Venlafaxin bei PMDS (Adhs Diagnose mit Behandlung Elvanse)

Hey, ich habe meine Adhs Diagnose letztes Jahr im März erhalten und nehme nach ausprobieren usw. nun seit ca. Februar Elvanse 40mg und fahre damit recht gut. Je nach Zyklus(-phasen) und Stress und Schlaf, wirkt das Medikament gut bis eingeschränkt. Höher (bis 70mg) habe ich auch ausprobiert, war zu agitiert, gereizt und meine Schlaf war darunter und drüber, weshalb ich eben wieder auf 40 runter gegangen bin. Auch die Dosisanpassung nach Zyklusphasen habe ich ausprobiert, funktioniert bei mir nicht, wahrscheinlich auch weil ich unregelmäßige Zyklen habe. Damit verbunden fühle ich mich in der zweiten Zyklushälfte oft gereizt und depressiv. Manchmal sogar so weit, dass mir alles zu viel wird und ich nicht mal mehr aus dem Bett möchte, einzig der Gedanke daran, dass mit Einsetzen meiner Menstruation all das besser wird, lässt mich in schwierigen/starken Phasen durchhalten.

Nun hat meine Psychiaterin erwähnt, dass die Einnahme von Venlafaxin eine weitere Option wäre. Anfangen würden wir mit der niedrigsten Dosis 37,5mg, was ich auch gut finde. Hat dahingehend jemand schon Erfahrungen gemacht ?

Mit würde auch super helfen, wenn mir jemdan die Wirkweise erklären könnte, hatte mir bei Elvanse auch gut geholfen. Auch auf was ich bezüglich meines Gemüts achten sollte (positiv/negativ) und körperlicher Symptome.

Danke schonmal an dieser Stelle :slight_smile:

P.S. In meinem Profil befindet sich ein kurzer Lebenslauf hinsichtlich meiner Diagnosen :smiling_face_with_tear:

wieso gehst du nicht zur Frauenärztin und lässt dir hormonell zu einem gleichmäßigerem Zyklus verhelfen- bei Vorträgen verweisen Spezialistinnen immer das hormonelle Einstellung ganz gleich ob Menopause oder Zyklus das a und o für eine gleichmäßig gute Wirkung von Stimulanzien sehr, sehr wichtig ist und sonst keine gute Einstellung mit Stimulanzien i.d.R. möglich ist wegen der Hormonschwanken. Öt. ihnen Oestrogen ist genauso Adhs Symptom lindernd

hab ich öfters schon sehr ausführlich nach Symposien und Tagungen beschrieben

Hey Kathy, danke für deine Antwort :slight_smile:

Leider bringt mich deine Empfehlung bezüglich meiner Fragen aber nicht weiter, zumal PMDS auch nicht durch ein Hormonungleichgewicht verursacht wird. Es ist das Gehirn, mein Gehirn, das auf die normale Hormonschwankungen sehr sensibel reagiert…

Abgesehen davon habe ich eine lange Reise hinter mir, was die ganze Geschichte mit Pms/pmos(/pmds) angeht, wenn die hormonelle Behandlung für mich eine Alternative hätte sein können, denke ich, dass sich meine Frauenärztinnen dazu geäußert hätten. Da dies (bis auf die Pille) nicht geschehen ist, gehe ich davon aus, dass mir die Frauenärztinnen, auf die ich zugreifen kann, dahingehend nicht weiterhelfen können. Die Pille selbst, habe ich auch schon genutzt, aber für mich hat sie wirklich leider bezüglich meiner Symptome keine Linderung herbeigeführt…

Ach und was meine Stimulanzien angeht, bin ich Stand jetzt (bis auf eben die hormonelle Komponente) gut eingestellt. Was aber auch eine sehr enge, genaue Selbstbeobachtung und einen guten Austausch mit FachärztInnen, Familie und Freunde benötigt hat.

Hey, vorab, ich habe Venlafaxin selbst noch nicht genommen.

Habe aber eine neugierige Nachfrage: so weit ich weiß, wird bei PMDS das Antidepressivum nur in der Woche vor der Periode genommen (bzw. in dem Zeitraum, in dem die Dysphorie so ausgeprägt ist). Ist das bei dir auch so vorgesehen oder sollst du es dauerhaft nehmen?

Ich könnte mir vorstellen, dass eine kurzzeitige Einnahme nur in der akuten PMDS-Phase günstiger wäre, weil Venlafaxin bei vielen, die es längere Zeit dauerhaft genommen haben, schwierig wieder abzusetzen ist (kenne da mehrere Fälle persönlich, bei vielen mag es aber sicher auch kein Problem sein; soll dir natürlich auch keine Angst machen, würde es nur mit bedenken bei der Entscheidung :slight_smile: )

ja und nein weil eben die Hormone oft zu wenig richtige Beachtung finden und sehr große für viele Ärzte unvorstellbare Unterschiede machen können

Folge mal dieser Psychiaterin und ihren Veröffentlichungen und was zu Stimulanzien, Hormonen etc von ihr veröffentlicht wird

Dr. Sibel Nayman
Wissenschaftliche Mitarbeiterin
Psychologische Psychotherapeutin (VT)
Zentralinstitut für Seelische Gesundheit
Mannheim

ich meine sie hat auch Pms etc über lange Zeit untersucht und Empfindungen dazu

sie veröffentlicht extra um über alles was nie groß Beachtung in der Medizin bei Frauen gefunden hat weil sie sich darüber sehr aufgeregt hat und mehr oder Minnder zu den Themen kam und sich all diesem bewußt widmet um aufzuklären und Frauen bessere Behandlungen zugedeien zu lassen

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Moment mal, was? Bei Venlafaxin?

(Ich hatte das mal als - leider gescheiterte - Migräneprophylaxe. Das musste langsam eingeschlichten werden und ultra, ultra langsam ausgeschlichen werden. Mal einen Tag die Einnahme vergessen war extrem unangenehm, habe ich dummerweise mehr als einmal „ausprobiert“. Deshalb erscheint mir das seltsam, dieses Medikament nur kurz für eine Woche zu nehmen.)

Könnte aber sein, ich weiß daß einige Sertotoninwiederaufnahmehemmer erst bei längerem Gebrauch probleme beim Absetzen bereiten sollen, ich weiß aber nicht ob sie grundsätzlich so verträglich sind, daß man sie einfach nur ein paar Tage nehmen kann. Weil wenn das nicht ist weil sie deutliche Nebenwirkungen haben würde das dann auch wenig sinn machen

Aber einige Medikamente werden für meinen Geschmack recht sorgenfrei verordnet so wie ich das z.B. mit Pregabalin lese oder auch öfter mitbekam manche Medikamente und ihre Nebenwirkungen nicht bei jedem Psychiater bekannt sind und dann bei den Nebenwirkungen gerne Inflationär dann auch Antidepressiva großzügig ausgegeben werden…

Daher könnte ich mir auch hier die Plausibilität herleiten…

**Deshalbder wichtigste Rat: Werde für alle deine Beschwerdenund Krankheitenselbstzum Fachmann, daß du auf Augenhöhemitreden und an für dich nicht nachvollziehbaren Stellen auch gezielt und umfangreichdie „richtigen Frage“ zu stellen und dann auf die gegebenenAntwortenund die für dich vorhanden/ nicht vorhandene Plausibilität zu schauen und andere Ärzte zz fragen oder nochmal tiefer ein- und nacharbeiten zu können. Damit kannstdu dann für dichviel besser abwägen und entscheiden ob die grundsätzlichvorgeschlagenenSchritte/ Medikamentefür dich die richtigen sind.

Ich findedas ist immer das wichtigst, denn egal ob es hilft, starke Problemebereitet oder andereAuswirkungenhat, kannst du dann besser und anders damitumgehen als „blind vertrauen/sich ausgeliefert fühlen“, weil du halt mitentschieden hastoder gar die Entscheidunen voll umfänglich mit besten Gewissen mitgetragen hast.

So diskutiere ich auchmit jedem meiner Ärztewenn es mir nicht gut geht, mir Maßnahmn nichtbekommen oder oder oder und sehe dann bei den Ärztenam Gesichtsausdruckoder an den Antwortenwas sie denken und ggf. holeich mir noch mehr Fachwissen und suche noch mehrInformationenum Entscheidunen zu überdenke, Alternativenzu suchen etc.**

Derzeit habe ich das letzte Jahr mitbekommen was ich für Nebenwirkungen von etwas hielt, aber so immer von allem Ärzten abgelehnt wurde durch Suchen und einen zufälligen Beitrag in Visite, was ein Kochsalz- und Elektrolytemangel auslösen kann/ wie sich das äußern kann und bin so zufällig auf die scheinbar richtigere Spur gestoßen und werde Montag das in der Klinik, in der Uni und beim Hausarzt überprüfen lassen.

Antidepressiva werden generell normalerweise, genau wie du beschreibst, eingeschlichen und sehr langsam wieder ausgeschlichen. Besonders SNRI (wie Venlafaxin) machen dabei oft etwas mehr Probleme (Absetzsymptome).

Dass SSRI teilweise bei PMDS trotzdem nur für die akute Phase der Beschwerden in der zweiten Zyklushälfte gegeben werden, habe ich aber schon mehrfach gelesen und gehört. Ob das auch mit einem SNRI möglich ist, weiß ich nicht, daher meine neugierige Nachfrage :slight_smile:

Hier mal eine vielleicht interessante Podcastfolge über genau das Thema (ab ca. Minute 8 geht es um die Möglichkeit der kurzzeitigen Gabe eines SSRI während der PMDS-Phase, ist aber insgesamt hörenswert):
https://kein-grund-zur-panik.podigee.io/72-adhs-bei-frauen-hormone-im-chaos

Und hier noch eine Quelle dazu:
„Der Review kam zu dem Ergebnis, dass SSRIs wahrscheinlich die Symptome von PMS und PMDS insgesamt reduzieren. Sowohl die tägliche Einnahme als auch die Einnahme von SSRIs in der zweiten Zyklushälfte erwiesen sich als wirksam. Die kontinuierliche Einnahme ist wahrscheinlich wirksamer.“

@Ballerina Ich hoffe, das ist okay, dass ich dir jetzt dazu geantwortet habe, obwohl ich deine eigentlichen Fragen nicht beantworten kann. Gerade wegen der Absetzproblematik vieler SSRI/SNRI ist es aber ja vielleicht gut zu wissen, dass man das unter Umständen gar nicht die ganze Zeit durchgehend nehmen muss. Zumal du dich ja nicht als depressiv beschreibst, sondern die Dysphorie ja wirklich nur während der PMS-Phase auftritt.

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