Was hilft gegen sehr intensive Albträume als Nebenwirkung?

Hallo,

ich bin ja seit ner Weile mit Venlafaxin 150 + Valproat 50 unterwegs + fahre damit mind. genauso gut bzgl Impulsivität, vllt sogar noch Mü besser, als mit ATX 80 + Valproat 50. Luft hätte ich bei Venlafaxin noch nach oben, aber ich wills erst einmal bei 150 belassen.

Ich habe auch deutlich weniger Nebenwirkungen mit Venlafaxin, als mit ATX. Die bei ATX waren schon fast täglich sehr störend, nervend.

Bei Venlafaxin kann ich „nur“ eine richtige Nebenwirkung bis jetzt ausmachen und zwar habe ich in unregelmäßigen Abständen und auch nicht sooo oft doch sehr intensive Träume und Albträume. Wenn ich davon träume, dass ich ein Actionstar, der alle bisherigen vor Neid erblassen lässt, dann hab ich nix dagegen. :wink: Wenn ich aber etwas träume, entweder standalone oder im Anschluss eines Traums, wo ich weg + raus will, es aber nicht schaffe, ich aufwachen will, ich aber nicht aufwache, ich das Gefühl habe, immer und immer wieder von etwas u/o jemanden eingeholt zu werden, der/das mich dann nicht gehen lässt, und kämpfe ich noch sehr dagegen + laufe so schnell, wie ich kann, finde ich das deutlich weniger schön. Ich träume, dass ich eigentlich richtig heftig schreie(n müsste), sodass jemand kommt + mich aufweckt, aber es kommt keiner. Fühlt sich so an, als wenn ich in einer Zwischenwelt wäre. Auf der einen Seite der Albtraum, suf der anderen Seite die Realität, ich schreiend dazwischen, der weg von den Albtraum will, aber es kommt keiner, der mich befreit. Irgendwann schaffe ich es dann, nach unzähligen Versuchen, bin wach und will nicht wieder sofort einschlafen, weil ich Angst davor habe, dass ich wieder gefangen bin. Es fühlt sich auch so an, als wenn ich mich übelst körperlich anstrengen würde, aus einer Art Unklammerung herauszukommen, aber ich schlage + trete nicht um mich + ich bin nicht nassgeschwitzt, wenn ich aufwache.

Vllt kennt das der ein o andere von Euch auch?

Gibt es etwas, was gegen solche Albträume hilft?

Ich bin am nächsten Tag erst einmal gerädert ohne Ende, habe vllt auch noch Kopfschmerzen.

Danke Euch.

Grüße

Hi, das hört sich nach üblen Träumen an! Ich hänge auch öfter mal zwischen Traum und Wachzustand fest. Entweder so dass mich ein Traum „festhält“ obwohl ich unbedingt aufwachen will oder sogar immer wieder „zurück zieht“ wenn ich es kurz schaffe aufzuwachen. Mein Körper ist dann wie gelähmt und meine Augenlider schwer wie Blei. Schlafparalysen mit taktilen Halluzinationen habe ich allerdings auch. Also der Körper ist dann länger im Schlafzustand als der Geist. Quasi das Gegenteil vom Schlafwandeln. Ich hab das nicht als Nebenwirkung sondern seit Kindheit regelmäßig.

Hab grade zufällig auf der spontanen Suche nach offiziellen Tips zum Aufwachen aus Schlafparalysen auf der AOK Seite gesehen, dass Medis gegen Angststörungen zu den Auslösern von Schlafparalysen gehören. Das passt also schon mal. Hilft Dir nur noch nicht beim Aufwachen!

Achte mal drauf ob diese Träume in bestimmten Schlafpositionen auftreten. Bei mir ist es in Rückenlage deutlich schlimmer.

Zum Aufwachen hilft bei mir manchmal der (mehrfache) Versuch die Hände zu bewegen, Augen aufreißen (oft bin ich dann aber nur im nächsten Alptraumszenario). Schreien klappt selten. Hände bewegen hilft auch manchmal um nicht sofort in den Traum zurück zu gleiten. Versuche dann mich im nächsten Schritt hinzusetzen.

Was Du beschreibst, hört sich so an als würdest Du teilweise merken dass Du träumst. Da ist der Weg Richtung Klartraum und Kontrolle des Trauminhalts nicht mehr weit! Bei mir hat es gereicht ein Buch über Luzides Träumen zu lesen um einen wunderschönen Klartraum zu haben.

Das Gefühl von Kontrolle in Klarträumen hat sehr geholfen auch in den Alpträumen nicht mehr so ausgeliefert zu sein. Die Angreifer und Kreaturen sind Produkte meiner Fantasie. Wusste ich intellektuell ja vorher aber es ist was anders wenn man es erlebt hat. Zuerst habe ich mich ihnen gestellt und sie bekämpft und immer gewonnen. Inzwischen wechsele ich oft einfach willentlich das Szenario indem ich zb die Augen schließe und mir vornehme wo anders zu sein wenn ich sie wieder öffne. Klappt auch mit Türen. Oder einfach wegfliegen.

Ich habe trotzdem immer noch Albträume die ich nicht kontrollieren kann, weil ich nicht merke dass ich träume. Es ist aber viel weniger geworden.

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das mit dem Schreien kommt mir bekannt vor. Das hatte ich damals auf Citalopram nach 2 Wochen Einnahme vor 5 Jahren, als ich noch keine ADHS Diagnose hatte, war das falsche Medikament, zu viel Serotonin.

Noch einmal hatte ich das beim Ausprobieren mit Elvanse, als ich dachte, 30mg reichen nicht und mir zum Testen während Eindosierung und Versuchen fast 50 reingekippt hatte. Hatte 3 Nächte am Stück Albträume, in welchen ich geträumt habe, dass ich schreie. Tatsächlich habe ich wirklich geschrien und bin dann auch wach geworden. Beim Wachwerden habe ich noch gemerkt, wie ich laute von mir gegeben habe.

Mir ging es tagsüber auf den 50mg Elvanse zwar gut, ohne nennenswerte Nebenwirkungen, aber eben diese Träume sind auch Nebenwirkungen bei zu viel Dopamin.

Venlafaxin wirkt >150mg noch stärker serotonerg/noradrenerg. Ich würde da nicht noch mehr von einwerfen ehrlich gesagt, zu viel Serotonin fördert eben diese Albträume. Ich will dir jetzt nicht empfehlen, weniger zu nehmen,.. aber probier mal weniger * hust*.