Vortrag: "anders aber völlig richtig im Kopf"

Ich verstehe, dass die Sache ambivalent ist.
Ich habe eine Bekannte, die keinen Job mehr findet, und - ich glaube, sie hat es geschafft - AD(H)S als Grund für ihre Invaliden-Rente durchzusetzen.

Aber was sie mir erzählt hat. Sie war Lehrerin, In der Ausbildung musste sie nach einem Script irgend ein Vortrag machen - es war nicht o.k. das zu improvisieren… (da löscht es mir dann auch ab).
Aber es geht ja v.a. darum, dass gewisse Neuro-typical die anderen einfach nicht verstehen, und dann noch so anmassend sind, ihre offensichtlichen Fähigkeiten quasi in eine Unfähigkeit zu verwandelt.
Ich würde NIE sagen, dass man nicht in eine Problemecke gedrängt werden kann.
Es gibt Vögel, die nicht fliegen können, weil es die Evolution so gewollt hat, die können dann halt in gewissen Situationen gefressen werden.

Ich werde die Threads noch lesen, aus PrKr-Gründen aber nicht gleich jetzt :grinning:

Hi @ Friedaline,

ich kenne Herrn Zimpel nicht, für einen Menschen, der sich als Forscher ausgibt, finde ich seine von Neurodiversitäts-Betroffenheits-Aussage mehrfach schwierig.

a) so wie @Zoi bereits andere Threads nannte, ist nicht immer von einer „Betroffenheit“ auszugehen

b) alle Menschen sind neurodivers, er meint neurodivergente in Abgrenzung zu neurotypischen Menschen

Menschen lernen nicht unterschiedlich, sondern gleich.
Unterschiedlich sind die Informationsaufnahmen und die Methoden mit denen man sich einen Lernstoff aneignen kann.

Ob Hochbegabte/Höchstbegabte mehrheitlich in Bildern denken, weiß ich nicht. Aus dem Bereich des Autismus ist jedoch bekannt, dass Autisten sowohl in Sprache, Strukturen oder Bildern denken. Die Informationsaufnahme ist visuell jedoch viel höher als die auditive, im Durchschnitt bis zum 10-fachen.

Zeig mir eine Tabelle, ein Schaubild, eine Grafik, wenn sie nicht all zu chaotisch ist, durchdringe ich die Information schnell und vergesse sie auch nicht mehr.

Die Andersartigkeiten, die zur Neurodivergenz gehören, aber auch andere „Entwicklungsstörungen“ aus neurotypischer Sicht würde ich per se ebenfalls nicht als eine Behinderung ansehen. Je nach Umfeld, Förderung und/oder einer spezialisierten Schule kann die primäre Schulausbildung auch „positiv“ ausfallen.

VG

Ja, Schule kann auch gut laufen. Aber bei wie vielen läuft Schule und Sozialleben gut?

Ich habe für meine 3 Kinder Pflegegrad beantragt, weil sie deutlich mehr Begleitung, deutlich mehr Hilfe benötigen als ihre Alterskollegen, damit habe ich sie in unserem System für behindert erklärt und ich hoffe, dass sie das nicht irgendwann behindert. Tatsache bleibt, dass sie im Moment nicht ohne Hilfe, ohne meine Hilfe, gut zurecht kommen.

Und dass ich mich vor den Folgen von „nicht gut zurecht kommen“ fürchte.

Es würde auch helfen, wenn alle Menschen, die mit Kindern zu tun haben, wüssten, was ADHSler brauchen und was sie können und wie es ihren Eltern geht und diese verstehen.

Es würde auch helfen, wenn ich diagnostiziert und medikamentiert würde und wenn die Ärztin meiner Kinder mehr von den ADHS- Medikamenten verstehen würde. Und wenn Kinder allgemein das Recht hätten nach der Schule von ihren Eltern betreut zu werden.

So aber werden sie behindert.

Nur ganz schnell @Friedaline,

Das war nicht auf den Vortrag oder dich bezogen sondern auf den Post von @Päddi danach! :slight_smile:
Alles gut!

Hi @Tüdelmama,

für mich ganz ohne Frage eingeschränkt, wobei ich auch in mehreren Spektren bin.
Erst kürzlich traf ich eine ganze Gruppe an Mensanern - aus meiner Perspektive waren sie ziemlich „normal“, ein schönes Gefühl.

Genau so wie du es schreibst:

Für mich waren die Folgen ohne jegliche Hilfe bei gleichzeitiger Beschwerung durch meine „Familie“ eine langjährige Suche nach den eigentlichen Problemen.

Das hätte viel weniger Leid und Zeit in Anspruch nehmen können.

VG

1 „Gefällt mir“

Hier war der Vortrag schon mal Thema. Bin immer noch begeistert.

3 „Gefällt mir“

Du meinst wahrscheinlich dieses Zitat?

Dass wir alle auf ganz verschiedene Weisen der Welt begegnen, ist an sich kein Problem. Doch Neurodiversität überfordert uns häufig, sagt Zimpel. Sie überfordert die Betroffenen und die Menschen in ihrer Umgebung. Denn unserer Gesellschaft orientiert sich in vielen Hinsichten an der Gruppe der so genannten „neurotypischen“ Menschen.

Ich denke, @Zoi ging es eher um die Diskussionen, ob Neurodiversität eine Störung/Krankheit ist, oder nicht. Zimpel meint mit Betroffenheit aber, dass man eben von ND betroffen ist, also: man ist neurodivers (neurodivergent). Von den Folgen dieser Betroffenheit (Krankheitswert, Behinderung, Leidensdruck etc.) ist hier nicht die Rede. Mein Problem in diesem Zitat ist das letzte Wort. Ich persönlich empfinde es eher so, dass sich unsere Gesellschaft in (zu) vielen Hinsichten an der Gruppe der sogenannten „neurotypischen“ Männer orientiert.

Hm. Die Aussage verstehe ich nicht. Die Aufnahme und Weiterverarbeitung von Informationen ist doch = lernen? Und wenn das unterschiedlich geschieht, lernt man doch auch zwangsläufig unterschiedlich, oder?

2 „Gefällt mir“

Was bedeutet das für Menschen mit ADHS?
Im Idealfall wird die frühkindliche Entwicklung eines Kindes durch die Mutter, oder eine andere erste Bezugsperson (liebevoll und unterstützend fördernd) begleitet. Auf Bedürfnisse und Besonderheiten wird explizit eingegangen. Wenn das Kind dann in den Kindergarten und anschließend in die Schule kommt, ist es neurologisch, sozial und emotional so weit entwickelt, dass es den neuen Herausforderungen (Regeln, Hierarchien, Leistungsdenken, Wettbewerb) gewachsen ist. Es kriegt also den Übergang vom matriarchalen Kokon in die patriarchale Welt ganz gut gewuppt. (Zumindest in der Theorie, die, gesellschaftlich gedacht, ja noch immer der Normalität entspricht. So bescheuert das auch sein mag.)

Das Kind mit einer ADHS hat genau denselben Lebensweg. Den muss es aber mit einem Gehirn bewältigen, welches im Schnitt um 20-30% entwicklungsverzögert ist. Zumindest in bestimmten Bereichen. In anderen Bereichen (z.B. Motorik/Bewegung) ist es normal oder sogar weiter entwickelt. Hier eine Studie dazu. Die individuelle Förderung durch die Mutter (oder Bezugsperson) müsste also eigentlich noch ein paar Jahre länger andauern. In dieser Zeit entwickeln sich ja nicht nur Fähigkeiten und Fertigkeiten, sondern auch das Selbstbewusstsein und der Selbstwert. Und mit all diesen Defiziten (in Bezug auf NT) wird dann erwartet, dass das Kind genauso gut zu funktionieren hat, wie die Neuronormalo-Kids. In Wirklichkeit haben aber manche ADHS-Kids bessere Voraussetzungen und manche noch schlechtere.

Für diese Kids müsste es eine Schule geben, die den »mütterlichen« Weg fortsetzt: Individuell abgestimmt, fördernd statt fordernd, kein künstlich erzeugter Wettbewerb, keine Noten. Regeln sind auch hier wichtig, aber wer sich dran hält, wird belohnt und nicht: wer sich nicht dran hält, wird bestraft. Jeder erhält die Chance, etwas zur Gemeinschaft beizutragen und jeder Beitrag ist gleichermaßen wertvoll. Für die Lehrenden gilt: Autorität bedeutet soziale Kompetenz nicht Strenge und Gehorsam. Für jedes Kind müsste am Anfang herausgefunden werden, wie es lernt und was zum lernen motiviert. Hach, an so einer Schule würde ich gerne unterrichten.

Zimpel bezeichnet Neurodiversität als eine andere Art der Wahrnehmung. Finde ich gut. Die Gesellschaft (zumindest erstmal alle, die direkt mit der Betreuung und Förderung von Neurodivergenten zu tun haben) muss aber auch eine andere Art der Wahrnehmung in Bezug auf Neurodiversität lernen. Dazu gehört auch eine weniger patriarchale Sichtweise.

1 „Gefällt mir“

Oh da bin ich aber gerade echt erleichtert :laughing:

1 „Gefällt mir“

Habe den Vortrag jetzt auch gesehen:
Finde Herrn Zimpel ebenfalls recht sympathisch.
Alleine, dass er aus einer Orgelbauer-Familie stammt, stimmte mich schon positiv. Ich kenne jmd mit einem Spezialinteresse in diesem Bereich.

Ob Neurodiversität oder Neurodivergenz ist mir eigentlich egal, die Definitionen werden sowohl im deutschsprachigen als auch englischsprachigen Raum ständig ausgeweitet, mir fehlten Hochsensibilität und Dyspraxie (verbal/sprachlich).

Trisomien und Monosomien können in den unterschiedlichsten Formen auftreten, Trisomie 21 ist nur eine davon.

Aphantasie muss kein fehlendes inneres Bild sein, im Laufe seines Vortrages spricht er kurz von einem verschwommenen Bild.

Meins ist unscharf, nicht erzwingbar und wechselt immer wieder.

Dass ASSler im Bereich des Debugging „gut ausbeutbar“ sind, hätte von mir stammen können. Gut ausbeutbar sage ich sehr häufig.

VG

Zu der Studie, die ads66 verlinkt hat:

Wenn alle mit 16 endlich gleich ticken, wieso habe ich dann mit Mitte 40 immernoch Probleme?

Mit ca. 16 Jahren hat das Gehirn die Entwicklungsverzögerung aufgeholt. Aber auch unser voll entwickeltes Gehirn funktioniert halt anders und der Dopaminmangel bleibt. Und das was wir (auch aufgrund unserer ADHS) erlebt haben, woran wir uns erinnern und was wir aus dem Erlebten gelernt haben, trägt dazu bei, dass wir nicht alle gleich ticken. Es ist dann auch oft problematisch, auseinanderzuklamüsern, welche von unseren Problemen, ADHS-bedingt und welche aufgrund unserer schlechten Erfahrungen entstanden sind.

Hi @ads66,

zweifelsohne orientiert sich unsere Gesellschaft am weißen, neurotypischen (pseudo) Durchschnittsmann. (pseudo deshalb - weil dieser Durchschnittsmann auch wieder nur ein Konstrukt ist)

Merken und Lernen sind nicht gleich.

Lernen beschreibt für mich den Prozess der Durchdringung von Informationen und der Einspeicherung vom Kurzzeit- ins Langzeitgedächtnis.

Wenn die visuellen Informationen einfach und nicht komplex sind, kann ich sie sofort durchdringen und abspeichern, meistens handelt es sich aber nur um ein einfaches Merken.

Schon einmal gehört oder gelesen ist ja nicht gleich in seiner Komplexität erkannt, durchdrungen und von „allen Seiten“ beobachtet.

Die unterschiedlichen Informationsaufnahmemöglichkeiten spielen im motivationalen Bereich eine Rolle. Je nachdem wie sehr man sich für etwas anstrengen musste, schreckt man vielleicht vor etwas zurück, was man nicht auf Anhieb versteht.

In der Konsequenz lernt man dann etwas nicht, weil man sich damit nicht auseinandersetzt.

1 „Gefällt mir“

Zu den Einkaufszentren, die ja nicht von Autisten (oder anderen Neurodiversen) konzipiert wurden, hätt ich mal ne ganz blöde Frage.

Ich habe bisher noch nirgends was von Neurodiversität mit verringerter Sensitivität gelesen.
Warum?

Was, wenn es außerhalb des Spektrums der Norm nicht nur die bisher in Erscheinung tretenden Neurodiversen gibt, die nach meiner Wahrnehmung alle eine erhöhte Sensitivität haben, sondern auch eine Gruppe von Menschen mit einer verringerten Sensitivität?
Für die eine Messe (iSv Buden mit Blink, Knall und Bummensverlautbarungen) nicht ein Overload, sondern ein „na endlich mal etwas, was auch nur annähernd bunt wahrnehmbar ist“ ist?

Und was, wenn diese Gruppe - ich will es nicht festschreiben, aber ich frag es mal - eine verringerte Fähigkeit hat, sich differenziert in bestimmten Foren zu artikulieren, um zu postulieren, dass sie auch noch da sind?

Wer würde die Interessen dieser Neurodiversen vertreten?
Und wie sollte man sie nennen (falls es sie gibt, so wie ich es gerade vermute)?

Du bist vemutlich immer noch wach, während ich ich schon auf und auf dem Handy-Display die Info über Dein Posting bekomme.
Ist eine sehr interessante Frage.
Wie ich das einschätze gehören viele AD(H)Sler eher zur Gruppe von Leuten die eher sensibel sind, die ASS sind auch sehr empfindilich auf äussere Einflüsse.

Aber warum soll es prinzipiell keine andere Gruppe geben?

Die AD(H)Sler haben ja im Prinzip meines Erachtens auch etwas den Hang „Action“ zu suchen. Sie suchen jedenfalls oft nach Impulsen, ich jedenfalls, wenn es auch nicht der Lärm ist - und zur Zeit und in meine Alter auch nicht die Action.
Ich gehe z.B. noch gerne an Konzerte, was ich aber hasse sind die Formatradio, wo zu gewissen Zeiten immer die gleichen Songs gespielt werden, das repetitive nervt mich schnell, besonders wenn ich die Lieder nicht mag.
Im Film wird ja auch gesagt, dass es im Prinzip auch nicht der Neuro-Typical gibt, sondern dass jeder Mensch anders ist. Das „Spekturum“ wurde halt mal zusammengefasst, weil „wir“ offenbar für die Medizin am interessanten sind.

Wie ich aus den TED-Talks der Autisten gelernt habe, waren ja sowohl ADHS und ASS Fälle für die Medizin. Was mich aber beeindruckt, dass insb. die ASS nun das Phänomen selbst erforschen, und das hört man in gewissen TED-Vorträgen.
Die Medizin möchte ja durch die Medikmente alles Mensch gleich machen. Die Autisten bestätigten durch ihre eigene Forschung dass Autismus durchaus auch eine Neuro-Typ ist der auch evolutonsbiologisch Sinn macht… Also „normal“ ist, aber mit 2% halt eine Minderheit.


Gestern hatte ich noch ein Gespräch mit einer langjährigen Freundin und Primarschulkollegin. Nun hab ich mich tatsächlich mal gewagt, eine AD(H)S-Spezialisten zu kontaktieren. Bis anhin hab ich ja keine Diagnose, denke ich könnte mir das Leben ev. mit den korrekten Medis einfacher machen.
Ich spüre in der jüngsten Vergangenheit, dass ich mich nicht mies fühlem, o.k. ich struggle etwas mit meine Altlasten - was mich aber wirklich stört, dass ich wie von mir selbst gefesselt bin - und meine Möglichkeiten nicht nutzen kann. Ich hatte ja immer Ideen am Morgen, die dann NICHT angepackt wurde. Jetzt wo ich Rentner bin, fühle ich das viel extremer. Also was ich echt mache möchte, und was ich aber machen kann, da liegt eine riesige Diskrepanz. Und es ist nicht, dass ich es grundsätzlich nicht mache könnte. Aber wir kennen ja diese Symptomatik.
Wir werden sehen, ein Schritt ist nun gemacht.
Es ist ja merkwürdig, man lebt sein ganzes Leben, struggelt mit dieser Art von Probleme, aber irgendwie geht alles an einem vorbei. Viele Erwachsene werden ja auch erst diagnositiziert, entweder, weil die Kinder diagnostiziert würden, oder weil sie einen Burnout erleiden… Es sind ja immerhin 7% geschätzt von AD(H)S betroffen sind.

Ich frage mich ja langsam auch etwas, was ist AD(H)S? Es sind ein Haufen von Symptomen, die gehäuft vorkommen. Effektiv sollen „wir“ ja einen Dopaminmangel aufweisen. Das könnte ich mir in meinem FAll gut vorstellen.

Das die AD(H)Sler neben ihren Problemen, wirklich auch ihre Stärken haben, bin ich persönlich der Meinung, dass es sich nicht um eine „Krankheit“ handelt, ABER wir kommen oft in Clinch mit Sachen, die uns das Leben erschweren, und das halt zu Burnouts und sonstigen Problemen führen könnwn, und wir dann manchmal Hilfe brauche.
Allerdings leben wir in einer recht gnadenlosen Gesellschaft,und auch die Neuro-Typical sind ja nicht von dieser Art von Problemen gefeit.

Es gibt ja dann auch neurologische Typen, wo man zweifeln könnte, dass sie Normal sind. Hatte Breivik nicht sogar ein Attest gewollt, dass er nicht psychisch krank sei?
Andere wie Hitler, Putin und eine ganze Liste von solchen Typen, -ich finde nicht dass man das als „normal“ bezeichnen kann (vielleicht zu stark ausgebildeter Ehrgeiz) - aber gerade diese Art von Typen setzen sich dann durch:scream:
Es ist im übrigen auch ein Phänomen, dass diese Art von Leuten, weit weniger Empathie empfinden. Könne auch eine Gruppe sein, halt für die Medizin nicht interessant.
Zudem sagt man auch das die Narzisten nie Probleme mit sich haben. Aber das Umfeld muss sich dann therapieren lassen…

Im Ideafall… wie viele Eltern, Mütter existier(t)en, die idealtypisch sensibel, empathisch und feinfühlig genug auf die Bedürfnisse und Besonderheiten/Andersartigkeiten ihrer Kinder eingehen?

Bindungstheoretisch vielleicht 60-70%, wobei ich nicht weiß, inwiefern Neurodivergenz mit einbezogen wird.

Um die besonderen Bedürfnisse zu erfüllen bzw. in öffentlichen Systemen durchzusetzen braucht es je nach Ausprägung große Anstrengung und emotionale Stärke seitens der Bezugsperson.

Die Fortsetzung eines „(idealtypischen) mütterlichen“ Weges in einer schulischen Bildung sehe ich ähnlich.

Wobei ich die Einhaltung von Regeln nicht belohnen würde, wenn sie sinnvoll und logisch sind, müssten sie für jeden selbstverständlich sein.

Wenn jemand die Regeln bricht, ist eine Intervention nicht aber eine Bestrafung nötig.
Mir würde es aber auf die exakten Fälle ankommen, wird das Gemeinwohl oder das eines Einzelnen gefährdet, spielt es keine Rolle, ob NT oder ND.

Das Autorität in diesem Fall Sozialkompetenz gleicht, halte ich für natürlich. Unter Angst, Zwang, aber auch jeder Art von Bestrafung kann man schlecht wachsen.

Die Motivation zum Lernen könnte ja schon dadurch erhöht werden, dass Lernen überhaupt gewollt und erlaubt ist. Also eben nicht das reine Merken und die stupide Wiedergabe von Informationen.

VG

Hi @UlBre,

im Bereich der ASS gibt es Hyposensible gegenüber Temperatur und sensorischen Reizen (Schmerz).

Bei visuellen und akustischen Reizen weiß ich es nicht.

In Bezug auf aspies.de, aber auch meine ASS-SHG ist der nicht redende/schreibende Anteil sehr hoch.

Bei aspies.de musste ich selbst miterleben, wie einige wenige aus dem Forum heraus gemobbt wurden.

Meine Hochsensibilität ist nur moderat, wenn ich mir einen höchstsensiblen Hochsensiblen vorstelle, der von der Mehrheitsmeinung abweicht, kann ich die Nicht(aktive)-Teilnahme in einem Forum, das einem Haifischbecken gleichen kann, nachvollziehen.

Zu den Menschen, die nicht reden/schreiben und/oder sich nicht differenziert genug ausdrücken können, kann ich gar nichts sagen. Ich weiß nicht einmal, wie groß diese Gruppe ist.

Ich würde auch die Interessen der hyposensiblen Neurodivergenten vertreten :wink:
VG

Autismus ist ähnlich wie adhs? Oder manche haben beides, jetzt wo du es in Zusammenhang erwähnst werde ich mich über Autismus näher beschäftigen,

Was ich Grundlegend sagen kann, in dieser Welt ist eben nichts normal, weil denoch anders denkende sich anders verhalten als die meisten Normalos, sind wir nicht schlechter, wir passen vielleicht nicht in diese Zeit oder wir uns unsere Welt selbst machen können.
Mfg

Bei Menschen, die stark ausgeprägte Wahrnehmungsbeeinträchtigungen haben, kann das der Fall sein. Ich habe beispielsweise ein Kind mit mehrfacher Schwerbehinderung betreut, das sich immer riesig gefreut hat, wenn etwas mit lautem Knall runtergefallen ist oder wir mit dem Rolli vor einer lauten Baustelle stehengeblieben sind.

4 „Gefällt mir“

Wir hatten in der Förderstätte einen Teilnehmer, für den haben wir am Handlauf aufgeblasene Luftballons befestigt. Nur so war er zu motivieren, sich am Handlauf entlang zu ziehen. Er hat sich tierisch gefreut, wenn er die platzen lassen konnte. Er freut sich auch, wenn andere weinen oder schreien. Und er schmeißt alles hinunter und lacht dann. War echt lustig mit ihm. Wir haben auch immer Baustellen besucht.

2 „Gefällt mir“