Unsicher - lohnt sich eine Diagnostik?

Hello, ich bin neu hier :slight_smile:

ich denke eigentlich, dass ich kein ADHS habe, aber ab und an stolper ich doch so intensiv darüber, dass ich unsicher werde. Vorallem, wenn ich Selbstzweifel und Existenz"nöte" habe.

Ein bisschen erhoffe ich mir hier, dass ihr mir sagen könnt, ob sich eine Abklärung von ADHS lohnt. ich schilder euch mal meine symptomatiken, das kann lang werden:

Erstmal: ich bin nicht hyperaktiv. Ich bin nie negativ aufgefallen. Ich hatte immer sehr unauffällige Zeugnisse und gute Noten, habe mein Abitur mit einem Schnitt von 1,5 abgeschlossen. habe im unterricht auch einigermaßen vernünftig mitgearbeitet.

Allerdings: ich musste nie lernen. ich habe selten hausaufgaben gemacht. ich bin durch die schulzeit gekommen mit einem collegeblock und einem kuli, weil ich am anfang des schuljahres immer alles verloren habe. ich habe (vorallem in der unter- und mittelstufe) immer meine hefte und hosen bemalt während des unterrichts. habe häufig aus dem fenster geschaut und habe nicht gehört, worum es ging. knibbel an nagelhaut und nägeln, seitdem ich denken kann.

ich hab noch beobachtungsbögen aus dem kindergarten, wo fehlendes selbstbewusstsein, mangelnde eigeninitiative und schusseligkeit/„chaotigkeit“ von mir erwähnt sind.

ich habe ein sehr hohes harmoniebedürfnis und bin sehr empathisch. mit kritik kann ich ganz schlecht umgehen.

generell fühle ich sehr intensiv. ich empfinde freude sehr stark, aber genauso stark traurigkeit, wut und stress. in meinem alltag weine ich häufig, bin schnell überfordert und blockiere, wenn ich sachen nicht verstehe/unter stress stehe, weil zuviel gleichzeitig ist. gleichzeitig arbeite ich guter unter (für mich empfundenen) konstruktiven druck. also wenn nicht zuviel gleichzeitig ist, prokrastiniere ich sehr häufig und erziele unter druck sehr gute ergebnisse.

ich treffe impulsive entscheidungen/überdenke einmal entschlossene entscheidungen nicht mehr wirklich (drei tattoos mit zwei tage vorankündigung, ohrpiercings, die mir eigentlich nicht egaler sein könnten, für mein damaliges fsj habe ich mich nachts um drei spontan angemeldet,…)

ich habe schwierigkeiten mit gruppen und smalltalk. ich nehme schon immer eine beobachtende position ein, mein größter alptraum ist es, im mittelpunkt zu stehen und fehler zu machen. in erwartung auf fehler meinerseits mache ich viele sachen erst gar nicht oder mach mir vor ereignissen/telefonaten mega großen stress, der sich psychosomatisch auswirkt. ich bin eine people pleaserin.

meine aufmerksamkeit in gesprächen driftet schnell ab, aber nicht so, dass es der anderen person auffällt. ich kann das gut überspielen oder kriege halt meine aufmerksamkeit doch noch gehalten. längere telefonate mag ich nicht, da in meinem kopf irgendwann nur weißes rauschen ist. weißes rauschen kenne ich auch aus der uni - mein sichtfeld verschwimmt, die geräusche verschwimmen, ich nehme nicht mehr wahr, was gesagt wird. gleichzeitig habe ich keine konkreten gedanken, mein kopf ist „leer“.

ich bin immer noch chaotisch. den alltag krieg ich aber wunderbar hin, auch mithilfe meines partners, der dafür einen guten überblick hat und für mich teilweise mit an sachen mitdenkt. aber auch so komme ich gut im haushalt zurecht, es bleibt zwar mal was liegen (das bad will ich schon seit - ihr wollt es gar nicht wissen - mal wieder putzen…), aber generell bin ich funktional und komme klar. ich hab bislang allerdings auch noch nie alleine gewohnt, also ganz kann ich diese arbeitshypothese nicht bestätigen :wink:

Ich habe große Selbstzweifel. Ich ziehe irgendwie nie etwas durch, mir fehlt die Disziplin (vielleicht habe ich sie auch einfach nie gelernt). ich habe keine eigenen hobbies für mich alleine, nur mit meinem partner. hobbies alleine breche ich ab, ich halte sie nicht aufrecht - tanzen, kickboxen, pole dance hat mir alles mega spaß gemacht, habe ich aber alles nach spätestens zwei monaten wieder abgebrochen (das geld lief weiter, ich bin nur nicht mehr hingegangen) da die hürde irgendwie zu groß war. ich weiß nicht warum. mein studium hab ich schon zwei mal gewechselt und bin gerade wieder am verzweifeln. zu wenig anleitung, zu wenig struktur. der plan ist, jetzt irgendwie noch durch die letzten zwei bachelorsemester kommen und dann eine ausbildung hintendran hängen in der hoffnung, dass ich das durchhalte und die ausbildung irgendwie funktioniert. aber mal sehen. in der schulzeit hatte ich spitzenwerte von über 100 stunden fehlzeit, weil ich einfach zu hause geblieben bin. nicht krank gewesen, nur „keine lust“. kein lehrer hat jeweils gesagt, ich habe da sozialisationsglück - nett, angepasst, unauffällig, weiblich, blond. genickt und wenig gesagt. ich weiß nicht, wohin mit meinem leben, ich weiß nicht, wie ich jemals etwas durchziehen soll.

der sport, den ich jetzt mache, ist für mich niedrigschwellig zugänglich. bouldern, mit meinem partner, vier minuten mit dem rad von uns entfernt.

sonst habe ich das gefühl, ich habe wenig interessen. ich bin für wenig motiviert, setz mich mit nichts auseinander, doomscrolle viel im internet. auch, um meine gefühle zu unterdrücken und zu regulieren.

in meiner umwelt achte ich viel auf kleinigkeiten und werfe sie auch immer so random in gespräche rein („schau mal, ein … jetzt kannst du weiterreden“).

das alles wirkt sich auf mein selbstwert und meine selbstwahrnehmung aus. ich habe phasen der starken selbstzweifel und zukunftsängste.

generell bin ich schnell überreizt, große menschenmengen/zu viele reize auf einmal überfordern mich und ich habe fluchtbedürfnisse schlafen kann ich nur bei dunkelheit und weitestgehend geräuschfrei. müde bin ich dafür häufig, im alltag und brauche mind. 9 stunden schlaf pro nacht. schlafprobleme hab ich keine.

ich hör hier mal auf aufzuzählen, ich glaube, die grundidee ist verstanden :slight_smile:

gleichzeitig denke ich mir:

ich funktioniere ja großteils. ich habe das gefühl, „anders“ zu sein, ja. aber wenn ich mir beiträge von menschen mit ad(h)s durchlese… ständig „on“ - vielleicht bin ich das. aber was soll das konkret sein.

ständige gedanken - ich kann auch wunderbar weißes „rauschen“ einstellen, meine sicht verschwimmen lassen. sonst habe ich ständig musik im kopf oder denke in form von gesprächen (über keine gespräche in dem sinne, sondern erzähle in meinem kopf eine situation, die ich gerade erlebe). aber wie denkt denn der neurotypische mensch? ich habe ja keinen vergleich, dann kann ich mir darüber ja nix anmaßen.

hyperfokus - weiß ich nicht. keine ahnung. ich kann mich konzentrieren, stundenlang intensiv, wenn mich ein thema interessiert. aber das tun sehr wenige themen, das ist ganz selten bei mir, und sonst denke ich mir, konzentration ist ja auch was normales. ich glaube nicht, dass ich hyperfokussiere.

etc. etc.

ich erkenne mich in einigen sachen wieder, in anderen gar nicht, bei wieder anderen weiß ich gar nicht, zu was ich eigentlich vergleiche. ich kenne ja nur mich selbst.

ich trau mich auch gar nicht, in eine diagnostik zu gehen. dann muss ich ja meinem umkreis von dem prozess erzählen. und das ist aufmerksamkeit, die mir einfach nur unangenehm ist und aufmerksamkeit bringt.

gleichzeitig will ich das gerne ausschließen (oder eben nicht), weil der leidensdruck phasenweise sehr ausgeprägt ist. phasenweise halt auch gaaaar nicht. auch das - ich komm ja sehr häufig sehr gut klar, krieg mich organisiert,… natürlich in vielen lebensbereichen auch nicht, aber da gibt es ja keine skala? und - ich zähle ja nur das auf, was mir negativ/störend auffällt, dem steht ja auch so viel positives entgegen. wie soll man das denn bewerten?!

ich weiß nicht, alles schwierig…

Sorry für den langen text ohne wirklich viel idee von dem, was ich hier eigentlich will :`) und danke fürs lesen.

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Deinem Umkreis erzählen? Doch nur deinem Freund, wenn er derjenige ist, der den Fremdbeurteilungsbogen ausfüllt.

Sonst doch aber niemand?

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Das zeichnet ADHS auch nicht aus. Es gibt 3 Typen nach denen Diagnostiziert wird: Der hyperaktive Typ, der unaufmerksame typ und der gemischte Typ (also merkmale von beidem) hier steht mehr zum unaufmerksamen Typen https://www.neurodivergentundbewusst.de/post/adhs-unaufmerksamer-typ

Klassisches Masking, also maskieren. Man versucht sein Verhalten an die Norm anzupassen.

Nö. Wieso denn ? Es gibt Menschen hier im Forum, die erzählen dass niemand von der Diagnose weiß (außer evtl Partner/in). Aber ansosten keiner - nicht die Eltern, nicht die Kollegen etc

Ich habs meinem Umfeld auch erst erzählt, als ich die Diagnose hatte, von der Diagnostik wusste bis dato nur mein (jetzt-) Ex. Aber du musst es auch danach niemandem erzählen.

Alles in allem finde ich schon dass es nach ADHS klingt. Willkommen im Club ; D

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Hallo xxxx,

das liest sich tatsächlich so an, dass sich eine Abklärung lohnt.

ADHS ist gut behandelbar. Wenn du es hast, kannst du deutliche Entlastung bekommen (und dein Freund hätte auch etwas davon).

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Also, bei sehr vielen deiner Punkte erkenne ich mich deutlich wieder! Ich bin auch nicht die nach außen erkennbare typische ADHSlerin. Aber ich hatte auch immer einen großen Leidensdruck und habe deshalb die Diagnostik gemacht. Würde ich an deiner Stelle schon auch machen, dann hast du Gewissheit.

Du musst das ganze ja auch nicht an die große Glocke hängen. In jedem Fall könnte es dich aber sehr entlasten, die Gründe für die Schwierigkeiten zu verstehen. Und dass die nur phasenweise so deutlich vorhanden sind, spricht nicht gegen ADHS. Ist bei mir genauso. Wenn es mal phasenweise super läuft, dann leide ich auch nicht mehr so unter den Symptomen bzw. kann vieles deutlich besser kompensieren.

Wobei ich ehrlicherweise auch sagen muss, dass ich trotz wirklich ordentlicher Diagnostik immer wieder daran zweifele, dass ich das habe und nicht einfach nur undiszipliniert und chaotisch bin. Da schützt dich das also nicht zwangsläufig vor, und du klingst, als ob du ähnlich ticken könntest. Aber es hilft, wenn man sich selbst daran erinnern kann, dass ein darauf spezialisierter Facharzt sich sehr sicher war :wink:

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Hallo und herzlich Willkommen @xxxx

Also ich kann Dir jetzt ganz ehrlich gesagt, allerhöchstens sagen was ich persönlich denke.

Und zwar folgendes, heisst nämlich, ja ich persönlich denke tatsächlich das Du nach Deinen hier wirklich sehr gut beschriebenen Schilderungen aus Deinem bisherigen Leben, Du jedenfalls meiner persönlichen Einschätzung nach, definitiv über sehr viele Merkmale verfügst, die nach meinem eigenen Erfahrungswert, heisst aus meinem eigenen Leben „mit meinem ADHS“, ich persönlich jedenfalls tatsächlich denke, dass bei Dir durchaus wirklich sogar sehr vieles, für ein ADHS bei Dir spricht. :white_heart:

@Moloko ja definitiv, ich hab jetzt schon das Gefühl, ich stelle mich an :`)

dann werde ich mich vielleicht doch um einen Diagnostik Termin bemühen. Mal sehen, wie lange das dauert haha. Und bis dahin bin ich wahrscheinlich überzeugt, dass das totaler Quatsch ist und ich mich anstelle ^^

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danke für eure Antworten!

@Falschparker @CirillaVonCintra aah danke, ich dachte, dass der Fragebogen von beispielsweise meinen Eltern ausgefüllt werden muss, also Menschen, die mich schon immer kennen :slight_smile:

Das wäre idealerweise so, ist aber natürlich immer deine Entscheidung.

Viele Erwachsene möchten ihre Eltern gar nicht einbeziehen. Und viele Erwachsene haben gar keine lebenden Eltern mehr.

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Die Fremdbeurteilung durch die Eltern usw. ist nicht zwingend für die Diagnostik, zumindest ist das bei ASS der Fall. Ich gehe einfach mal davon aus, dass das bei ADHS ähnlich sein wird, man kann mich aber bitte Korrigieren wenn das nicht der Fall ist bei einer ADHS Diagnostik.

Ob das sinnvoll ist, hängt ja auch sehr davon ab, wie gut die Eltern einen wirklich kennen. Ich stecke zum Beispiel bei meiner Familie besonders viel Energie in möglichst perfekte Kompensation, weil meine Rolle da immer eher die des funktionierenden Kindes war. In so einem Fall ist es dann ggf. ohnehin viel aussagekräftiger, wenn Partner oder beste (langjährige) Freunde den Fremdbeurteilungsbogen ausfüllen.

alles klaro, aber dann muss ich mir ja gar keinen Stress machen. wahrscheinlich werde ihc das aber so oder so erzählen, weil geheimnisse kann ich auch ganz schlecht für mich behalten ^^ auch wenn ich das nicht will haha.

Und ich werde gerade waaaaahnsinnig. Meine ganzen Tage momentan gehen dafür drauf, mich über ADHS zu informieren und immer und immer wieder auf die gleichen (ausgebuchten) kassenärztlichen Diagnostikstellen zurückzukommen. Kriiiise. Ich will den Termin doch JETZT, ich bin super hibbelig über das Thema. Ich bin ganz knapp davor, viel Geld als Selbstzahlerin zu zahlen. Das wär aber ganz ganz dumm. Geduld ist nicht wirklich meine Stärke ^^ ungünstig

ja ja typisch. Ging mir vor der Diagnostik auch so :joy:

Ich musste lachen, denn das kenn ich alles 1:1. Hab das auch schon öfter als mir lieb ist einfach rausgeplappert.

Und die Ungeduld vor der Diagnostik… yep! Ganz gemein, dass man dann so lange warten muss, wenn man sich für Gewissheit Wollen entschieden hat. Und Entscheiden ist doch eh schon so schwierig :laughing:

Hast du in der Nähe denn auch Fachärzte, die das als Behandlungsschwerpunkt haben? Da ist es manchmal vielleicht etwas schneller möglich als in den Ambulanzen, aber dann reden wir wahrscheinlich trotzdem über Monate Wartezeit, sogar als Selbstzahlerin. Zumindest ist das so mein letzter Stand (bei mir aber schon paar Jahre her mit der Diagnostik). Ich sehe immer mal so online Angebote, aber da hab ich keine Ahnung, wie seriös die sind. Ich bin da persönlich immer sehr skeptisch :thinking:

Es gibt doch hier glaube ich auch die Möglichkeit, sich Adressen von Ärzten schicken zu lassen, die die Diagnostik anbieten, oder?

Dumm? Machen gezwungermaßen Viele so. Die Situation ist leider, wie sie ist.

Wenn du eine gute Psychiaterpraxis findest, die dir in absehbarer Zeit einen Termin zur ADHS-Diagnose und -Behandlung auf Kassenkosten geben kann, wäre es natürlich besser.

Aber wenn nicht und man kann das Geld zusammenkratzen, ist es nicht dumm, sondern viel besser als nichts.

Naja. Es gibt Bereiche im Leben, die erzählt man, wenn man erwachsen und zu Hause ausgezogen ist, eben nicht mehr seinen Eltern, weil sie privat sind. Dazu gehören gewisse Einzelheiten der eigenen Partnerschaft oder wie man verhütet; auch bei der Kindererziehung lässt man sich besser nicht in alles von den (dann Groß-) Eltern reinreden.

Und ich finde, bei der Frage, ob man zum Psychiater geht und was dort passiert, ist es genau so. Kann man erzählen, muss man aber nicht.

Als Erwachsene/r Lebensbereiche für sich zu haben, ist normal und kein Geheimnis.

Deine Eltern erzählen dir bestimmt auch nicht alles von sich.

ne Geschichte: ich heirate im Sommer. Männe und ich haben eigentlich beschlossen, uns unsere Klamotten NICHT vorher zu zeigen (Fotos). Naja. Ich mit drei Liebsten ab zum Klamottenkauf. Fotos. Direkt danach natürlich große Unsicherheit - oje, sieht das wirklich gut aus? Hab ich mich richtig entschieden? und: Ich will doch mit meinem Herzensmenschen darüber reden, ich MUSS das doch teilen, wie konnten wir jemals sagen, wir verheimlichen uns was - also Männe gefragt duuuuu, willst du wirklich nicht sehen - nein. wirklich nicht? nein. Über drei Tage. In der vierten Nacht hab ich geheult, weil ich ja WIRKLICH WOLLTE, dass er weiß, was ich anhabe, damit ich auch mit ihm darüber reden kann :weary_face: er hat sich meiner erbarmt. Ging auch nicht anders in dem Moment, der arme Kerl. War ne lange Nacht, aber immerhin seh ich tatsächlich sehr gut in der Klamotte aus :joy:

zu Behandlungsumgebung: Raum Köln. Hier gibts natürlich was, aber alles überlaufen, soweit ich das überblicke. Vielleicht finde ich auch die kleinen Praxen nicht, die gehen eher unter in den ganzen Privatpraxen und überlaufenen größeren erst-Treffer… Online Angebote schließe ich kategorisch aus, ich vertrau dem nicht. Wie sollen die denn mein Verhalten in dem Moment beurteilen? Auf jeden Fall stelle ich mir vor, dass Fachärzte doch auch bei der Diagnostik darauf achten? Wie ich mich bewege?

Ich werde mich mal informieren über die Möglichkeit mit der Adresszuschickung (ist das ein Wort??) hier, danke für den Hinweis :slight_smile:

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das stimmt natürlich. ich finde jedoch - meiner Erfahrung nach und ich kann absolut nur von mir reden - dass es Bereiche im meinem Leben gibt, die eben schwerer nach außen zu „verstecken“ sind. Wenn mich aktuell etwas sehr beschäftigt, dann merkt man mir das häufig zwangsweise an. Private Einzelheiten sind da ein anderes Thema, die erzeugen seltenst genug innerlichen Druck/beschäftigen mich in dem benötigten Ausmaß :slight_smile:

Ich habe selber bezahlt he :face_with_raised_eyebrow: und alle ADHSler die ich persönlich kenne auch…und das sind ne Menge…weil niemand den ich persönlich kenne, jemals auch nur auf der Warteliste für ne KK Diagnostik war. also ich würde sagen, es ist gang und gebe die Diagnose selber zu zahlen :woman_shrugging:t2: in Oberbayern auf jeden Fall…da macht nur die Klinik der Uni in München Diagnostik umsonst, aber die Warteliste ist halt auch 50km lang gefühlt.

Also ich an deiner Stelle würde mich schonmal nach Privatpraxen umsehen und Preise vergleichen. Eine Diagnostik kostet zwischen 300-800€. Meine war bei 380€, mein Freund hat 450€ gezahlt. Und dann schnellstmöglich einen Termin machen.