Wäsche sortieren

Hallo ihr Lieben,

ich habe folgendes Problem. Meine Wäsche stapelt sich immer auf der Waschmaschine, frisch gewaschen und trocken, da ich einen Trockner habe. Aber irgendwie schaffe ich es nicht, warum auch immer(!?) dass ich diese Wäsche in den Kleiderschränken verteile. Wie macht ihr das so? Habt ihr da irgendwelche Tips? Wie geht ihr allgemein damit um, dass ihr merkt, etwas tun zu wollen und das aber in einer Woche, zwei Wochen, drei Wochen immer noch nicht getan ist? Ich ärgere mich da jedesmal drüber, aber irgendwie gibt es dann immer was anderes zu tun, so dass ich es dann doch nicht mache. Ich erarbeite mir gerade ein Bullet Journal und hoffe, dass ich das damit ein bisschen in den Griff bekomme.

Liebe Grüße
Lemon

Vielleicht baust du deinen Kleiderschrank einfach neben der Waschmaschine auf?

Das ist natürlich nicht mein Ernst :wink:
Ich kenne das Problem aber auch. Eine Lösung habe ich auch nach vielen vielen Jahren nicht gefunden. Für mich funktioniert es am besten wenn ich es akzeptiere, es gar nicht schlimm finde. Dann ist es zwar immer noch so wie es ist, aber es belastet mich nicht mehr…

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Liebe Lemon,

wie wäre es, wenn du das nächste Mal, wenn du an dem Stapel vorbeiläufst, ein einziges mitzunehmen und in den entsprechenden Schrank zu tun? Oder wenn du etwas zB im Schlafzimmer holen willst, auf dem Weg dahin ein Teil mitnimmst und einräumst?

Ich mache das manchmal mit der Spülmaschine. Wenn ich zB auf den Wasserkocher warte, weil ich mir einen Tee machen will, räume ich ein zwei Gläser aus. Das kostet mich praktische keine Überwindung, weil ich weiss, ich kann danach einfach aufhören. Es kann sein, dass es mich dann packt und ich sie zuende ausräume. Oder auch nicht.

Aber meine Erfahrung ist schon, je kleiner die „Anfangshürde“, je eher mache ich überhaupt was :sweat_smile:

Gruss Mie

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Guter Ansatz!
Ich mache es genauso mit der Spülmaschine. Tatsächlich passiert es dann häufiger, dass so bald die ersten beiden Gläsern im Schrank stehen, auch der Rest gerade noch eben weggestellt wird. Und schon kann man sich wieder freuen über eine erledigte Aufgabe :slightly_smiling_face:

oh, das wäre ein Versuch wert. Auf die Idee kam ich noch gar nicht. Lieben Dank! :blush:

Hey Lemon,

ich habe EXAKT das gleiche Problem, nur dass meine trockene Wäsche in einem Wäschekorb landet und dann irgendwo im Schlafzimmer steht.
Den stelle ich durchaus immer mal wieder woanders im Raum hin, wenn er stört. Auch mal ins Wohnzimmer, mit dem Plan, die Wäsche endlich zu falten, was dann aber nur in ca. 5% der Fälle passiert :sweat_smile:
Und dann steht der Korb im Wohnzimmer rum, bis er mich dort stört. Der ist wie ein kleiner Wanderschrank, aus dem ich mich täglich bediene.

Früher habe ich mich enorm darüber aufgeregt, dass ich das nicht hinbekomme. Auch nicht, wenn z.B. meine Schwester mit Familie zum Übernachtungsbesuch kommt und ich die Wohnung dann besonders hübsch machen will.
Diesen Korbinhalt schaffe ich auch dann nicht wegzufalten. Es ist wie verhext :laughing::woman_shrugging:t2:

Inzwischen hab ich mich damit abgefunden, weil es eins der wenigen Dinge ist, die noch übriggeblieben sind von meiner Chaos-Neigung.
Ich betrachte bewusst die Dinge, die ich bisher erfolgreich geschafft habe zu verändern und auch nachhaltig beizubehalten. Das schenkt mir allgemeine Zufriedenheit und Frieden mit dem Wäschekorb :relaxed:

Und manchmal nutze ich den Moment beim Prokrastinieren von anderen Aufgaben, und falte diesen Wäscheberg mit ein paar Podcasts im Ohr, einfach weg. Und der Kreislauf beginnt von vorne :grin:

Den Tipp von @Mie werde ich auch mal ausprobieren, es klingt wirklich machbar.

Viele Grüße,
Faulotta

P.S.: Ein Bullet Journal setze ich auch derzeit auf (seit 2 Jahren in Planung :see_no_evil:). Mein Perfektionismus und die Angst, es zu versauen, standen mir bisher im Weg, es umzusetzen.
Habe jetzt ein günstigeres, dünneres Heft angeschafft (statt eines wertigen, üblich verwendeten Planers mit vielen Seiten), um mich darin eine kurze Zeit lang auszutoben, mir Fehler zu erlauben und aus ihnen für den guten/teuren Planer zu lernen.
Wenn Du die ersten Erfahrungen mit dem BuJo gesammelt hast, erzähl gerne davon.

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Oh das Problem mit dem Bullet Journal und dem Perfektionismus kenne ich. Ich habe das Journal letztendlich als Training gegen meinen Perfektionismus angefangen. Jeden Tag sage ich mir wieder, Fehler sind völlig normal. Für das nächste Mal weiß ich es besser. Es ist nicht einfach, aber mir hilft es ungemein.

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Mir geht’s genauso. Erst kommt das Stadium, dass die Wäsche ewig auf der Maschine liegt, dann steht sie in Wäschekorb herum. Ich nutze auch den Trick: Nur 5 Teile wegräumen, damit ich überhaupt anfange. Klappt so mittel. Wichtig für mich ist, dass immer eine leere Klappkiste im Keller ist, falls es mich überkommt und ich was hochtragen will.

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Bei der Kinderwäsche bin ich dazu übergegangen, sie ungefaltet in die Schubladen zu tun, das senkt die Hemmschwelle.

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Mir ist heute nach dem Aufstehen eine, glaube ich, gute und für mich gut umsetzbare Methode eingefallen, die ich aus Mies Tipp abgeleitet habe.
Ich werde mir vornehmen, die trockene Wäsche visuell nach Kategorien abzulegen (Handtücher, langärmelige Oberteile, kurzärmelige Oberteile, Hosen, usw. ) und mir dann nur jeweils eine Kategorie als Aufgabe zum Falten vornehmen.
Also nur Häppchen vor Augen haben und nur ein Häppchen vornehmen.
Das Sammelsurium Wäschekorb als Ganzes demotiviert mich nämlich schon beim Anschauen.

Als Beispiel:
Heute falte ich nur die Handtücher, morgen/übermorgen nehme ich mir die Hosen vor, usw.
Und das kann man je nach Laune variieren.
Wenn man besonders wenig motiviert ist, fängt man mit den simplen Sachen wie den Handtüchern o.ä. an, dann hat man einen Erfolg verbuchen können.
Und manchmal geht es gut von der Hand, wie @Bass-maker es bei der Spülmaschine beschreibt und man erledigt plötzlich einfach alles, völlig mühelos.

Wie ich das sortierte Ablagesystem allerdings möglichst platzsparend umsetze, weiß ich noch nicht :woman_shrugging:t2::grin:

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Faulotta,
Das ehrt Dich, dass Du das angehst! Klingt nach einer guten Methode. Nur, dass Du dann beim Herausnehmen aus dem Trockner schon sortieren musst. Wenn schon Körbe dastehen, könnte ich es mir vorstellen. Das probiere de ich vielleicht auch mal!
Bei mir kommt noch dazu, dass mich das Chaos die meiste Zeit nicht stört. Aber meine Mitmenschen nehmen Anstoß, was ich ja auch verstehe.:slightly_smiling_face:

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Also ich habe es doch tatsächlich geschafft, gestern los zu ziehen und mir für jeden hier im Haus, einen Korb auf die Waschmaschine zu stellen, so dass ich es evtl. schaffe, die Wäsche gleich in den Korb zu legen, der in ein Zimmer muss. Dann müssten meine Kinder nur noch den Korb mit nehmen, einräumen und mir wieder runter stellen. Ich hoffe, dass mir das jetzt ein bisschen dabei hilft, die Wäsche weg zu räumen. Aber ihr wisst ja, der Wille und das Umsetzen können sind manchmal zweierlei Sachen. Es hat mich aber ehrlich gesagt erstaunt, dass ich nicht die einzige mit dem Problem bin und es hat mich auch irgendwie sehr beruhigt und mir etwas den Druck genommen. Lieben Dank für all eure Antworten!

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Ich kenne dieses Wäschethema nur zu gut. Was mir wirklich geholfen hat war mir 2 x die Woche feste „Klamotten-Tage“ einzuplanen. Das ist bei mir der Montag und der Donnerstag. Inzwischen bin ich wirklich zufrieden, denn ich habe immer Kleidung für alle parat und muss mich nicht mehr durch die Wäschekörbe wühlen oder morgens nochmal schnell in den Keller flitzen weil dieses oder jenes dort noch vor sich hin hängt. Auch die für mich wirklich nervtötenden Rückfragen wo denn Handtücher, Unterhosen und co sind fallen weg, da diese Dinge in angemessener Anzahl an ihrem dafür angestammten Platz liegen.

Montags schmeiße ich ne Maschine rein und lege alles trockene schonmal in die Wäschekörbe. Schmutzwäsche die nicht mehr in die Maschine gepasst hat darf bis Donnerstag vor der Maschine liegen bleiben. Wenn ich von der Arbeit komme gehe ich als erstes in den Keller und hänge alles auf. Die schnellen Sachen wie Handtücher, Bettlaken und Bezüge und Lappen nehme ich direkt mit nach oben und räume sie weg. Der Rest bleibt im Wäschekorb im Keller stehen.

Dann bin ich super zufrieden weil donnerstags habe ich vormittags immer Zeit. Da laufe ich einmal durch die Wohnung und mache alle Wäschestellen leer, denn ich habe im Wohnzimmer, im Kinderzimmer, in der Küche und im Bad kleine runde Wäschekörbe stehen, da sonst überall alles herumfliegen würde.

Die Wäsche kommt dann mit der Restwäsche von Montag in die Maschine und ich hänge die Montagswäsche ab, mach mir nen Podcast oder ähnliches an und räume alles ein. Socken die nicht zuzuordnen sind kommen für die kommende Woche in nen Schuhkarton der im Schlafzimmer liegt.

Irgendwann hänge ich dann die Donnerstagswäsche auf und kann entspannt auf Montag warten. Ist irgendwie komisch, wenn ich daran denke was für nen Kampf das mal war.

Hab das an anderer Stelle hier schonmal geschrieben, ich machs mir aber auch echt einfach, hab nur noch ne große Kommode in die ich alle Socken und Schlüpper reinschieße, die Bettlaken und Handtücher kommen eine Etage tiefer.
Den Kleiderschrank habe ich schon Ewigkeiten auf den Sperrmüll geschmissen und ne große Garderobenständer auf Rollen besorgt, weil ich einfach nicht in der Lage bin den Schrank in Ordnung zu halten. Früher lag spätestens nach 2 Tagen der gesamte Inhalt gefühlt im ganzen Raum verteilt und gefunden hab ich sowieso nix. Jetzt kommt alles von T-Shirt-Hose auf einen Haken und gut ist.
Im Kinderzimmer ist ein kleiner Kleiderschrank, aber mit dem komm ich klar :slight_smile:

Hallo,

bei uns in der Familie übernehme ich den Part mit dem Wäschewaschen und kenne das Problem allzugut. Ich lasse immer wieder eine gewisse Menge zusammenkommen und habe anfangs alle Körbe im Wohnzimmer auf den Boden gekipppt und dann die Wäsche pro Familienmitglied in dessen Korb zusammengelegt einsortiert… Somit wurde aus einem Berg schon mal eine zusammengelegte Unterteile für Kind 1-3, den Sachen meiner Frau und den Sachen von mir. Socken/Unterwäsche wird extra gemacht. (Macht auch keinen Spaß bei 5 Personen in der Familie :smiley:) Da ich im Homeoffice eh hier im Keller rumlungere, habe ich nun mal angefangen in der Pause oder Abends bereits die Körbe nach Person vorzusortieren um die Bergproblematik einzudämmen. Jetzt müssen dir Körbe nur noch nach oben :wink:

Bei dir liegt sie immerhin auf der Waschmaschine. Bei mir liegt sie in einem chaotischen Haufen auf dem Boden. Der wird alle paar Wochen abgetragen, wenn ich es nicht mehr ertrage.
Bei mir klappt sowas besser, wenn ich nicht alleine wohne. Aber im Moment ist das halt nicht so.