Hallo zusammen,
das hier ist meine erste Anfrage in diesem Forum. Bisher habe ich im Forum und auf der Webseite Infos durchgelesen. Ich weiß nicht, ob es zu meinem Thema schon einen Beitrag gibt. Falls ja, verlinkt denn gerne.
Ich habe erst seit Anfang April die Diagnose. Durch meine Therapeutin bin ich sehr schnell an einen Termin in einer psychiatrischen Ambulanz bekommen. Deswegen habe ich schon Ende April mit Elvanse angefangen. Erst mit dem Generikum von Ratiopharm, was ich überhaupt nicht vertragen habe (Kreislaufprobleme, Durchfall). Seit Anfang Juni hatte ich dann das Original Elvanse von Takeda. Anfangs lief es ziemlich gut. Dann musste ich wegen einer Erkältung eine Woche pausieren. Nach der Pause hatte ich wie beim Generikum wieder jeden Tag Durchfall. Elvanse habe ich mit den heißen Temperaturen auch nicht vertragen. Da hatte ich abends einen Crash mit starken Kopfschmerzen und Erschöpfung, als hätte mir jemand den Stecker gezogen, obwohl ich ausreichend getrunken habe und immer versucht habe mich im Schatten auszuhalten. In den letzten Wochen mochte ich auch das Körpergefühl, was ich durch Elvanse hatte, nicht mehr. Die positiven Wirkungen waren aber da: Fokus, Konzentration, einfacher ins Tun kommen, emotionale Regulation, weniger Ablenkbarkeit. In den letzten Wochen empfand ich die Nebenwirkungen aber schlimmer als das Positive.
Mit meinem Psychiater habe ich besprochen Medikinet Adult zu probieren. Ich habe erstmal 5 mg verschrieben bekommen. Ich soll die ersten Tage nur eine Tablette morgens nehmen und danach zweimal am Tag ausprobieren. Ich wollte gerne Medikinet ausprobieren, aber ich muss ehrlich sagen, dass ich etwas Angst vor dem Rebound habe. Wie merke ich wann der Rebound startet und wie beuge ich dem vor? Bei Elvanse hatte ich (bis auf die Hitzetage) nie einen Rebound.
Zu Medikinet muss ich noch eine zusätzliche Info schreiben: im letzten Jahr habe ich Medikinet (10 mg) in den Prüfungsphasen genommen, auch wenn ich da noch keine Diagnose hatte. Da ich keine Ahnung hatte, wie man Stimulanzien einnimmt, habe ich auch einiges falsch gemacht (kein regelmäßiges Essen, Koffein getrunken) und hatte dementsprechend starke Nebenwirkungen. Wenn die Wirkung nachgelassen hatte, habe ich mich sehr erschöpft und müde gefühlt. Das war auch der Grund warum ich meinem Psychiater vorgeschlagen hatte Medikinet auszuprobieren: um es ordentlich und unter ärztlicher Aufsicht auszuprobieren.
Mittlerweile weiß ich worauf ich bei Stimulanzien achten muss und trinke seit April keinen Koffein und keinen Alkohol mehr. Trotzdem bin ich aufgeregt und verunsichert Medikinet auszuprobieren, vor allem im Hinblick auf den Rebound. Deswegen würde ich mich über ein paar Erfahrungsberichte freuen.
Falls Medikinet nicht funktioniert, meinte mein Psychiater, dass wir es mit den Stimulanzien lassen und Atomoxetin oder Bupropion ausprobieren. Gibt es bei den Stimulanzien noch Optionen, die man noch testen könnte, bevor man das lässt? Oder ist das schon sinnvoll nach Elvanse und Medikinet etwas abseits der Stimulanzien auszuprobieren?
Beim nächsten Psychiater-Termin wird ein Kontroll-EKG und Blutbild gemacht. Muss ich an dem Tag dann Medikinet weglassen? Ich dachte, ich frage mal hier nach. Aber sonst rufe ich dort an und frage nach.
Ich hoffe, ihr habt einen Rat und ich freue mich über ein paar Antworten! Viele Grüße!