Hallo. Ich habe auch 2 Kinder, ein Mädchen sie ist 16 und einen Sohn, er ist 12.
Wir haben schon ganz viel durchgemacht.
Bei meinem Sohn geht es jetzt langsam bergauf. Er wurde zwecks emotionalen Ausbrüchen in der Grundschule 3.Klasse, mit Gutachten auf eine Grundschule mit Förderschwerpunkt, Sozial emotionale Entwicklung eingeschult.
Nun ist er seit fast 3 Jahren dort und ich kann sagen, dass sich viel verändert hat.
Jedoch liegt dass hauptsächlich daran, dass wir erstmal rausgefunden haben woran dass liegt und was ihn beschäftigt. Mein Mann hat für emotionale Ausbrüche wenig verständnis gehabt, so gut wie keins. Er hat leider auch probleme, seine emotionen und Aggressionen im Zaum zu halten, es gab oft probleme und ich musste meinen sohn unbewusst schützen und meinem Mann klar machen, dass das nicht die Lösung ist sondern alles nur verschlimmert…schade, wenn man bedenkt, dass seine Eltern genauso waren und als ich in sein Leben kam er gemerkt hat, was Liebe bewirken kann, wenn man zuhört und trotzdem ernst mit dem Thema umgeht, jedoch mit Respekt und ohne Verurteilung…
Ich habe bei meinem Sohn auch oft geweint, war total überforder aber habe ihn trotzdem verstanden, weil ich ein sogenannter Hyper Empath bin, so hat man es mir mal erklärt, grins.
War eigentlich immer sehr nah bei ihm, auch mental und emotional. Habe ihm zugehört, ihm Tipps gegeben und ihn niemals verurteilt. Mittlerweile sind wir beide unzertrennlich, uns kann nichts aus der Bahn schmeißen. Es ist aber auch so, dass er jetzt eine Therapie anfangen musste, weil noch Enkronpresis dazu kam… diese war im Alter von 4 Jahren extrem, dann war sie einige Zeit weg und kam wieder…, er hat einige Medikamente nicht gut vertragen, dass ging dann mal 3 wochen gut, dann rief die schule an und sagte, er könnte sich kaum konzentrieren und er hängt hinterher.
Sie äußerten dass sogar im beisein von Klassenkameraden und anderen Personen. Ich fand dass einfach unglaublich schlimm. Dadurch hat er sich noch mehr Druck gemacht, hat sich angestrengt, und kam in einen emotionalen kreislauf von Druck und Überforderung. Dann wurde er ausgeschlossen, durfte nicht mehr mit auf Ausflüge, mit der Begründung dass man ja dort kein klo hat, etc…einfach schrecklich für einen 11 Jährigen Jungen… heul… weil er in der Schule mehrmals auf die Toilette rannte, wir haben dann die Notbremse gezogen und für ihn eine ambulante Therapie gesucht, damit er immer noch Zuhause bei mir sein kann und er weiss, ich lasse ihn nicht alleine. Jetzt war er von November an in Therapie und geht nun stundenweise wieder in die Schule. Wir haben es geschafft mit der Klinik, die Enkronpresis so in den griff zu bekommen dass er lernen kann, ohne dauernd dran zu denken auf klo zu müssen. Doch was dass aller schlimmste daran ist, dass mein Sohn fast 5 Monate komplett zuhause war und wir kaum Unterstützung gehabt haben. Er hat hier lernen sollen, ich sollte mit ihm Lernen, dabei bin ich weder ein Lehrer noch haben sie gesehen, wie schlimm die Situation eigentlich war, dass er bis zu 5 mal am Tag zu spät auf klo gerannt ist und so nichts mehr möglich war, für ihn, für mich, einfach horror. Auch haben ihn 2 Lehrer die schon älter waren verantwortlich gemacht, dass er den Unterricht stört und sie keine zeit hätten, mit dabei zu sein und dafür zu sorgen, dass er sich umzieht, weil er dies angeblich nie richtig getan hätte. Haben sie einmal meinen Sohn gefragt, wie dass für ihn ist, wenn er merkt er muss auf klo und es zu spät ist und er zurück in den Unterricht muss…ich hätte mir da wirklich mehr intimität und sensibilität gewünscht. Am ende war es sogar so, dass er bei einem ausrutscher, wie sie es nannten, abgeholt werden sollte und sie dies mit meinem Sohn auch klar kommuniziert haben…als wenn er dass extra tun würde…einfach schlimm gewesen…und dass soll eine Schule für sozial emotionale Kinder sein, die ihre emotionen nicht steuern können…
Ich habe gebetet und hoffe, dass mein Sohn jetzt endlich frei davon ist. Auch wenn es noch ab und zu Situationen gibt wo er selbst sagt, dass er sich beeilen muss, wenn er arg im Stress ist bin ich überfroh, dass es ihm viel besser geht, wie noch vor ein paar Monaten! liebe grüße an euch.