Inzwischen wurde Grigorij Perelmann 60 Jahre alt. Mich beeindrucken diese charakterstarken Persönlichkeiten, die sich nicht in ein (elitäres und ungerechtes) System einfügen und das, obwohl sie finanziell nicht gut aufgestellt sind.
Da müssen die eigenen Werte und inneren Überzeugungen sehr stark ausgeprägt sein und wenig Beeinflussung von außen auf die Person einwirken. Faszinierend!
Perelmann soll evtl. auch im autistischen Spektrum unterwegs sein; gesichert ist das aber nicht.
Es leben die Nonkonformisten!

1 „Gefällt mir“
Der Artikel ist zehn Jahre alt. Schon damals enthielt er mehr Spekulationen als gesicherte Fakten.
Wenn er damals lieber seine kranke Mutter pflegte, als öffentlich aufzutreten, ist es jedenfalls nicht wahrscheinlich, dass die Mutter heute noch lebt. Und auch die Freiheit und Liberalität in Russland hat sich in den letzten Jahren bekanntlich nicht gerade positiv entwickelt. Schon früher ist die Rede davon, dass er unter antisemitischer Benachteiligung zu leiden hatte.
Anders gesagt, es könnte sein, dass Perelmann sich als beeindruckendes Beispiel für selbstbestimmtes nicht-konformes Leben eignet. Ob es wirklich so ist, weiß aber von uns keiner.
1 „Gefällt mir“
Deine Kritik ist in Teilen sicher berechtigt. Und dass der Artikel zehn Jahre alt ist, habe ich ja auch selbst indirekt erwähnt (60. Geburtstag).
Meines Erachtens ist die Kritik aber nicht in Hinblick auf folgende Punkte gerechtfertigt:
- die Ablehnung der Fields-Medaille
- die Ablehnung des damit verbundenen Preisgeldes
- die Veröffentlichung des mathematischen Beweises online, da er die ungerechten Strukturen der Akademia ablehnte und daher nicht in einer „angesehenen“ Zeitschrift veröffentlichen wollte
- die Zurückweisung befreundeter/ihm bekannter Mathematiker, die ihn zur Annahme der Fields-Medaille überreden wollten und persönlich mit ihm sprachen
Das finde ich durchaus außerordentlich bemerkenswert und klingt für mich zumindest nach Rückgrat.
Ich kann ihn jedenfalls gut verstehen, wenn er keine Lust auf Statusgehabe (meine Interpretation) hatte. Dafür bewundere ich ihn jedenfalls sehr. 
Allen anderen stehen ihre jeweiligen Reaktionen natürlich frei.