Verhaltenstherapie - was habt ihr konkret gemacht/geändert?

TLDR: Könnt ihr mir mal einen Einblick in Eure Verhaltenstherapie geben? Was sind die Themen/Baustellen, die ihr bearbeitet?

Und wie läuft das ab, was sind das konkrete Maßnahmen und Vorgehensweisen Eurer Verhaltenstherapie?

Ich würde gerne verstehen, was zu erwarten/übliches Vorgehen ist, da ich mir gerade unsicher bin, ob ich vielleicht einfach auch keine/falsche Vorstellungen des Therapieansatzes habe.

Zum Hintergrund:

Ich habe den ersten Block 12er Kurztherapie im Kostenerstattungsverfahren durch - und frage mich, was es gebracht hat. So richtige große Dinge sind wir gefühlt irgendwie nicht angegangen. Hab immer mal ein paar kleine Tweaks mit auf Weg bekommen (versuchen sie doch mal, einfach darüber hinweg zu sehen, wenn sie das Verhalten ihrer Partnerin aufregt o.ä.), aber kann die einzelnen Kleinigkeiten auch kaum noch erinnern.

Hatte immer das Gefühl - wann geht es denn richtig los, wir sind noch im Einstieg.

Die Therapeutin scheint auch etwas lost mit mir. Meint, vielleicht wäre eine tiefenpsychologische Therapie besser, ich würde immer so ergründen wollen. Ja, ich versuche zu verstehen, was woran liegt, erkennen und verstehen hilft mir bei der Umsetzung, ist das nicht Teil von Psychoedukation?

Sie meint auch, ich würde so viel zerreden und in Zweifel ziehen. Tue mich schwer mit 100% ja/nein schwarzweiß Einordnungen, wenn es um die Fragen geht, ob xy auf mich zutrifft. ‘Sind sie kontaktfreudig?’ ‘Na ja, situationsbedingt halt, in solchen Situationen so, in solchen so.’ Habe den Eindruck, sie denkt, ich würde die Therapie anzweifeln, dabei ticke ich generell so, verstehen wollen, abwägen, einordnen, schwerfällig mit Entscheidungen etc. - was ja ggf. auch alles Aspekte sind, die mit einbezogen werden sollten?

Wir könnten nun den nächsten 12er Block beantragen. Sie sagt, so viel mehr hat sie gar nicht in petto. Sie rät zu einer Gruppentherapie, ggf. tiefenpsychologisch, ggf. auch gar nicht mit ADHS Fokus, Austausch und spiegeln wäre gut. Und wir könnten natürlich auch weiter machen, allerdings würde es dann mit der Zeit auch schwerer, noch mal einen Wechsel des Ansatzes zu rechtfertigen bei der Kasse.

Ich bin nun ziemlich lost.

Eine Therapie zu finden und das Kostenerstattungsverfahren durch zu bekommen war ein Kraftakt, alles dauert ewig, endlich war ich da aufgehoben. Es gibt so viele andere Baustellen, ich war eigentlich froh, dass das steht. Und auch wenn ich nicht super happy war, haben mir allein regelmäßigen Sitzungen, Gespräche und ihre Beobachtungen schon gut getan, da eine Therapie an meiner Seite zu haben.

Bei mir war gerade aber auch sehr viel los privat, sodass das meinen Zustand natürlich auch überschattet hat - und wir dann bei akuten Themen waren, die dann wahrscheinlich tatsächlich nicht mehr viel mit der Arbeit an grundlegendem Verhalten zu tun hatten…

Fühlt sich an, wie wieder bei Null vor dem Nichts zu stehen - und nun selbst bei Therapie irgendwie falsch und nicht richtig zu sein :confused:

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Hat deine Therapeutin überhaupt Erfahrung mit Erwasenen mit Adhs???

Sie weiß das du Adhs hast oder?

Ich könnte mir vorstellen das da euer erstes grlßes Problem liegen könnte weil sie deine - adhs typische Denkstruktur und Problemstellung nicht versteht und das mit ihren üblichen „normalen“ Patienten tut, weil die weder Gedankenkreisen noch die auf und abs noch diese starken Selbstzweifel haben und vieles andere

Irgendwie schreiben das viele: Gerade war ich endlich da… Das hat so viel Kraft gekostet…

Das ist eine falsche Denke/ Einstellung, definitiv denn a) das Gesundheitssytem verschlechtert sich zusehens! Alleine wenn man Lauterbach und dem Kolalaps des Systems hört selbst wenn ich 60% blabla abziehe bleibt genug „autsch“ übrig, Probleme Fachärzte, Ergotherapie, seit Jahren Psychotherapie zu finden und vieles mehr - das wird schlimmer alleine wenn ich das mit 2008 vergliche wo ich schon mit höchsten Bedürftigkeiten 2 Jahre gesucht und nur durch Zufall einen Therapieplatz schwerst traumatisiert fand (da hatte keinner mehr nur 1 Cent auf mich gesetzt)

Dazu kommt das viele oft wohl so froh sind einen Therapieplatz zu finden das nucht mit Adhs Schwerpunkt geschaut wird und genau dann solche Konfliktstellen sich auftun weil der Therapeut überfordert ist mit seinem Können und der Patient frustriert weils nicht weitergeht

Ich fände das Thema auch interessant, ich hatte neulich ein Erstgespräch und sie meinte, dass sie jetzt nichts spezielles bei ADHS macht, sondern das Thema Stress angeht z.B. wie bei anderen auch. Das hat mich ehrlich gesagt etwas stutzig gemacht. Hab aber ja noch ein paar Termine, bis ich mich entscheiden muss, ob ich bei ihr bleiben möchte. Würdet ihr sagen, dass ist schon ein Ausschlusskriterium? :woman_shrugging:t3:

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Ich kann mal so sagen ich hab 2 Ergotherapiepraxen durch bei der 1. Praxis 1 Therapeutin und sie mache es nur mit Sprache - sie griff massiv in meine Traumatherapie ein und was das Fass zum überlaufen brachte war das ich wie ein Kleinstkind behandelt wurde. auf der Homepage stand nur was von Erfahrung mit Kindern und Adhs - und genau so wurde ich behandelt also abgebrochen 2. Praxis 1. Therapeutin: sehr lieb total unsicher und ständig überfordert und konnte nicht mal erklären was wir machen, warum wir es machen was der Sinn ist und was Ergotherapie bewirken soll. Halt nur gemalt. 2. Therapeutin die Chefin, übergriffiger, ziggiger Katastrophe in jeder Form selbst beim Entspannen als sie aus dem Buch vorlas. 3. Therapeutin konnte wohl fachlich was aber jede Woche eine andere Meinung und Haltung selbst als die Medikamente umgestellt wurden ob das bicht geht das der Arzt mir freihe Hand in Dosierung und Steigerung läßt noch mit anderen Dingen. Das war so extrem traumatisierend, zumachend und innerlich kündigend… hab ich auch länger nicht bewußt wahrgenommen als ich es wahrnahm hab ich sofort die Therapie beendet denn das hat so keinen Sinn.
Ich war wirklich sehr offen, ich war neugierig und zugewand und da ich keine Ergotherapie kannte war auch kein Vergleich da obwohl sie sehr lautstark bewerben das sie mit Erwasenen und Adhs diverse Therapien und Erfahrungen hätte.

Ich probiere es jetzt nochmal in einer anderen Praxis sonst ist für mich dieses Thema auch durch. Ich kann auch sagen das ich viele frustrierte Menschen mit Ergotherapie kenne weil außer malen hat es keinem was gebracht- und das sind ja nicht nur enttäuschte Emotionen und Hoffnungen das kostet das Gesundheitssystem hochgerechnet ein unnötiges Vermögen und hinterläßt sehr viele frustrierte und teils auch verzweifelte Menschen (Ich wollte dir hier zeigen das man für doe richtige Therapie mit dem richtigen Therapeuten geduld und Ausdauer braucht)

Ich hab schon lange bevor meiner Diagnose immer wieder Versuche gestartet wegen meiner chronischen Prokrastination.

Meist dauerten die Therapien aber nur wenige Monate. Das Problem war eigentlich immer, dass wir viel geredet haben (z.B. Ursachensuche für mein Verhalten, analyse von aktuellen Problemen im Alltag, Psychoedukation) und nicht so ins Handeln kamen. Das war zwar immer interessant aber hat mich nicht wirklich weitergebracht. Unterbewusst habe ich diese Gespräche vielleicht sogar ausgelöst, verlängert, vertieft, um nicht handeln, sprich wirklich an mir arbeiten zu müssen… es gab immer Tipps wie ‘machen sie einen Plan’ ‘probieren sie doch mal Pomodoro’, die ich aber alleine nicht (nachhaltig) umsetzten konnte. Und wenn ich dann eine Lichtphase hatte, in der mein Leidensdruck nicht mehr so stark war, liess ich die Therapie einfach versanden.

Dieses Muster hab ich dann irgendwann erkant und habe meine neue, Therapeutin (die dann auch das Thema ADHS ins Rollen brachte) direkt zu Beginn davor gewarnt.

Mit ihr arbeite ich nun sehr handlungsorientiert, fast ergotherapeutisch. Sprich wir entwicken gemeinsam Werkzeuge, die mir im Alltag helfen sollen (z.b. für Strukturierung im Alltag, Routinenbildung…) und (ganz wichtig) sie begleitet mich bei deren Erprobung/Implementierung. Also wirklich wöchentlich reflektieren, was hat funktioniert, was nicht, was muss ich noch ändern, wo brauche ich mehr Hilfe… Sie übernimmt also auch Kontrolle/Überwachung.

Und das ist soweit wirkich gut. Also ich merke auch, dass es mir echt was bringt. Manchmal machen wir schon auch so typische ‘wie geht es ihnen gerade’ oder psychoedukative Gespräche, aber dann sehr bewusst. Also ausdrücklich ‘wir nehmen uns jetzt 2 Sitzungen um über xyz zu reden, weil es nötig ist für xyz’.

Ansonsten hatte ich noch eine kognitive Verhaltenstherapie bzgl einer Angststörung, die auch eher erfolgreich war. Auch die war sehr handlungs- und lösungsorientiert. Da wurde viel an Denk- und Verhaltensmustern gearbeitet, also diese erstmal aufgedeckt und dann umgedeutet, umgesteuert und neu eingeübt.

Aktuell bin ich sehr zufrieden mit meiner Verhaltenstherapie, deshalb kann ich mal ein wenig berichten, was ich dort so mache.

Dabei muss ich gleich mal revidieren, weil es zwar offiziell als VT läuft, aber eigentlich machen wir kaum klasische VT. Also wir entwickeln keine Handlungsalternativen oder konkrete Planungen, bzw das passiert sehr selten.

Hauptsächlich arbeite ich Erlebnisse und Beziehungen aus der Vergangenheit auf, schaue wo was schlecht für mich war, was schief gelaufen ist und gebe den verschiedenen Emotionen dann Raum. Der Therapeut erklärt mir hin und wieder fachliche Hintergründe zu meinen Themen, und validiert die Gefühle, die ich mitbringe.

Das ist nicht ADHS-spezifisch, sondern zielt mehr darauf ab, dass ich im Alltag durch die Einordnungen meiner Erlebnisse und Gefühle besser handlungsfähig bin/bleibe.

Ich bin jemand, der es absolut nicht leiden kann, wenn jemand von außen mir Routinen vorschlagen möchte oder mir ungefragt Ratschläge gibt. Das ist Typsache, manchen tut das gut, anderen nicht.

Insgesamt habe ich also wenig aktiv geändert, sondern in erster Linie gelernt mit dem was ist umzugehen.

Ergotherapie sollte das Handlungsplanerische übernehmen, mein Versuch war aber semi-erfolgreich bislang. Immerhin konnte ich ein paar Tipps hinsichtlich Sensorik mitnehmen.

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Ja genau, sowas sollte ich glaube ich auch zu Beginn sagen. :+1:

Da stimme ich nach meinen sämtlichen Thearpieerfarungen zu. Die Lösungen, Strategien, Routinen müssen von einem selbst kommen, damit überhaupt eine Chance besteht, dass diese umgesetzt werden können. Die Therapeuten/Coaches sollten einen lediglich dabei unterstützen, diese zu entwickeln.

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Ich bin seit ca. 1 Jahr in Verhaltenstherapie und die Therapeutin hat mir gleich gesagt, dass sie auf Gruppen spezialisiert ist und nicht auf Einzeltherapie. Sie ist nicht auf ADHS spezialisiert und hat in einer der ersten Sitzungen in einem Halbnebensatz erwähnt, dass es ihr bei xy auch so geht, aber „sie hat kein ADHS“

Das war mir ein Augenöffner, ich hab sie ab da genau beobachtet und dachte mir: hier bin ich richtig. Sie hat kein Spezialisierung aber scheinbar Lebenserfahrung mit ADHS.

Einzel-VT

In der Einzel-VT haben wir über Schwierigkeiten im Alltag geredet, die mir zwischen den VTs begegnet sind. Die einleitende Frage war immer „wie ist es Ihnen ergangen“.

Sie hat mit mir konkrete Ansätze für die einzelnen Situationen erarbeitet, die ich bis zur nächsten VT ausprobieren konnte/sollte. Dabei ging es z.B. darum

  • wie manage ich Essen planen und kochen, ohne dass es mich überfordert
  • wie kann ich mich während einer depressiven Verstimmung selbst entlasten und es mir leichter machen
    Aber egal welches Thema ich mitgebracht" habe, es wurde begutacht (warum fühlen Sie sich so, was ist der eigentliche Grund hinter einem Verhalten…) und eine Umgang damit gesucht.
Gruppen-VT

Seit einem halben Jahr bin ich einer 4er-Gruppe bei ihr. Sie hat wirklich geschaut, dass wir von den Problemen her zusammenpassen. (wie ich mittlerweile herausgefunden habe: 2 von uns haben ADHS, bei 2en besteht der Verdacht)

  • In der Gruppe haben wir unsere Themen gesammelt und dann priorisiert und festgelegt mit welchem Thema wir beginnen.
  • Jeder sagt, wie sein aktueller Stand zum Thema ist z. B. Routinen und Struktur.
  • Dann geht es um Grundsätze zum Thema (hier: eine Übersicht über anstehende Termine und ToDos ist wichtig, Routinen sollten geprüft werden…)
  • In den folgenden Sitzungen gehen wir dann im Dialog auf die persönliche Situation des einzelnen ein und bekommen einen Auftrag, was wir bis zur nächsten VT ausprobieren sollen - ganz ohne Druck, weil sie sagt, sie kann mit dem arbeiten was wir mitbringen. Wenn wir uns zu Hause nicht mit dem „Auftrag“ beschäftigen, dann wir da angesetzt wo in der letzten Sitzung aufgehört wurde

Um die Therpie von der Kasse bezahlt zu bekommen musste ich von einem Arzt ein Formulare ausfüllen lassen. Das ging zusammen mit dem Antrag an die Kasse zur Genehmigung. Da hatte ich tatsächlich keine Arbeit damit. Oder habe ich das falsch verstanden, wie das bei dir lief?

Ich hoffe das hilft dir bei der Entscheidung weiter.

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Der Psychiater verordnet meist ja Stimulanzien und füllt das Formular für die Therapie aus.

Therapie stellt Fragen, Spiegel Verhalten etc. und stupst quasi auf Fragen die man sich beantworten soll/ mit denen man sich beschäftigen soll um dann halt Lösungen zu finden, Lösungen zu schaffen, Lösungen anzugehen etc

Absolut, vielen lieben Dank für den Einblick - würde mich über weitere Erfahrungsberichte anderer Nutzer freuen!

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Hallo @Nessi , also ich persönlich habe niemals eine „Verhaltenstherapie“ mit meiner Psychologin gemacht.

Was ich aber in jeder Therapiestunde mit meiner Psychologin gemacht hatte, dass war Reden , Reden und noch mal Reden, und das völlig aus dem Bauch heraus, heisst ich habe total spontan und ohne die Einhaltung irgendwelcher Regeln "einfach alles mögliche über mein bisheriges Leben erzählt das ich bisher „hinter mir hatt“, sowie auch über meine ganz persönlichen z.B. traumatischen Erlebnisse die ich in meinem Leben erlebt hatte, heisst auch über sämtlichen Frust, Enttäuschungen, Verletzungen oder anderweitigen negativen Erlebnisse an die ich mich bis heute erinnern kann.

Andererseits habe ich aber auch über meine guten und schönen Erinnerungen gesprochen, und wie wertvoll diese Erinnerungen für mich sind, und auch darüber das sich gewisse positive Erinnerungen von mir auf meine Persönlichkeit positiv ausgewirkt haben, und ich nur deshalb heutzutage zu dem Mensch geworden bin der ich bin, und auch das ich trotz allem schlechten und bösen das ich erlebt habe, selbst kein schlechter und böser Mensch geworden bin.

Ich habe nur einen interessanten Beitrag zum Thema VT und ADHS im Netz zum teilen:

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Das ist super interessant - danke @TaTü - auch wenn ich (und ich denke mal die meisten Erwachsenen hier) kein THOP, auf das der Artikel sich konkret bezieht, absolviere (das war mir bis heute auch kein Begriff).

Ich kenne das ja genau so, dass dann Routinen, Strategien etc nach kürzerem Erfolg wieder wegbrechen. Mit dem Wissen aus dem Artikel, lässt sich vielleicht was machen!

Und @Brunoschokoluno hat ja weiter oben gefragt bzgl. Stressbehandlung, ob das ein Ausschlusskriterium sei. Immerhin scheint ja Stressmanagement ein wichtiger Aspekt zu sein,der zu Therapieerfolg beiträgt. Daher würde ich mal sagen, Ausschlusskriterium nicht unbedingt, wichtig ist halt, wie und wozu das in den Fokus genommen wird.

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Ja, dass ich eine Unterstützung für den Umgang mit Stress brauche das steht außer Frage. Ich frage mich nur ob es sinnvoll ist ADHS und andere Erkrankungen da über einen Kamm zu scheren oder ob man nicht stärker die Ursache berücksichtigen sollte. :woman_shrugging:

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Ich habe das Gefühl, deine Therapeutin weiß gar nicht, wie ADHS die Denke und die Wahrnehmung beeinflusst.

Ja, Verhaltenstherapie ist schon, dass man versucht, an sich selbt zu pfeilen, dass man nicht alles für bare Münze nimmt, was gesagt wurde, dass man nicht ständig in Gedankenkarussells stranderd usw. Aber so wie deine Therapeutin das angeht, “versuchen sie sich in gesagtes nicht so reinzusteigern” funktioniert das nicht. Man braucht Strategien an die Hand um das zu bekämpfen.

Ich selber hab noch keine Verhaltenstherapie, weil ich bisher immer noch keinen Platz bekommen habe​:roll_eyes:. Aber ich versuche mir vieles anzulesen. Meine persönlichen Baustellen sind das Masking und People Pleasing ablegen, also dass ich nicht immer versuche mich an anderen anzupassen, um nich anzuecken, sondern dass ich versuche ich selbst zu sein. Das Schwierige für mich ist, dass ich gerade erstmal herausfinden muss,.wer ich überhaupt bin und vorallem, WIE ich überhaupt bin. Ich habe micht - auch im Privaten - mittlerweile so ans Maskieren gewöhnt, dass ich mich da erstmal durchfinden muss… das versuche ich. Und halt auch diese Gedankenachterbahn. Das ist bei mir mit den Medis auch schon besser geworden. Ich sag immer, es ist keine Looping bahn mehr, sondern nur noch ne Wilde Maus​:see_no_evil_monkey:.

Und dann sag ich mir, wenn ich wieder anfange, alles zu überdenken, es geht dich nichts an, du kannst es eh nicht ändern, denk an schönere sachen und so weiter. In den meisten Fällen klappt es bei mir, dass ich mich nicht in meine Gedankenwelt einsperre. Atemübungen um den Vagusnerv zu aktivieren helfen mir auch ganz gut.

Im Grunde würde ich deine Ärztin fragen, ob sie sich denn mit ADHS spezifischer Verhaltenstherapie auskennt. Denn das ADHS da komplett raus zulassen ist Kokolores…

Bei meiner Tochter haben wir jetzt mit psychisch funktioneller Therapie angefangen, bei einer Ergotherapeutin. Gestern hatten wir erst das Kennenlernen, von daher kann ich da noch nichts konkretes sagen, aber ich versuche mir da auf jeden Fall auch was mitzunehmen.

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Leute, ich freue mich ja über die rege Anteilnahme, aber mir ging es wirklich um ganz konkrete Erfahrungsberichte aus der eigenen Verhaltenstherapie:

Da gibt es immerhin dankeswerterweise genau einen - bei 16 Beiträgen, aber genau deshalb würde ich mir wünschen, das Thema wieder genau dahin zurück zu bringen und hoffe auf noch ein paar Weitere.

Danke und bitte nicht in den falschen Hals bekommen, das verwässert hier nur sehr arg.

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Ich geh mutig hin, komm verwirrt raus, irgendwas ist besser geworden, oder es hat sich etwas verschlimmbessert aber in Summe würde ich sagen, ich geh weiter dahin.

Am Anfang hatte sie noch irgendwelche Sachen geplant und Papiere in der Hand mit irgendwas, hat sie aber Relativ schnell aufgegeben.

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Mir ging es schleichend immer schlechter, weil ich die Vorschläge der Therapeutin nicht umsetzen/ anwenden konnte (was an meiner nicht erkannten ADHS lag). Und nach Sätzen ihrerseits wie: „Frau TaTü, ich hatte noch nie einen Patienten, der die Dinge so schnell kognitiv durchdrungen hat, wie sie“, ging es mir noch schlechter. Natürlich habe ich auch viel gelernt in der Zeit über mich, was ich heute mit der ADHS Diagnose nachträglich nutzen kann. Aber damals verschlimmerte sich meine depressive Verstimmung durch die VT enorm.

Zum Glück hatte ich irgendwann den Willen, herausfinden zu wollen, warum ich die VT Inhalte „nicht umsetzen/ anwenden konnen“.

10 Jahre on off VT Erfahrung.

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Liebe/r @adhNessi , entschuldige bitte vielmals, aber ganz ehrlich gesagt finde ich persönlich es nicht sehr freundlich von Dir das Du die Foren User/innen die Dir bis jetzt geantwortet haben, zumindest meinem persönlichen Empfinden nach, ein wenig „rustikal“ behandeltes, und das nur weil Du bis jetzt anscheinend Deiner Meinung nach noch nicht die Antwort erhalten hast die Du anscheinend eventuell insgeheim, oder wie auch immer sonst, hier irgendwie zu erwarten scheinst.

Und das übrigens, statt das Du erst mal geduldig bleibst, und Dich trotzdem das Du bisher anscheinend nicht zufrieden bist, Dich einfach erst mal über Deine bisherigen Antworten freust, denn entschuldige bitte, aber immerhin haben Dir hier im Forum sehr liebe Menschen geantwortet, und sich sogar extra Zeit für Dein Thema hier genommen.

P.s.
Und nur mal so aus der Lebenserfahrung eines alten Hasen, besser gesagt einer „alten Häsin“, Quasi aus dem Nähkästchen geplaudert, für Dich, sollte man klugerweise bevor man mit so was wie einer Verhaltenstherapie überhaupt anfangen kann, vorher genau wissen „wo der Hund bei einem selbst überhaupt begraben liegt“, heisst seine eigene Lebensproblematik genau kennen.