen, dass du die Rückmeldung brauchst, weil bei dir sonst wieder Kopfchaos los geht, wenn du nicht weißt, was gerade Sache ist.

Vielleicht könnt ihr so auch Missverständnisse lösen. Oder sie sagt dir, dass sie an manchen Tagen vielleicht einfach nicht zu viel Nähe erträgt, ohne dass sie dich deswegen aber nicht mehr liebt etc.

Beides ganz, ganz schlecht. Emotions Regulierung funktioniert seit elvanse besser, aber es gibt keine Garantie. Ich versuche, mit atmumg mein en Körper zu entspannen und nicht impulsiv zu handeln. Mir immer wieder bewusst machen, dass ich wahrscheinlich grad überreagiere und dass es gleich/ morgen wieder weg ist oder besser wird.

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Das ist natürlich nicht schön zu hören, für mich aber unheimlich wertvoll zu wissen, dass es auch anderen teilweise so geht - mit der Wut, dem Gerechtigkeitssinn.. bei uns ist es andersrum, ich am reden über Probleme und alles analysieren, er Dinge mit sich ausmachen und mit nicht vielem ein Problem haben. Das ist der Punkt, ich spüre auch ganz krass, wenn irgendwas ist und das abgesprochen zu bekommen macht es nur schlimmer. Finde es auch immens wichtig dann darüber oder generell zu sprechen, kann selbst aber leider meine konkreten Probleme in der Beziehung nicht adäquat ansprechen. Wir alle haben unsere Prägungen und ich denke viele von uns haben es sich nicht ausgesucht so zu werden. Sich gegenseitig auszuschließen wäre doof, nach langer Zeit des Zusammenseins sind manche Dinge denke ich festgefahren. Wenn man es schafft es zu akzeptieren und hinzunehmen, scheint es zumindest keinen Streit auszulösen.. man ist das alles kompliziert :face_with_bags_under_eyes:

Es wäre ein Traum, wenn es dann auch immer so funktionieren würde, ich schildere meine dummen Gedanken und er geht drauf ein und kann sie entkräften. Ich nehme das mal mit und überlege, wie das umzusetzen ginge, denn es wäre eine Lösung.

Bei uns war das schon immer so, dass sich immer einiges aufgestaut hat, dann ist irgendwann die Bombe geplatzt und erst dann haben wir geredet.

Ich Versuche das erst seit einiger Zeit, einfach proaktiv mehr zu erklären, weshalb ich in Situationen bin wie ich bin.

Ich hab meine Diagnose erst Ende letztes Jahr bekommen, und davor auch irgendwie alles mehr oder weniger verdrängt und einfach versucht zu funktionieren.

Erst seit ein paar Monaten achte ich ganz gezielt auf Dinge, und da ist mir immer mehr aufgefallen, was mich stresst.

Leider kommt ziemlich wenig Verständnis zurück, eher unterschwellige Andeutungen, dass sie nicht an mein ADHS glaubt… Und auch weiterhin viel Kritik an dingen für die ich nichts kann (in meinem Hirn ist nun Mal pausenlos eine Party, und die Gedanken sind oft nicht da, wo sie hin sollten.).

Das triggert die Sache mit dem Gerechtigkeitssinn extrem und hat dazu geführt, dass ich eigentlich nur noch wegen den Kindern da bin…

Schwierige Situation einfach. Manchmal haben wir auch noch echt schöne Zeiten, aber überwiegend ist es einfach… Schwierig.

Es hat denke ich einen familiären Hintergrund, die können mit Psychischen Problemen allgemein nichts anfangen, mit neurodivergenz sowieso nichts… Empathie und Akzeptanz gehören da auch Familienweit nicht zum Repertoire. Das ist auch noch was, wo ich Versuche, verständnis zu finden. Sie ist aufgewachsen, wo man einfach keine Gefühle aussprechen konnte…

Nimmst du eigentlich Medikamente?

Diese Wut Geschichte ist mit eins, was mich selber am meisten belastet, weil es genau das Gegenteil von dem ist, wie ich überzeugt bin, dass man mit Menschen umgehen sollte. Vor allem wie ich mit meinen Kindern und meiner Frau umgehen

Seit ich Methylphenidat nehme, ist das viel besser geworden. ich bin viel länger cool, und auch nicht ganz so wütend und aufbrausend, wenn’s doch mal kommt.

Ich wollte Dir nur sagen, dass ich im Einzelhandel arbeite und dass es selbstverständlich nicht geht, Kunden so zu behandeln. Ob Karte, große Scheine oder ein Haufen Kleingeld, man ist respektvoll und freundlich zu den Kunden. Die lassen schließlich ihr Geld bei einem und nicht anderswo.

Tatsächlich ist das bei mir nicht einmal Fassade, sondern ich kann verstehen, dass man nur große Scheine hat, weil der Automat die ausgespuckt hat oder dass man mal sein Kleingeld loswerden möchte.

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Hast Du durch das Medikament auch nicht mehr diese ewigen Gedankenspiralen, wie man mit Situationen anders hätte umgehen können?

Ich habe die seit den Wechseljahren noch viel schlimmer als früher.

Dann ärgere ich mich den ganzen Tag über eine morgendliche Begegnung mit einem rücksichtlosen Menschen, die dann oft auch noch pampig werden und null Einsicht zeigen, wenn man sich beschwert. Ich beiße dann den ganzen Tag auf meinen Zähnen herum und nachts kann ich deswegen nicht einschlafen und muss mir Weißes Rauschen laut anmachen.

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Also mit ganz Fremden hab ich das Problem eigentlich nicht. Da rege ich mich kurz auf, aber das hängt mir in der Regel nicht lange nach.

Eher Dinge die Zuhause passieren.

Insgesamt ist es so, dass es sich keine Wunderpille ist, so ziemlich alles was vorher da war, ist auch jetzt noch da, aber einfach nicht so stark.

Dieses krasse Ruminieren, dass mich auch Mal ne halbe Nacht wach hält, ist schon auch deutlich besser.

Ich nehme ja noch Bupropion ein, aber das hat das z.B. gar nicht verbessert, erst Methylphenidat…

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Hatte mal Elvanse genommen..

Schade, dass da kein Verständnis da ist. Komme auch aus so einer Familie, reagiere daher heute äußerst empfindlich, wenn jemand mir was abspricht, nicht empathisch ist etc.

Eine Ausrede ist es ja nicht, es ist schon alles schwierig genug! An dem Punkt bin ich gerade auch, es war mal ganz toll und derzeit ist es eine Katastrophe. Im Endeffekt will jeder nur seinen Punkt gesehen und verstanden fühlen.

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Danke fürs Verständnis. Der Job ist nicht einfach, vor allem wegen der Kunden, aber einfach so so angeblafft zu werden lässt mich zum tausendstenmal an der Menschheit zweifeln

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Vor den Wechseljahren habe ich auch Respekt und befürchte, dass es dann noch schlimmer wieder. Noch dünnhäutiger, noch dysphorischer, noch weniger impulskontrolle, noch mehr genervt, noch mehr schlaflos, noch depressiver und das trotz Progesteron und ko..

Bei Frauen mit ADHS gibt es die These, dass im 3-4 Stadium also vor der Blutung, mit der Dosis entsprechender adhs Medikamente hochgegangen werden muss

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Das nicht. Und ich hab auch echt Verständnis dafür, das einfach einiges nervt. Aber es wird halt immer so dargestellt, als müsste ich mich nur mehr anstrengen…

So ist es. Alleine schon den Alltag zu bewältigen kostet gefühlt 3x so viel Energie, wie es scheinbar für die meisten anderen ist. Das sieht und versteht nur keiner, wie sehr man sich eigentlich Mühe gibt, auch wenn man es von außen nicht sieht.

Wie war es dann damit?

Da du es nicht mehr nimmst, war vermutlich irgendwas daran nicht so wie es sein sollte?

War Elvanse das einzige das du ausprobiert hast?

Ich finde genau das fördert einen geringen Selbstwert, Schuld, Scham, noch mehr coping, Erschöpfung und sich durch das ganze anpassen selbst zu verlieren. Als könnte man seine Gehirnstruktur oder sonst was ändern. Diese ganze Ablehnung, dass man falsch ist und zu viel und das egal, wie sehr man sich bemüht. Mittlerweile streiche ich ehrlich gesagt solche Menschen radikal aus meinem Leben. So zb meine Mutter. Das kann man aber leider nicht bei jedem anwenden..

Irgendeine Ebene müsst ihr ja damals gehabt haben. Manchmal arbeitet man sich an alten Beziehungsmustern ab und wiederholt die Erfahrung mit den Eltern (ohne dir nahe treten zu wollen, dich zu belehren oder sonst was, aber vielleicht zum hinterfragen). Bei mir scheint es so, weshalb ich destruktiv war und ungesunde Beziehungen hatte. Ich wollte endlich gesehen und geliebt werden - von Menschen, die dazu nicht in der Lage waren und es sich auch nicht wollten! Was ein Dilemma. habe dabei die Selbstachtung verloren. Das alles wegen Mutter und Vater, was keine Schuldzuweisung ist, es ist ein erklärmodell und zutiefst logisch. Wer da mit mir heute nicht mitgehen will, passt wohl nicht mehr. Das ist tragisch, wenn man den Wunsch nach echter tiefer Verbundenheit hat. So jetzt schweife ich ab.

Naja das Medikament hat mich bisschen an Drogen erinnert, was es ja auch ist :smiling_face_with_tear: Ich war konzentriert und fokussiert, aber es hat sich auf meinem Biorhythmus ausgewirkt und ich hatte viel Kaffee geballert, was man ja nicht soll und irgendwann dachte ich mir, dass es zu krass ist, was ich meinem Gehirn antue. Ich krieg meinem Scheiß auch so geregelt, wie du sagt mit viel Energieaufwand und jetzt kam noch die ASS dazu. Da ich, wenn mich was richtig schlimm im Kern getriggert hat, immer noch Blutdruckentgleidung und schiere Fassungslosigkeit und Wut hatte, habe ich es irgendwann wieder gelassen.

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Vor allem, das sich ungerecht behandelt fühle , wenn es jemand ist, der eigentlich Bescheid weiß…

Meine Mutter hat damals meinen Vater verlassen, weil er (mindestens) zwei Mal eingesessen hat und ständig den Job verloren, rund um die Uhr Geldsorgen, während sie nicht wusste, wie sie essen kaufen sollte, hing der deiner Herr sich einen Döner rein ziehen…

Egal, wollte nur sagen, dass es das nicht ist.

Wir hatten schon immer irgendwie die selben Probleme wie jetzt auch, aber auch eine bessere gemeinsame Basis, aber seit die Kinder da sind hat sich eben alles verstärkt und die Basis ist Stück für Stück weg gebrochen.

Ich habe die letzten Monate nicht wenig darüber nachgedacht, auszuziehen… Aber ich könnte es nicht aushalten meine Kinder nicht jeden Tag zu sehen.

Außerdem könnte sie alleine niemals den Hauskredit wieder zahlen, wenn ich selber Miete zahlen muss, würde die Kohle niemals reichen, um sie da zu unterstützen.

Meine Kinder würden auch ihr Zuhause verlieren und dann vielleicht in irgend ne versifft Bude ziehen müssen etc. etc.

Und dann sind doch immer wieder auch die schönen Zeiten. Die gibt es ja schon noch…

Das kenne ich auch nur zu gut… :pensive_face:

Ich kann es gar nicht verstehen, wie es jemandem nicht möglich ist, seine Kinder einfach zu lieben wie sie sind… Seit ich selber welche habe um so mehr.

Genau das ist bei mir dadurch deutlich besser geworden. Vielleicht wäre Methylphenidat da auch anders :man_shrugging: vielleicht ist es auch die ASS die da noch mit rein spielt.

es war nur eine Idee, weil das ja etwas ist, was dich sehr belastet.

Das mit dem Kaffee kenne ich auch… Ich merke, dass es eigentlich zu viel ist, kann es mir aber (zu oft), trotzdem nicht verkneifen :grimacing:

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