Hallo zusammen, morgen Nachmittag steht meine ASS-Diagnostik an und ich bin recht aufgeregt, weil ich nicht so recht weiß was mich erwartet.
Zeugnisse und Befunde sind schon eingepackt, darum hatte der Psychologe gebeten. Aber sonst? Ich habe mir noch schon mehrere Seiten Beschreibungen zusammengeschrieben zu Dingen, die m.E. nicht (ausreichend) durch das ADHS erklärt werden: Sensorik, soziale Kontakte, Kommunikation, Analytisches Denken/Mustererkennung. Jeweils im Jetzt und in Kindheit/Jugend.
Ich fühle mich hin und her gerissen, weil ich die psychometrischen Tests und das Gespräch nicht durch Vorbereitung verfälschen will, aber nicht zu wissen, wie das alles genau abläuft stresst mich.
Kann ich noch was tun? Sollte ich nichts mehr tun? Wie war das bei euch? Sind „Spickzettel“ hilfreich oder wirkt das dann zu gezwungen, als würde ich es manipulieren wollen?
Danke!
(Achja, Kontext: M36, ADHS Diagnose erst mit 34 nach Burnout nach Berufseinstieg)
Alles kommt wie es kommen muß und wahrscheinlich so wie die Adhs Testungen recht verschieden ablaufen aber gleiche Tests verwenden wird es hier wahrscheinlich ähnlich für die testende Person typisch aber individuell auf gleichbleibenden festgelegten Kriterien ablaufen
Er fragte wieso ich denke, dass ASS bei mir vorliegen könnte.
Dann laß er die mitgebrachten alten Befundberichte und blätterte die Zeugnisse durch.
Dann meinte er, dass wir einfach meine Liste durchgehen - 5 Seiten nach Themenkomplexe geordnete Stichpunkte. Habe alles vorgetragen, dann war die Zeit vorbei und er meinte, ja, ASS würde er sehen. Aber beim ADHS sieht er das H nicht (aus der bereits existierenden Diagnose).
Dann fragte er noch, was ich mit der Diagnose anfangen würde, da es ja keine Behandlung gibt. (Ich meinte Label, Sicherheit, wissen nicht „falsch“ zu sein.) Er meinte dann, er schreibt schon mal den Befundbericht, ich soll noch den AQ50 bis zum nächsten Termin ausfüllen und fertig.
Irgendwie war das fast zu einfach, habe irgendwie etwas Impostersyndrom jetzt. Oder ist das alles doch viel offensichtlicher als ich dachte? Fand mich immer ziemlich „unauffällig“.
Nach etwas Reflektion glaube ich, dass das Mitbringen und Vortragen der 5 Seiten alleine viel mehr ausgesagt hat, als Antworten auf irgendeine Frage von ihm es getan hätten.
Und ich habe nicht gemerkt was für ein Klischee ich ihm da demonstriert habe