Unzufrieden mit meiner Aussendarstellung

Also ich wollte mich mal nach Erfahrungsgberichten erkundigen und vielleicht 2-3 hilfreiche Sachen mitnehmen: ich bin bei family functions, events bei der Arbeit, und anderen Veranstaltungen unfassbar reizüberflutet , ruhig und bin halt einfach nur „da“. Ich schaffe es nicht mich vernünftig an Gesprächen zu beteiligen, von selbst ein neues Thema anzusprechen, bei Themen mitzureden etc. Etc. Ich liefer quasi gar keinen Mehrwert, es würde nicht auffallen wenn ich überhaupt nicht anwesend wäre ( nicht gesagt um Mitleid zu erzeugen sondern um das Bild zu veranschaulichen).

Ich kann z.B. in der Universität relativ problemlos vor Kursen präsentieren, in Freundesgruppen bin ich aktiv und erzähle und rede quasi nur und habe auch gar kein Problem neue Leute kennenzulernen.

Heute ist es mir beim Geburtstag des Patenonkels meiner Schwester wieder ganz stark aufgefallen. Außerdem gehen mir die Kommentare so langsam wirklich richtig auf die Nerven ( „ och dein Sohnemann ist aber ein ganz ruhiger oder ? Den hört man ja fast nie“ , „Heute hast du den Abend aber lange durchgehalten ne „ ) wie als wäre ich so ein 4 jähriges Kind, ich sitze da und schäme mich wirklich.

Auf jeden Fall würde ich das wirklich gerne verbessern. Hat jemand gleiche Erfahrungen gemacht und könnte mir vielleicht erzählen , wie er es verbessert bzw besser damit umgegangen ist?

Liebe Grüße

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Wenn ich mich fehl am Platze bei solchen Veranstaltungen fühle (oder völlig überfordert), dann suche ich mir etwas zu tun. Die Person, die dafür sorgt, dass die leeren Getränkeflaschen in den Keller und volle wieder hoch gebracht werden, oder die zwischendrin etwas Geschirr spült oder sonstwie bei den lästigen aber nötigen Dingen hilft, wird drastisch anders wahrgenommen, als die einfach nur stillsitzende Person.

Bonusvorteil: Meist kommt dann noch eine weitere Person zum helfen dazu und das Endresultat ist, dass man dann zu zweit oder zu dritt in der Küche/im Keller/im Garten quatscht und von der Masse an Leuten nicht mehr so überwältigt wird. Weiter weg vom Lärm ist man dann normalerweise auch.

Funktioniert natürlich nicht bei allen Veranstaltungen, aber vielleicht bei manchen?

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Guter Tipp schreibe ich mir auf aber ich würde auch gerne mal einfach mitreden können :frowning: Alle sitzen da am Tisch und lachen haben Spaß und ich weiß nicht wohin mit mir. Aber vielleicht auch einfach akzeptieren und das Beste draus machen :thinking:

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Ich zittier mich mal selbst.

Wenn du mit den Leuten einzeln oder in deutlich kleineren Gruppen ins Gespräch kommst, dann kann es durchaus sein, dass du bei der Rückkehr an den Tisch mehr „drin“ bist und es dann zumindest kurze Zeit leichter läuft.

Das Gefühl kenne ich :people_hugging: Vielleicht kommt ja nochjemand mit einem viel besseren Trick vorbei und wir lernen beide etwas dazu :slight_smile:

Ok das macht Sinn und hört sich ziemlich schlau an​:thinking::thinking::thinking: Ich werde es beim nächsten Mal mal aktiv ausprobieren

was ich recht schwierig finde, daß du kein Alter bzw. Altersrange angegeben hast.
Das unterstüzt beim Einschätzen, ggf. auch bei Ratschlägen und Aussagen die man ggf. treffen möchte. Ich vermute mal das du deutlich jünger bist, wäre jetzt doof wenn du dann doch Mitte 40 statt Anfang 20 wärst.

Wenns dich nervt ist es doch super, denn diese Emotionen scheinen dich innerlich zum Nachdenken anzustoßen.

Ich kann dir gleich sagen, alles was du erzwingen willst, wird wahrscheinlich nicht funktionieren eher Frust und Wut als Motor.

Zumindest war es bei mir so, weil Erwachsene bis 18/20 Jahren immer Recht hatten ganz gleich wie unverschämt etc… wurde damals so hineingezogen und auch das man nicht widerspricht…

Michchatte es irgendwann so genervt das ich irgendwann mit scheinbaren Selbstvertrauen weit überspitzt und viel zu übertrieben in eine agressive Selbstverteidigung gegangen bin. War teils nur eine viel zu überdimensionierte Fassade die ich wie eine Maske aufgesetzt habe und teils übers Ziel geschossen ausprobiert habe.

Eben aus dem Probieren und der schützenden Fassade hat sich dann etwas Selbstverständnis, ein Stückchen für Stückchen aufgebautes Verständnis entwickelt und dadurch hat sich dann mit und mit richtiger und selbstbewusster Umgang entwickelt.

Hast du dich mal gefragt/ interfragt warum du nichts beiträgst, beizutragen hast oder gar nicht beitragen möchtest?

Irgendeinen Grund wird es geben und ich könnte mir vorstellen wenn du das für dich weißt, dann kannst du ggf. mit dir dann auch in dem dir angerügten Rahmen eine andere Haltung/ Position für dich finden und damit anders umgehen.

Wenn einer meint du wärst zu ruhig, kannst du ja mal einfach wenn du dabeistehst nett aber deutlich sagen, daß du das übergriffig und respektlos dir gegenüber findest und genau deshalb für dich keine Veranlassung findest dich mit Menschen, die für dich zu übergriffig wirken dich austauschen zu möchten sondern dann lieber keinen Beitrag leisten zu möchten.

Zumindest denkt ggf. solch eine Person darüber nach was und wie sie sich äußert oder du verweist drauf das mehrfache Kommentare dich so getroffen haben, daß du keinerlei Bedürfnis verspürst dich dann akustisch austauschen zu möchten und so liefer wortfrei bleiben möchtest.

Ich finde es ist wichtig, daß du kund tust das dich Dinge verletzten und gewisse Verhaltensweisen eher abschrecken als ermuntern dich wohl und redseelig zu bekommen.

Ich könnte mir vorstellen das du dich auch nicht wohl, sicher aufgehoben fühlst und irgendwas aus Bedenken vor Kretik, Widerreden oder ähnliches dazu führen lieber nichts zu sagen als was falsches

Aber das ist eher ein Gefühl- vielleicht blickst du mal für dich in dich hinein ggf. auch mit ner Tabelle oder Liste das du für dich Stimmung analysierst und das mit deinem Uni und Freundeskreis vergleichst und vielleicht findest du dann deine blockierenden Emotionen- würde mich nicht wundern und ggf. sind sie so tief verborgen das du mehrere genaue Blicke brauchst bis du es siehst weil es eben nicht auffällig und deutlich ist. Kann sein das du ein paar unangenehme Situationen als ganz kleines Kind erlebt und quasi vergessen hast die dann solch Eindruck, wenig Zutrauen und als keine vertrauenswürdige Umgebung empfunden hast, wo du dich äußern oder was beitragen willst.
Selbst wenn es Situationen waren, die du als kleines Kind falsch und ggf. aus heutiger Sich völlig überzogen bewertet hast was dann unterbewusst noch wirkt.

Wir Adhsler haben zeitweise ja ein Eigen- und Fremdwahrnehmungsstörung haben und uns dann manches auch falsch eingeredet haben.

Es gibt viele mögliche Ansätze und vielleicht ist es auch nichts von meinem erwähnten und es kommt was ganz anderes irgendwann heraus- das macht es teils für jeden von uns manchmal recht schwer

Vielleicht habe ich auch nur ein paar Gedankenansätze losgetreten die weiterhelfen können das wäre auch schon mal viel

Das kenne ich auch. Ich gehe gerne vor die Tür frische Luft schnappen und treffe dort natürlich die Leute, die unfrische Luft (aus ihren Zigaretten) schnappen.

Dabei entstehen häufig sehr interessante Gespräche. Und noch nie hat jemand kritisiert, dass ich selbst gar nicht rauche.

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Ja, so war das Früher bei mir auch.

Bis ich dann mit 15 den Alkohol entdeckte - und sehr schnell abhängig wurde. Erst 20 Jahre später (2008) schaffte ich wieder den Absprung.

Bei Veranstaltungen wo ich Niemanden kenne, geht es mir also wieder so wie früher - nur ist es mir heute wurscht. Weil ich in der Abstinenz lernte, mich selbst zu akzeptieren. Und Veranstaltungen einfach zu verlassen, wenn sie mir nichts geben.

Ich kenn das. Auch mit über 50, wir hatten letztes Wochenende eine riesengroße Hochzeit in der Nachbarschaft mit drölfzig Terminen: Kranz ausmessen, Kranz Binden, Kranz aufhängen, Zelt schmücken, die eigentliche Hochzeit, Frühstoppen, Zelt abschmücken, Kranz abnehmen…

Ich bin ehrlich: Seit meiner Diagnose verlasse ich solche Festlichkeiten ohne weiteres schlechtes Gewissen, wenn es mir zu viel wird. Ich muss das nicht aushalten und ich muss kein schlechtes Gewissen haben. Punkt.

Wer fragt kriegt genau das als Erklärung. Mir sind solche Großveranstaltungen sowieso immer zu gross (sorry, wer braucht 300 Leute zur Hochzeit? Ich hatte nichtmal 30!), aber die Mischung aus lauten Gesprächen über drei Tische hinweg, Alkohol und Musik (die mir meist hier auf dem Dorf auch so gar nicht gefällt, da zu schlagerlastig) ist einfach nix womit ich meine Freizeit verbringen möchte.

Außerdem: Du kannst es sowieso nie allen recht machen, also mach es wenigstens so, dass es für Dich gut ist. Nach dem Motto leb ich schon länger, hier auf dem Dorf ist es manchmal schwierig (so nach dem Motto: Was denken denn die Nachbarn?), aber seit der Diagnose letztes Jahr viel entspannter und mit viel weniger schlechtem Gewissen!

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PS: Mich erleichtert es tatsächlich auch, zu lesen, dass es anderen neurodivergenten Menschen auch so geht! Und der Tipp von @ConfusionIsMine ist super, das merk ich mir mal!

Lieber @RuheImKopf ,

das, was Du beschreibst, kenne ich sehr gut. Früher hat es mich gestresst zu merken, dass ich nichts beitragen kann und ich bin dann entweder verstummt (oft mit zickiger / aggressiver / verbohrter Körpersprache) oder ich bin ins andere Extrem gegangen und habe mitgelabert, i.d.R. dann zu viel und auch nicht wirklich Sinnvolles. Beides sehr energiezehrend.

Heute bemerke ich, dass es Gesellschaften gibt, bei denen ich nichts beitragen will. Und das ist für mich qualitativ ein großer Unterschied, denn es verschiebt die Frage nach der Ursache, von mir (früher: ich kann nicht) zu den anderen (hier will ich nicht). Das ist für mich sehr erleichternd und kickt definitiv nicht so ins Selbstwertgefühl.

Familie ist sowieso immer so eine besondere Sache. Man hat sie sich nicht ausgesucht aber irgendwie hat man sie doch sein ganzes Leben lang an der Backe. Es gab in meinem Leben eine Phase (so zwischen 20 und 50), da habe ich mich von Großfamilien-Ereignissen weitestgehend fern gehalten. Zum Glück habe ich zwei Geschwister und wir haben es irgendwie meistens geschafft, dass zumindest einer von uns die Urspungsfamilie dort „vertreten“ hat. Doch leider kommt dann oft eben durch die eigene Heirat nochmals eine zweite Sippe dazu, bei der das Spiel ja auch gespielt wird. Aber da konnte ich mich dann doch von Anfang an besser abgrenzen, ich war ja nur angeheiratet… Mittlerweile weiß ich meine eigene Großfamilie wieder besser zu schätzen. Allerdings sind die anzügliche Großonkels und die distanzlosen Tanten mittlerweile auch weitestgehend verstorben. (Da überfällt mich gerade ein fürchterlicher Gedanke: hoffentlich bin jetzt nicht ich für irgendjemand so eine distanzlose Tante… :thinking: :flushed_face: )

Aber es gibt natürlich auch Events, bei denen man nicht einfach fernbleiben kann. Z.B. im beruflichen Kontext. Aber da hast Du, wenn ich Dich richtig verstanden habe, ja nicht die großen Probleme. Für mich sind aber alle Zusammenkünfte, die keinen rein fachlichen Grund haben, sehr anstrengend (Weihnachtsfeiern, Firmenjubiläen u.ä.). Da lebe ich nach dem Motto so lange wie nötig, so kurz wie möglich. Allerdings bin ich mir voll darüber bewusst, dass viele meiner KollegInnen gerade bei solchen Veranstaltungen sehr erfolgreich Networking betreiben und so manches neue Projekt und die ein oder andere neue Kooperation genau in solchen Situationen ihren Anfang genommen haben. Aber da muss ich einfach für mich selbst konstatieren, dass hier nicht meine Stärke liegt. Wenn ich zwanghaft versuche, wie sie zu sein, geht das sowieso schief. Ich punkte dafür an anderer Stelle und bei anderen Gelegenheiten.

Und die Tipps von @ConfusionIsMine sind wirklich Gold wert. Sowohl im familiären als auch im beruflichen Kontext.

Ich wünsche Dir viel Erfolg dabei rauszufinden, was bei dem Thema Dein Part ist, mit dem Du sicherlich umzugehend lernst und was an äußeren Umständen liegt, die Du schlichtweg nicht ändern kannst und einfach nur für Dich herausfinden musst, wie Du es für Dich erträglich machst. Wichtig ist, dass Du Dich nicht verbiegst.

Liebe Grüße, Cat

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erstmal vielen lieben dank für die ausführliche Antwort! Ich hab jetzt ganz konkret bei mir selber festgestellt, dass ich unter „Drucksituationen“ (Präsentation in der Uni, Präsentation meiner Arbeit beim vorgesetzten etc.) fast „problemlos“ und überdurchschnittlich gut performe. Problem sind halt die events die du beschieben hast, wo es also quasi um nichts „konkretes“ geht. Vor allem im beruflichen Kontext wäre es für mich wirklich von Vorteil , so langsam für später mit dem aktiven Networking zu beginnen. Ich werde die Tipps umsetzen, und mir vielleicht bei z.B. Weihnachtsfeiern aktiv vorher „Ziele“ raussuchen um diese dann im kleineren Kreis oder eventuell sogar alleine anzusprechen. Müsste man halt alles taktisch angehen :wink: . Da ich noch daheim lebe kann ich mich echt schwer vor family functions drücken , aber auch da machen die tipps von @ConfusionIsMine ganz viel Sinn und könnten echt helfen.

Das Thema finde ich sehr spannend. Ich empfinde meine soziale Inkompetenz in Gruppen als ziemlich belastend. Zur Zeit mache ich sogar extra Ergotherapie, weil ich lernen möchte, besser damit umzugehen.

Mir ist gar nicht so wichtig, was die Leute von mir denken - ich würde mir aber wünschen, dass mich solche Tage nicht mehr zu Tode stressen und ich es genießen kann. Bei mir fängt es so ab 4 Personen an, dass ich mich gar nicht mehr richtig spüre und nicht mehr weiß, was ich will. Ich esse nichts, gehe nicht mehr auf Klo, habe komplett blaue Lippen ohne zu merken, dass mir kalt ist. Und ich bin mega aufgedreht oder verstumme völlig und kann vor allem nicht mehr klar denken. Meine Mutter ist genauso, sogar noch ein bisschen extremer und von außen betrachtet würde ich sagen, wir wirken ein bisschen als hätten wir eine geistige Behinderung. Sie meinte gestern zu mir, dass schon öfter Leute gedacht haben, sie würde Drogen nehmen :sweat_smile:

Die Ergotherapeutin ist auf ADHS spezialisiert und meinte sofort, ein überreiztes Nervensystem ist ein überreiztes Nervensystem und solchen Situationen sollte man halt aus dem Weg gehen. Alle Menschen sind irgendwann überreizt, aber Neurodivergente eben viel schneller und da kann man nicht viel machen als die eigenen Grenzen ernst zu nehmen :roll_eyes:

Aus meiner Erfahrung haben die meisten viel Verständnis dafür, aber ich finde es so schade, dass ich nicht ganz normal, entspannt mit mehreren Menschen zusammen sein kann.

Also ich kann wirklich gar kein Tipp geben, nur sagen - Gib’s auf, ich habe alles versucht, hat alles keinen Zweck :joy:. Aber klar, Geschirr abräumen, mithelfen etc. mach ich auch immer, die Bewegung reguliert ja auch ein bisschen, oft bin ich aber auch damit überfordert und mach Quatsch…

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Es hat seinen Grund, dass ich im erweiterten Verwandtenkreis den Ruf weg habe, besonders viel Geschirr zu zerdeppern…

(a.k.a. ja, geht mir auch so. Trotzdem besser als nichts :slight_smile: )

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Ich habe heute zufällig meine ehemalige Ärztin getroffen und wir sprachen über genau dieses Problem, weil es mir genauso geht wie dir. Sie meinte (leider) auch, dass man sein ADHS-Gehirn da einfach so akzeptieren muss, wie es ist und sich wo möglich nicht zwanghaft in Situationen bringen sollte, von denen man weiß, dass sie einen überreizen… manchmal aber ja schwer vermeidbar und bei mir schlägt dann gerne trotzdem auch mal FOMO zu.

Parties und größere Feiern (egal, ob privat, beruflich oder familiär) vermeide ich mittlerweile aber eigentlich auch schon freiwillig (fast schon sozial-phobisch, denke ich manchmal), weil ich auch immer das Gefühl habe, dass ich mich einfach zu krass anstrengen muss um wenigstens halbwegs normal zu wirken und immer Angst habe, trotzdem noch voll merkwürdig rüberzukommen, weil man mir die Anstrengung ja sicherlich auch anmerkt :sweat_smile:. Hach, schwierig.

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Ich (41) habe mich bei der letzten Geburtstagsfeier dann einfach ins Wohnzimmer begeben und mich aufs Sofa gelegt. Dann kamen die anwesenden Hunde dazu und wir haben gekuschelt und als dann zwei bis drei Personen mich da entdeckt haben, kamen die auch noch rein :grinning_face_with_smiling_eyes: das war dann in Ordnung.

Auf der Arbeit in der Mittagspause ist das dann schon schwieriger, wenn das Team (so 10 Leute) um kich herumsitzen und es drei unterschiedliche Gesprächsthemen gibt die ich dann alle gleichzeitig mitbekomme und völlig überfordert bin. Da esse ich dann meistens still und gehe früher, denn ich habe eine gute Ausrede,weil ich dann auch noch mit meinem Hund ne Gassirunde machen muss. Ich muss aber auch dazu sagen dass ich mich nicht wirklich im Team integriert fühle. Es geht aber nicht anders. Ich habe neben meiner ADHS- auch eine Autismusdiagnose und habe deshalb auch einen GdB von 50.

Hach, ich fühle deine problematik so sehr. Bin gerade auf dem weg zu einer familienfeier umd weiß jetzt schon, dass das wieder 5 std werden, die mir keiner zurückgibt. Ich hätte mich bei 30° auch an den see legen können, aber ich kann mich nicht vor allem drücken. Jedenfalls ist mir mittlerweile klar geworden, dass wenn ich gestresst bin, eben weil ich eigentl gar nicht da sein möchte, ich quasi dissoziiere und nur körperl anwesend bin. Es ist vermutl ne schutzreaktion oder ne art von oppositionellem verhalten oder passive aggressivität idk. Aber bei meinen freunden hab ich das oft auch, wenn die gruppe zu groß oder der abend schon zu spät ist und meine woche lang war. Fühl dann auch original dieses: ich bin absolut kein mehrwert, ob ich da wäre oder nicht, es würde keinen unterschied machen. Aber das stimmt so nicht, das meinen wir bloß, weil wir alle nicht das beste selbstwertgefühl haben. Allein unsere feste umarmung zur begrüßung kann bei einer befreundeten person schon einen unterschied machen. Wir sind vielleicht die einzige person, die wirklich zugehört, zwischen den zeilen gelesen oder etwas verstanden hat und sich da in ein paar wochen in nem folgegespräch dran erinnert und dann etwas beitragen kann. Wir unterschätzen unsere präsenz bei leuten, mit denen wir gern zusammen sind und die uns ja scheinbar trotzdem immer wieder einladen :slight_smile:

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Ich weine gerade, so richtig, sehr … das berührt mich ganz tief, auf vielen unterschiedlichen Ebenen.

Danke für diese Erinnerung, von Herzen.

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