Hallo,
ich bin ziemlich frisch in dem Thema. Im November habe ich (weibl., 35 J., Alleinerziehend mit zwei Kindern, davon eines ADHS und Autismus) meine Diagnose bekommen. Im Januar bekam ich vom Psychiater dann Lisdexamfetamin ratiopharm 30mg veordnet und habe mit der Eindosierung bei 15mg gestartet, wobei ich davon einen krassen Pulsanstieg bekam, auch nachts, wo das Medikament ja längst durch sein sollte, mit Herzrasen aufwachte, Schlafprobleme hatte usw. Daher habe ich dieses Medikament nach kurzer Rücksprache sehr schnell wieder abgesetzt. Allerdings hatte ich auch tatsächlich an den Tagen mehr Power bei der Arbeit und das Gefühl, dass mein Chaos im Kopf ein bisschen sortierter war (wenn auch nicht so ein “Wow”-Effekt, wie es manch ein/e andere/r schildert). Ich bekam dann Medikinet adult 10mg verordnet und sollte mit 10mg startet und wöchentlich auf 30mg steigern plus mittags 10mg nachlegen. Davon merkt(e) ich praktisch nichts, außer dass ich bei 30mg total depressiv wurde und den ganzen Tag heulen konnte. Also nach kurzer Rücksprache mit der Arzthelferin runter auf 20mg + 10mg mittags. Damit heule ich nicht mehr den ganzen Tag, aber ich merke wirklich keinerlei positiven Effekt (nehme es jetzt seit ca. 5 Wochen). Der Psychiater hat erst Ende April wieder einen Termin für mich, bis dahin muss ich also irgendwie ausharren.
In der Zwischenzeit habe ich u.a. hier fleißig gelesen und daher nun eine Überlegung: Als ich mit LDX gestartet bin, wusste ich noch nicht um den Aspekt “Koffein”, habe ganz normal morgens vor der Arbeit Grünen Tee und während der Arbeit Kaffee getrunken. Ehrlich gesagt weiß ich auch nicht, wie ich gänzlich ohne Koffein auskommen soll, jedoch habe ich unter MPH jetzt zumindest die Situation (ermöglicht), dass ich den Tee VOR der Nahrungsaufnahme und somit auch vor dem Medikament trinke und über den Vormittag i.d.R. koffeinfreien Kaffee (bis auf wenige Ausnahmen, aber von MPH merke ich ja eh nix). Zugleich las ich hier davon, LDX durch das Auflösen in Wasser besser in kleinere Dosen aufteilen zu können, so dass ich z.B. nur 10mg nehme und ggf. nach einiger Zeit steigere (30mg in Wasser auflösen, jeweils nur ein Drittel davon nehmen, Rest im Kühlschrank für den nächsten/übernächsten Tag aufbewahren).
Meine Frage an die Erfahrenen hier und angesichts der Tatsache, dass der Psychiater aktuell für mich nicht greifbar ist: Könnte meine Überlegung eine geeignete Lösung und daher einen Versuch wert sein? Kaffee weglassen, LDX in kleinerer Menge starten und schauen, was passiert? Oder gibt es etwas, dass dagegen spricht, von einem Tag auf den anderen von MPH auf LDX umzusteigen?
Ich freue mich über Einschätzungen!