Veränderung der Persönlichkeit

Hallo,

Ich bin neu hier im Forum und habe mir schon einige Beiträge durchgelesen. Ich bin aber (zumindest noch nicht) auf das gestoßen, was mich gerade sehr beschäftigt. Ich habe das Gefühl, als ob sich meine komplette Persönlichkeit innerhalb von 2 Monaten verändert hätte. Und ich weiß nicht, ob ich das gut finden soll oder es sonst noch jemandem so geht.

Aber erstmal von vorne:

Ich bin derzeit 18 und gehe noch auf ein Gymnasium. Ich bin vor ein einhalb Jahren auf eine neue Schule gewechselt, weil es mir auf der alten gar nicht mehr gepasst hat. Extrem laute Klasse (es wurden alle Chaoten in eine Klasse gesteckt und die 2 anderen waren dann die Streberklassen), mit Lehrern kam ich nicht mehr zurecht, nur noch schlechte Noten geschrieben und ich konnte das alles nicht mehr. Dann bin ich auf die neue Schule gewechselt und hatte plötzlich ein Endjahresschnitt von 2,2. (Nicht alle Fächer waren so gut, aber das tut glaub ich nicht so viel zur Sache). Eine kleine Klasse von 12 Schülern und jetzt nur noch 10. Ich konnte mich auch besser konzentrieren und vieles lief besser… naja nicht alles. Ich hatte wegen bestimmten Umständen eine Depression entwickelt, die ich zum Glück mittlerweile von allein überwunden habe. Diese neue Klasse ist ziemlich verständnisvoll und auch manchmal chaotisch aber viel leiser und einfach besser.

Jetzt aber zu meinem Problem: Im Sommer hatte mich ein Freund (der wahrscheinlich Autismus hat) darauf angesprochen, dass er denke ich sei neurodivergent. Da hab ich zum ersten Mal davon gehört. Natürlich kannte ich schon Leute mit Autismus oder Adhs von vorher aber hab mir nie viele Gedanken darüber gemacht. Ich hab mir auch da nicht viel bei gedacht, weil er meinte ich denke einfach anderst, als die meisten und verhalte mich auch anderst. Ich dachte das wäre es, was der Begriff beschrieb und beließ es dabei. Dann hab ich aber mitbekommen, dass jemand anderes sich gefragt hatte, ob ich ADHS hätte und dann hab ich mich doch mal mehr damit beschäftigt. Sogar eine Psychologin, die es selbst hat, hatte mich darauf angesprochen, obwohl es nicht mal annähernd darum ging. Dann hab ich mich ausgiebig darüber informiert und naja was soll ich sagen? Vieles hat gepasst. Nicht alles, aber vieles. (So die typische Geschichte, die man hier oft liest. Das soll nicht abwertend klingen.) Ich hab mich auch zu Masking und Autismus belesen und dachte mir: Ja, das hab ich gemacht und mache es teilweise immer noch (wenn auch weniger wegen der neuen Klasse). Auch ein paar autistische Dinge haben auf mich zugetroffen, obwohl das natürlich nicht gleich heißen muss, dass ich es habe. Ich hab mich etwas sicherer gefühlt und hab mehr von mir gezeigt, teilweise Dinge, von denen ich nicht mal wusste, dass ich sie mache oder automatisch immer unterdrückt habe. Meist lief es gut aber ich hab gemerkt, dass es auch zu Problemen führt, vorallem im Unterricht. Zudem hatte ich eh schon viel mehr Probleme mit Aufmerksamkeit halten im Unterricht, seit der Oberstufe, was sich auch langsam wieder in den Noten zeigte. Ich hab also wieder versucht einiges zu unterdrücken und versucht unauffälliger zu werden, wie vorher aber aufeinmal klappt es nicht mehr, auch weil es extrem anstrengend war. Mittlerweile hab ich das Gefühl ein komplett anderer Mensch zu sein. Vom introvertierten Stillen mit Shutdowns , zum hyperaktiven Typen mit Meltdowns. Ich fühl mich teilweise befreiter als vorher aber finde auch vieles nicht toll was sich so zeigt. Zusätzlich kommt noch die extreme vergesslichkeit, die mir jetzt in der Oberstufe extrem zu schaffen macht. Ich bin auch sehr geräuschempfindlich, bzw. war es schon immer. Komischerweise war es weniger während der Depression. Ich hab mich konstant gefühlt, als käme weniger rein. Dann hatte ich wie einen Rebound und alles war kurzzeitig stärker als vorher. Und meine Gedanken ist der Killer. Ich hab ein extrem lebhaftes und realistisches Vorstellungsvermögen, was oft helfen kann beim Lösen für Aufgaben oder eine nette Beschäftigung ist, aber sich dadurch auch ständig ungefragt aufdrängt, irgendwelche Geschichten abspielt, die mich ablenken und gleichzeitig faszinieren und durchgehend irgendeine Musik als Ohrwurm abspielt. :face_exhaling:

Kann da irgendwer was dazu sagen?

Hat das irgendwer auch erlebt?

Ich wollte eigentlich auch eine Diagnose mal machen bzw. anfragen, um einen Termin irgendwann zu bekommen, aber bin mir sehr unsicher, ob es das wirklich ist und schäme mich auch ziemlich dafür, wie ich manchmal bin (nicht nur mein jetziges “Ich”).

Außerdem wollte ich auch fragen, ob hier jemand in meiner Altersgruppe ist, der auch noch zur Schule geht und irgendwelche Strategien hat, die mir helfen könnten besser im Unterricht präsent zu sein, weil es mit jedem steigenden Schuljahr immer schwieriger für mich geworden ist, ob es nun ADHS ist oder nicht.

Ich könnte noch viel mehr erzählen an Erfahrungen, in denen ich Schwierigkeiten hatte/habe, aber ich glaub das war schon extrem viel.

Freue mich über jeden der mir helfen kann.

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Hi,

willkommen im Forum.
Eine Veränderung der Persönlichkeit ist unter ADHS-Medikation unüblich. Persönlichkeitstests zeigen schon eine Veränderung, aber gleichmäßig in allen Parametern: weg vom Extrem, hin zum gemäßigten - flapsig übersetzt der selbe Mensch, nur relaxter, weniger angespannt, weniger extrem.
Du berichtest nun, dass du einige Hemmschwellen überwunden hast, dich mehr zeigst, und dadurch mehr aneckst (hab ich das richtig verstanden?).

Was mir dazu einfällt, also vergleichsweise uralter Sack (ich studier zwar wieder, das macht mich aber nicht zu deiner Altersgruppe, bin eher anderthalb Generationen drüber): Joah, so is dat, inne Juchend, doa verännerd sich viel, in kurzer Zeit.
Übersetzt: Nicht alle Veränderung in dieser Zeit hat konkrete externale Ursachen.
Hilft dich nur jetzt kein Meter weiter.

Ohrwürmer sind das Always-On-Radio bei ADHS.
Aber verrat das bloß niemandem, sonst kommt noch die Gema und zockt alle ADHSler ab.
Etwas ernsthafter: Im Forum gibt es viele Threads, die das Thema Ohrwurm erörtern. You`re not alone. Möge der Sender gnädig mit dir sein und gute Mucke spielen :wink:

Aber was ich nicht erstehe:v
Du hast keine offizielle Diagnose?
Wenn du die nicht hast, kannst du ja auch nicht medikamentiert sein. Was hat dich dann verändert?
Hilf dem alten Sack mal geistig über die Straße…

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Ich habe verstanden, dass die wegfallende Maskierung zur Veränderung geführt hat.

@Mikando Willkommen im Forum :hugs: Hier gibts einen Symptomtest, den du machen kannst, um dir bei deinem Verdacht etwas sicherer zu werden. Gibt dann am Schluss auch eine Liste mit den bei dir auftretenden Symptomen, die du zu einem Arzt mitnehmen kannst, um deine Probleme zu schildern und nichts zu vergessen.

Ich würde nicht lange zögern und einen Arzt für eine Diagnose suchen, bis du einen Termin erhältst kanns leider durchaus ein Jahr dauern :confused:

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Ich glaube nicht, dass sich deine Persönlichkeit verändert hat. Ein Shutdown und ein Meltdown ist quasi die gleiche Sache, nur anders ausgerichtet - nach innen oder nach außen. Die Ursache könnte schon deine Erkenntnis sein. Dann bist du in einem Alter, wo einfach noch viel Entwicklung passiert. Alleine die natürlichen Veränderungen plus Neurodivergenz können dein Nervensystem so überlasten, dass deine Mechanismen nicht mehr funktionieren.

Ja, ich kenne das. Je nach Umgebung und Anforderung bin ich entweder hochkontrolliert, was furchtbar anstrengend ist oder eher befreit, was für die anderen furchtbar anstrengend sein kann.

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Ja es war vielleicht etwas falsch ausgedrückt von mir, tut mir leid, ich bin nicht gut in etwas zu erklären. Ich bin schon noch Ich aber irgendwie anders, wenn das Sinn ergibt. Ich war vorher meist eher still und hab versucht mich so unauffällig wie nur möglich zu verhalten. Jetzt ist es wie gesagt eher so, dass ich extrem laut und manchmal körperlich aktiv bin ohne viel darüber nachzudenken. Es passt irgendwie in dem Moment oder manchmal kann ich auch nicht anders und im Nachhinein denke ich mir: “Oh mein Gott, jetzt hast du’s schon wieder getan. Ich mach das das nächste Mal nicht mehr”….. Und dann passiert es wieder. Es stört glaub manchmal die Lehrer. Logischerweise.

@UlBre Nein ich nehme keine Medikamente, vielleicht hast du das falsch verstanden. Es hat sich irgendwie so entwickelt aber es ist nicht immer so toll. Ich hab keine Diagnose, das ist richtig und ja, wenn man einen ernsthaften Verdacht hat und es Probleme macht, sollte man am besten einen Termin machen aber ich hab halt keine extremen Aufmerksamkeitsprobleme. Manchmal geht es auch ganz gut oder überdurchschnittlich gut,auch bei langweiligem. Manchmal aber auch nicht. Und deswegen bin ich mir unsicher, ob ich es wirklich machen soll.

@moya Danke für den Vorschlag. Ich habe den Test schon vor ein paar Tagen gemacht und war glaub im oberen Bereich der Symptome, also schon ziemlich, aber mit ADHS kann man sich doch auch nicht so gut konzentrieren dann, wie ich es beschreibe oder? Zumindest nicht bei langweiligem.

Ich hatte auch den Autismus Test mal durchgeführt und war da an der Grenze. Allerdings, wenn dann sind es nur züge aber kein Autismus (denke ich).

Wie siehts eigentlich in deiner Familie aus? Soweit ich weiss haben 80% der ADHSler mindestens einen betroffenen Elternteil.

Zur Konzentration: Jeder ist anders, vielleicht kannst du mal beschreiben wie das aussieht, wenn du dich auf etwas langweiliges gut konzentrieren kannst?

Hi und Willkommen im Forum.

Abseits von Neurodivergenz und Biologie würde ich noch ergänzen, dass es in dem Alter ziemlich normal ist, sich sozusagen neu zu erfinden und neu zu sortieren. Das gilt erst recht, wenn du eher intelligent und/oder neugierig bist (Stichwort Positive Desintegration.

Dabei kann sich z.B. die eigene Sicht darauff verändern, was dir wichtig ist, welche Prioritäten du in deinem Leben setzen willst, oder du deine Wertvorstellungen neu überdenken und alte hinter dir lassen willst, wer du sein willst. Diese Fragen stellt man sich neu, und wenn alte stabile Vorstellungen sich auflösen (fragmentieren), kann das verunsichern. Und das kann indirekt auch beeinflussen, wie du „rüberkommst“ von deinem Verhalten her. Vielleicht hat schon allein die Beschäftigung mit Neurodivergenz da etwas angestoßen.

Ich habe immer noch keine offizielle Diagnose, dafür diverse andere medizinische probleme, und ich hänge einfach viel hier herum, weil ich mich hier wohlfühle. Das mit der Diagnose würde ich an deiner Stelle vom Leidensdruck abhängig machen und davon, ob du medizinische Unterstützung suchst. Also hier wird kein „Clubausweis“ von dir verlangt.

Du studierst wieder? :adxs_respekt: Der „alte sack“ ist wahrlich für die eine oder andere Überraschung gut.

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Ich weiß, Selbstfindung ist in meinem Alter noch lange nicht abgeschlossen (wenn es das denn überhaupt irgendwann ist, denn jeder entwickelt sich ja ständig weiter, normalerweise). Ich sehe, wie auch viele im Umfeld sich verändern.

Zu meiner Konzentration: Früher ging es meist ziemlich gut. Einfach zuhören und das wars. Mir hat eher die Lautstärke im Klassenraum zu schaffen gemacht. Vielleicht manchmal abgeschweift, aber ich denke das ist bei jedem normal. Wie gesagt sind die Probleme von Stufe zu Stufe mehr geworden und schule generell extrem anstrengend. Mittlerweile kann ich an manchen Tagen manchmal mit bisschen Anstrengung gut aufpassen. An anderen Tagen geht es kaum, trotz normalem Schlaf. Und hinzu kommt noch, dass ich zwar in der Schule bin wegen Abi das ich brauche für Studium, mich aber nur noch durch den Stoff quälen muss, weil mich nichts da interessiert. Das macht es noch schwieriger da zu sein. Vielleicht könnte man schon sagen, dass es schwierig ist weil ich auch viel öfters abschweife, aber ich denke mir halt dass es bis vor 2 Jahren noch nicht so stark war und es doch typischerweise schon vorher zu extremen Problemen geführt haben muss? Davor war es besonders die Vergesslichkeit, mein ständiges Aufschieben und so aber nicht unbedingt immer das Zuhören. Sonst aber wenn es mal eine Ausnahme gibt und es doch mal interessant ist, kann ich natürlich aufpassen und gefühlt wach ich auf oder so. Dann wird mein Kopf regelrecht geflutet an neuen Ideen und Verknüpfungen vom Thema.

In meiner Familie hat es niemand diagnostiziert aber ich würde behaupten, dass Onkel und Großmutter in die Richtung gehen könnten.

@tamaracha Was meinst du mit, dass die Beschäftigung damit etwas angestoßen hat?

@UlBre übrigens ja es läuft meistens gute Mucke😂. Aber irgendwann hängt sie einem trotzdem zum Hals raus.

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Schon allein dass du dich fragst, ob du evtl. neurodivergent bist. Das ist ein Stück weit so etwas wie ein neues Erklärmodell für deine Wahrnehmung, dein Verhalten usw. Also man schaut dann rückblickend anders auf vieles, deutet es anders, auf einmal hat es einen Platz. Neurodivergenz wirft ja z.B. auch ein neues Licht darauf, dass du die alte laute Klasse immer weniger ertragen hast. Themen wie Konzentration, abschweifen, Ohrwürfer passen da auch gut rein. Wie du dich auf uninteressante Dinge konzentrieren kannst, wäre allerdings noch interessant zu erfahren. Falls ich doch maskiertes ADHS haben sollte, habe ich mir durch Verknüpfung sehr viele Themen interessant machen können, die andere uninteressant fanden. Das hält bei der Stange.

Mich hat es nach und nach verändert, als ich von meiner Hochbegabung erfahren habe. Fühlt sich immer noch echt blöd an, so davon zu sprechen. Aber es erklärt einfach so viele Wesenszüge abseits von Intelligenz, z.B. das vernetzte divergente Lernen. Seitdem ich das weiß, lasse ich diese Eigenheiten auch mehr zu und richte mich mehr darauf ein. Das kann von außen auch wie Veränderung wirken, wenn auch nicht so drastisch wie bei dir.

Ich lerne z.B. nicht gut linear, also in dem Stil „jeden Tag 30 Buchseiten“, sondern ich muss mich mit den Inhalten bzw. dem Lehrstoff „fluten“, ihm etwas Zeit geben, und dann verknüpft er sich, bildet Querverbindungen. Zum Glück gab es viele Vorlesungen als Audiodatei, dadurch konnte ich die tagelang non-stop suchten, auch nebenher. Klingt abgedroschen, aber mein Lernen funktioniert ganzheitlich. Im Studium habe ich mich deswegen oft falsch und fehl am platz gefühlt, weil da der Stoff so unsinnig strikt auf die Fächer aufgeteilt ist und die vielen kleinen spezialisierten Prüfungen dem diametral entgegenstehen. Ich hätte lieber zu einem gegebenen Thema die Synthese aus den verschiedenen Fächern gemacht.

Beim Programmieren ist das auch so. Neue Programmiersprache, oder ein Tool mit guter Dokumentation … Ich muss es eine Woche lang „intensiv anstarren“, zumindest wirkt es von außen so. Aber dann ist es durchdrungen und sitzt. Bis zum Erreichen dieses Stadiums ist es aber im Kopf eher wie ein komplett unaufgeräumter Schreibtisch mit lauter rumfliegenden Zetteln. :joy: Die Einlagerung findet verzögert statt, dafür gibt es auch neurologische Hinweise. Auf viele wirkt diese Methode eher befremdlich bis absurd.

Aber worauf ich eigentlich hinauswollte: Seitdem ich weiß, dass das gar nicht so untypisch ist, dass es dafür plausible Erklärungen gibt und seitdem ich noch andere Leute gefunden habe, die ähnlich gestrickt sind, kann ich es besser akzeptieren und arbeite viel mehr so, wie mein Gehirn am besten funktioniert.

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Ich glaube, ich verstehe was du meinst. Du beschäftigst dich jetzt sehr mit dem Thema und seitdem hast du den Eindruck, dass du noch viel mehr von der Rolle bist als bisher.

Ich denke, das pendelt sich wieder ein. Du nimmst dich halt jetzt ganz anders (aber vielleicht richtiger) wahr, durch das neue Deutungsmuster kommst du dir eben verändert vor obwohl du dich nicht oder nicht sehr verändert hast.

Eine Diagnose anzustreben empfehle ich dir auf jeden Fall! Was willst du sonst anfangen mit deiner neuen Erkenntnis? Du hast einen neuen Schraubenschlüssel gefunden, nun solltest du ihn auch benutzen.

Das Gefühl, ein Hochstapler oder Simulant zu sein und eigentlich stehe einem das gar nicht zu, kennen hier Viele. Und mich geschämt dafür wie ich bin habe ich vor allem in meiner Kinder- und Jugendlichenzeit. :adxs_redface:

Bis zu meiner Diagnose hat es dann aber noch gedauert, die bekam ich mit 37 (inzwischen bin ich 59). Da hatte ich mein Studium fertig und hatte auch schon meine Frau und eines meiner Kinder, aber Vieles lief trotzdem suboptimal oder nur mit sehr viel Glück.

Du hast die Chance, früher im Leben an diesem Punkt zu sein.

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Hallo und herzlich Willkommen @Mikando
Entschuldige bitte wenn ich jetzt gerade ohne lange Umschweife darauf zu sprechen komme wie z.B. Concerta, und ausserdem Venlafaxin (Antidepressiva) bei mir persönlich wirken.

  1. Durch die tägliche Einahme von Concerta, immer nach dem Aufstehen, bin ich persönlich vor allem durch dieses Medikament über den gesamten Tag hinweg „konzentrierter“ als ich es persönlich OHNE Concerta bin, heisst ich kann mich besser auf bevorstehende Aufgaben konzentrieren wenn ich das muss, oder kann mich besser auf längere aber z.B. „langweilige Texte“, oder „langweilige Themen“, oder „langweilige Tätigkeiten“ konzentrieren wenn ich das z.B. wirklich „muss“, besonders obwohl mich so etwas ansonsten wirklich extrem anödet.

  2. Bin ich persönlich durch die tägliche Einnahme von Concerta, und in der Regel während der über mehrere Stunden andauernden Wirkzeit von Concerta, eigentlich so gut wie überhaupt nicht mehr Impulsiv, und wenn doch, dann höchstens noch wenn irgendwas meine eigenen und sehr persönlichen „Trigger“ irgendwie „aktiviert“, aber ansonsten bin ich so sanftmütig wie ein Lamm.

  3. Bin ich generell Quasi „weniger emotional“, heisst ich fahre weniger auf der Achterbahn der Gefühl, und bin aber vor allem auch „weniger Hypersensibel“, heisst ich reagiere weniger stark gestresst auf „zuviele Eindrücke“ die OHNE Concerta „ständig ungefiltert“ und brutalst auf mich einprasseln, besser gesagt ich ansonsten sehr stark unter einer täglichen Reizüberflutung leide, welches ich nur sehr schwer selbständig bis zu einem gewissen Grad ein wenig minimieren kann, *so wie z.B. durch ein eigenes und selbsterstelltes Achtsamkeits Training, dass ich nur für mich selbst entwickeln habe, und deshalb auchnicht an andere weitergeben kann, da jeder Mensch trotz Adhs oder dem Autismus Spektrum eben trotz allem nie gleich wie ein anderer betroffener Mensch ist, weil ja trotz allem aber eben jeder Mensch eine einzigartige Persönlichkeit und einen einzigartigen Charakter besitzt.

Und jedenfalls ist das der Grund, warum es nichts bringen würde wenn ich hier anderen mein an mich selbst angepasstes Achtsamkeits Training anderen Menschen empfehlen würde.

Was halt bedeutet: „Jeder Mensch muss sich immer alleine und ganz auf sich selbst gestellt auf die Suche danach machen was ihm gut tut, oder nicht“.

Von daher kann ich persönlich jedenfalls nicht abstreiten das mich die Einahme meiner Medikamente, (Concerta und ein Antidepressiva), NICHT während der Wirkzeit „verändern“ würden, denn in meinem persönlichen Fall tuen das meine Medikamente definitiv!.

Anderseits muss ich gestehen das ich meine Medikamente ja gerade deshalb auch brauche, nämlich weil mir diese Medikamente dabei helfen um besser durch meinen Tag zu kommen, und das eben in meinem persönlichen und eigenen Fall vor allem auch weil ich dann „ruhiger bin“, und mir selbst diese Entspannung die ich dadurch erfahre, z.B. dabei hilft das ich mich weniger schnell über etwas, oder jemand, „aufrege“, was mich persönlich ansonsten jedesmal „sehr viel Kraft kostet bis ich mich wieder, wegen zuviel Aufregung in meinem Leben, beruhigen und entspannen kann“.

Jedenfalls, soviel erst mal soviel von mir zu diesem Thema, und ja meine Medikamente verändern mich, allerdings so glaube ich, dass mich meine Medikamente in meinem persönlichen Fall sogar ehr zum positiven als zum schlechten verändern.

Master Psychologische Medizin an der Uni London. Großer Spass :slight_smile:

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Nicht schlecht. :+1: Aber macht ja Sinn bei dem Lebenswerk. Mit 60 muss ich vermutlich auch noch Informatik nachholen. :joy:

Bisher kannte ich nur Medizinische Psychologie, und dazu finde ich auch viel mehr. Das hätte ich sogar beinahe als Nebenfach belegt, hat dann aber doch nicht gepasst.

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Voll gut! :+1:

Danke für die ganzen Antworten.

Ich kann es glaub nur halb verstehen deine Lernmethode :sweat_smile:. Ich prügel mir das meist ein Abend vorher rein und dann kann ich es. Bei Vokabeln muss ich es manchmal nur 1 bis 2mal durchlesen und kann sie. Bei Dingen wie Wirtschaft würde bei mir sicher auch kein langes Starren helfen, denn das mache ich schon automatisch aus Unverständnis heraus :sweat_smile:. Aber das Verknüpfen von Dingen kenn ich nur zu gut. 10 Dinge gleichzeitig in 1 Sekunde. Das zumindest, wenn mich etwas wirklich anregt zum Denken. Nur leider funktioniert bei mir das nicht bei langweiligen Themen, auch wenn ich versuche es auf verschiedenste Weisen spannend zu gestalten. Manchmal denke ich mir wirklich, man wäre Schule toll, wenn es nicht immer nur ein Vortrag vom Lehrer an der Tafel über irgendwas geben würde. Man könnte viele eigentlich langweilige Themen zumindest halbwegs spannend gestalten, aber passiert irgendwie nicht… es ist irgendwie immer das Gleiche. Naja kann man nix ändern. Hab auch schon nebenher kritzeln oder Augen zu ausprobiert (aber das geht meist nicht, da man ja mitschreiben muss) und klappt nicht. Ich weiß ich bräuchte etwas mit dem ich mich beschäftigen kann beim zuhören, aber bisher hat mich knete oder was ich alles ausprobiert habe eher noch mehr abgelenkt als davor :sweat_smile:. Laut einem Konzentrations Test bei der Schulpsychologin sei ich überdurchschnittlich gründlich aber sehr langsam.

Okay Falschparker, ich denke ich werds dann doch mal machen. Selbst wenn es das nicht ist, kann man mir vielleicht auf andere Weise helfen. Reingesteigert weiß ich jetzt nicht aber vielleicht sichtbarer, ja. Ach was weiß ich. Ich frag einfach mal an bei einem Psychologen und warte dann 1 Jahr :upside_down_face:.

Medikamente will ich erstmal nicht nehmen, zumindest nicht ohne dass etwas festgestellt wurde. Da bin ich erstmal bisschen skeptisch. Zumal man mir auch mal, gerade Antidepressiva andrehen wollte und sie mir überhaupt nicht geholfen haben, sondern eher extrem müde gemacht haben.

Danke für eure Antworten. Haben mich etwas bestärkt und hoffe, dass es besser wird.

Ohne dass etwas festgestellt wurde, wirst du vermutlich auch nicht Medikamente bekommen. Aber ein Jahr muss das nicht dauern?

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Mein ADHS ist vom Baum gefallen..

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@Chris1987 Was? :joy: